Dämmung Fachwerk

30.10.2012 René



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich befinde mich derzeit mittem im Ausbau eines Fachwerkhauses und habe ein paar fragen bezüglich Wärmedämmung.
Da sich seit meinem letzten Beitrag hier im Forum einiges an der Planung geändert hat mache ich einfach mal einen neuen Beitrag auf.


Als erstes der IST zustand.

von innen nach aussen

(abgehackter Lehm, ist nichtmehr da wollts nur erwähnt haben zwecks Vollständigkeit)
Fachwerkwand ca 70% mit Lehm gefüllt und Holzlatten dazwischen (Spundhölzer ?!)
Sauerkrautplatten
Putz (Kalkputz wurde mir gesagt)

Heizung: Grundoffen mit Wassertasche mit normalen Wandheizkörpern (leider aus kostengründen)
Holz bekomme ich relativ Preiswert (geschenkt bis 100€/t teuerste Bezugsquelle)


habe 3 Ideen

1.:
-Putz von aussen runter, Holzfassade dran (Sauerkrautplatten dran lassen oder lieber entfernen?)
-Lehm aus dem Gefache entfernen
-Holzfaserdämmplatten von Innen anbringen und mit einer Einblasdämmung die Gefache verfüllen. (Holzfasereinblaßdämmung)

2.:
-Putz und Sauerkrautplatten weg machen
-Holzfaserweichplatte 100mm anbringen und mit Hinterlüfteter Holzfassade ausstatten.
-Gefache wieder mit Lehm verfüllen und anschliessend mit Lehmputz einen sauberen Abschluss nach innen bringen

3. Kombination aus 1+2
also von aussen mit Holzfaserweichplatten 100mm mit Holzfassade, Fachwerk ausräumen und mit Einblasdämmung füllen und von innen mit Holzfaserdämmplatte abschliessen darauf Lehmputz?! (wird wohl die Teuerste der 3 ideen sein)

nun die Frage was ist erstens besser bezüglich Dämmeigenschaften
was ist sinnvoller Kosten/Dämmwirkung , Kosten/Nutzen (10% weniger Heizkosten gegenüber 3 fachen Preis wäre ja wenig sinnvoll)
alternative Vorschläge?
oder alles Quark?

Danke schonmal im vorraus für jede antwort


MfG



Von allen Varianten ...



... gefällt mir die zweite am ehesten.

Das Tragwerk und die Masse in die Wärme stellen würde ich vorziehen. Die Masse im Gefach würde ich lassen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Nun



Idee 1 und 3 kommen gar nicht in Frage, über Idee 2 kann man reden.
Wobei sich hier die Frage stellt, wie stark ist denn das Gefache?
Und wer sagt dass die Wand überhaupt gedämmt werden muss?

Eine Aussenwanddämmung bei einem Fachwerk setzt eine sorgfältige Planung und richtige Materialauswahl voraus, ansonsten geht es schief.

und wie Sie schon geschrieben haben, ist hier der Kosten/Nutzen Effekt vorzuziehen.

bei Fragen dürfen Sie sich gerne bei uns melden.

Grüsse Thomas





Danke schonmal für die Antworten.

Stärke des Fachwerkes beträgt ca 12-15cm (kann gerade nicht nachmessen bin nicht Zuhause)

Mein empfinden sagt mir einfach das Fachwerk+Sauerkrautplatten+Putz zu wenig Dämmung ist. Und da mir der 50 Jahre alte Putz der drauf ist nicht gefällt ergab sich für mich wenn schon reinreißen dann gleich richtig machen, dh. inklusive Dämmung. Außerdem habe ich an der Wetterseite schon einige Wasserschäden entdeckt und beheben lassen. Und derartige Schäden wollte ich durch eine neue Fassade in Zukunft vermeiden (deswegen wassersicher durch Holzverschallung.

MfG



Moment...



Hallo Rene,

ich stolper darüber:

"Fachwerkwand ca 70% mit Lehm gefüllt und Holzlatten dazwischen (Spundhölzer ?!)"

Kann es sein, dass Du einen ganz normalen Aufbau einer Fachwerkwand meinst? Mit Holzstaken, um die beispielsweise Weidenruten, dünnere Äste oder gespaltene Hölzer gewunden sind (daher übrigens das Wort "Wand")? Kann zum Beispiel so aussehen wie auf dem Foto.

Ich bin auch nur ein Laie, aber dieser Wandaufbau sollte eigentlich bekannt sein, bevor man mit größeren Umbauten anfängt - oder man braucht ganz dringend jemanden, der sich damit auskennt. Sonst wirft man nämlich schnell viel gute Substanz weg, die man danach teuer ersetzen muss.

Viele Grüße

Dirk





@ Dirk

So wie der untere Teil der Wand sieht es bei mir in etwa aus, allerdings ist noch weniger Lehm im Gefache vorhanden und wenn ich durch die Löcher schaue sehe ich die von außen angebrachten Sauerkrautplatten.


LG