Nasse und feuchte Wände im Keller sowie im und am Haus

28.02.2010 Rico



Hallo,
ich hätte mal paar Fragen an die Fachleute.
Wir besitzen ein altes Haus ca. 170 Jahre alt welches aus Sand- und Bruchsteinen besteht und ca. 7 Meter von einem Bach entfernt ist.

An dem Haus ist in den letzten jahren nicht viel gemacht worden von meinen Eltern und nun möchte ich das Haus Stück für Stück sanieren.

Wir haben schon immer mit extremer fechte zukämpfen bzw es wurde nie groß was dagegen gemacht.
Der Keller ist immer feucht eher gesagt nass und jetzt beim dem starkem Tauwetter steht ca. 2cm Wasser drin dies war auch schon schlimmer, aber als erste Handlung habe ich dem Haus letzes Jahr eine Dachrinne verpasst da es die nicht gab (eigentlich kaum zuglauben) und man merkt das es dem Haus gut tut. Es sieht aussen auch wesentlich trockener aus.
Es sind ja selbst die Wohnwänd feucht.
Nun hab ich gesehen das mein Großvater damals den Sandsteinsockel mit einer Zementschlämme oder sowas zugekleistert hat und wie ich hier gelesen habe das ja das schlimmste is. Versuche gerade das zu entfernen ist nur mühsam gibt es da Tipps wie ich das ab bekomme und womit ich die Fugen neu machen könnte? Oder muss ich den Sockel dann wieder verschliesen bzw verputzen?

Als nächstes hatte ich an eine Drainage gedacht allerdings nimmt der Keller nicht mal die hälfte des Hauses ein und ist nur mit zwei Aussenwänden verbunden und die anderen Aussenwände stehen soweit ich das gesehen habe im Dreck ca. 30cm.
Und wenn ich aussen bis zum Kellerboden grabe um eine Drainage ein zubringen bin ich fast auf Bachhöhe und somit fehlt mir auch das Gefälle und wenn es blöd läuft drückt es mir dann bei höhren Wasserstand das Wasser zurück oder? Gibt es da Möglichkeiten die Kellerwand zu schützen Noppenbahn oder Lehm, Kalkputz?
Aber eine Oberflächen Drainage wäre doch sinnvoll?
Ach was ich noch erwähnen wollte sobald der Wasserstand der Bach (ich denke ma das es mit Bach zusammen hängt)wieder runter geht ist auch dass Wasser im Keller weg also muss ja irgent eine Entwässerung da sein bzw so gebaut wurden?
Weil wir einen Anbau mit Keller haben der in den 70er Jahren errichtet wurde wo das Wasser nicht mehr so schnell weg geht bzw garn ni von allein ...das ist allerdings ein richtig Fehlbau weil dort in der Baugrube schon Wasserstand aber der Großvater wollte damals ni hören obwohl jeden sagte lass es sein:-)

Jetzt hab ich ganz schön viel geschrieben entschuldigt bitte:-) ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen...

Gruß Rico



Nasse, feuchte Wände



Hallo,
wie Sie das Haus trocken bekommen kann ich leider nicht genau sagen, (kenn ich mich nicht perfekt aus)aber da werden sicher einige schreiben....
Auf jeden Fall sollte ein Fachmann mal vor Ort.
Was ich Ihnen aber raten kann, wenn das Haus feucht ist:
Wenn die Wände dann trocken sind und schon Kalkputz im Haus vorhanden ist - auf keinen Fall mit Dispersionfarbe darüber!
Bei Feuchtigkeit und evtl. Schimmel immer vorher Schimmel weg (Soda, Alkohol oder Putz weghauen)- dann nur mit Kalkputz oder Kalkfarbe auf die Wände.
Gruß Gabi



Feuchter Keller



Hallo Rico,
ich glaube mit dem Problem wirst Du leben müssen.
Sicher wäre es möglich, mit ein paar kleineren Veränderungen das Problem so weit zu entschärfen, das es nicht zu Schäden an der Bausubstanz führt und die Nutzung der Keller weitgehend sichergestellt wird.
Genaueres kann man dazu nur sagen, wenn man die Situsation vor Ort genau kennt.
Dauernd trockene Keller für eine hochwertige Nutzung wird es wohl nicht geben.

Viele Grüße





Hallo Rico,

um ihnen hier brauchbare Angaben machen zu können ist wie schon gesagt eine vor Ort Begehung durch einen Sachverständigen unumgänglich.
Nur so kann schlüssig geklärt werden ob es Sinnvoll ist den Keller um “jeden Preis” trocken zu kriegen oder ob sich eine Sanierungsmaßnahme nur auf trockene Wände in den Wohnebenen beschränken sollte.

Grüße aus Schönebeck





Oh NEIN!
es geht wieder los...

Zur Feuchtigkeitsproblematik: nach der Beschreibung würde ich den Keller erstmal hinten an stellen. Ein dauerhaft trockener Keller ist auch bei einem Freund mit vergleichbaren Voraussetzungen nicht gegeben. Aber das Erdgeschoss ist nach der Befreiung von Bausünden der letzten Jahrzehnte und der Instandsetzung mit z.B. Kalkputz und kleineren Arbeiten außen bewohnbar.
Es gibt m.E. nach bei gewissen Umständen keine Möglichkeit die zum 100%igen Erfolg führt. Dann bleibt zu prüfen, was mit welchem Aufwand machbar ist. Da würde ich mir einen Sachkundigen vor Ort holen und das mit diesem durch zu planen.

es wünscht viel Erfolg
Oliver

Grüße
Oliver



Holen Sie sich



wirklich jemanden (vielleicht auch mehrere), der sich die Problematik vor Ort anschaut.
Dann können Sie sich ein besseres Bild über mögliche Lösungsmöglichkeiten machen. Beachten Sie aber auch evtl. vorhandene Salzeinlagerungen in den Wänden.



Keller



...Mist, der Troll ist wieder da....


@ Rico


Deine Situation ist wie die meinige... der Bach ist bei mir auch nur 5m weg und wenn der übergeht, ist alles nass, da er durch den Boden kam. Ich hab den Boden erneuert mit Magerbeton, Schweißbahn, Folie und darauf 20cm Stahlbeton. Die Wände auf 1m Betonschale vorgesetzt und darüber verputzt. Jetzt ist alles trocken und nix zieht hoch und nix drückt rein.
Allerdings ist bei mir der Grundwasserspiegel im Ruhezustand ca 1,20m unter Fundament.

In meiner Zeit auf den Bau bei Berlin hab ich mal eine "End?"lösung gesehen an einem Mehrfamilienhaus, welches in einem Sumpf gebaut wurde: eine Ringdrainage rund ums Haus, ca 30cm unter Fundament, endend in einer Hebeanlage, die automatisch Niveau gehalten hat...

Wenn das Wasser im Keller mit dem Bachniveau übereinstimmt, muß nicht zwangsläufig eine Entwässerung vorhanden sein, der Grundwasserstand steigt und fällt mit der Wasserhöhe im Bach....



Andreas





Danke erstmal für euere Hinweise...

Das ich den Keller nicht völlig trocken bekomme war mir schon klar, hätte nur gedacht das ich das Problem entwas enschärfen könnte.

Kann mir fast gar ni vorstellen das mit einem Beton vorsatz und den Boden aufbetonieren das Problem beseitigt ist...da sich ja das Wasser seinen Weg dann durchs Mauerwerk sucht?

Hat noch jemand paar Tipps zwecks dem Sockel?

Gruß Rico





Hallo Rico,

Das Problem sind weniger die Flächen im erdberührtem Bereich dicht zu bekommen als viel mehr die Fuge zwischen Boden und Wand.
Drückendes Wasser wirkt eben auch von unten auf den Mauerquerschnitt und diesen erreichen Sie mit dem betonieren einer Außenschale und dem betonieren der Kellersole nicht. Dieser Bereich könnte eventuell durch Injektion mit Aceylatgel oder PUR- Harz abgedichtet werden, das hat aber einen stolzen Preis.

Grüße aus Schönebeck