Fensterlaibung (innen) wie erstellen??

10.10.2008



Hallo liebe Forumgemeinde,

ich habe neue Fenster bekommen, die bündig mit der Außenfassade montiert worden sind. Hintergrund ist die geplante Außenwärmedämmung, die nächstes Jahr ansteht.

Mein Mauerweg besteht aus 2 x ca. 11cm dicken Kalksandsteinen (die mit dem Ovalloch) und einer 2 cm Styroporplatte in der Mitte.

Da die alten Fenster mittig im Mauerwerk saßen (die neuen nun außenbündig) muss ich die Laibung neu gestalten und hier kommt die Frage nach dem WIE?

- einfach mit Rigips o.ä. verkleiden
- Styrodurplatten und diese verputzen?

Ich muss 21 cm in der Tiefe (Oberfläche Innenseite zum Fensterrahmen und 7 cm in der Seite der Laibung "auffüllen".

Fenster
-------------
*
* 21cm
**
7cm



Fensterlaibung



Hallo,

folgende reihenfolge:
1. Fenster ohne Bauschaum mit Würth-Fensterkrallen in Position bringen und befestigen.
2. Entstehende Fuge (sollte ca. 1,5 cm breit sein)zwischen Blendrahmen und Mauerwerk mit Dichthanf ausstopfen.
3. Den erforderlichen Raum mit Holzweichfaser oder mit WEDI-Putzträgerplatte auffüllen.
4. Fensteranschlußfolie (wenn die noch nicht ab Werk drauf sein sollte) z.B. von Illbruck/Leverkusen aufkleben als innnere Dampfsperre.
5. APU-Schienen innen aufkleben.
6. Alles abschließend von innen einputzen.

Grüße vom Niederrhein



Fensterlaibung



Hallo,
den Hohlraum zwischen mauerwerk und Fenster mit Hanf oder Flachs ausstopfen und die Laibung mit Kalkputz verputzen, Spritzbewurf, Unterputz und dann Oberputz
Sie koennen eine Dampfbremse einbauen, allerdings benoeigt eine Kombination Hanf/Flachs + Kalk nicht derartiges.
Gruss Norbert Hoepfer



Es lebe umständlich.......



Weshalb kein Montageschaum und Kompriband?
Das Haus kriegt ein WDVS, ist aus zweischaligem KS-Mauerwerk und hat als Kern 2cm Styropor.
Und was Euch dazu einfällt ist die ÖKO-Schiene, sind alternative Hanfdrehereihen, Fensterkrallen und Weichfaserplatten.
Montageschaum und vorgefertigte gut funktionierende Dichtungsbänder werden Abgelehnt?!

Warum macht Ihr so einfache Geschichten unsagbar kompliziert?

gruß jens



@Jens



ich habe einige Jahre bei frovin - daenischer Fensterimportuer- gearbeitet. Wir haben mit Kompribaender nach aussen hin gearbeitet. Nach ein paar Jahren sind die Baender, wohl auf Grund der UV-Stahlung sichbar und fuehlbar einfach zerfallen.
Gruss Norbert





Ist nicht unrichtig!
Allerdings sind die Dinger je nach dem zwischen 8-15mm breit. Der Zerfall erstreckt sich auf die ersten 1-2mm!
Dann hört der Zerfall auf, weiter dringt sie UV-Strahlung nicht vor.
Und für die Ewigkeit ist nix gebaut.

gruß jens



Fensterlaibung



danke für die Antworten.
Die Fenster wurden durch eine Firma montiert .. mittels Verdübelung, Dichtbändern und Schaum.

Was ich wissen wollte ich die Neugestaltung der Laibung und hier nehme ich die
WEDI-Putzträgerplatte und dann APU Leisten als Tip mit.

Danke schön
Axel



Fenstereinbau



Was heißt hier eigentlich Öko-Schiene ? Nix da !
ich hab lediglich beschrieben, wie ein Fenster technisch richtig und VOB-konform eingebaut werden soll, auch wenn sich das noch nicht überall herumgesprochen haben sollte.
Und das heißt nun einmal:
1. Innen dichter als außen !
2. Außen schlagregensicher und UV-beständig !
3. In der Fuge wasserunempfindlich, bzw. vom Holz kapillar wegleitend.
4. Ohne Fenster-Putz-Fuge

Gründe: Bauschaum ist nach VOB beim Fenstereinbau aus gutem Grunde verboten, denn entweder zerfällt er nach Jahren, enthält Chlorkohlenwasserstoffe oder schafft einen zu starren Randverbund, der sich auf den Schallschutz negativ auswirkt oder das Fenster der Gefahr mechanischer Zerstörung preisgibt (wir haben im Rheinland Erdbebenzonen von nicht vorhanden über 0 bis 2 !!).
Diffusionstechnisch schaffen es die kleinen Wasserdampfmoleküle zwar bis in die Poren rein, kommen, dort einmal kondensiert, vermöge ihres geänderten Aggregatzustandes aber nicht mehr raus, die Sache säuft also ab.
Punkt 1: geht nur mit Fensteranschlußfolie, die bessere Fensterhersteller ja auch schon zur Baustelle mitliefern
Punkt 2: da hilft das Kompriband und die äußere Verleistung, die aus Kostengründen so gerne weggelassen wird, sie ist ja auch arbeitsintensiv. Verleistung drauf und Sonne kommt nicht mehr ans Kompriband !
Punkt 3 ist nur mit Naturdämmstoffen zu schaffen, was aus naheliegenden gründen zunächst für Holzfenster gilt. Bei Plastikfenstern darf MIWO genommen werden, nicht bei Stahl- oder Aluminiumfenstern !
Punkt 4 ist nur mit APU-Schiene zu schaffen.

Das alles ist allgemein anerkannte Regel der Technik !
Wer es billiger machen will, macht sich dem Bauherrn gegenüber schadensersatzpflichtig.
Die sollen doch mal alle bei Ihren Bauleitern und Handwerkern, die ihnen irgendein Produkt der AG Schnelle Mark angedreht haben, kassieren gehen !

Grüße vom Niederrhein



Hi.



Was AG und AN vereinbaren, ist schon auch ganz wichtig.

Der Montageschaum ist selbstverständlich auch für die Dämmung beim Fenstereinbau zulässig,- auch nach VOB. Aus verschiedenen Gründen wurde 2005 dieser Dämmstoff aus der ATV in der VOB gestrichen, was aber seit 2006 richtigerweise wieder korrigiert wurde.

Im Wortlaut heißt es:
Die Abdichtung zwischen Außenbauteilen und Baukörper muss umlaufend, dauerhaft und schlagregendicht sein.
Die Wahl des Dämmstoffes bleibt dem AN überlassen...
Anschlussfugen sind innenseitig dauerhaft luftundurchlässig abzudichten.

Es gibt dazu einen Leitfaden von der Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren, der die Planung und den Einbau von Fenster und Haustüren beschreibt.

Grüße,
Peter



@pme



Hallo Herr Musch,

danke für den Hinweis auf geänderte VOB, das Zeug kommt mir aber trotzdem nirgends rein.


Grüße





Das "Zeug" ist doch schon drin, siehe Kerndämmung, Herr Beckmann und wird auch noch viel mehr. Angedachtes WDVS!

gruß jens