neu zu deckendes Dach wie dämmen?

27.10.2010



Hallo liebe Forumsgemeinde,

ich weiß, dass es unzählige Threads zu dem Thema Dach dämmen gibt, jedoch denke ich, dass jede Konstellation anders ist, sprich jedes Bauvorhaben sich, wenn auch in kleinen, so doch vielleicht in entscheidenden Punkten unterscheidet. Daher habe ich ein besseres Gefühl, meinen konkreten Fall doch in einem eigenen Thread zu besprechen.

Mein Dach aus dem Jahr 1959 soll neu gedeckt werden. Es gibt einen bereits damals schon ausgebauten Bereich sowie noch nicht ausgebaute Bereiche in dem man von der Innenseite auf die noch vorhandene alte Frankfurter Pfanne sehen kann. Die alte Deckung muss komplett erneuert werden, d.h. auch die Dachkonstruktion ist in diesem Zuge von außen komplett zugängig. Im ausgebauten Bereich befindet sich auf der Innenseite eine verputzte Heraklithplatte, ob ein wenig alte Dämmung vorhanden ist, weiß ich nicht, diese würde ich aber entfernen lassen (sind hier nur ca. 20qm Dachfläche). Nun stellt sich die Frage, welcher neue Aufbau, besonders in Hinblick auf den Dämmstoff, sinnvoll ist. Die Sparrenabmessungen betragen 7/16cm. Folgendes Angebot habe ich vom Dachdecker bekommen: Aufbau nachher von Innnen nach außen im bewohnten Bereich:
verputzte Heraklithplatte
von außen neu eingebrachte Dampfsperre
16cm Mineralwolle als Vollsparrendämmung
diffusionsoffene Unterspannbahn
neue Lattung und Konterlattung
neue Dachsteine

Da ich Mineralwolle aus verscheidenen Gründen eigentlich nicht haben will (ich liebäugel viel eher mit Holzfaserdämmstoffen o.ä.), suche ich nach einem Alternativaufbau. Den neu auszubauenden Bereich (wesentlich größere Dachfläche) will ich vom Dachdecker erst einmal nur mit einer diffusionsoffenen Unterspannbahn versehen lassen (plus neue Lattung/Konterlattung und neue Dachsteine) und später von innen selbst dämmen und ausbauen. Auch hier suche ich nach einem guten Vorschlag.

Über Antwort(en) würde ich mich sehr freuen und hoffe auf gute Lösungen. Im Voraus herzlichen Dank für jegliche Beteiligung.



Standardfrage



Standardfrage: wird das oberste Geschoss denn genutzt, bzw. ist es ausgebaut? Falls nicht, das Dämmen der obersten Geschossdecke ist günstiger, effektiver und auch viel einfacher.

Gruss
stt



Von aussen



neu eingebaute Dampfsperre??? Das muss ein Magier sein ;-)).
Eine Dampfsperre muss absolut dicht sein, um die Funktion zu erfüllen. Praktisch von aussen nicht machbar.
Hier ist ein diffusionsoffenes System mit Holzweichfaser- oder Hanfdämmung die sicherere Lösung.
MfG
dasMaurer



oberstes Geschoss wird genutzt



Das oberste Geschoss wird (zukünftig komplett) genutzt, daher müssen die Dachschrägen auch komplett gedämmt werden.

Die nachträgliche Anordnung der Dampfsperre von der Außenseite soll so erfolgen, dass die Dampfsperre in die leeren Sparrenfelder (auf die Heraklithplatte) gelegt wird und dann seitlich am Sparren hoch - auf dem Sparren - und seitlich am Sparren wieder herunter - gefaltet wird. Die Dampfsperre wird dann an den Sparren (in der Ecke Sparren/Heraklithplatte) mit Dachlatten "fixiert", damit es keine "runden Ecken" gibt - also keine Magie, sondern die Dampfsperre wird über die Konstruktion Sparrenfeld/Sparren gefaltet bzw. damit ausgekleidet. Hierein soll dann der Dämmstoff eingelegt werden.

Würde bei einer Holzweichfaser- oder Hanfdämmung denn die o.g. Dampfsperre eher Schaden oder wäre man dann sozusagen auf der "ganz sicheren" Seite?



Ein diffusionsoffenes



System braucht keine Dampfsperre.
Und eine Folie in der beschriebenen Form wird mehr als kontraproduktiv sein, denn Schwachstelle(Wärmebrücke) und somit Kondensationsstelle in der gesamten Fläche sind die Sparren. Kondenswasser wird dann zwischen Sparren und Folie anfallen. Gravierende Holzschäden sind dann vorprogrammiert.
Ausserdem fallen mir 2 Punkte ein, an denen die so installierte Dampfsperre garnicht dicht zu bekommen ist.
MfG
dasMaurer



Moin Crebbel,



eigentlich sind heute 20cm Dachdämmung WLG 040 "state of the art" und im bewohnten Berich auch sinnvoll.
Wir haben von 16 auf 20cm aufgelattet, aussen diffusionsoffene dwd-Platte, innen dampfbremsende OSB (verleimt) und dazwischen Zelluloseflocken. Das war auf jeden Fall die kostengünstigste Lösung. Nix Folie.

Etwas enttäuschend fand ich im Sommer den Hitzeschutz und würde heute eher 6cm HWP draufpacken und nur die 16cm ausblasen lassen.

Info's gibts z.B. hier

isofloc.de

climacell.de

Gruss, Boris



Er



kann auch 16cm 032 nehmen.Kommt einer 18cm 035 gleich.



Hascha recht,



werter Namensvetter, aber mich juckts schon, wenn ich nur das Foto sehe und Naturdämmstoffe gibts m.W. noch nicht unter WLG 040.

Gruss, Boris



Nee



die juckt und stinkt nicht mehr.



Lieber Crebbel,



ich empfehle als Gegenpol zu den propagierten 20 cm (macht man ja heut so......) die Lektüre sämtlicher Themenbeiträge dazu von Herrn Konrad Fischer (auch Mitglied hier im Forum).

Vielleicht auch mal die persönliche Kontaktaufnahme mit ihm, bevor Sie sich Ihr Geld mittels Verblasung in Form von Zellulose oder Ähnlichem ins Dach verschleudern lassen.



Meint ein Bauherr.

Viele Grüße
Achim



Ach



der kocht auch nur mit Wasser.
Es gibt hier Leute die machen das jeden Tag und nicht auf dem Papier.