Gibt es Möglichkeiten eine feuchte Wand zu renovieren, ohne eine Horizontalsperre einzubauen?




Betrifft 'Feuchtigkeit in kleinem Haus mit Anbaustufen'

Hi,

wir sind inzwischen weiter mit der Entkernung des Hauses vorangekommen.

Der Grund für die Feuchtigkeit steht aber (noch immer) nicht eindeutig fest, das dauert wohl noch. Hinter der Innendämmung gab es streckenweise Feuchtigkeit, in der Wand selbst nach dem Öffnen aber auch an anderen Stellen.
Dazu kommt, das über schadhaften Aussenputz Wasser ins Mauerwerk eindringen konnte. Eine geologische Karte zur Bestimmung des Schichtwassers bekomme ich eventuell in dieser Woche.

Da ein Teil des Hauses ohne Horizontalsperre ist (Bimssteine an der Nordwand und Ziegel an der Südwand) wüßte ich gerne, ob es eigentlich Möglichkeiten gibt, ein solches Haus in Ordnung zu bringen, ohne eine Horizontalsperre einzubauen? Es handelt sich um ca. 40cm dicke Mauern.

Darüber hinaus treffe ich immer wieder auf die gegensätzlichen Meinungen zu:
' Wasser muss kommen und gehen können, dann ist es unschädlich' - also keine Bitumenschweissbahn auf die Bodenplatte, keine Abdichtung von der Bodenplatte zum Mauerwerk (Spalt dazwischen)????

oder aber das Gegenteil:

Sanierputz von innen..., Bitumenschweissbahnen als kleine Wanne ausbilden.

Wie sind Eure Erfahrungen?

Wäre Klimasan Perlite als Innenputz eine Lösung (lt. Hersteller soll es sehr viel Wasser aufnehmen und wieder abgeben können?)

Soweit ich verstanden habe kann auch Kalkputz sehr viel Wasser aufnehmen und wieder abgeben - erscheint aber sehr sehr schwierig zu Verarbeiten zu sein - ich bin leider auf viel Eigenleistung angewiesen. Wäre der trotzdem ratsam? bzw mit welchen Kosten ist zu rechnen, wenn ein Fachmann das macht (pro qm?)

Hat man mit Heizleisten andere Möglichkeiten der obigen Problemstellungen - bräuchte also weniger Abdichtung?
Trocknet das wirklich Mauerwerk aus - schliesslich wird im Sommer nicht geheizt - nur im Winter.

Gaaaanz viele Fragen - ich weiss.

:-)

Liebe Grüße
von
Angelika aus dem Rheinland





Hallo Angelika,

wies aussieht braucht es bei Ihnen erstmal eine ordentliche Schadensanalyse.
Die geht per Ferndiagnose natürlich nicht.
Hier sollten Sie erstmal einen Sachverständigen aufsuchen, der die Ursache klärt und Ihnen Sanierungsmöglichkeiten aufzeigt.
Grade in dieser Branche wird all zu oft an der Ursache vorbei saniert.

Grüße aus Schönebeck



Super



nach Schönebeck...
Lb.Angelika, wer hat Dir denn solche fachliche Empfehlungen gegeben... ?
Das ist ja wie eine Sanierung mit der weissen Vorraussicht, das es feucht bleiben soll.....:-) Sorry.
Bitte stell doch mal ein Foto dazu ein.



Ich schließe mich an,



und rate dringend einen Fachmann oder natürlich auch eine Fachfrau hinzu zu ziehen.
Aber es dürfte ziemlich sicher sein, dass es keinen Sinn macht das Wasser ins Haus zu lassen, damit es nachher wieder ablaufen kann. Allerdings ist es schon richtig, dass man Feuchtigkeit, die man nicht verhindern kann Gelegenheit geben muss das haus zu verlassen.



ein Fachmann wurde bereits eingebunden



und Fotos kann ich hoffentlich heute abend einstellen.

Er empfiehlt, auf dem Betonboden Bitumenschweissbahnen - keine zusätzliche Horizontelsperren, keine Abdichtung von der Betonplatte zur Wand, auch nicht dort, wo noch keine Horizontalsperre vorliegt.Wenn ich unbedingt will, die Bitumenbahn an der Seite als kleine Wanne ausbilden.

Darauf eine Ausgleichsschüttung - z.B. Perlite ohne Holzleisten dazwischen, anschliessend eine Lage Fermazellplatten - da nur eine geringe Aufbauhöhe möglich ist. Darüber Holz, Fliesen, was auch immer.
Von innen Sanierputz (den alten abschlagen) - weist aber darauf hin, das der Sanierputz die Feuchtigkeit in der Wand läßt, die Wand nur gut aussieht.
Von aussen die schadhaften Putzstellen ausbessern bzw ganz neu verputzen.
Erst wenn sich später tatsächlich neue Problemstellen in der unteren Wand zeigen an eine Horizontalsperre denken.

Er ist seit vielen Jahren hier in der Gegend als Bausanierer tätig und vertritt die Überzeugung, dass aus seiner Sicht kein bemerkenswerter Feuchtigkeitseintrag von unten stattfindet.

Das hört sich für mich erst mal nicht schlecht an - bis auf den Sanierputz, der mir Unbehagen bereitet.

Ich versuche festzustellen, ob es das nun wirklich sein dürfte. Und dann kommt das halt zu so genialen Fragen, die Euch ein klein wenig aufzuregen scheinen - sorry.

Knackpunkt ist einfach auch, dass die Häuser hier an zwei Moorgebiete grenzen - das Further Moor neben und hinter meinem Grundstück und die South etwas oberhalb, höherliegend hinter einem sanften Taleinschnitt. Mein Haus liegt vielleicht 50 - 60 cm höher als Teile des Gartens und die Weide nebenan. Und nun bin ich mir nicht sicher ob ich die Zusammenhänge wirkich schon erfasst habe.

Auf der anderen Seite machen die Wände nach der Entfernung der Innenisolierung den Eindruck, dass sie schnell wieder trocknen (sie waren nicht pitschnass, aber feucht innen drin!)- bei der Wandstärke sicherlich nur nach und nach - aber es ist schliesslich auch Winter und es wird geheizt.

Aber versprochen - heute abend kommen Bilder.

Ältere Hausbesitzer hier in der Ecke verweisen darauf, das man am besten 'dem Wasser einen besseren Weg zeigt'. Sprich: 'Lauf nicht durch mein Haus - ich buddel Dir nen schöneren Weg woanders hin', vielleicht funktionieren die alten Entwässerungen an dem Haus ja auf der Basis wirklich besser als (ich) befürchtet habe.

Ich hoffe auf Euere Nachsicht.

Angelika





Hallo Angelika,
mir stellt sich die Frage ob der Bausanierer wirklich ein Fachmann ist.
Sanierputz macht genau das Gegenteil von dem was der Sanierer Ihnen gesagt hat.
Er ist hochdiffusionsoffen, und lässt somit erheblich mehr Feuchtigkeit als andere Putze aus der Wand, das ist der Sinn dieses Materials.
Warum er diesen empfiehlt wenn keine Feuchte aufsteigt erschließt sich mir nicht.
Sie brauchen einen Fachmann der Ihnen ein schlüssiges Konzept erstellt.


Grüße aus Schönebeck



@Oliver Struve



ich habe ein etwas anderes Verständnis von Sanierputzen. Man möge mir nachher noch heftig widersprechen.
Soweit ich informiert bin dringt die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk in den Putz ein. Das Wasser soll dann innerhalb des Putzes verdunsten, Salze lagern sich in den Poren ab und die Feuchtigkeit wird gepuffert abgegeben, so dass die Oberfläche trocken bleibt. Wenn immer weiter Feuchtigkeit nachkommt, bleibt die Wand natürlich feucht, aber vielleicht nicht die Oberfläche. Aus meiner Sicht muss man bei einer existierenden Feuchtebelastung diese erst abstellen und kann dann ans trocknen denken.

@Angelika Grudzinski
Wenn ich von Fachleuten gesprochen habe, meinte ich natürlich unabhängige!
Aber vielleicht hat ihr Handwerker auf diese Art tatsächlich schon Erfolge erzielt. Aber es bleibt doch ein Stück Ungewissheit. Auch ihr Handwerker sagt ja, wir machen es so und dann schauen wir mal weiter. Man kann so arbeiten, muss aber darüber nachdenken, ob eine nachträglich eingebaute Horizontalsperre nicht teurer und vielleicht auch viel unanagenehmer herzustellen ist, wenn der Bau eigentlich schon fertiggestellt ist.



Hallo Angelika,



da muß ich Hr.Heim zustimmen.Es macht keinen Sinn eine Sanierung von hinten zu beginnen, wenn nicht grundsätzlich ausgeschlossen wird, ob es sich um kapillarsteigende Feuchtigkeit handelt.Meist nach solchen baulichen Veränderungen steigt die Feuchte dann noch mehr an und die Folgemaßnahmen sind erheblich aufwendiger und kostenintensiver, wie wenn es gleich gemacht wird.Sie würden ja sicher auch kein Dach decken und dann die Balken und Lattung erneuern:-)
Spaß beiseite aber dieser Punkt der Feuchtigkeit muß als erstes abgeklärt sein.Sie sollten die Kernfeuchte messen lassen,sind ein paar Minuten und man weiß an was man ist...





Sanierputz nach WTA

Hallo Herr Heim,

ist so in etwa auch richtig. Das Wasser aus dem Mauerwerk beginnt im Sanierputz zu verdunsten, das heißt es geht vom flüssigen in den gasförmigen Zustand über und verlässt so den Putz. Der Kapillartransport ist durch das größere Porenvolumen, hier werden auch die Salze eingelagert, sowie der hydrophoben Eigenschaft des Putzes weitgehend eingeschränkt.

Sanierputze sind weder Endfeuchtungs- noch Opferputze, sie sind lediglich als flankierende Maßnahmen zu Bauwerksabdichtungen konzipiert worden.

Grüße aus Schönebeck



die Bilder sind drin



ixch weiss aber nicht, wie ich Euch die hier gesammelt hinstellen kann.



Stand das Haus...



...vielleicht längere Zeit leer? In diesem Falle könnte Kondensat eine wichtige Ursache sein, eine weitere eine falsch ausgeführte Innendämmung und der Feuchteeintrag über die Bodenplatte.

Eine Abdichtung der Bodenplatte scheint aus der Ferne sinnvoll, von dem vom eingebundenen Fachmann empfohlenen Fußbodenaufbau auf der Abdichtung halte ich nicht so viel.

Mit Heizleisten allein bekommen Sie die Wand vielleicht trocken, wenn nur Kondensat für die Feuchte verantwortlich ist. Das scheint nicht wahrscheinlich, ist aus der Ferne aber nicht zu beurteilen.

Grüße

Thomas





das Haus stand im Dezember nur 2-3 Wochen leer - ich nehme nicht an, dass das allein die Probleme verursacht hat.

Wie kann ich denn sicher feststellen, ob kapillare Feuchtigkeit aufsteigt - bzw wie wird die 'Kernfeuchte' sinnvoll ermittelt?



Darrverfahren



Hallo Angelika,

Die Kernfeuchte wird über Proben aus dem „Kern“ der Mauer ermittelt.
Das heißt es werden an einigen Stellen aus der Mitte der Wand Steinstücke entnommen, diese werden gewogen, dann in einem Darrofen bis zur Gewichtskonstants getrocknet, nochmals gewogen.
Aus der sich ergebenden Differenz kann der Feuhtegehalt errechnet werden.
In ein paar Minuten ist das allerdings nicht gemacht.

Grüße aus Schönebeck



Hallo Angelika,



mit diesem Gerät spielend einfach machbar,
http://www.trotec.de/de/produktkatalog/messgeraete/feuchte/hand-feuchtemessgeraete/t600-materialfeuchtemessgeraet/kategoriebild/
Der Vorteil ist die schnelle durchgängige Prüfung an vielen Stellen und das Ergebnis wird nicht verfälscht durch Bohrungen die wiederrum Hitze erzeugen...



Angelika,



Deine Frage:
"""Wie kann ich denn sicher feststellen, ob kapillare Feuchtigkeit aufsteigt - bzw wie wird die 'Kernfeuchte' sinnvoll ermittelt?"""
Zur Frage der kapillaren aufsteigenden Feuchtigkeit messe ich immer das vorhandene Gebäudepotential aus.Wenn am Mauerwerk ein durchgängig messbares negatives Potential von bis 1500mV anliegen kannst du davon ausgehen das die Sperren defekt sind und die Feuchtigkeit langfristig aufsteigen wird, da Feuchtigkeit zum Minuspol wandert.(handelsübliches Potentialmessgerät)





Hallo Angelika,

das hier vorgeschlagene Messverfahren des Herrn Kusch ist eine indirekte Messung. Indirekte Messungen bedürfen immer Referenz Messungen um halbwegs Aussagfähige Ergebnisse zu erzielen.
Diese Geräte lassen sich „Super“ vom Anwender selbst kalibrieren, so das vor dem Kunden auch die Alarmtröte los gehen kann obwohl eigentlich alles im Lot (trocken) ist.
Insofern kann bei derartigen Geräten durchaus von einer Anwenderfreundlichen Bedienbarkeit geredet werden.
Direkte Messverfahren sind die Calcium-Carbid-Messung oder, die genaueste die Darr Methode.
Je unverfälschter die Probeentnahme, so genauer das Messergebnis.
Das heißt Proben ausstemmen nicht ausbohren.

Schauen Sie doch mal hier ob Sie nicht einen Sachverständigen in Ihrer Gegend finden.

Grüße aus Schönebeck



Für Angelika



Link vergessen

http://www.dhbv.de/firmen-plz.php?menuid=151&pca=42&fType=SV_Bautenschutz



Na Hr.Struve,



den Link sollte man dann wohl auch vergessen wenn man eine Elektroosmose zwischen einem Zauberkästchen nicht unterscheiden kann und Verfahren anpreist denen eine 60-80prozentige Fehlfunktion attestiert wurden..:-)Sorry bin nun mal so direkt.Und eine Manipulation eines Mikrowellenmeßgerätes bei ordnungsgemäßer Handhabe ist auch schon wieder eine Unterstellung.Wir können nichts dafür das manche dieser Branche nur Steinzeit-Technik und Verfahren verwenden und sich vor allen Neuerungen,Verbesserungen etc.verschliesen.Kein Wunder wenn dann die Aufträge wegbleiben.Bei dreistelligen Millionenbeträgen jährlich lt.Klageschriften des Verbandes muß ja irgend wo der Fehler liegen...Nehmen Sie es nicht persönlich aber mir kommt das manchmal alles so hinterwäldlerisch vor, wenn man grundsätzlich zu allen Verbesserungen die alten Schuhe aus dem Schrank holt und sich nicht mal die Mühe macht etwas anders auszuprobieren...Sorry aber ist so.





Mein lieber Herr Kusch,

sorry das ich jetzt mal so direkt bin. Lesen Sie eigentlich auch die Beiträge, oder reicht für Sie der Verfasser um hier wieder durchzudrehen?


Grüße aus Schönebeck



Hr.Struve,



na klar lese ich die Beiträge.Ich habe nichts an Ihnen auszusetzen nur finde ich die Meßmethode eben genau,zielsicher,praktisch und seriös.Wenn ein paar vielleicht vorn am Meßkopf den Finger dran machen um die Feuchte steigen zu lassen bedeutet das doch aber nicht, das dieses Verfahren MIST ist.
Das wollte ich Ihnen damit nur sagen.Solche Leute wird es immer geben aber dafür kann doch die Neuerung der Verfahrenstechnik nix und muß man Neuerungen deswegen nicht ablehnen.



Wo soll das denn hin führen?



Hallo Frau Grudzinski,

zunächst möchte ich mich den Empfehlungen für eine unabhängige Analyse unbedingt anschließen. Unabhängig bedeutet, dass die Analyse um des Schadens und dessen Auffindung willen durchgeführt wird und nicht um dem Analysierenden einen Folgeauftrag zu verschaffen. Will sagen: wer hauptsächlich davon lebt Injektagen zu verkaufen wird nach der Schadensanalyse fast immer auf einen Schaden schließen, der durch Injektagen zu beheben sein soll. Weitere Analogien kann man gewiss selbst finden.

Das von Herrn Kusch benannte Gerät vermag gut sein, doch jedes Feuchtemessgerät ist nur so gut wie jener, der es in der Hand hält und dieser zu beurteilen vermag, was er da überhaupt in welcher Tiefe misst. Auch bedarf es hier einiger Erfahrung das richtig gemessene auch richtig zu interpretieren. Es reicht einfach nicht irgendeinen Wert in der Tiefe der Wand zu messen und daraus zu schließen "Die Wand ist feucht also müssen wir das abdichten, injizieren oder unter Strom setzen". Das ein intaktes 100 Jahre altes Ziegelmauerwerk einer Außenwand im Keller in der Wandmitte in der Regel feuchter ist als an der Kellerseite sagt mir meine Nachtmütze. In der Hand eines unerfahrenen Bauherren ist solch ein etwa 600€ teures Gerät - hinsichtlich des Schadens - ebenso sinnvoll wie in der Hand des oben beispielhaft benannten Injektageverkäufers. Zielführend ist das alles nicht.
Das Gerät besitzt - wie andere auch - eine frei einstellbare Feuchtigkeitsschwelle für einen Warnton ... ein Schelm wer böses dabei denkt wenn man sich vorstellt, das Gerät läge in einer falschen Hand und der Messende schleicht mit einem ständig piependen Gerät an den Fußleisten entlang ...

Die Feuchte des Mauerwerkskernes bestimmen um kapillare Feuchte auszuschließen ... mit Verlaub, das ist hier fehl am Platz und liegt irgendwo zwischen Unsinn und mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Eine bauteilübegreifende kapillar aufsteigende Feuchte ist einfach in fast allen mir begegneten Wänden nicht vorgekommen. Die einzigen Ausnahmen bildeten Wände mit abgesperrten Oberflächen mit hohem Wassereintrag.
Das im Trüben stochern möglich ist haben wir jetzt gelesen, doch geholfen hat das der Bauherrin nicht. Bisher ist noch nicht einmal der wirkliche Wandaufbau bekannt, welcher Putz innen und außen anliegt oder ob das Haus außen verschalt ist oder wie das Fundament beschaffen ist, Bodenplatte, wie alt ist das Haus eigentlich, wie steht es um die Abwasserleitungen, etc. ...
Aus was ist, war die Innendämmung und wo war diese montiert? Durch den Hinweis auf das angrenzende Moor schließe ich zwar einen Keller aus und denke es geht um das Erdgeschoss, doch so genaues weiß man nicht.

Zunächst sollte einmal die vermaledeite Innendämmung (hinter der es feucht ist) entfernt werden, erst dann kann weitergesehen werden was da wirklich los ist, ob die Bodenplatte (wenn es denn eine gibt) feucht ist oder ob es sich eben um Kondensat zwischen Dämmlage und Außenwand handelt, was auch nicht unwahrscheinlich ist. Welcher Dämmstoff wurde verwendet? Messen und protokollieren Sie die Luftfeuchte vor, während und nach dem Ausbau der Dämmlage und immer wieder in Intervallen, möglichst zur gleichen Zeit und vergleichen Sie die Werte. Heizen und Lüften natürlich wie hier oft beschrieben. Das kostet erst einmal nichts und schafft nach relativ kurzer Zeit einen Überblick, welche Art der Feuchte hier auszuschließen ist. Fachliche Beratung vor Ort wäre natürlich das Beste.

Ein Trost jedoch ist, dass der Wasserstand im Haus nicht messbar ist und ich lese weiter oben von dem Handwerker (der einzige von dem wir wissen dass er vor Ort war): "...und vertritt die Überzeugung, dass aus seiner Sicht kein bemerkenswerter Feuchtigkeitseintrag von unten stattfindet."

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Hr.Kornmayer



hat es auf den Punkt gebracht....
"""Das Gerät besitzt - wie andere auch - eine frei einstellbare Feuchtigkeitsschwelle für einen Warnton ... ein Schelm wer böses dabei denkt wenn man sich vorstellt, das Gerät läge in einer falschen Hand und der Messende schleicht mit einem ständig piependen Gerät an den Fußleisten entlang ..."""
Zu meiner Ehrenrettung: Würde mir nichts nützen ein trockenes Haus feucht aussehen zu lassen, weil dann die Elektroosmoseanlage ohne Feuchte zwischen A und B nicht läuft...:-)





Verehrter Herr Kusch,

so etwas - oder andere charakterliche Sollbruchstellen - würde ich auch niemals jemanden unterstellen, wenn ich nicht selbst auch auf der gleichen Wand prüfen könnte.

Letztlich glaube ich sogar auch, dass es ihnen an vielen Wänden gelingen wird mit Ihrem Gerät eine Spannung anzulegen.

Noch letztlicher glaube ich aber auch, dass dieses keinen Einfluss auf eine angebliche aufsteigende Feuchtigkeit in der Wand hat. Denn weder der Einfluss eines dieser Geräte, noch eine nennenswerte bauteilübergreifende aufsteigende Feuchte - die ja gelegentlich über Geschosse hinweg reichen soll - ist fundamentiert belegbar.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Naja Hr.Kornmayer,



belassen wir es bei dem bereits diskutierten, Sie haben ihre Meinung, ich meine und die "Allgemeinheit der Wissenschaft" bestätigt mir allerdings die Funktion des Verfahrens,den Stand der Technik und lässt es in der Bestandsanierung in Europa zu, selbst wenn ein paar wenige hier in Deutschland andere Ansichten besitzen, warum und weshalb auch immer.:-)



Ich habe da mal noch eine Frage an Angelika



Haben Sie im Bereich der feuchten Stellen Salzausblühungen entdecken Können?



woran erkenne ich die Salzausblühungen eindeutig, Herr Hoppe?



auch den anderen danke ich für Eure Infos -
das mit den Geräten zur Feuchtemessung lasse ich als Laie.
Wie wäre es mit einem pragmatischen Ansatz:

Ein befreundeter Maurer, der hauptberuflich ständig Haussanierungen macht, hat sich das Haus Freitag angesehen:
Sein Eindruck ohne komplizierte Messtechnik:
1) An der Rückseite des Gebäudes sind von innen alle Holzleisten, mit denen die Innenisolierung befestigt war, bis ganz unten noch top i.O. und trocken, keinerlei Putzprobleme von aussen und innen, lediglich leicht bröseliger alter Kalkputz zwischendurch in kleinen Flecken: Seine Einschätzung: Die Wand ist i.O. - muß nur neu verputzt werden.

2) Auf der Vorderseite mit den Fenstern waren die Hölzer unten und im unteren Sockelbereich dagegen morsch, teilweise zerbröselt - dort wo sich auch von aussen der abplatzende Putz zeigt und von innen der Putz bröselig ist.
Einschätzung: Hier drückt das Wasser - ausschachten, Abdichten mit Bitumen, Dämmung und ableitende Drainage parallel mit der Abdichtung am Haus entlang, wo erforderlich neu ausmauern des Fundaments. Deswegen erst mal nur in 1,5 m Schritten öffnen und beurteilen. Den Putz von innen komplett abschlagen. Wand so gut wie möglich trocknen.

Von innen den Boden mit Bitumen als Wanne ausbilden, mit Streckmetall an den Wänden befestigen. Darüber Putz. Von Innen soll nichts gemacht werden, bis die Aussensanierung abgeschlossen ist.

Das hört sich für mich alles sehr schlüssig an. Ich habe mich auch damit abgefunden. Zeitlich empfinde ich es als Katastrophe.
Es müssten 18 m Betondecke stückchenweise vor dem Haus geöffnet und abgedichtet und gedämmt werden.

Ihr habt mich bisher mit Euren Tips so hilfreich begleitet -Ich würde gerne die Aussenarbeiten erst bei besserem Wetter beginnen lassen und vorab schon innen arbeiten.
Wegen des Pilzbefalls der nassen Wand wurde mir davon abgeraten.
Was aber wenn ich diese Wand erst mal mit Kalkhydrat überpinsel und parallel mit anderen Arbeiten an 'intakten' Wänden/Böden beginne?

Die Bodenwanne aus Bitumenschweissbahn könnte solange zur feuchten Wand hin offen bleiben ?

Eventuell müßte ich zuerst den Putz von der feuchten Wand entfernen und abbürsten, damit später möglichst keine Pilze mehr verbreitet werden, mit Kalhydrat bearbeiten und dann erst mit anderen Innenarbeiten beginnen?

freue mich auf Eure Eindrücke - auch kritische :-)
Angelika



Salzausblühungen



erkennen Sie an einem weißen Flaum der sich auf Putz oder Wandflächen zeigt. Er ist geruchlos.
Schauen Sie doch auch mal auf diesen Link: http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.ib-rauch.de/fragen/holzverkl-keller2.jpg&imgrefurl=http://www.ib-rauch.de/fragen/kellerschwamm041006.html&usg=__2lZQzEmgkcEalnnrNQgggIPmQoA=&h=150&w=200&sz=3&hl=de&start=5&sig2=mxo9aIM2i1VYDJtj_vC0Kg&um=1&itbs=1&tbnid=5OjI4e9933UdAM:&tbnh=78&tbnw=104&prev=/images%3Fq%3Dsalzausbl%25C3%25BChungen%2Bkeller%26hl%3Dde%26rlz%3D1B3RNFA_deDE358DE356%26sa%3DN%26um%3D1&ei=Q6txS5nWI4qCmwOAj72sCw
Dort finden Sie ein Bild mit Salzausblühungen.





Herr Hoppe,

das ist ein Schwamm.

Grüße



Genau Herr Struve



auf dem einen Bild ein Schwamm, aber, auf dem anderen Bild: das sind Salzausblühungen.
Der Link diente nur zur Erläuterung wie das eine und das andere aussieht!



Salzausblühungen für H. Hoppe :-)



karnevalistische Grüsse aus Langenfeld, Herr Hoppe,

ich habe die Südwand mit dem Bild verglichen - ein weisser Flaum ist nicht erkennbar. Wohl aber ovale Flächen, wo der gelbe Putz deutlich gröber geworden ist, als der Rest.
Einer davon ist unter dem Fenster schon abgeplatzt.
Das Bild befindet sich bereits im Forum, ich kann es aber in diese Antwort nicht dazuladen.(wird nicht angezeigt).

Voon Innen kann ich nichts in der Art feststellen. Dort ist halt uralter Putz mit und ohne unapetittlicher Tapetenreste sichtbar.

Liebe Grüße

Angelika