Bruchsteinfundament von aussen isolieren




Hallo, ich habe ein altes haus Baujahr 1655 ( ist nicht viel von geblieben bis auf ein alter Brunnen und die bruchsteinaussenwände. innen wurde einige male in der geschichte des hauses aus und umgebaut.

innen habe ich den boden komplett entfernt ( ca 50cm ) , granulatschüttung zum ausgleichen gemacht, neue abwasserrohre verlegt , darüber eine Folie und anschliessend eine Bodenplatte gegossen ( gesamt ca 50m² ). als nächstes kommen rohre, Isolierung und dann Estrich und fliesen.

von aussen wolte ich das Bruchsteinfundament Freilegen ( ca 1m tief geht das Fundament ) und es Isolieren und hinterher auch eine Drainage längslegen.

womit und in was für einer reihenfolge kann ich vorgehen?

ich dachte erst das Mauerwerk von Lehm zu befreien, die fugen etwas auszukratzen und zu reinigen, dort isolierputz einbringen und aussen ebenfalls auftragen. ein sperrmedium anschliessend anzubringen ( diese membran-funktion folie wollt ich nehmen, die nach aussen atmen lässt aber keine Feuchtigkeit durchlässt) , dann eine granulatschüttung mit innenliegender drainage ...

die einfahrt ist geteert und den teer wollte ich entfernen, denn das Regenwasser kann nur an der Hauswand versickern. ich wollte dann einen Bodenbelag wählen, der wasser sehr gut versacken lässt ( grossfugiges flaster oder auch rasengittersteine. an der hauswand selber wollte ich einen weg um das haus flastern.



Natursteinfundament



Hallo Christian,
Ihre geplanten und durchgeführten Sanierungsmaßnahmen erscheinen mir gelinde gesagt sehr planlos und zum Teil auch kontraproduktiv.

Ehe Sie weitermachen, sollten Sie unbedingt fachmännischen Rat vor Ort einholen.
Einen tüchtigen Planer, der mit Ihnen ein Sanierungskonzept abstimmt und die Baumaßnahmen begleitet und kontrolliert, kostet nicht die Welt, ist aber billiger als die Schäden bzw. unnützen Leistungen, die sonst entstehen würden.

Hier einige Beispiele, die meine Meinung erläutern sollen:

- "...habe den Boden komplett entfernt (50 cm)..."
Respekt vor der Plackerei, aber war das wirklich notwendig?
Für einen neuen Massivfußboden hätten 35 - 40 cm inkl. altem Fußboden auch gereicht.
Bei 50 m² sind das ca. 8- 10 Tonnen Material, deren Ausbau Sie sich hätten sparen können.

- "...Granulatschüttung zum Ausgleich gemacht..."
Wenn das Planum nicht gerade aus Bauschutt besteht, ist ein Ausgleich nicht erforderlich, wenn ich beim Handausbau den Boden sauber löse; ansonsten reichen 5- 10 cm Kiessand als Sauberkeitsschicht.
Irgendwelches Granulat klingt nach Sondermaterial, das bestimmt teurer als Kiessand war.

- ..."als nächstes kommen Rohre, Isolierung und dann Estrich und Fliesen"...
Auf die Bodenplatte kommt eine Abdichtung, vorzugsweise Schweißbahn.
Darauf dann die Wärmedämmung, üblich ist Styrodur, kein Styropor! 10 cm reichen i.d.R. aus.
Leitungen können in der Dämmung Rohr in Rohr verlegt werden.
Darauf kommt eine Folie und dann der Estrich. Randstreifen nicht vergessen!
Bei 50 m² Größe und Zementestrich muß die Fläche unterteilt werden.

- "Von außen wollte ich das Bruchsteinfundament freilegen..."
Das kann tödlich sein, für Sie und /oder das Haus!
Grabungen unterhalb der Fundamentoberkante können die Standsicherheit eines Gebäudes gefährden, wenn sie nicht fachgerecht in Abschnitten ausgeführt werden.
Warum wollen Sie überhaupt das Fundament freilegen?
Welchen Grund gibt es dafür?
Ein Fundament muß weder trockengelegt noch gedichtet werden.

- "...auch eine Drainage längslegen..."
Wozu eine Dränung? Die ist nur erforderlich, wenn Sie einen Keller haben, der kurzzeitig mit hydrostatischem Druck beaufschlagt werden kann.
Sie haben weder einen Keller noch hydrostatischen Druck noch Grundwasser o.ä. in nennenswerter Höhe (Brunnen!)

Über Ihre eigenwillige Interpretation einer senkrechten Abdichtung und deren Nutzen auf Bruchsteinmauerwerk lasse ich mich nicht weiter aus.

Sie sehen, bereits mit den unnützen Mehrleistungen wäre ein Vor- ort- Termin mit einem Planer zu bezahlen gewesen.

Viele Grüße





oden komplett entfernt a) für die ganzen rohre im Badezimmer weil man ja ne dusche, nen lokus , nen Waschbecken und ne Badewanne in völlig anderen ecken haben will.
Plackerei war es nicht, war loser Schutt von irgendwelchen damailgen bewohnern.
35-40 cm.. ja, das mag sein. allerdings dämme ich mit 40er Nichtstyroporplatten.
klar kann man auf die Bodenplatte ne schweissbahn legen. ich habe, damit die bodenplatte selber keine Feuchtigkeit von unten bekommt vor dem giessen eine 1-teilige Folie gelegt. nach dem betonieren die ränder erst abgeschnitten, damit sich auch keine feuchtigkeit aus den grundmauern in die bodenplatte zieht. ausserdem ist das grundmauerwerk komplett mit Lehm gemauert und nicht mit Zement oder kalkmischzeugs.
aussen wollte ich die grundmauern nicht untergraben; ich wollte sie zur einfahrt hin freilegen. das ist die wtterseite wohlgesagt, daher kann wegen meiner geteerten ( noch geteert) einfahrt das Regenwasser nur an der Hauswand versacken.

kleine zuwendung nch ans granulat meinerseids:
wasser zieht sich bekanntlich überall seinen weg nach oben. Im genaulat ( abfallstoff vom kohlekraftwerk ) welches für mich gänzlich kostenlos ist, zieht sich das wasser nicht hoch, sondern wirkt wie eine Drainage unter der betonplatte.

ich werde mir keine fachmännischen räte von unternehmen einholen, da ich genug Handwerker in der familie habe und die sicherlich mehr häuser hochgezogen haben als man an beiden händen abzählen kann..
...hole ich mir einen handwerker ins haus ist der euro nurnoch 2 cent wert und ich muss hinterher eine baumarktdusche installieren weil ich evtl einen pfuscher ins haus geholt habe. Ich mache ausschliesslich alles mit meinem stiefvater selber, daher benötige ich keinerlei hinweise und verweise auf ihrgendwelche handwerker oder fachbetriebe.



Natursteinfundament



Vor soviel geballter Fachkompetenz
kann ich nur resignieren.
Ich frage mich nur, was dieser Beitrag dann sollte.
Anscheinend wurde hier nicht um Rat gefragt, sondern die eigene Leistung zum Bestaunen veröffentlicht.
Viel Spaß noch beim weiteren Experimentieren!

Viele Grüße





Hallo Herr Heckener,

welches "Produkt" das Sie als "Abfallstoff vom Kohlekraftwerk" bezeichnen haben Sie denn da genau eingebaut?

Rost- und Kesselasche, Schlacken und Kesselstaub sind - wenn ich mich recht entsinne - in der Abfallverzeichnisverordnung und Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes aufgeführt. Zwar gibt es Kraftwerksbetreiber, die ihre Abfälle zum Produkt umwidmen wollen ....

... aber mal ehrlich: Wissen Sie was Sie da genau eingebaut haben? Ist das Material gelistet oder nicht? Gelbe List evtl.?
Liegt da einfach ein großer Haufen und jemand sagt "Können se mitnehmen?"

Der große Unterschied liegt im Detail: Es gibt Kohlekraftwerke die eben auch Müll mit verbrennen dürfen und eben auch welche die das nicht machen dürfen.
Jene die das nicht machen dürfen versuchen zur Zeit die Kesselabfälle unbedenklich bescheinigen zu lassen und dann als Zuschlagsstoffe für die Bauindustrie/Straßenbauunternehmen dem Verkauf zuzuführen, gewiss nicht zu verschenken. Ob die Stoffe für Innenräume zugelassen sind kann ich nicht sagen.

Was sind "40er Nichtstyroporplatten"

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer





Es ist das selbe zeug welches jeden Winter auf den strassen gestreut wird und kein sonderabfall.
styrodur platten 40mm stärke mit pfalzkante.



Moin,



das ist ja wieder einmal ein Superthread, ich beglückwünsche Sie Herr Heckener zu soviel Ignoranz und freue mich gleichzeitig für die Betriebe und Gutachter wie z.b. Herrn Böttcher die im Anschluss sicherlich ihre Freude haben werden. Bleibt nur zu hoffen, dass Sie nur sich und nicht auch noch Andere schädigen.
Als Statiker und einer dieser Fachmänner kann ich mich Herrn Böttcher nur anschliessen und wünsche viel Spass.





das hat nichts mit ignoranz und fachinkompetenz zu tun, ich muss halt zusehen, dass ich alles möglichste selber hinbekommen kann, da bei mir der rubel nicht so rollt wie bei anderen leuten. ich bin heilfroh, dass ich ein haus mit einem schönen grossen Grundstück zum erschwinglichen preis bekommen konnte. ich ich möchte einfach nur ganz normale antworten haben und keine verweise an fachbetriebe. ich denke mal, dass hier ja der eine oder andere im forum auch selber möglichst viel selber machen muss , will und kann.

ich hole mir sicherlich auch von anderen leuten rat ein, die selber schon einige häuser hochgezogen haben.

aber wenn dies ein forum ist, in dem leute, die selber sanieren weil sie es anders finanziell nicht können runtergemacht werden für eine ganz normale frage dann WENDE ICH MICH HIERMIT AN DIE MODERATOREN UND BITTE, MICH AUS DIESEM FORUM AUSZUSCHLIESSEN.

Allen anderen wünsche ich noch einen schönen nachmittag.