Mal wieder Dampfbremse




als Thema.
Hallo alle!
Ich darf einen Dachstuhl sanieren,und der Bauherr fragte mich nach einer Lösung ohne Dampfbremse,weil er keinen Bock auf Plastik hat.
Ich werde eine Aufsparrendämmung aus 60mm Holzweichfaserplatten machen und habe denn noch 120mm zw. den Sparren.Im 1.DG ist alles frisch renoviert und bewohnt d.h. unantastbar. Im 2. DG sieht mann vonn innen die Ziegel.Ich kann weder von innen noch von aussen eine Damfbremse einbringen.Nun die eigentliche Frage:
Gibt es ein Dämmmaterial,dass genug Feuchtigkeit absorbieren und nach aussen ableiten kann.



Möglichkeiten gibt es schon,



hilfreich wären ein paar Bilder und etwas mehr an Informationen (Schichtaufbauten der Decke, Übergang zur obersten Geschossdecke).
Luftdichtung muss sein. Vom Material her gesehen käme z.B. Dasa Top von proclima in Frage.

Grüsse



Sieh mal hier:



http://www.homatherm.com/fileadmin/user_upload/systeme/de/HOMATHERM-Dachsanierung.pdf

Da kannst Du Dich mal durcharbeiten und vielleicht ist Dein konkreter Lastfall ja beschrieben.

Gruß Michael





http://www.gutex.de/Produkte/Verlegehinweise_und_Produktdaten/_produkte/multitherm/technische_daten.php



Warum...



...will jemand auf Plastik verzichten, aber gleichzeitig Wohngewohnheiten des 21. Jahrhunderts pflegen. Wenn er keine Dampfbremse will, dann soll er bitte wie früher sich den Wolf rausheizen und nur einmal in der Woche in einen Zuber steigen, um sich zu reinigen.
Weiter sollte er sich bitte im ungeheizten Schlafzimmer an den Einglasfenstern an den Eisblumen ergötzen.
Früher hat das alles bauphysikalisch funktioniert, aber leider halt auch mit der Lebensweise von damals. Auch eine Gutexplatte wird absaufen, wenn der Feuchteeintrag im Wohnraum dem Durchschnittlichem unseres Jahrhunderts entspricht.
Erklär das vielleicht mal dem guten Mann.

Gruß Patrick.



Um solche gewagten Aussagen zu treffen,…



… hätte man vielleicht erst mal ein paar Informationen zur geplanten späteren Nutzung anfordern sollen.

Es macht durchaus einen Unterschied, ob unterm Dach Schlaf- oder gar Badezimmer eingerichtet werden sollen, oder ob es einfach nur Räume zur gelegentlichen Nutzung sind, die nicht intensiv geheizt werden.

Der TE findet durch Suche in diesem Forum zahlreiche funktionierende und zugelassene Lösungen ohne Folie.

Horrormärchen von "früher" sind doch wirklich allerbilligste Rhetorik und dieses Forums m.E. eigentlich unwürdig.



Das war vielleicht etwas...



...spitz formuliert, aber nicht böse gemeint. Es ist halt einfach so, daß wir mit unserem heutigen Verhalten einen großen Feuchteeintrag in die Gebäude einbringen.
Nach dem Aufrichten meines Dachstuhls habe ich vor dem Winter nur schnell die Zwischensparrendämmung aus Glaswolle eingebracht und die Hütte auf 20° Grad beheizt, um angenehm darin arbeiten zu können, weil ich erst die Giebel Verputzen wollte, um die Dampfbremse vernünftig anzudichten. Ich habe weder darin geduscht, noch sonst großartig Feuchte eingebracht (abgesehen von ein paar festgegipsten Unterputzdosen). Allein der Temperaturunterschied nach außen und die Fähigkeit der warmen Luft, mehr Wasser aufzunehmen, haben dazu ausgereicht, daß die Dämmwolle feucht wurde. Das ist leider Physik, auch wenn andere Dämmstoffe kapillar mehr zu bieten haben. Das Wasser fällt halt an.
Sorry für das Mißverständnis,

Gruß Patrick.