Dachbodendämmung Kehlbalkendach

21.09.2011



Liebe Fachwerk.de Community,

ich bin gerade dabei neuen Wohnraum in unserem 200 Jahre alten Bauernhaus zu schaffen. Dazu zählt auch der Ausbau unseres Dachbodens.
Es handelt sich um ein Kehlbalkendach mit (liegendem ?) Stuhl. Die genaue Konstruktion kann man an dem beigefügten Foto erkennen. Eine genaue Bezeichnung konnte ich keinerlei Fachliteratur entnehmen.

Unser Dach wurde vor wenigen Tagen einseitig neu gedeckt (Heidelberger von Brass). Auf dieser Seite befindet sich auch eine Unterspannbahn. Die andere Dachseite wurde vor ca. 15 Jahren mit den gleichen Dachsteinen neu gedeckt. Dort allerdings ohne Unterspannbahn.

Den Stuhl möchte ich gerne sichtbar in den zukünftigen Räumen erhalten. Die inneren Zwischenwände (Fachwerk) habe ich ebenfalls erhalten, denn dies spiegelt den Charme des alten Hauses wieder.

Ich habe nun Angst mir den Taupunkt nach innen zu holen bzw. überhaupt grobe Fehler bei der Dämmung zu machen. Gibt es eine generelle Methode für diese Art von Dachkonstruktion? Mir wurde bisher von allen Seiten Isover Integra ZKF1-035 empfohlen, nur kann ich schlecht den gesamten Raum bis hin zum Stuhl mit diesem Klemmfilz ausfüllen.

Einige Fachleute sagen der Klemmfilz soll nur die Sparren entlang gelegt werden, sodass ein keilförmiger Hohlraum zwischen Dämmung und Schalung entstehen würde. Aber bringt mir das im Winter nicht die Kälte in diesen Bereich (Taupunkt - Feuchtigkeit) und im Sommer würden meine Räume nicht in der Nacht abkühlen?

Andere sagen ich soll die Schalung entlang dämmen, Dampfsperre drauf (ist aber dann extrem schwierig anzubringen) und dann einen Hohlraum zwischen Dämmung und meiner Lattung - Gipskartonplatte lassen.

Ich hoffe ich kann hier auf Hilfe zählen und freue mich über jeden guten Vorschlag oder Hinweis.



Der Fehler ist die Dämmung



… oder die Schnelligkeit der Arbeiten!

So eine Sanierung ist kein Alphabet sondern ein System, das zusammen passen muss.
So was sollte von A bis Z geplant werden und sein.

Das ganze Dach oder nur bis zum nächsten Boden?

Gespinste und solcherlei Gewürge wird dem Haus den Hals abdrehen!

FK



Sichtbare Sparrenunterseiten



würde ich mir abschminken wenn eine, den gültigen Normen entsprechende Dämmung erreicht werden soll. Ich habe noch keinen alten Dachstuhl gesehen, bei dem die Sparren die dafür nötige Dimension hatten.
Schade eigentlich.



Dämmungs DIN



Hallo

Was ist das?
"den gültigen Normen entsprechende Dämmung"

Meinen Sie: "Normen" oder "Verordnungen"?

DIN-Normen - Warum und wieso??

müssen vertraglich vereinbart werden …

DIN ist ein e.V. - eigentlich nicht viel mehr als ein Kaninchenzüchter- oder Kleingartenverein.

DIN ist ein Selbstverwaltungsorgan der Wirtschaft und seit über 75 Jahren privatrechtlich organisiert.

Zitate:
Im Vorspann von zusammengefaßten DIN-Normen steht in den "Hinweisen für den Anwender":
"DIN-Normen sollen sich als "anerkannte Regeln der Technik" einführen. Bei sicherheitstechnischen Festlegungen in DIN-Normen besteht überdies eine tatsächliche Vermutung dafür, daß sie "anerkannte Regeln der Technik" sind. DIN-Normen sind nicht die einzige, sondern eine Erkenntnisquelle für technisch ordnungsgemäßes Verhalten im Regelfall. Durch das Anwenden von Normen entzieht sich niemand der Verantwortung für eigenes Handeln. Jeder handelt insofern auf eigene Gefahr".

In einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts steht unter anderen:
"Daneben gehören den Normausschüssen des DIN aber auch Vertreter bestimmter Branchen und Unternehmen an, die deren Interessenstandpunkte einbringen. Die Ergebnisse ihrer Beratungen dürfen deshalb im Streitfall nicht unkritisch als geronnener Sachverstand oder als reine Forschungsergebnisse verstanden werden“.
Und weiter: „Andererseits darf aber nicht verkannt werden, daß es sich dabei zumindest auch um Vereinbarungen interessierter Kreise handelt, die eine bestimmte Einflußnahme auf das Marktgeschehen bezwecken".

C.Meier

Dann noch eines:
Hier ist ein Link -> DIN-Rechtsverbindlichkeit
DIN-Normen sind jedoch keine Lehrbücher. Deshalb muss jemand, der sie anwendet, soviel Sachverstand haben, dass er die Verantwortung für sein Handeln selbst übernehmen kann.

Freibrief für DINer - Verantwortungsverschiebung auf den ANWENDER = Planer, Handwerker!

Die Hoffnung (dass bei der Anwendung der DIN-Normen alles gut geht) stirbt nach allen Handwerkern, die sich darauf verlassen haben!

Die Masse macht's!

FK





Ich verstehe FK, deshalb hier:

>>>“…Deshalb muss jemand, der sie anwendet, soviel Sachverstand haben, dass er die Verantwortung für sein Handeln selbst übernehmen kann.”<<<

….verzichtet der ein oder andere wohl gern mal auf ne DIN und glaubt dann keinen Sachverstand für sein Verantwortungsvolles Handeln mitbringen zu müssen.



Verstehen kommt von "Verstand"



So ist das eben nicht.

Sich auf der DIN auszuruhen und zu glauben, dass alles gut ist, wenn man die Anwendet = verantwortungslos dem Bauherrn gegenüber, der glaubt in den Armen der DIN aufgehoben zu sein und der Handwerker ALLES richtig macht.

Wenn es aber zum Schaden kommt, der "Fachmann" = Handwerker oder Planer die SCHULD nicht auf die DIN schieben kann, sondern selbst tragen muss.

Aber DAS (die Verantwortung) muss man immer selbst tragen - dann braucht man aber auch keine Reglementierung durch die DIN (die immer "falscher" werden, da der Einfluss der netten Lobbyisten immer grösser wird.

Aber WEM sag ich das - DAS wissen Sie selbst am besten!

Oder?

FK



DIN Normen



Ach Herr Kurz,
ich bin ein Freund von ordentlicher Planung, und nicht der DINe, Normen & Verordnungen. Wenn mir aber auffällt dass die Planung nicht diesen Maßregeln entspricht,lehne ich entweder den Auftrag ab oder gebe keine Gewährleistung. So einfach ist das. Weil ein Handwerker, der sich an den Kram nicht hält, seine Existenz aufs Spiel setzt.
Ansonsten: Hier gehts um Dämmung. Mit der von mir favorisierten Cellulosedämmung ischa wohl der amtlich vorgeschriebene Dämmwert bei sichtbaren Sparren nicht zu erreichen. Bei Mineralwolle ( da mach ich nen Bogen drum rum ) vermutlich auch nicht. Da gehts dann in Richtung Schaumplatten. Ich vermute doch auch bei Ihnen, dass Ihnen Dampfdiffussion viel wert ist, oder? Außerdem sehe ich dann die Gefahr dass die Sparren wegrotten. Könnte vielleicht sogar von irgendwelchen Normen gedeckt sein.Für Normen sind die Planer zuständig. Unsereiner muß sich nur dran halten und aufpassen, dass kein Mist geplant wird. Weil dann: Existenzbedrohung.
Gruß aus Nordvorpommern
Ralph Schneidewind





Warum werden den die Lobbyisten immer stärker lieber Florian, Euch Kämpfer gegen das “Böse” hindert doch keiner die Normausschüsse mit Eurem Allerwertesten zu besetzen.

Ihr habt ein Problem, Ihr kämpft mit zu kurzen Messern.

Grüße
Oliver Struve



Tscha,



irgendwie fühlte ich mich provoziert. Ich legs Messer auf die Seite und trink ein Bier zur Entspannung:-)
Habe mich anschließend über mich selbst geärgert, dass ich überhaupt geantwortet habe.
Tschüßle
Ralph





Nee, nee, Raph,
ich meine die Kämpfer gegen die “bösen” Normen und Richtlinien um Florian Kurz mit den zu kurzen Messern.

Nicht falsch verstehen.

Grüße
Oliver Struve



Juut, Oliver



aber eigentlich sollten solche Konflikte nicht auf dem Buckel des Fragestellers ausgetragen werden. Auch ich bin ja auf Fachwerk.de um was zu lernen. Manchmal auch um zu lernen dass ich nicht recht habe.
Kennst Du eine Dämmtechnik die den Wünschen von Herrn Thunder gerecht wird? (ich getraus mich ja fast gar nicht zu schreiben: ....und NormgerechtDingerecht, wesauchimmer ist?)
Ralph



@Schneidewind



Hallo

Sie brauchen sich nicht provoziert fühlen.

So weit sind wir ja nicht auseinander.


ich bin ein Freund von ordentlicher Planung, und nicht der DINe, Normen & Verordnungen
Ich auch!

Wenn mir aber auffällt dass die Planung nicht diesen Maßregeln entspricht,lehne ich entweder den Auftrag ab oder gebe keine Gewährleistung. So einfach ist das. Weil ein Handwerker, der sich an den Kram nicht hält, seine Existenz aufs Spiel setzt.

Das ist ja gerade meine Kritik!
Sie verlassen sich drauf, dass alles gut geht!
Wenn aber bis zum letzten gekämpft wird, gilt auch die DIN nicht mehr, sondern da sagt der Richter:
Sie haben die DIN angewendet, Sie haben Sachverstand und hätten wissen müssen, dass das SO eben nicht geht!
Wer sich hier auf die DIN verlässt ist eben der Verlassene!
Nichts anderes sage ich - nichts anderes steht in der DIN (siehe Link) drin!

Ansonsten: Hier gehts um Dämmung. Mit der von mir favorisierten Cellulosedämmung ist wohl der amtlich vorgeschriebene Dämmwert bei sichtbaren Sparren nicht zu erreichen. Bei Mineralwolle ( da mach ich nen Bogen drum rum ) vermutlich auch nicht. Da gehts dann in Richtung Schaumplatten. Ich vermute doch auch bei Ihnen, dass Ihnen Dampfdiffussion viel wert ist, oder?
Das Thema hab ich zur Genüge schon durchgesprochen


Außerdem sehe ich dann die Gefahr dass die Sparren wegrotten. Könnte vielleicht sogar von irgendwelchen Normen gedeckt sein.
Eben! Das ist das RISIKO!
Ich denke auch, dass mit der Zeit auch Ihre Dämmungsvariante den Geist aufgibt und es zu Schäden kommt.
Nachhaltigkeit im Realen!

Für Normen sind die Planer zuständig.
Das ist Irrglaube!
Jeder VOB Vertrag impliziert die DIN!

Unsereiner muß sich nur dran halten und aufpassen, dass kein Mist geplant wird.
… oder eingebaut wird - siehe: Rechtsverbindlichkeit!

Weil dann: Existenzbedrohung.
Nicht nur für Sie - sondern auch für den Planer - Aber NIE und NIMMER für die DIN, die den vermeintlichen Schmarrn verzapft und UNS einbrockt.

Also Messer wegstecken!

Letztendlich ist der Nutzer oder Bauherr der Gelackmeierte, denn nach ein paar Jahren ist die Gewährleistung beim Teufel und der Schaden trotzdem vorprogrammiert.
Aber noch glauben sich die meisten in Sicherheit - im Schoße der Industrie und DIN!

FK



hallo thunder, nicht erschrecken



das sind nur die üblichen Sandkastenpinkeleien und Hahnenkämpfe zwischen den Wahrheitsträgern verschiedener Konfessionen, sozusagen altdeutsches Schattenboxen. Meist geht es hier viel zivilisierter zu und viele Beiträge sind hilfreich auf die Sache bezogen.

Das beste Motto: weghören und nicht drauf reagieren.

Gruss András





@Ralph

Wie Du siehst geht es FK nur darum das Du eine Verordnung oder Norm mit erwähnt hast.
Hättest Du geschrieben das die Dämmstoffdicken zu gering werden um wirtschaftlich zu sein hatte FK vielleicht nicht gemosert.
Sicher iss man da aber Nie.

Was mir an dem Geschreibsel des Florian gehörig auf den Geist geht ist, das er völlig ausblendet das Normen und Regelwerke ganz besonders dem Verbraucher, hier den Bauherren, Rechtssicherheit geben.


@FK

Letztendlich ist der Bauherr auch der Gelackmeierte,
wenn ein Planer in Manier eines Hausmeisterservices “ich kann alles allein” z.B. Produkte für Anwendungen vor- oder ausschreibt deren Zusammensetzung oder Verträglichkeit er nicht mal kennt.
Dann ist die Gewährleistung auch beim Teufel und der Schaden trotzdem vorprogrammiert.

Immer schön berücksichtigen das die aller meisten Bauschäden durch PLANUNGSFEHLER verursacht werden.

Grüße



OT??



ohne schulmeisterlich sein zu wollen, hat da jemand eingangs eine Frage gestellt? (Kopfkratz)

Dachdämmung würde mich inhaltlich auch interessieren.

Gruß
András



Wollte ja konkreter werden mit der Nachfrage …



nach der genauen Ausführung!

Aber da hat der so weise BS mit seiner Plattitüden-Schallplatte angefangen.

Na seis drum. Mancher lernst's früher, mancher später und andere garnicht.

Aber zur Sache:

Alles zu "Dach Dämmung" kann man Hier nachlesen: Viel Spaß!

Ich würde weder Flocken, noch Filze noch Wolle empfehlen …
Die Masse machts!
Sagte ich schon.

FK



"Wollte ja konkreter werden..."



Ob ich das noch erleben darf???
Am konkretesten wird man wenn man sagt wie etwas geht und nicht wenn man ständig sagt das man glaubt zu wissen wie es nicht geht.

Grüße



Du bist doch mein heimliches Vorbild!



und ich armer Sünder warte auf Baustsche Erleuchtung.

Bitte zeige mir den Weg und mache vor:

Gib DU mal als Vorbild einen konkreten Vorschlag ab!

Danke!

Die Spannung ist unbeschreiblich - das ist besser als der Pabstbesuch!

FK





Guck genau hin dann siehst Du es

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Sehr geehrter Herr Kurz,

ich möchte nur den unteren Dachboden bewohnen (Schlafzimmer, Kinderzimmer, kleines Bad, Büro, Abstellkammer) und dämmen. Der obere Dachboden wird nicht gedämmt. Mir wurde von mehreren Seiten her empfohlen diesen zu belassen wie er ist.

Danke auch für den Link, aber ich habe im Grunde genommen alle dieser Artikel schon mehrmals durchgelesen. Ich bin aber für meinen Anwendungsfall nicht wirklich fündig geworden und habe aus diesem Grunde dieses Thema hier angefangen.

Ansonsten wundere ich mich etwas über die vielen Posts über Normen und DIN. Mir ist schon klar das es bestimmte Verordnungen und Richtlinien gibt an die man sich halten kann. Ich wollte aber eigentlich nur etwas Rat bei dem Thema Dämmung.



Um mal auf die Eingangsfrage zurückzukommen



ich hoffe dass sich die Streithähne wieder beruhigen, denn in diesem Fall greift die EnEv mit Mindestwärmeschutz, wenn man nicht mehr Dämmung anbringen kann als die Sparrenstärke hergibt, ist die Enev ja auch zufrieden, genauso wie die DIN.

Zumal in diesem Fall interessant wäre zu erfahren, was sichtbar bleiben soll?
Frage 1: der gesamte Stuhl mit Sparren, Druckriegel und Druckstreben?
Oder nur Druckriegel und Druckstreben?
Ich vermute mal zweiteres, da eine Massnahme von aussen wohl nicht mher in Frage kommt.

Wenn klar ist was nun definitiv gedämmt werden soll, wird es auch einfacher einen Ratschlag zu geben.
Bei Fragen dürfen Sie sich auch gerne bei uns melden.

Grüsse Thomas



neue Fotos



Genau, von außen her ist alles abgeschlossen. Ich habe einfach ein paar neue Fotos hoch geladen und die Balken markiert die ich dann gerne im Raum sehen würde. Ob komplett oder z.B. nur zur Hälfte spielt für mich keine Rolle. Ich möchte nur diese schöne Konstruktion weiterhin sichtbar erhalten.



Foto 2



Hier ein weiteres Foto



Foto 3



Und hier noch eine weitere Ansicht des Dachbodens.



Moin Herr Thunder,



ich halte es für möglich, alles was unter der Sparrenebene ist zum Teil sichtbar zu lassen. Also: Die liegenden Bünde, die Kehlbalken und die Horizontalaussteifungen ( Streben & Riegel)
Gruß
Ralph Schneidewind



PS.:



die Mittelpfetten auch!





Dann würde ich empfehlen eine Unterkonstruktion auf die Sparren zu montieren, darauf, ohne Dampfsperre oder -Bremse, dann Lehmtrockenbauplatten und den so entstandenen Hohlraum mit Zellulose ausblasen zu lassen.
So sind etwa noch 50 % der Balken sichtbar und Sie hätten eine Dämmung geschätzt >15 cm, allein schon ein U-Wert von >0,26.

Alternativ geht das auch durch verschalen mit Holz (Foto), und dann verputzen.
Wird sicher etwas günstiger, macht aber mehr Dreck und bringt erstmal mehr Feuchte in den Bau.

Grüße
Oliver Struve

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Herr Thunder,



die Fotos mit den Linien hammns geklärt!
Tschüßle
Ralph Schneidewind



@ Thunder



Was ist hinter der Schalung?
Teerpappe?
Unterdach: Platten oder Folien?
Konterlatten?
Traglatten?
Wie ist der Aufbau vom Boden zum nächsten Geschoß?
Was für eine Heizung ist geplant?

@Baust
Bin begeistert! Alles was der Ökubaumarkt geboten hat! Weiter so!

Ergänzung des Zitats:
Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert … und das Dilettantische ihren Untergang
;-)

FK





Nicht so viel und nicht so dumm rumlabern lieber Florian.
Einfach mal die Fragen und Kommentare der Fragesteller lesen.

Dilettantische Planung fängt nämlich so an.

“>>>Unser Dach wurde vor wenigen Tagen einseitig neu gedeckt (Heidelberger von Brass). Auf dieser Seite befindet sich auch eine Unterspannbahn. Die andere Dachseite wurde vor ca. 15 Jahren mit den gleichen Dachsteinen neu gedeckt. Dort allerdings ohne Unterspannbahn.”<<<



Wer Recht hat - hat Recht!



Das ist die eine der Fragen - die Anderen?

FK



weitere Informationen



@Florian Kurz

Wetterseite: Schalung - Lattung - Dachsteine
Ich bin mir aber nicht zu 100% sicher ob es nicht doch noch eine Konterlattung gibt. Das muss ich mir heute Abend noch genau ansehen.

andere Seite: neu eingedeckt nach aktuellen Vorgaben, also mit Unterspannbahn, Konterlattung, Lattung

Ich schaue mal nach, ob ich davon Fotos finde.

Die Heizung ist derzeit noch eine Gusseiserne DDR Schwerkraft-Holzheizung und wird bald zur Holzheizung mit Pumpe und evtl. Öl-Unterstützung umgebaut. In die Dachbodenzimmer kommen gewöhnliche Heizkörper unter die Fenster am Giebel. Die Dämmung des Giebels ist auch noch ein Thema, denn dort sieht es wie folgt aus: Fachwerk (nicht ausgemauert) - Schalung - Dachpappe - Schiefer

Der Bodenaufbau sieht wie folgt aus:
Dielen - ca. 5cm Lattung auf den Deckenbalken - Deckenbalken (dazwischen Hülsen von Getreide u.s.w.) - DDR Sauerkrautplatten (Zementgebundene Holzfaserplatten) - Lattung ca. 3cm (dazwischen Styropor) - Panele (kein Vollholz)

@BAUST Vielen Dank für den Vorschlag. Ich sehe da allerdings wahnsinnige Kosten auf mich und meine junge Familie zu kommen. Von daher würde mich interessieren, ob es nicht auch eine Möglichkeit der Dämmung mit Zwischensparren-Klemmfilz und Dampfsperre z.B. von Isover gibt? Ökotest hatte diese zusammen mit 17 anderen Dämmstoffen getestet (unter anderem auch ökologisch wertvolle) und mit sehr gut bewertet.

Ich bin gegenüber naürlicher Bauweise aufgeschlossen, aber der Kostenfaktor spielt auch eine wichtige Rolle. So habe ich z.B. bei den inneren Sichtfachwerken inzwischen die alten Lehmsteine durch Gasbetonsteine ersetzt. Eine Restauration und Wiederherstellung mit den alten Steinen wäre einfach zu Aufwendig gewesen. Sicher werde ich durch diese Aktion hier von einigen kritisiert werden, aber mit meinen 32 Jahren, Frau und Kleinkind muss ich jetzt kostengünstig noch etwas neuen Wohnraum schaffen.

Vielen Dank auch für die Antworten von Herrn Schneidewind.





hallo Thunder

Wer wenn nicht Du, oder besser Ihr, als junge Familie könnte mehr und länger von einer nachhaltigen Sanierung profitieren.

Ich wünsche euch wirklich viel Glück bei eurem Vorhaben, Langweile kommt so beu Euch sicher nie auf.

Grüße
Oliver Struve

PS.
Die Entsorgung meiner alten Dämmung aus Miwo war fast genau so teuer wie der Einkauf der neuen.

Immer schön an die Kinder denken ;-)



Bestand Dachschalung



Die Erwähnung des Schiefers am Giebel hat mich hellhörig werden lassen. Es zieht sich ein Streifen durch Deutschland, in dem viel Schiefer verwendet wurde. Mich würde nicht wundern wenn auf der Dachseite, die verbrettert ist früher Schiefer drauf war. Und vermutlich Dachpappe zwischen Schiefer und Brettern. So wie beim Giebel.Und wenn die Dachdecker keine Konterlattung beim Eindecken mit Pfannen drauf gemacht haben, dann warens Döspaddels.
Steht das Haus in einer Schiefergegend?
Gruß
Ralph schneidewind



Schiefer



Ja, es steht am Rande des Thüringer Schiefergebirges. Früher war tatsächlich Schiefer auf dem ganzen Dach. Dieser liegt noch in den Dachkästen und auf dem oberen Dachboden verteilt. Ob Konterlattung, Dachpappe oder nur Lattung werde ich mir wie gesagt heute Abend genauer nochmals ansehen. An ein paar Stellen wurde von innen ein Teil der Schalung entfernt um von innen alte defekte Ziegel zu entfernen. Diese Lücken werde ich aber noch schließen. Es sind nicht viele. Dort kann ich es aber bestimmt ganz gut erkennen.



Lattung



Die Wetterseite besteht tatsächlich nur aus Schalung, Lattung und Dachsteinen. Es gibt keine Konterlattung und auch keine Dachpappe. Die Schieferbedeckung wurde Anfang der 50er Jahre entfernt, dann wurde die Lattung aufgebracht und es wurden Ziegel eingedeckt. Später dann einfach neue Ziegel drauf da Lattung und Schalung noch in Ordnung waren.

Von daher denke ich mal das ich um eine Dampfsperre nicht herum komme.



Da kann ich mich meinem Zimmererkollegen nur anschließen



das waren dann tatsächlich Döspaddels, die da gedeckt haben. Das Mindeste wäre gewesen, den Bauherren auf diese Tatsache aufmerksam zu machen.
Wir hatten neulich einen ganz ähnlichen Fall bei einer Sanierung und es ist schon erstaunlich, wieviele sogenannte "Fachleute" da draußen noch unterwegs sind, während viele fachlich wirklich gute Firmen in den Jahren der Krise die Segel Streichen mußten.

Zum Thema selbst:

Wäre eine Aufdachdämmung hier nicht die optimale Lösung gewesen, wenn man das halbe Dach eh neu eingedeckt hat ? Zumindest hätte man so die Ansicht an der Dachinnenseite erhalten können.

Gruß Andreas

Edit: Kleine Frage noch: Sind jetzt Heidelberger Ziegel eingedeckt oder Braas-Ziegel ? :-)



Ich frage mich nun ernsthaft, wo das Problem liegt?



Es besteht ja immerhin noch die Möglichkeit, das Dach, wie ein Blechdach zu behandeln!
In der Regel reicht in diesem Fall "eine" diffussionsoffene Seite und Windbruchpapier.

Man kann es auch schwieriger machen als es ist.

Auf den Bildern geht klar hervor, dass der ganze Dachstuhl mit Schalung versehen ist, auf der einen Seite ist eine Schalungsbahn angebracht als Wasserführende Schicht, auf der anderen Seite nix, das ist doch kein Problem, denn es gibt nur Lösungen. Es wäre sehr viel sinnvoller auf das Thema und die Problemlösung einzugehen, als ständig zu streiten.Ich lese hier nur Beiträge die am eigentlichen Thema vorbeigehen und absolut nicht hilfreich sind.
Dösbaddel hin Dösbaddel her, welche Lösung habt Ihr?

Grüsse Thomas



Ein sehr interessanter Einwurf,



ist mir gestern auch schon aufgefallen, daß zum eigentlichen Thema nicht so richtig was beigetragen wurde, auch von meiner Seite nicht.
Ich versuch es mal:
Das Problem ist doch grundsätzlich, daß man eine einigermassen vernünftige Dämmung einbauen und gleichzeitig die Sparren herausschauen lassen will. Das ist mMn. ein Ding der Unmöglichkeit. Ich würde den Bildern nach zu urteilen davon ausgehen, daß wir es hier mit 12er bzw. 14er Sparren zu tun haben. Leider gibt es meines Wissens keinen einzigen Dämmstoff, der hier Abhilfe schaffen könnte.
Das zweite Problem ist die Dachseite, auf der keinerlei Unterspannbahn verlegt wurde. Man könnte jetzt selbstverständlich hergehen und sagen, wir dämmen den kompletten Zwischenraum zwischen den Sparren, legen dann nochmal eine Konterlattung, dämmen diese ebenfalls aus und bringen dann darauf eine Duplex mit variablem Sd-Wert an. Die Balkenoptik könnte man dann erzielen, indem man auf eine angebrachte Gipskartonplatte einfach ein paar alte Balken auftrennen läßt und diese an zusätzlich in Sparrenflucht aufschraubt - ein Fake sozusagen. Damit wäre also mMn. zumindest der architektonische Aspekt erledigt.
Allerdings frage ich mich, was passiert, wenn mal ein Dachziegel bricht oder irgendein Blech undicht wird. Wohin läuft mir dann das eindringende Regenwasser - oder noch genauer gefragt....wie soll das eingedrungene Regenwasser wieder austreten ? Klar, man könnte jetzt auf den Sommer warten und hoffen, daß die Feuchtigkeit sich wieder den Weg durch die vermutlich inzwischen mit reichlich Zwischenfugen versehene Dachschalung nach außen sucht. Da durch die fehlende Konterlattung leider keine Dachhinterlüftung vorhanden ist, scheint mir das mehr als unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher scheint mir das Szenario zu sein, daß die Dämmung absäuft, der Schimmel sich im Paradies wähnt und die Schalung ordentlich zu faulen anfängt.
Deshalb die Aussage mit den Döspaddels. Mit etwas Vorausschau hätte man dieses Problem vermeiden können.
Um ganz ehrlich zu sein:
Ich würde die eine Dachseite abdecken, eine diffusionsoffene Unterspannbahn aufbringen, anschließend eine Konterlattung montieren und somit für eine vernünftige Belüftung des Oberdaches sorgen. Schon klar, daß das recht aufwendig ist, aber alles andere wäre mir persönlich zu unsicher. Es gibt nix Schlimmeres als eine abgesoffene Dämmung - Bauherren mit angeborenem Risikofaktor können natürlich auch drauf hoffen, daß kein Dachziegel den Geist aufgibt bzw. keine Kamineinfassung einreißt....

Übrigens: Ich konnte trotz mehrfacher Studie Ihres Posts ebenfalls keine Lösung entdecken :-) Aber vielleicht kommt die ja noch. Bin schon gespannt....

Gruß Andreas



Ich muss ja nicht gleich mit der Tür in Haus fallen...:-)



Also wenn ich mir die Bilder so betrachete, sollen ja nur die Bundstreben, Druchriegel und Streben sichtbar bleiben.
Somit dienen die Sparren als Dämmebene und verschwinden unter der Deckenbekleidung.
Als Dämmung erster Wahl würde ich mich für Perlite entscheiden, (z.B.ThermoFill S), diese ist diffussionsoffen, unbrennbar und verrottungssicher.
Was ich anhand der Fotos nicht abschätzen kann, ob Luft zwichen Bundstreben, Druchriegel und Streben ist.
Bei der anderen Dachseite, sollte richtigerweise in Erwägung gezogen werden, eine dementsprechende Unterspannbahn einzubauen.
Auf jedenfall ist mit Windbruchpapier gewährleistet, dass genügend Rücktrocknungspotential zum Innenbereich vorhanden ist.

Grüsse Thomas



Dachziegel



@Schmidt&Herpich Holzbau GmbH Es sind natürlich Eternit Heidelberger Dachsteine. Gute Frage, wie ich auf Braas gekommen bin :-)

@Thomas Etwas Luft ist dazwischen. Es variiert aber. Man kann die Konstruktion noch mit gutem Druck gegen den Balken in Bewegung versetzen.

Wenn ich auf der Wetterseite noch innen eine diffusionsoffene Unterspannbahn ca. 2cm eingerückt und leicht hängend mit Leisten an den Sparren/Aufschieblingen anbringen würde und dann die Konstruktion nur zwischen den Sparren mit 140er Klemmfilz + Dampfsperrfolie dämmen würde, wäre das eine Möglichkeit die man in Betracht ziehen kann? Eventuell eindringendes Wasser würde die Bahn herunter laufen und unten an der Traufe wieder austreten. Das würde man dann auch von außen entdecken. Oder ist die Dämmung mit jeglicher Art von Flocken/Einblastechnik wirklich die einzige Möglichkeit?