Kondensat am Überschlag 2-flüglige Holzfenster

11.02.2013 Michael F.



Guten Morgen!
Wir haben im September 2012 neue Holzfenster bekommen,
es sind 2-flüglige Fenster mit sep. Oberlicht, in den Gauben 1 flüglig mit Sprossen.
Doppelt verglast, U=1,1W/m²K. Die Fenster wurden von einem regionalen Schreiner gebaut, Beschläge von Roto.
Bei der aktuellen Wetterlage bildet sich deutliches Kondensat im oberen Bereich des rechten Flügels, also am Überschlag der beiden Flügel. Die Dichtung scheint hier nicht einwandfrei zu funktionieren.

Randbedingungen:
Taußen=-1....-7°C Tinnen=+15°C keine nennenswerte Baufeuchte mehr vorhanden. Putz und Estrich Sept. Okt. 2012, trockengeheizt. Gebäude ist nicht bewohnt.
Bei den Oberlichtern und den einflügligen Fenstern keine Probleme.

Ist das normal/tolerierbar, was ist zu tun?


Vielen Dank für Eure Kommentare & viele Grüße
Michael



Ein...



..weiteres Bild.



Noch..



...eins.



und



wie hoch ist die Raumfeuchte - "keine Nenneswerte Baufeuchte" ist ein "Wert", der alles bedeuten kann.



Dichtung



Hallo Michael F.

"Die Dichtung scheint hier nicht einwandfrei zu funktionieren."
Im Gegenteil: Machen sie doch die Dichtungen raus, dann haben Sie eine höhere Luftwechselrate und das Kondensat ist weg.

Die Luftfeuchtigkeit ist hoch : Gut heizen---Gut lüften.

viele Grüße



ja



nehme ich auch an, die Raumtemp von 15° mit einer noch vorhandenen Baufeuchte wird hier die Ursaache sein. Vielleicht hilft da eine Dauerlüftung an einem Fenster/Raum - geheizt werden muß aber trotzdem. Das erspart euch dann die Probleme beim Bewohnen. Ein besseres Wetter als das jetzige könnt ihr zum Trochnen nicht bekommen!



Gut..



..Werte für die Luftfeuchte reich´ ich noch nach!

Aber dennoch:
Wenn es speziell an dieser Stelle Kondensat gibt, bedeutet das doch, dass es dort "zieht", die Dichtung somit nicht winddicht schließt.

Aber genau das sollte die Dichtung doch m.E. gewährleisten, oder?

Grüße





"Wenn es speziell an dieser Stelle Kondensat gibt, bedeutet das doch, dass es dort "zieht", die Dichtung somit nicht winddicht schließt."

eben nicht! Die Feuchtigkeit kommt ja aus der Raumluft von innen und nicht von draußen.
Das bedeutet allerdings, dass diese Stelle, innenseitig kälter ist, als diejenigen Stellen, an denen sich (noch) kein Kondensat niederschlägt.

die wenig beheizten/belüfteten drei Monate im Winter werden den Bau bisher sicher nicht ausreichend getrocknet haben.

"Gut heizen---Gut lüften" dem ist nichts hinzuzufügen.

Gruß G



Ich sage:



eben doch!
Der Bau wurde Sept.-Dezember richtig geheizt. D.h. der Estrich wurde belegreif geheizt (Nach DIN) und im übrigen auf ~22°C. Morgens und Abends gelüftet.

Seither wurde nichts mehr verputzt o.a.
Das Kondensat tritt nur in diesem Bereich auf und wenn die Temp. genau da den Taupunkt unterschreitet, frag ich mich: Warum?

Zudem ist das Kondensat auch auf den vor der Dichtung (nach außen) gelegenen Teilen sichtbar. Ergo muss die feuchte, warme Raumluft die Dichtung schon passiert haben, wenn sie außen Kondensiert.
Was widerum bedeutet, das die Dichtung nicht winddicht ist. Oder etwa nicht?

Grüße



wenn



es nicht zieht, heist es noch lange nicht, daß Raumfeuchte - welche zwiefellos vorhanden ist - hindurchdiffundiert. Du hast ja keine Einweckdeckel gekauft, sondern Fenster mit verstellbaren Beschlägen.
Mache mal einen Test und lehne ein Fenster nur an mit einem leichten Gegengewicht (gegen das Aufdrücken bei Wind).
Und ohne Werte brauchen wir nicht über die Feuchte reden. Das ist eindeutig Kondensat aus dem Innenbereich !



Es gibt...



... anscheinend gibt es einerseits raumseitig zu viel Feuchte (warum auch immer), andererseits eine thermische Schwachstelle.

Also erstmal Feuchte messen, beim nicht bewohnten Raum ohne Pflanzen und Aquarium usw. und 15° wäre alles über 40%(rel) derzeit "sehr hoch".

Die vermutete Schwachstelle wird sich der freundliche Fensterbauer nach verabredung gerne im Vorbeifahren mal kostenlos ansehen und ggf. nachbessern.

Es gibt keinen Grund für "Drama", nach gut einem viertel Jahr ist von "Baufeuchte" auszugehen, weiter lüften und heizen.

MfG,
sh



Ich..



...will doch gar kein Drama! Nur eben klären, ob das alles im normalen Rahmen ist.
Das Luftfeuchte/Baufeuchte vorhanden ist bestreite ich nicht, sonst wär ja kein Kondensat da.
Werte zur Luftfeuchte reiche ich heut´ Abend nach!

Nur für mich mal als Info:
Bei einer Sanierung mit neuem Estrich, Lehmputz in Verschiedenen dicken im EG und Trockenbauwänden im DG --> wie lange wird da "Baufeuchte" vorhanden sein bzw. wann sollte die spätestens verschwunden sein?



für



das "Verschwinden" der Baufeuchet gibt es keine Richtwerte - das hängt immer von den Umgebungsfaktoren ab. (Dichte Fenster, Wärme, menge des eingebrachten Wassers, Baustoffe usw). Man kann nur feststellen, ob sie weg ist oder anhand einer Meßkette, wann es ungefähr sein könnte. ist eines der Hauptproblem am Bau - neben der Terminkette - siehe Berlin :-). Schon mancher Bodenleger konnte erst Wochen später anfangen als es der Bauablauf vorsah !



Moin Michael,



auf dem Foto sieht es so aus, als träte das Kondensat überwiegend über dem Metallbeschlag auf = Kältebrücke = kältester Punkt am Fensterrahmen an dem die Raumfeuchte sich niederschlägt.

Da wo beide Flügel oben aneinandertreffen ist es nie 100% "dicht" - bisschen "Luft" muss sein, sonst klemmen dieFlügel bei extremer Witterung.

Genauso habe ich mich über die Eisblumen innen am Schliesszylinder gewundert - einziges von aussen nach innen durchgehendes Bauteil...... fällt eben nach der Dämmung besonders auf.

Drück' doch mal bei geschlossenem Fenster da oben gegen den Flügel: Wenn er noch deutlich nachgibt, könnte es sein, dass das Schliessblech nicht sauber montiert ist.

Alternativ kannst du mit Zigarettenrauch /Räucherstäbchen prüfen, ob es da zieht.

Gruss, Boris



Kondensat



Hallo dieser Zustand ist vielen Fensterbauern und Fensterbesitzer bekannt.
Die Dichtungsebene liegt vor den kalten Beschlägen.
Das bedeutet die warme feuchte Luft kondensiert an den
kalten Beschlägen aus.
Abhilfe können Überschlagsdichtungen im Flügel bringen.
Auf den Bildern kann ich keine Überschlagsdichtung erkennen.
Überschlagsdichtungen können auch nachträglich eingefräst werden.
Den Anpressdruck der Beschläge zu erhöhen bringt in Ihrem
Fall keinerlei Verbesserung auser einen erhöhten Verschleiß
Ihrer Beschläge.

Viele Grüße
Hans-Peter Mast
Holz Pur Manufaktur



Die..



... rel. Luffeuchte betrugt gestern Abend 48% bei 14°C Raumtemperatur.

Ist der Zustand nach Eurer Ansicht normal/zu aktzeptieren oder muss (in welcher Foma auch immer) gahandelt werden?

Danke & Grüße



Der Wert...



... ist bei der Nichtnutzung hoch, aber nicht dramatisch.
Mit "heizen und lüften" sollte sich das "Problem" in einigen Wochen dauerhaft gegen Null relativiert haben.
Die Bedingungen sind momentan nahezu ideal.

MfG,
sh





Hallo Herr Fendrich,

auf alle Fälle ist das zu kalt um zügig nennenswerte Erfolge durch Heizen und Lüften zu erzielen. Wenn das Gebäude noch nicht bewohnt wird und Kondensat an diesen Stellen ausfällt würde ich sehr wohl noch von Baufeuchte ausgehen. Temperatur erhöhen & Heizen & Lüften.

Der Effekt ist nicht selten und nach konsequentem Ablüften gibt sich das normalerweise irgendwann.
Behalten Sie den Bau hinsichtlich etwaiger Schimmelbildung im Auge, so etwas kann bei solcher Witterung in Ihrem Falle schnell passieren. Bei ersten Anzeichen würde ich sofort mit Bautrocknern und Heizlüftern gegensteuern. Bei einem Haus Ihrer Größe benötigt man gewiss zwei größere Einheiten bestehend aus Trockner, Lüfter und Ventilation. Wenn Sie fertig sind wird Ihr Energieversorger Dankschreiben und Blumen schicken.

Gerne kann ich Ihnen jemanden empfehlen, der in Ihrem Raum tätig ist.

Gutes gelingen,
Gruß aus Wiesbaden,

Christop Kornmayer



Na dann...



...Ofen an!

Da die Zentralheizung schon läuft werde ich die Raumtemperatur erhöhen und konsequent lüften!

Der Einzug ist für Ende März geplant, bis dahin sollten wir das im Griff haben.

So kann ich mir beim Arbeiten die Jacke sparen! Vielen Dank für die zahlreichen Antworten - ich werd´ nochmal über die Ergebnise berichten!

Viele Grüße
Michael



Ein wenig ....



...unorthodox, ich weiß, aber ich habe da noch einen anderen Thread:


---Forenreferenz-----------
Eiche Massivholzstufen - Wasserstreifen -
Hallo,
wir haben vergangene Woche unsere neue Geschoßtreppe bekommen. Fichteleimholz Wangen weiß lackiert und Eiche Massivholz Stufen.
Sieht super aus und wir sind sehr zufrieden.
Die Wangen habe ich selbst lackiert, die Stufen bisher einmal vor dem Einbau geölt mit Natrual Parkettöl. Die sollten jetzt noch einmal geölt werden.

Nachdem ich die Gefache im Treppenaufgang beigeputzt habe, hat jemand (ich darf Sie nicht verpfeifen) den entstandenen Dreck von der Abgedeckten Treppe entfernt und die Treppe Feucht abgewischt.
Ergebnis:
Auf den Trittstufen sind die Spuren des feuchten Lappens deutlich schwarz rötlich zu erkennen.

Was tu ich da?
-Warten, -nochmal ölen, -gar nichts?

Für ein paar Tipps und Hinweise wäre ich SEHR dankbar!

Grüße mehr ...
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Bei dem mir noch der abschließende Tipp fehlt, vielleicht kann jemand was beisteuern!

Danke!