außen, Sauna, Altbau, Wände, wiedersprechen

13.02.2012 barr



Hallo,
ich plane in unser Altbau (1909) im 1.OG eine kleine Kammer als Sauna auszubauen

folgende Situation:
- Kammer ca. 2x2m (2,5m hoch) mit Dachschräge
- Nur ein Tür zum Bad
- 2 Innenwände Fachwerk verputzt mit Rotkalk (ca. 2-3cm)
- 1 Aussenwand Fachwerk inne verputzt mit Rotkalk außen gedämmt (Isoflock) und Holzverschalt
- 1 Dachschräge gedämmt mit 200mm Holzfaserplatten und Kniestock (innenverputzt)
- Terrazzoboden
- Abluftmöglichkeit nach oben vorhanden

Da eine zirkulierende Hinterlüftung konstruktiv schwer bis gar nicht zu realisieren ist dachte ich an folgenden Aufbau (aussen nach innen)
- Zwischendecke bei ca. 2,1m einziehen
- 40mm Dämmplatten an Wand und Decke
- Sauna-Alufolie für Wärmschutz und als Dampfsperre dicht verklebt
- Anschluss an Boden abdichten
- Saunaprofilbretter 12-16mm stark
- Zuluft unter der Tür ca. 2,5cm
- Abluft gegenüber ca. 30cm über Boden (diese Notfalls mit Rohrlüfter versehen)
- Den Hohlraum über der Zwischendecke evtl. noch an die Abluft (passiv) anschließen

Spricht etwas gegen diese Ausführung oder muss ich noch etwas zusätzliche beachten?


Viele Grüße
Ralf Bareiß



Sauna im OG Altbau



Erst mal:
Bauen kann man alles, auch im OG eines Altbaues das dafür weiß Gott nicht gedacht war.
Ob Ihr Aufbau einer Nutzung als Sauna standhält wage ich zu bezweifeln.
Was sie noch beachten müssen?
Die Frage, ob der Aufwand in einem gesunden Verhältnis zum Nutzen steht.
Die Saunaeinbauten die ich kenne wurden beim Neubau gleich mit geplant, der Aufwand war trotzdem sehr hoch.
Die Nutzungseigenschaften Ihrer Sauna sind allerdings mit diesen durchgeplanten Anlagen nicht vergleichbar. Ein bisschen mehr als im Warmen zu sitzen gehört schon dazu.
Eines wird aber wohl gleich sein:
Nach ein paar Jahren mutierten solche wenn auch nutzungstechnisch ausgefeilten Anlagen zur Rumpelkammer. Ich prophezeie Ihrer Sauna das gleiche Schicksal.

Viele Grüße



hier wäre wohl



eine Infrarotsauna am praktikabelsten.
Aber dazu fragen sie am besten eine Saunabauer.

Grüsse



Na Georg Boettcher dem möchte ich wiedersprechen



dem möchte ich wiedersprechen! Ich habe eine solche Sauna im Altbau, die eben nicht im Keller sondern im Obergeschoss untergebracht wurde. Sie wird seit mehr als 20 Jahren regelmäßig mind. einmal pro Woche genutzt und ich möchte nicht darauf verzichten.
Auf Ratschlag eines alten Saunabauers habe ich damals auf eine Dampfsperre komplett verzichtet und es gibt auch keine Entlüftung nach außen. Allerdings habe ich sie an 2 Innenwände mit einem jeweils 6 cm Abstand vor die bestehenden mit Kalk Verputzen Wände gesetzt. Es gibt bis heute keinerlei Probleme.
Ralf Bareiß rate ich aber die Wandaufbauten und Detaillösungen genau planen und Berechnen zu lassen. Und ein bisschen zweifle ich auch daran, dass eine Dampfsperre tatsächlich fehlerfrei auszuführen ist.