Streif Haus neue Dachbodendämmung, nun ein Problem!

08.02.2012



Liebe Forum Gemeinde,

ich bewohne ein Streif Fertighaus Bj 1978. Ein unterkellerter Winkelbungalow mit ca 100 qm. und Walmdach.
Der Wandaufbau scheint folgend zu sein: Von Innen nach Außen:
Rigipsplatte, Holzständerkonstruktion mit Dämmwolle, OSB Platte, dann ein Luftspalt (Hinterlüftung zum Feuchtigkeitsabtransport) sowie eine Eternitplatte mit Putz, Wandstärke ca 12 cm.
Das Dach selbst hat keine Isolierung, sondern der Dachboden.
Dort sind Gefache von 40 cm breite und 18 cm Höhe zu den OSB Platten.
Zwischen den Balken wurden hier 8 cm Dämmwolle eingelegt. Keine Folie!

Erst mal vorweg, mir sind die vielen Bauschäden und Problemen bezüglich dieser Fertighäusern bekannt.
Unser Streif Haus hatte bis dato keine Auffälligkeiten wie Modergeruch, Schimmel oder Feuchtigkeit
Vor 3 Jahren zog ich einen Energieberater hinzu, um die Energiekosten zu optimieren.
Dieser riet mir "da das Haus bis jetzt funktioniert hat" keine großen Veränderungen vorzunehmen.
Wenn, dann riet er mir, die Dämmung auf dem Dachboden, also die 8 cm Dämmwolle gegen neuere, 16 cm Dämmwolle auszutauschen.
Genau das habe ich gemacht, alte Wolle entsorgt, und neue 16 cm Wolle zugeschnitten und in die Gefache gelegt.

Im vergangenen Winter, als es unter 0 c war, der Schock. Beim regelmäßigen Dachbodencheck fielen mir gewölbte OSB Platten auf,
die von unten feucht waren und sich dadurch weisser Schimmel an der Unterseite der oberen OSB Platte gebildet hatte. Jedoch nur Stellenweise!
Mein Energieberater riet mir auf dem ganzen Dachboden Löcher in die OSB Platten zu bohren, damit die Feuchtigkeit abtransportiert wird.

Nun habe ich auch in diesem Winter, jetzt wo es richtig kalt wurde, wieder diese Feuchtigkeit stellenweise an den Oberen Gefachplatten, jedoch nicht so schlimm wie im letzten Jahr!
Meine Bitte, wer kann mir hier einen Rat geben? Liegt es nur an der besseren Dämmung weil sich nun der Taupunkt verändert hat? Ist nun die Belüftung des Dachbodens zu gering? Wie könnte man diesem entgegen steuern?

Ich danke schon mal für konstruktive Antworten

Grüße aus dem Westerwald

Chris



Keine Folie?



Hallo Herr Heuser,

Gibt es wirklich keine Dampfsperre/- bremse?
Haben Sie die alten "OSB - Platten" wiederverwendet??.
Gab es 1978 schon OSB - Platten?? - oder waren es einfache Spanplatten?? War es wirklich weisser Schimmel -damals- , oder vielleicht Raureif?

Beim dämmen gibt es einen einfachen Grundsatz: "von der warmen zur kalten Seite immer offener werden" !!.

Da der Mangel ja offensichtlich ist,kann man eigentlich nur raten die dichten Platten zu entfernen und durch diffusionsoffene , kapillaraktive Platten zu ersetzen:
Weichfaserplatten?

viele Grüße



vermutlich



hat der ganze Aufbau nur funktioniert, weil Sie vorher ca. 10 cm Luftschicht unter dem Belag hatten und dieser die Feuchte Luft abtransportieren konnte.
Mit der neuen Dämmung haben Sie den Luftraum auf ca. 2cm verringert und nun treten die Probleme auf.

Wie Herr Göbel schon geschrieben hat, sollte der Aufbau von innen nach aussen immer diffussinsoffener werden.

hier schafft ein Rückbau der OSB-Platten und das Verlegen eines Laufsteges als Mittelgang Abhilfe.

Grüsse



Dämmung



Hallo Christoph


Schnellstens: alle OSB raus, die halten allen Wasserdampf zurück.
Dann über Winter offen lassen. Im Frühsommer überprüfen, ob die Feuchte aus der Dämmung raus ist und die Decke von oben noch in Ordnung.
Wenn ja, beschaff Dir Rauhspund (sägeraue Bretter ohne Feder und Nut) und nagle damit den Dachbodenboden zu.
IdR bleiben so viele Spalten, daß sich keine Feuchte mehr sammelt.
Ich hatte das selbe Problem wie Du. Bei mir sollte allerdings das DG ausgebaut werden, da währe der Taupunkt nicht unter den OSB gewesen. Leider war der Winter schneller und meine Schäden da.
Allerdings hatte ich als Dämmung Hanf und der ist resistenter gegen Kondenswasser als Deine Miwo und trocknet auch schneller ab...



Andreas



Update



Hallo und vielen Dank für die Antworten.

Hier schon mal die Updates
Ja, es sind keine OSB sondern Spanplatten.
Habe in ganzen Haus noch keine Folie gesichtet, auch nicht auf dem Dachboden!

Habe mal Bilder von den Extremfällen gemacht.
Soweit ich feststellen kann, sind diese "schimmligen Stellen" nicht über dem ganzen Haus sondern nur an einigen Platten zu sehen.
Unverständlicher Weise sogar über Räumen, die nicht bewohnt sind, jedoch kontinuierlich schwach beheizt werden(18c). Auch die Luftfeuchte in den Räumen mit ca 50 % im normalen Bereich.
Gelüftet wird im ganzen Haus ja auch regelmäßig!

Der Schimmel der sich auf der Unterseite der oberen Spanplatte ansetzt ist am Anfang weiß und wird dann grün.
Hier ein Bild: http://www.kalero.de/ebay/ImGefach.jpg

Schlimmer sieht das hier aus. Diese Platte ist einer der Spanplatten die nicht verleimt sind:
http://www.kalero.de/ebay/Spanplatte_umgedreht.jpg


An manchen Stellen bildet sich Taureif der dann bei den Temperaturen zu Eis wird. (Siehe Bild)
http://www.kalero.de/ebay/Eisbildung.jpg
http://www.kalero.de/ebay/Eisbildung2.jpg

Danke schon mal für die Tipps das ich am besten die Spanplatten entfernen soll. Jedoch ist das nicht so leicht, da es große, 2 qm Platten gibt, die getackert und auf die Balken verleimt sind.
Außerdem würde bei Wassereinbruch vom Dach die Feuchtigkeit ungehindert in die Wolle und Balken fließen können und wäre zudem schlecht zu erkennen das Wasser durchs Dach eindringt.
Habe wie ja schon beschrieben, das Problem im letzten Jahr schon erkannt und als Abhilfe die Mittelstege geöffnet (Spanplatten die nicht verleimt waren) sowie in die festen Spanplatten duzende Löcher reingebohrt, damit die Luftfeuchtigkeit heraus kann.
Jetzt scheint es mir als würde es genau dort verstärkt zu Feuchtigkeit kommen. Aber dort kann die Feuchtigkeit doch ungehindert raus!
Hier ein Bild dazu: http://www.kalero.de/ebay/Schimmel.jpg

Ist da wirklich die Lösung: Alle Spanplatten entfernen?

Nochmal Vielen Dank für Vorschläge!



Dämmung



@ Christoph


"Ist da wirklich die Lösung: Alle Spanplatten entfernen?"


Nö, die Alternative ist, im Wohnbereich alle Deckenplatten entfernen und eine Dampfsperre anbringen....



Andreas



Update Nr 2



Hallo

habe die vergangen beiden Tage versucht das Problem herauszufinden und bin auf folgende Erkenntnis gestossen:

Die Feuchtigkeit an den oberen Spanplatten ist ja nicht überall, nur auch einigen Platten. Und genau das ist der Punkt:
Immer dort, wo sich Feuchtigkeit sammelt und bei diesen Minustemperaturen zu Eis wird, ist eine Kabeldurchführung nach unten in den Raum. Zum Beispiel zu einer Lampe oder eine Kabelverteilung.
Demnach kommt die Feuchtigkeit an diesen Löchern hoch, da diese wohl nicht abgedichtet worden sind.
Für mich stellt sich nun folgende Frage:
Reicht es nun aus, wenn ich alle diese Löcher für die Kabeldurchführungen abdichte?
Und womit dichte ich diese am besten ab? Bauschaum, Silikon, beides?
Eigentlich müsste es dieses Problem ja auch schon vor der neuen Dämmung gegeben haben.
Habe diese Dämmung direkt nach dem Kauf erneuert. Daher habe ich das vorher nicht sehen können.

Wie sehen Sie das? Und reicht das Abdichten aus?



Frage



Hallo zusammen,

ich bin neu hier und verfolge das Thema Dachbodendämmung Streif Haus nun schon eine weile.
Da unsere Baumarkt nun eine 20% Aktion hatte habe ich mir ISOVER 140mm Glaswolle gekauft um auch meine Dachbodendämmung zu erweitern.

Wie bei allen andern ist auch bei mir 8cm Dämmung schon vorhanden die ich auch drin lassen möchte.

Allerdings sind die Spanplatten auf meinem Dachboden alle auf die Balken verleimt und ich bekomme Sie einfach nicht an einem stück ab.

Wie habt ihr das gemacht? Ich konnte dazu noch nirgendwo etwas lesen.

Ich hoffe ihr könnt mir Helfen. Danke