NEUES zum thema HEIZLEISTEN?

21.01.2012 bo


hallo zusammen,

ich suche praktische erfahrungsberichte
zum thema heizleisten. also beispiele aus der PRAXIS.
bauherren, die HL besitzen und sagen können,
ob die was taugen. oder architekten, die das bei ihren
kunden verbaut haben und mit gewissheit sagen können,
ob es den gewünschten effekt erbringt.

gibt es da draussen menschen,
die sich die HL haben installieren lassen
und damit heute noch zufrieden sind?

habe auch den einen oder anderen beitrag hier
im forum gelesen. der angebliche coanda-effekt,
hüllflächentemperierung, konrad fischer
und eisenschink sind mir ein begriff.

nur bin ich daraus noch nicht schlau geworden.
leider ;(

euren antworten entgegensehend,
bo



Falls sich hier niemand meldet,…



… können die Hersteller (Sancal, Sandomus, Radiatherm etc.) sicherlich gerne auch in Ihrer Nähe Adressen von zufriedenen Kunden nennen, die ihre Heizung gerne mal "besichtigen" lassen. Uns ist man in dieser Hinsicht jedenfalls sehr entgegen gekommen. Gerade jetzt, wo der Winter seinem Namen endlich gerecht wird, lohnt sich der Realitätscheck. Fragen sie die Heizleistenheizer auch nach Kosten, Verbrauchswerten und Raumluftverbesserung (z.B. für Allergiker).

Die von uns besichtigten Installationen waren alle lt. Hersteller dimensioniert aber z.T. vom Bauherrn selber oder in dessen Eigenregie verlegt, an manchen Außenwänden waren doppelte oder größere Register verbaut, an den Seiten von Terrassentüren senkrechte Heizzargen. Auch die Vorlauftemperatur sollte gemäß Herstellerempfehlung sein; illusorisch, zu glauben, man könne mit gerade mal lauwarmer Brühe in seiner Heizung die Bude warm kriegen oder damit Energie sparen.



Nein,



ich bin mit meinen HL nicht zufrieden.

Der versprochene Wandheizungseffekt trifft nicht ein.

Eine schnelle Raumerwärmung ist nicht möglich, wegen der geringen Wärmeleistung. Also schläft man nachts zu warm oder hat's früh kalt.

Sie mögen in speziellen Altbausituationen eine teuere Krücke sein, bauklimatische Probleme zu kaschieren, in einem modernen Heizkonzept haben sie m.E. nach nichts verloren.

Grüße

Thomas



Die Hersteller…



… der Heizleisten bieten bei Zusendung der Baupläne und ein paar ergänzender Angaben zum Aufbau der Wände bereits eine sehr umfangreiche und gründliche Dimensionsierungsplaung, die im konkreten Beauftragungsfall sicherlich noch detaillierter wird. Sollte so eine Heizung nach der Installation nicht die erforderliche Wärmeleistung bringen, so wäre das doch ein eindeutiger Reklamationsgrund. Ich verstehe ehrlichgesagt nicht, warum man ewig in einem Forum wegen seiner unzureichenden Heizanlage herumheult, anstatt den Missstand endlich zu beheben. Was sagt denn der Hersteller dazu? Ein ausgewiesener Baufachmann, dessen Kompetenz hier im ganzen Forum hoch geschätzt wird, sollte es doch wohl auf die Reihe bekommen, in seinem Haus eine vernünftige Heizung zu haben. Manchmal reicht es eben nicht, nur eine Reihe des kleinsten Heizregisters eines Herstellers an einer Außenwand zu postieren, in manchen Fällen müssen es schon ein paar mehr sein (Wände wie Register) und natürlich entsprechende Wassertemperatur.

Ich bin übrigens absolut kein automatischer Fürsprecher dieser Heizungsart, aber bevor wir uns endgültig entscheiden, recherchieren wir alle Systeme, am besten am praktischen Anschauungsobjekt.



Ich habe eine Frage beantwortet...



...und zwar aufgrund praktischer Erfahrungen.

Zu diesen praktischen Erfahrungen (die ich genau so vermutet habe) bin ich gekommen, weil ich ausprobieren wollte, was hier im Forum kontrovers debattiert wurde. Der Raum ist klein, das Risiko begrenzt.

Der Missstand liegt im System (kein Wandheizungseffekt) und nicht in der Vorlauftemperatur oder der Dimensionierung, die im übrigen wie auch die Ausführung vom Fachbetrieb stammt.

Es wird ja auch warm, aber sytembedingt langsam bis verzögert. Ich muß also Stunden vorher die Heizung hochdrehen, was ich als Rückschritt zum 08/15 Heizkörper unter dem Fenster sehe. Und das empfinde ich als höchst unkomfortabel und der HL - Werbung gegensätzlich.

Sie hingegen, Herr Schwatzwild, schwatzen 'mal wieder über etwas, was Sie NICHT aus eigener Erfahrung kennen, und sich vielleicht 'mal kaufen wollen. Echt wertvoller Beitrag.

@ bo

Daß Sie nicht aus der Fülle der Informationen schlau geworden sind, ist nicht verwunderlich. Über einige baumystisch aufgeladene Themen, und dazu zählen die HL, schreiben halt auch viele Quacksalber, notorische Dauerquerdenker und Leute, die irgendwo irgendwas gelesen haben, was der Verständlichkeit halt abträglich ist.

Wenn Sie frei in der Wahl Ihrer Heizung sind, würde ich Ihnen, je nach den konkreten Bedingungen, vermutlich zu einer Wandheizung auf Holzweichfaserplatte in Lehmputz raten. Ist möglicherweise teuerer als HL, aber meiner Überzeugung nach um Dimensionen besser.

Grüße

Thomas



Bevor ich so ein missglücktes "Experiment"…



… im eigenen Haus wage, schaue ich mir lieber ein paar installierte Heizungssysteme (auch Wandheizungen) in natura an, rede mit den Besitzern, spüre die Wärme, höre natürlich erfahrungsberichte, auch Kritik.
Das ist meine Praxis, für mich erheblich mehr wert, als die verallgemeinernden Äußerungen von Forenexistenzen.

Von daher kann ich meinen o.g. Rat an den TE, sich möglichst viele installierte Systeme auch wirklich anzuschauen, nur wiederholen. Wenn bei den Besichtigungen die Betreiber auch nur jammern, weil es nicht schnell genug warm wird, sollte man zwar noch kurz der herstellerseitigen Empfehlungen bzgl. Nachtabsenkung erinnern, ansonsten wäre es aber der erwünschte Erfahrungsquerschnitt.

P.S.:
Alle örtlichen Fachbetriebe, die ich in Sachen Heizleisten bisher konsultierte, haben sofort abgewunken. Der erste, der bereit zur Installation war, ist über 70km entfernt.



Na dann...



...fahren Sie 'mal weiter schön durch's Land. Wenn Sie zu allen Bauteilen Ihres zukünftigen Projektes so verfahren, werden Ihre Enkel sicher bis zum Bauantrag kommen:-)

Und nochmal, da Sie offenbar etwas lesetaub sind: Das Experiment ist nicht missglückt; vielmehr hat sich das erwartete Ergebnis gezeigt.

Grüße und Gute Fahrt

Thomas





Sorry, falsch gepostet!!!

""""Habe noch ein paar Wochen bis der Boden rein kommt, muß noch Elektro und Putz machen!
Welches Experiment? Und welche Daten und Randbedingungen waren gegeben, würd mich sehr interessieren.
Gruß""""



Heizleisten



@ Bo?

Gibts auch einen richtigen Namen? Schwarze_Scheune ist auch kein Taufname...



Zum Thema:

Ich hab Radiatherm Heizleisten. Da ich im Schlafzimmer hinter den Schränken ein leichtes Schimmelproblem hab, hab ich den Vorlauf des naheliegenden Heizkörpers um die Ecke an der Wand entlang geführt, in 22er Cu ausgeführt und Heizregister aufgeklickt. Der Effekt ist irgendwo vernachlässigbar, nur der Schimmel ist etwas weniger. Liegt vielleicht daran, dass die Leisten die kalte Feuchte Luft über dem Boden unter den Schränken ansaugt und unter den Heizleisten auf den ersten 10cm die Feuchte ausfällt.
Vorlauftemperatur im Moment ca 55°C, Wandtemperatur 20cm über den Heizleisten ca 15°C, in 1m Höhe 15°C (vor Montage ca 12°C, an den Wänden ohne Möbel in 1m Höhe 16,4°C
Das Prinzip der Heizleisten kommt aus dem Schienenfahrzeugbau, dort wurde allerdings mit Dampf geheizt...
Heizleisten funktionieren schon, aber selten so, wie versprochen. Mit 4 Heizleisten hab ich einen 1250W Heizkörper ersetzen können.Allerdings mit 5m Wandleistenlänge dicht gesetzte Lamellen.
Im Prinzip arbeiten die Dinger wie kleine extrem niedrige Radiatoren vor der Wand. Die Wand erwärmen die Dinger nicht, dazu benörtigt eine Massivwand aus Feldsteinen und Lehm oder KS zu viel Energie. Bei Gipskarton mag es besser sein.

Nachteile:
- hohe Vorlauftemperatur
- geringe Heizleistung
- Nachtabsenkung geht nicht
- lange Aufheizphasen

Also ganz einfach gesagt, entweder im ganzen Haus Radiatoren, FuBo Heizung oder Heizleisten. Wobei Radiatoren und im Rücklauf FuBo Heizung geht....

Nur mit Heizleisten würd ich nicht mehr heizen...


Andreas



Auch wenn...



...der dunkle Dampfplauderer vermutlich kollabiert, weil ich's noch 'mal schreibe (ich finde den link zum letzten HL- Disput nicht):

Hier also die Basics: HL Variotherm Delta 1a, ca 7m, ca. 10m² 3m hoch, Wände Sandstein/Ziegel, Holzboden gedämmt, moderne Fenster, Vorlauf derzeit 60 Grad. Variotherm habe ich gewählt, weil die Produktinformationen recht detailliert sind und die Firma, anders als zum Beispiel die "Mutter aller Heizleisten" sehr solide 'rüberkommt.

Ergebnisse: Siehe oben.

Grüße

Thomas



gute Wärme ist notwendig



seit 15 Jahren haben wir in unserem 100 Jahre alten Fachwerkhaus Heizleisten (Netzrohr von Paradigma) laufen. Die Außenwände sind 14er Fachwerk, bis heute ohne Dämmung. "Rechnerisch" wären 65°C Vorlauf nötig gewesen (ist heute indiskutabel), de facto brauchen wir bei -20°C außen einen Vorlauf von 50°C (ist heute viel zu viel) um die Bude warm zu halten.

Das Problem des Systemes liegt aber vor allem in der "Wartung". Mindestens 1x jährlich müssen wir (mit Druckluft, geht nicht anders) 50 lfm Leisten von Staub, Anlagerungen und Spinnweben befreien um unsere Ansprüche an eine gute Raumluftqualität (ohne Staubverschwelung) zu erfüllen.

In unserer umgebauten Scheune haben wir seit 6 Jahren eine Wandheizung mit mderater Innendämmung montiert. Es gibt kein besseres, energieeffizienteres und angenehmeres Heizsystem, wartungsfrei und nicht sichtbar! Der Vorlauf ist auch nur "teewarm", da freut sich unser Gasbrennwertgerät mit Solarunterstüztung.

Diese Aussage treffe ich auch als ehemaliger "Grundofen"setzer und Naturbaustoffhändler. Viele meiner Kunden (die mit HL) sehen das heute (leider) genauso. Infos unter www.wandheizung.de



noch einmal



hallo, ich erlaube mir, hier noch einmal einen Beitrag einzustellen....
habe vor ca. 10 Jahren in das Fachwerkhaus der Eltern in der Eifel eine Gasbrennwerttherme mit Fußleistenheizung eingebaut. Es handelt sich um ca. 90qm Wohnfläche auf 2 Etagen mit einfachverglasten Fenstern und völlig ungedämmten Wänden. In jeder Etage stand zudem ein kleiner Holzofen, zum Beiheizen. Entsprechend dem Wärmebedürfnis der Eltern ist die Temperatur im ganzen Haus jahrelang nicht unter 25°C gefallen und wenn es abends gemütlich werden sollte, dann wurde mit dem Holzofen auch schon mal 30°C erreicht...für Besucher, sofern sie nicht aus der Altersklasse der Eltern stammten, durchaus eine Herausforderung. Trotzdem gab es im Haus ein ausgesprochen gesundes, angenehmes Raumklima (trotz Raucherhaushalt), was man kaum glauben mag, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Und der Jahresgasverbrauch lag bei ca. 3500l Flüssiggas incl. Warmwasseraufbereitung, was von anderen Forenmitgliedern als "normaler" Wert bestätigt wurde. Der Einbau ist für jemanden, der Kupferrohre verlöten kann, überhaupt kein Problem....2 Steigleitungen und auf jeder Etage eine Ringleitung Fußleisten...fertig. Würde ich immer wieder machen!
Gruß laiendruide



FAZIT?



erstmal besten dank für die zahlreichen antworten.
entgegen der überschrift des allerersten beitrags
sehr erfreulich.

ich möchte mal etwas ausführlicher werden ...

nachwievor ein sehr streitbares thema,
wie ich finde. und der fakt, dass man in puncto
heizleisten nicht zu einem klaren konsens findet
irritiert noch mehr ...

daher kann ich nur vermutungen anstellen
und weitere fragen stellen:
welche systeme haben sich bis heute auf dem markt
etabliert?
1. heizkörper
2. fussbodenheizungen
3. wandheizungen

fragt man heizungsfachbetriebe an,
so ist es leider die regel,
dass das thema HL zu 99% nicht empfohlen wird.

warum?

HL gibt es als netzrohre (zB von ABACUS) oder klassisch
mit registern (zB von SANCAL, RADIATHERM, usw).
was mich hier stutzig macht, ist, dass diese systeme
oft für den selbsteinbau für hobbyhandwerker angeboten werden. sprich der erfolg liegt komplett in der hand des käufers. der hersteller liefert am anfang eine "kostenlose" berechnung - wow gratis! - was sich für mich jedoch als reine verkaufstaktik entpuppt. der materialeinsatz ist nicht hoch, die marge sicher nicht schlecht ...

daher frage ich mich:
wäre das HL system eine bahnbrechende erfindung (wie manche hersteller es darstellen und sich auch als schriftsteller versuchen) dann frage ich mich, warum sich die hersteller
vertriebstechnisch nicht an heizungsfachfirmen und heizungsbauer wenden und erstmal diese "meinungsmacher" von den vorteilen der HL überzeugen, damit wenigstens schon mal die eigene "heizbranche" und somit die "wärmeerzeuger" überzeugt wären. bei alternativen systemen wie zB FBH oder wand/deckenheizungen war der weg ja genau der gleiche.

und natürlich gibt es unter den HL herstellern auch ausführende firmen. keine frage. das ist schon viel besser.
denn dann könnte ich den rat von forumteilnehmer "schwarzwild" beherzigen. kann ich aber nicht.
denn mit unserem altbau habe ich genau die erfahrung
schon zig mal gemacht: fachfirma machen lassen. und wenn es
nachweislich nicht fachgerecht ausgeführt wurde, dann reklamieren, nachfrist setzen, mit ersatzvornahme drohen, etc. bringt alles nix. und ist nicht meine art.
bzw. habe ich wohl ein anderes verständnis für dienstleistung wie so manch ein handwerksbetrieb.
mein ziel ist ein funktionierendes system zu finden.
und nicht die möglichkeit einer reklamation.

FRÜHER galt das wort und gute arbeit. HEUTE gilt eine
gewährleistung von fünf jahren ... hauptsache umsatz.

will aber nicht alle hersteller/handwerker in einen topf werfen. wir haben auch gute erfahrung gemacht. aber die sind die ausnahme. leider.

ein grosses dankeschön daher für die praktischen erfahrungsberichte. wie zB von herrn boehme, herrn kapitzke oder herrn steinhausen. hier im forum konnte ich noch beiträge von frau anette tessin finden. zuvor war sie PRO HL, nach einigen jahren nun CONTRA HL. auch der hier im forum populäre und polarisierende herr konrad fischer hat sich in einem beitrag nicht überzeugt von HL gezeigt, obwohl seine website einige infos zum thema hüllflächen-temperierung zusammenträgt.

aber hier mal der hintergrund meiner frage:

wir haben eine über 100 jahre alte scheune saniert.
das ding ist jetzt komplett aussengedämmt worden. boden,
dach, drei wände + 3fach verglasung. nur die vierte wand,
und zwar die südwand, blieb im unteren bereich ungedämmt,
weil historisch. eine 50 cm massive grünschiefersteinwand.
giebel ist aus fachwerk mit 12er ziegelsteinen. der wurde
jedoch von innen gedämmt, weil wir es aussen auch historisch und sichtbar lassen wollten. diesem forum sei dank, nicht mit rigips, dampfbremse und dazwischen mineralwolle (empfohlen vom regionalen stukkateur fachbetrieb!), sondern mit schilfmatten und lehmputz.
als heizung haben wir uns für eine FBH statt heizkörper entschieden, da der boden ein sichtestrich wird und die Raumhöhe 7 m beträgt.

uns wurde nun mehrfach prophezeit, dass bei der ungedämmten
schiefersteinwand Tauwasser anfallen würde, sobald wir mit heizen beginnen. tauwasser gab es auch. aber nicht seitdem die FBH in betrieb ist, sondern zuvor. sprich als es aussen 8° hatte und innen ca. 15°. nun haben wir innen 20° und aussen frostgrade. und nun sind die steine trocken. vermutlich ist der Taupunkt nach aussen gewandert. kann ich mir jedoch bausphysikalisch nicht erklären. ist uns aber auch nicht weiter wichtig. denn die wand schwitzt innen nicht mehr. eine mögliche schimmelgefahr ist erstmal gebannt.

wir haben jedoch vorgesorgt für den fall, dass die FBH
nicht ausreicht und die Steinwand doch schwitzen sollte. die ausführende heizungsfachfirma haben wir links in die ecke einen VL und rechts einen RL setzen lassen. (wenn ich es recht in erinnerung habe). also sprich einen anschluss für einen 6m langen konvektor (7 cm tief, 10 cm hoch, leistung ca. 3 kw), der A den berühmten wärmeschleier produzieren soll und B der noch ein bissl wärme abstrahlt.

durch dieses forum bin ich nun auf netzrohre und HL als
alternative gestossen. doch auch unser beauftragter fachbetrieb rät davon ab. O-TON: vergessen sie es,
leistung zu schwach, effekt gleich null. und selbsteinbau
kommt für uns nicht in frage.

FAZIT?

eher CONTRA HL.
es sei denn hier im forum tauchen noch beispiele aus
der wahren praxis auf, die man auch in natura begutachten
kann. alles andere ist für mich baumystik.
und nicht bauphysik. verkaufsstrategie und nicht
erprobte lösungen.

taufnamenslose grüsse,
bo



Ihre Bruchsteinwand...



zeigt vermutlich deshalb kein Tauwasser, weil sie durch den Fußboden nicht nur mit warmer Luft, sondern überwiegend mit Strahlungswärme "versorgt" wird.

Zudem wird die Steinwand durch den Dauerbetrieb der Heizung insgesamt wärmer.

Grüße

Thomas



@ thomas boehme



ob die massive Bruchsteinwand von der FBH angestrahlt
wird bezweifele ich, denn die FBH kann sicher nicht mit ihren
35° bodenwärme 3m hoch strahlen, nehme ich an.

aber sicher ist es die nun erwärmte raumluft,
die den taupunkt nach aussen verlagert hat.

mal sehen, ob es so bleibt.
und was die bauphysik für überraschungen parat hält.
ich werde berichten.

gruss,
bo



Naja,



die Sonne ist elende weit weg, und doch...

Die Strahlung überwindet die 3m, glaubs nur. Kann man auch testen, wenn ein Brett fix im Raum plaziert wird. Eine Seite zur Strahlungsquelle, die andere abgewandt. Ein gutes IR-Thermometer zeigt die Unterschiede.

Grüße

Thomas



weit weg ...



... hab kein IR thermometer hier.
aber vielleicht hat mein installateur eins.
dann werde ich den test sofort machen.

hört sich jedenfalls plausibler als
der coanda-effekt an ;)

testende grüsse,
bo



Hallo Schwarze Scheune



warum das Pferd von hinten aufzäumen?

Erst Heizung wählen, dann FBH, Wandheizung oder große radiatoren einbauen (VL-Temp.)
Heizleisten hat ein Kumpel. Die sind zu träge, weil Sie alle in einem Strang geschaltet sind. Dazu kommt ein hoher Energieverbrauch, weil die Dinger ständig laufen müssen, um die Bude zu gewünschten Zeiten warm zu haben.

FBH und WH kamen bei mir nicht in Frage, weil ich allte Dielen und alten Putz im Denkmal nicht entfernen wollte. Ganz einfach.

Daher kleiner Grundofen im WZ und normale Holzheizung für den Rest.

@ Peter Steinhausen: Warum bauen Sie keine Grundöfen mehr??

VG J. Simon



warm, wärmer. am wärmsten



Hallo J.Simon,

ich baue keine Grundöfen mehr weil ich "in die Jahre gekommen" bin und die Plackerei mit den Tonnenschweren Dingern den Jüngeren überlasse.
Ich empfehle meinen Kunden weiterhin Grundöfen(die "reinen, echten", ohne teueren technischen Schnickschnack)als Zusatzheizung. Bei uns war der GO jahrelang die einzige Heizung - da wars im Bad aber ungemütlich.



Hallo Peter



ok, das ist eine logische Erklärung. Ich dachte schon, GÖ wären Ihnen nicht mehr gut genug. Ich bin auch überzeugt von dem System, aber er muss gut gemacht sein.

Bei uns hatte ein großer GO wegen dreier zu beheizender Etagen keine chance, daher ein kleiner für die untere Wohnetage.

VG J. Simon



beste entscheidung ...



... für eine 7 m hohe scheune war die wahl
einer FBH (50 qm = ca. 430 meter). eine alternative
wäre eine wandheizung gewesen. aber dadurch das wir
einen sichtestrich drin haben, waren uns "warme füsse"
wichtiger.

die FBH macht eine sehr angenehme wärme.
und auch oben auf der galerie wird es wohlig warm.

hätten wir uns für konvektoren entschieden,
hätten wir sicherlich auch deckenventilatoren
benötigt, um die schnellaufsteigende wärme
wieder nach unten zu "drücken". das hatte uns
ein heizungsbauer empfohlen und auch ein architekt.

doch zurück zum thema:
bisher fiel trotz frostigen aussengraden an der steinwand
kein tauwasser mehr an. daher werden wir dort hoffentlich auch auf einen 6m langen heizkörper verzichten können.
und auf das system "heizleisten" erst recht. die meinungen
hier im forum bestätigen dies.

beste grüsse,
bo





Strahlungswärme ----> Hüllflächentemperierung ----> trockene Wände!

;-)

Der Kollege





....

googeln: Wahnsinn Wärmedämmung! Beitrag des NDR vom 28.11.2011

einfach mal anschauen!



HL seit 2 Jahren im Altbau: hoch zu frieden



Hallo,
ich habe in meinem Altbau (1960, 24er Ziegelwand, Süd- und Westwand mit 5cm Plastik gedämmt) sehr gute Erfahrungen mit HL. Verbrauch vermutlich vermutlich etwas niedriger als vorher mit alten Konvektoren. VL bei Aussentemperaturen um die 0 Grad ca. 60 Grad. Vorsicht: unbedingt darauf achten, dass die Aussenwände frei von Möbeln oder zu großen Glasflächen sind bzw. die Glasflächen nicht bodentief sind, ansonsten gibt es Löcher in der Wärmestrahlung, d.h. bestimmte Stellen sind kälter. Manchmal knackt das Holz der Verkleidung bzw. die Register schaben an der Wand oder an der Holzverkleidung; vielleicht kann man das mit präzieserem Einbau verhindern, man muss eben mm genau arbeiten beim Verlegen. Also: HL immer wieder. Ich glaube auch fest an die These Eisenschinks / Prof. Meier, dass bei Konvektionsheizungen die Raumluft und damit Staub permanent herumweht u.a. in unsere Lungen.



Wer sich extra...



...einen neuen Namen zulegt, um seine alten "Weisheiten" nochmal zu bringen - oder besser seine Glaubenssätze noch 'mal herzubeten, ist natürlich an Objektivität nicht zu überbieten :-(

Hat da vielleicht ein HL-Verkäufer ein jahreszeitbedingtes Absatzloch? Tipp: Im Frühjahr macht der erfolgreiche Verkäufer in Rasenmähern.

In der Hoffnung, Ihnen nicht jeglichen Boden unter den Füßen wegzuziehen: Ihre HL heizen zu mindest 95% über Konvektion. Deren Wirkung beruht nämlich auf der Erwärmung in der HL aufsteigender Luft. Ganz genau wie im klassischen Heizkörper. Der aber hat eine viel größere Strahlfläche als die HL.

Grüße

Thomas



Wer profitiert durch das Schlechtmachen der HL?



Die Konvektion bei HL ist sehr gering, da die Höhe und Tiefe der Register auch sehr gering im Vergleich zu herkömmlichen Heizkörpern ist. Dadurch wird der Luftauftrieb gering gehalten, gerade stark genug um die Wand bis zur notwendigen Höhe zu erwärmen, aber nicht stark genug um die Luft des ganzen Raumes permanent in Schwung zu halten.



Heizleisten



mal eine Frage:
wie bzw. was atmen Sie eigentlich oder anders gesagt wie wollen sie Konvektion in einem geschlossenen Raum unterbinden?

Viele Grüße



Weil die Konvektion gering ist,



soweit ganz richtig beobachtet, ist die Wärmeabgabe der Heizleisten und deren Leistung gering.

Die Konvektion ist dennoch fast die einzige Möglichkeit der HL, Wärme abzugeben. Daß Ihre hölzerne und knackende Verkleidung nennenswert strahlt, ist nicht zu vermuten. Und die erwärmte Luft erwärmt dann die Wand. Das ist bei einem normalen HK nicht anders, nur daß es mit letzterem deutlich schneller warm wird.

Und wer profitiert davon, daß z.B. ich HL realistisch darstelle? Manch blauäugiger Bauherr hoffentlich, der ansonsten billigen wie falschen Werbeversprechen aufgesessen wäre.

Wer's richtig machen will, wählt eine Wand- oder Fußbodenheizung.

Es grüßt

Heizkörpernichtherstellernochverkäufer Thomas



Leistenheizung



Habe vor 25 Jahren in meiner Wohnung Heizleisten + Gastherme eingebaut, allerdings nicht in allen Räumen, was mich im Nachhinein sehr geärgert hat. In den Räumen mit Heizleisten an den Aussenwänden hatte ich nie ein Schimmelproblem, in den zwei kleinen Räumen mit Heizkörper leider doch.
Das Aufheizen ging total schnell und für die Nachtabsenkung habe ich einfach den Thermostat niedriger gestellt.
Das einzig lästige war das Absaugen der Lamellen und der Verlust von Stellwänden, weil man ja nicht all zu viel davor stellen sollte.
Leider ist meine Therme angeblich nicht mehr zu reparieren, weil älter als 25 Jahre, sodass ich diesen Winter auf Infrarot-Heizungen umgestellt habe. Den Kostenunterschied im Verbrauch muß ich noch abwarten.



Erfahrungsbericht über Heizung mit Strahlungswärme durch Heizleisten



Sehr geehrte Leser,

ich habe die Beiträge gelesen und bin etwas irritiert über die Art mancher Ausführungen. Ich dachte hier wären Erfahrungsberichte gefragt, die dann mit als Grundlage für eine Entscheidung bei der Auswahl eines Heizsystems dienen könnten. Leider weit gefehlt, es ist vielmehr eine Missionierung für die eigene Sicht der Dinge, die dann möglichst auch die anderen übernehmen sollen, obwohl ganz andere Gegebenheiten eine Rolle für die jeweilige Entscheidung spielen.
Wir haben einen Neubau, der im September 2010 bezogen wurde, und mit Strahlungswärme beheizt wird.
Das kam folgendermaßen: beim beschäftigen mit "Bauen" haben wir uns auch in Bezug auf das Heizsystem in alle Richtungen informiert. Wir wollten aber in unserem neuen Haus WOHNEN nicht auf techn. Fakten reduzieren, sondern Behaglichkeit geniesen und gesund leben, wie wir das die vergangenen 30 Jahre in unserem Fachwerkhaus praktiziert haben.
Die Heiztechnik spielte bei unseren Überlegungen eine große Rolle. Bei Besichtigung von Häusern mit moderner Haustechnik, wie z.B KWL, Heizen mit Warmluft und ähnliche Spielereien, war uns schnell klar, dass das nicht unser Konzept würde.
Da wir viele Jahren gute Erfahrung mit einer Brennwerttherme haben, sollte uns auch im Neubau eine Brennwerttherme die Wärme erzeugen. Wir brauchten uns deshalb nicht nur über Heizflächen zu informieren die unbedingt niedrige Vorlauftemperaturen brauchen.
Bei unserer Beschäftigung mit bauen ist uns klar geworden, dass Strahlungswärme das war was wir gerne wollten. Aber unter Putz verlegte Heizungsrohre in Wandflächen fanden aus verschiedenen Gründen nicht unsere Akzeptanz. So sind wir auf die Heizleisten gestoßen und haben uns eingehend mit dieser Thematik beschäftigt.
Nachdem wir uns vorstellen konnten, dieses System einzubauen, haben wir uns bei verschiedenen Herstellern informiert und vor allem Referenzadressen geben lassen. Mit den genannten Betreibern haben wir Kontakt aufgenommen und uns nach den Erfahrungen erkundigt. Sie waren durchweg positiv mit unterschiedlichen Anmerkungen. Das war u. a. ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von Heizleisten. Dann habe ich die Grundrisspläne mit unserer Heizlastberechnung zur Auslegung des Heizsystems und mit der Bitte um Erstellung eines Angebotes an verschiedene Hersteller geschickt. Auf der Grundlage dieser Angebote habe ich mit den Anbietern gesprochen und Details geklärt. Danach habe ich mir von 3 Bietern mit den besprochenen Änderungen und Details ein Angebot erstellen lassen. Den Zuschlag hat dann die Firma bekommen, von der ich ganz subjektiv gesehen, den besten Eindruck hatte. Im Nachhinein kann ich aber sagen wir hätten jeden dieser 3 beauftragen können.
Die Montage der kompletten Anlage habe ich, nachdem ich mich ja eingehend mit diesem Thema beschäftigt hatte (Besuch auch bei dem Installateur vor Ort, der für einige dieser Firmen die Anlagen baut), gemeinsam mit dem örtlichen Installateur, der auch alle anderen Installationen bei uns ausgeführt hat, durchgeführt.
Die Heizung ist seit August 2010 in Betrieb, und sie funktioniert genau wie die Hersteller es beschreiben. Mit anderen Worten wir sind sehr zufrieden mit unserer Entscheidung für die Heizleisten in Verbindung mit einem Gasbrennwertkessel.
Wir geniesen die Behaglichkeit der Strahlungswärme und freuen uns über die Entscheidung für die Heizleisten, die wir uns nicht einfach gemacht haben.
(Wenn weitere Details interessieren kann das gerne angefragt werden).

Liebe Grüße

Edgar



Hallo Edgar,



schön, daß es bei Dir warm wird. Das ist in einem Neubau auch zu vermuten. Um so besser gedämmt wird, umso unwichtiger ist die Art der Heizung und der Wärmeverteilung.

Aber Du hast mit HL keine Wandheizung eingebaut, weil die Wände bei einer HL nix heizen. Damit wird aber unisono von allen HL-Herstellern geworben. Für Dich mag das im Ergebnis unwichtig sein, Ihr fühlt Euch da wohl und also passt es.

Vor der kritiklosen Übernahme in einen Altbau sei aber gewarnt, da dort die schönen Versprechen aufgrund waghalsiger pseudophysikalischer Gedankenspielereien leicht versagen können.

Grüße

Thomas



DANKE !



besten dank an alle, die hier geantwortet haben
auf dieses komplexe thema.

wie bereits schon vorher erwähnt,
wir haben uns gegen HL entschieden.

dankende grüsse,
bo



Finger weg von Sandomus!



hallo leute!

möchte an dieser Stelle meine Erfahrungen mit San-Domus einbringen. Als selbständiger Baubetreuer (v.a. Altbau) bin ich in der Oberpfalz/Franken viel unterwegs. Da ich durch Zufall auf dieses Forum gestoßen bin und beim Wort "Sandomus" bei mir alle Alarmglocken leuchten möchte ich 2 Fälle aus dem vergangenen Jahr (2 San-domus Kunden) kurz beschreiben:

Fall 1: Frühjahr 2012. Lieferung von mangelhafter Ware (verbogene Rohrenden). Herr Böhme reagiert nicht auf Hinweise des Kunden. Der Bauherr musste in mühsamster Kleinarbeit die Kupferrohrenden der Heizleisten kalibrieren.

Fall 2: Herbst 2012. Junge Familie mit Kind wartet schon fast ein halbes Jahr auf die Sandomus-Lieferung. Alle alten Heizkörper sind demontiert. Die Stimmung auf der Baustelle war dementsprechend...Ehekrise und krankes Kind....und was macht Herr Böhme...kein Hinweis von Insolvenzverfahren oder alternative Anbieter...sonder schön auf nächste Woche verweisen. Die Familie hat sich notdürftig mit Elektroradiatoren beholfen.

Also mein Fazit: FINGER WEG von dieser FIRMA und soweit es geht auch von HERRN BÖHME!

ich hoffe eine paar weitere Ehen gerettet zu haben ;-)

Machts gut!




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