Geeignete Beplankung für Dachschrägen ohne Dämmung

02.05.2012



Hallo liebe Community!

Es geht noch einmal um unsere Dachschrägen im OG. Kurz zur Info: es handelt sich um ein Sanierungsobjekt mit oberster Geschossdecke als Holzbalkendecke. Die Schrägen gehen jedoch über die Geschossdecke hinaus und noch im OG bis ca. 80 cm über Fußboden. Nach Ausbau der Beplankung bestehen diese nur noch aus Sparren und darauf Lattung mit Ziegeln.

Nach sehr langem hin und her Überlegen und Suchen nach einer Möglichkeit die Schrägen von innen zu dämmen, sind wir jetzt zu dem Schluss gekommen, dass dies mit 100 %iger Schadensfreiheits-Garantie nicht machbar ist.

Da im Moment leider das Geld fehlt um das Dach neu zu decken und von außen Dampfbremse, Dämmung und Unterspannbahn aufzubringen, werden wir jetzt in den sauren Apfel beißen und vorerst auf Dämmung verzichten und "nur" die Geschossdecke dämmen. Von innen soll also Lattung und Konterlattung mit Beplankung auf die Sparren aufgebracht werden. Dann soll die Dachsanierung in ca. 5-10 Jahren von außen erfolgen.

Hierzu also meine Fragen:
- Reicht hier eine Beplankung aus Gipskarton aus oder sollte man aufgrund der fehlenden Unterspannbahn eine andere Beplankung bzw. eine zweite unter dem Gipskarton vorsehen?
- Was haltet ihr von der Lösung auf die Konterlattung OSB-Platten aufzubringen, diese an den Stößen zu verkleben und an den Seiten mit Klebeband mit einputzgewebe an den Wänden einzuputzen um eine winddichte (nicht dampfdichte!!) Schicht zu erhalten.
- Oder hat jemand eine ganz andere Idee, um die Innenbeplankung möglichst günstig aber eben auch zuverlässig gegen Flugschne bzw. drückendes Wasser gesichert auszuführen.

Nachdem ich jetzt schon seit Monaten über Dämmung nachdenke bin ich so langsam wirklich am Verzweifeln...bitte also um Hilfe! Danke!



EDIT:



Hab gerade gemerkt, dass es schonmal nicht gut wäre Gipskarton auf OSB zu schrauben, weil diese wohl unterschiedliches Ausdehnungsverhalten bei Temperaturschwankungen haben...ansonsten bleibt die Frage bestehen :-)



wie



wäre es mit nur OSB als Sicht-Schale und Windsperre, später 30er Latten als Installationsebene und dann GK "druff".



das



hab ich auch schon überlegt. Allerdings müsste ich wahrscheinlich zwischen Sparren und OSB auch nochmal Latten einziehen, um mittels Justierschrauben das ganze zu begradigen. Die Sparren sind nicht wirklich in einer Flucht.

Alternativ könnte ich doch auch einfach direkt auf die Sparren eine zweckentfremdete diffussionsoffene Unterdeckbahn einziehen, die ich auch winddicht anschließe. Darauf dann Lattung und Konterlattung und danach GK. Somit hätte ich die GK-Platte vor Feuchtigkeit von außen geschützt aber wenn später von außen eine Dampfbremse mit Dämmung drauf kommt, würde die Unterdeckbahn aufgrund ihrem extrem niedrigen sd-wert z.B. 0,03 m die Funktion der Dampfbremse nicht beeinträchtigen.

Sag ich da was Falsches?

Weitere Aufbau-Ideen auch gern! :-)



OSB



muß natürlich auf UK ausgerichtet werden. Wenn Du später mit Zellulose ausblasen würdest, wäre die OSB (entsprechend der Verlegeanweisung angebracht) die Notwendige Dampfbremse, soweit man die als solche überhaupt braucht....
Frage mal die Isoflock-Leute. Mineralwolle mit Folie würde ich nicht mehr in einem alten Haus einbauen ( Mäuse = Löcher !!).



Also



ausblasen war eig. nicht geplabnt, sondern wie gesagt, dann mittelfristig eine Neueindeckung mit DB, Zwischen- und Aufsparrendämmung von außen. Wobei mir da jetzt wieder aufgefallen ist, dass das mit der OSB-Platte dann auch nicht so toll ist, wenn ich später von außen eine DB mit variablem sd-Wert aufbrigen will und hab dann raumseitig die OSB-Platte davor, die wesentlich dichter ist, als der untere Wert der vraiablen DB, oder? Wobei die Regel mit von innen nach außen immer diffussionsoffener werden trotzdem eingehalten wäre...

Also ich würde mich schon sehr wundern wenn wir in den Dachschräge des Obergeschosses Mäuse hätten...wie sollen die denn da hin kommen? :-)



Mäuse



ich wollte die Maus auch fragen ...
allerdings habe ich ein FW-haus - da sind wohl viele Wege nach oben möglich.

PS: Maus schleppt die Weihnachtsnüsse meiner Frau in die Zwischendecke aus HWL-Paltten - das waren Nächte .........!



bicht unterschätzen,



die kleinen Tierchen!
Wir hatten auch eine im Bad im Dachgeschoß.
Der posierliche kleine Turner ist nachts flugs 1 Meter den Rauhputz hoch zum Waschbecken und hat genüßlich an der Seife genagt.
Bis er die Seife eines Tages fortgeschleppt hat, und sehr ausdauern und lärmend versucht hat damit hinter dem Abflussrohr zu verschwinden!
Mit Lebendfalle haben wir den Störenfried mindestens 3 mal eingefangen, bis wir ihn beim letzten Mal dann gute 5 km weit weg erst freigelassen haben. (In der Nähe einer Gastronomie, soll ja nicht verhungern ;-))

Aber ich hab auch schon ein Bild gesehen wo eine Maus in luftigen 2 Meter Höhe an einer Rauhfasertapete hängt und frech in die Kamera äugelt ;-)



Wieso eigentlich Justierschrauben?



Könnte man nicht zum Beispiel ein 28er Brett mit gerader Kante seitlich mit kleinem Überstand auf jeden Sparren schrauben, die Bretter mit Maurerschnur oder Richtscheit auf Flucht ausrichten und darauf die Platten befestigen?

Das geht doch sicherlich schneller, als jede Latte mittels Justierschraube auszurichten, oder?



Lösung



als Beilage: viele Weg führen nach Rom, eine Beilage geht aber nur, wenn die Sparren einigermaßen gerade sind. Bei handbehauenen runden Sparren kann Deine Beilage schnell kippen oder muß sehr breit sein .... - Kosten steigen !
Beim Plattenanschrauben dann die 28er Bretter ohne seitliches Aussplittern zu treffen ist wiederum schwieriger als eine 50er DL. Außerdem kann man mit Justierschrauben nachjustieren, das ist wiederum schneller als erst alles Abschnüren und Streben ausklinken. Mit den quer spannenden Dachlatten kann man auch das Schraubraster verringern (manche Sparren liegen noch auf 1,10 in alten Häusern !!), um die Platten besser zu befestigen - es gibt viele Gründe.
Deshalb ist eine Entscheidung vor Ort immer besser. Das hier sind nur Tips für m ö g l i c h e Lösungen