Eure Meinung/Idee/Erfahrung zu unserem Einreichplan




Liebes Forum!

Da hier ja die meisten weitaus mehr Erfahrung in Sachen Hausbau/Umbau/Sanierung haben, hätt ich wieder eine Bitte:

Und zwar ein gemeinsames "brainstorming", Erfahrungsaustausch zu meinem Einreichplan.

Der Plan wurde von einer erfahrenen Firma erstellt, aber dennoch würde ich gerne hören was ihr anders/besser machen würdet.

Ich bin mit dem Plan im Großen und Ganzen sehr zufrieden, ein paar Sachen hätte auch ich gerne noch geändert: andere Fußböden (wahrscheinlich in die Richtung Terracotta, da wir einen Hund haben), eine andere Aufteilung im Bad (v. Waschbecken+Badewanne, habe dazu aber noch keine konkrete Vorstellungen), das WC ein wenig breiter (dafür den Gang schmäler)

Was würdet ihr noch ändern? Selbst ist man ja oft "betriebsblind" oder hat nicht die Erfahrung was im praktischen Einsatz besser wäre. Dazuzusagen wäre dann noch, das ich auch sehr auf die Kosten achten muss, daher sind exklusivere Sachen (Böden,Dämmstoffe, Konstruktionen), und irgendwelche Spezialmaße wohl leider nicht drinnen...

Als Dämmung (im Holzbereich) wäre Schafwolle vorgesehen, habe hier aber dazu einiges negatives nachgelesen, daher muss hier noch eine andere Lösung her.
Als Außenputz wäre Dämmputz vorgesehen, ist der Diffusionsoffen?

Freue mich sehr über eure Antworten!

Vielen Dank und liebe Grüße


http://img72.imageshack.us/img72/7250/erdgeschossplan.jpg



Ehrliche Meinung?



Ich würd das Bad auf die ca. halbe Größe reduzieren, das WC (falls möglich) quer drehen und dafür das Schlafzimmer auf die maximale Größe aufblasen.

Wenn ich die Stiegenzeichnung richtig lese ist ein Keller vorhanden -> Wirtschaftsraum wenn möglich dort runter und größere Küche, mit Zugang vom Vorhaus (aus welchem geographischen/sprachlichen Raum kommt eigentlich euer Architekt?).

Meiner Meinung nach sollte man in einem alten Haus (und ich lese das als Umbauplan für ein min. 80 Jahre altes Haus, den Mauerstärken und ursprünglichen Räumen nach zu urteilen) versuchen, die Proportionen der Räume zu bewahren. Das heißt für mich:
- kleine WCs (1m2 genügt, 90x120cm ist großzügig wenn das Ganze nicht rollstuhlgerecht werden muß, nach außen aufschlagende Tür 60/200 genügt)
- kleine Bäder (2x2m genügt voll und ganz für Badewanne, Waschbecken, Waschmaschine und ein Regal o.ä.)
- (gleich) große Wohn- und Aufenthaltsräume, einschließlich Schlafzimmer - alles unter ca. 15m2 zählt nicht voll.

Den begehbaren Kleiderkasten wird sich wahrscheinlich die Dame des Hauses nicht ausreden lassen, oder schätze ich das falsch ein? Klar, sie sind ausgesprochen praktisch, aber in ein altes Haus passen sie IMO nicht so richtig.

Dem Schlafzimmer würde ich gefühlsmäßig auch eine nach innen aufschlagende Tür spendieren.

Ich gebe aber zu ich bin eher puristisch veranlagt.



bei



Türgrößen überdenken: was ist, wenn mal einer im Rollstuhl sitzt, Unfall oder Krankheit sind jederzeit möglch, habe es in der eigenen Familie erlebt - alle Türen mit 80 als Rohbau sehr schmal besser 91 !, bei Schichtarbeitern Dusche an Schlafzimmerwand nicht gut..., Schlafzimmer würde ich hingegen nicht größer machen - es sei denn für viele Schränke, ansonst schläft man ja nur drin, Bad sollte aber so bleiben (Kinder ?; mehrere Nutzer gleichzeitig?), Not-WC im Bad einplanen. Windfang (ev. als einfacher Wintergarten). Foto vom Haus wäre gut gewesen.



Moin,



müssen die Fenster ganz nach aussen? ("Schiessscharten" innen und das Küchenfenster über die Arbeitsplatte hinweg nur schwer zu erreichen.) Ich persönlich fände wenigstens eine kleine Fensterbank aussen angenehmer.

Haustür dann ganz innen kann direkt daneben ziemlich gemein aussehen. Wir haben das im Innenhof auch ähnlich, aber im Eingangsbereich? Schau dir das nochmal bei anderen Häusern an.....

Gruss, Boris



Wunderschönes



Haus! Gratulation!

Ja, die ganz außen liegenden Fenster sollten bei so einem Haustyp eher so bleiben, sonst wirkt das komisch... wobei nach innen aufschlagende Isolierfenster wenn sie wandbündig sitzen eher seltsam wirken. Wenn sich die alten Kastenfenster noch nicht völlig in ihre Bestandteile auflösen würde ich sie aber unbedingt Aufarbeiten und nicht ersetzen! (siehe auch bspw. Sanierungsratgeber des Landes NÖ, dort wird dringend empfohlen Kastenfenster zu sanieren um den Stil des Hauses zu erhalten). Meiner Meinung nach (ist aber nur eine persönliche Meinung und nicht von Zahlen für Österreich belegt) lohnt es sich auch finanziell schlicht nicht, halbwegs erhaltene Kastenfenster zu tauschen - die Lebensdauer von Isolierfenstern ist nicht übermäßig groß, und momentan kommt alle 10 Jahre eine Empfehlung, doch die alten, nicht mehr zeitgemäßen Isolierfenster zu ersetzen. Das mag sich ändern wenn die U-Werte kaum mehr tiefer zu drücken sind, aber ich finde es bedenklich. Von einem Umweltstandpunkt aus kann man nur sagen: der umweltfreundlichste Bauteil ist der den es schon gibt! (gilt angeblich, ungeachtet höheren Benzinverbrauchs und weniger ausgefeilter Abgastechnik sogar für Autos aus den 50ern und 60ern).
Überlegen kann man (und sollte man) in irgendeiner FOrm an den Innenfenstern Dichtungen anzubringen, entweder professionell einfräsen lassen oder in Eigenarbeit (schon eine Wurst Universalsilikon im Falz, sinnvollerweise bei geringer Luftfeuchtigkeit eingebracht und bis zur Aushärtung mit einem Streifen Folie abgedeckt bringt eine deutlich spürbare Verbesserung).

Zu Türen: hier könnte man überlegen, statt neuen Türen auf alte Füllungstüren aus einem Stadthaus zurückzugreifen, die waren meistens ungefähr 90/210. Kann man sie mitsamt Stöcken bergen dürfte man sogar Geld sparen, mit dem Bau neuer Stöcke nähert man sich wohl eher neuen Türen - dafür sind die alten meiner Meinung nach schöner, auch wenn sie stilistisch auch nicht 100% in ein Bauernhaus passen.

Zur Frage wegen dem Architekten: mir war der Begriff Diele aus Österreich (ich bin in WIen aufgewachsen) überhaupt nicht vertraut, nur aus Deutschland. Deswegen meine Neugier.



Moin,



ein Foto sagt eben doch mehr..... Tür würde ich auch so lassen und die Fenster wenn möglich erhalten.

Glückwunsch, Boris



entweder



man hat das Glück, alte Türen zu bekommen, die auch nicht defekt sind oder man hält sich an das Standart-Rohbaumaß 91/201 cm, da ergibt 86 cm Türblatt - für Rollstuhlfahrer ausreichend. 6oer Tür wie Kellergassenkatze vorschlägt geht dann aber nicht, 75er Tür ist grenzwertig. Wichtig ist ein geräumiges Bad, ev für befahrbare Dusche - die man auch später einbauen kann. Aber der Raum muß da sein - mit dem WC-Anschluss. So ein separates Scheißhaus geht da nicht, hilft aber in der morgendlichen Drängellei ...