Dämmstoffsuche, Irrungen und Wirrungen

24.05.2011



Hallo, miteinander !

Ich lese bereits seit Monaten im Forum, aber muss doch bei vielen Dingen wegen grosser Verwirrung aufgeben. Deshalb muss ich nun doch nach und nach die eine oder andere Frage stellen..

Ich habe vor kurzem ein Fachwerkhaus von ca 1800 gekauft und bin mitten in der Sanierung.
Die Zimmerleute fangen Mittwoch an die Balkenanlage aussen instand zu setzen. Hier hatte der Vorgänger ohne Hinterlüftung direkt auf das Fachwerk Bretter genagelt, Bitumenmatten drauf und Schiefer.. Innen Glaswolle mit Rigips an allen Wänden.. Sodom und Gomorrha.
Von einigen Balken ist nur noch Sägemehl übrig.

Damit das nicht nochmal passiert möchte ich nun auf das Fachwerk eine hinterlüftete Deckelschalung aus Douglasie anbringen und später streichen. Innen wird auch das Holz nachgebessert und die Fachungen nur sichtoffen mit Luftkalk verputzt.. Das Dach soll von innen sichtoffen bis in den Giebel bleiben, Holzbretter auf die Balken, darauf Aufsparrendämmumg WLG 028,PUR 140mm, ohne Alufolie. Das sollte diffusionsoffen sein und gut dämmen.
Soweit der Plan...

Jetzt kommen die ersten Unsicherheiten:

Mir wurde gesagt, ich müsse nach der Energieverordnung einen U Wert von 0,24 an der Aussenfassade erreichen und das ginge nur mit Holzfaserdämmplatten von 160mm Stärke.
Plus Hinterlüftung,Lattung und Douglasienholz hab ich Sorge, dass ich meine Fenster gar nicht mehr wieder finde.

Gibt es irgendwelche preisgünstigen Alternativen ?
Leider ist das Haus doch in schlechterem Zustand als vorher von allen bei Besichtigung vermutet, deshalb muss ich zunächst preiswert und dann möglichst ökologisch denken.

Für freundlichen Rat ohne Polemik und Grundsatzfehden wäre ich herzlich dankbar !
Grüße, Pedro



Dämmung Fachwerk



Sie müssen nicht.
Ehe ich hier in große Erklärungen verfalle:
Am besten Sie lagen sich die EnEv selber aus dem Inernet (ist kostenlos) und opfern ein paar Stunden zum Lesen.
Dann überdenken Sie noch mal Ihr Sanierungskonzept; besser Sie suchen sich einen Planer, der das gemeinsam mit Ihnen macht.

Viele Grüße





Aufgrund ihrer Nachricht vermute ich mal, Sie tun so etwas ?
Das Haus steht in Remscheid...



Sanierungskonzept



Ja, ich mache so was.
Es gibt noch einige Mitglieder hier, die so was auch machen und nicht ganz so weit weg sitzen. Benutzen Sie einfach mal die Suchfunktion!
Wenns nicht anders geht, fahre ich auch zu Ihnen.

Viele Grüße



Konzept



Hallo

Den Ausführungen von Herrn Böttcher ist nichts hinzuzufügen:

Sanierungskonzept erstellen (lassen)
Dann Sanierung!

ENEV "ganz" lesen und ganz verstehen hilft schon auch.

Gutes Gelingen

FK



...



Hallo Pedro,

nach dem was Du bisher schreibst, soll Deine Fassade nach der Instandsetzung nun gar keine Dämmung mehr haben. Nun gut, Du wirst Deine Gründe haben, und sicher auch an die Folgen für das Wohnklima im Winter gedacht haben.

Der bisherige Aufbau war sicher nicht hilfreich für die Haltbarkeit des Fachwerks. Es geht aber auch Anders! Wenn Du Dich hier im Forum umschaust wirst Du viel darüber lesen können.

Die ENEV gibt's im Übrigen z.B. hier:
http://www.enev-online.org/enev_2009_volltext/index.htm


Noch zum Thema PUR-Dämmung. ... Diese ist mit Nichten "diffusionsoffen", wie Du schreibst, auch "ohne Alufolie". Weitere Infos zum Thema PUR findest Du unter anderem hier:

http://service.enev-online.de/bestellen/ivpu_080402_waermedaemstoffe_aus_pur.pdf

Für den geplanten Warmdachaufbau mag das erstmal nicht weiter kritisch, nur scheint mir Daß Du hier noch ziemlich am Anfang stehst mit Deiner Suche nach einer Dämmlösung. Neben einem Planer hilft da nur Lesen, Lesen, Lesen.

Gruß aus Berlin,



...



... das mit der Holzfaserdämmung klang bisher wie: ... Muß das denn überhaupt? ...

Alternativ zur reinen Außendämmung läßt sich auch von innen dämmen. Günstiger wird es aber dadurch vermutlich nicht und es ist Bauphysikalisch anspruchsvoller. Für die Holzfaserdämmung außen wird es vermutlich einer Tragkonstruktion aus Holz o.ä. bedürfen. Warum also nicht die Fenster dabei in die Dämmebene verlegen, wenn die tiefe Laibung stört. Alternativ anschrägen nach den Seiten (na ja, Geschmacksache). Um die Kosten durch die Holzfaser zu drücken bieten sich evl. noch andere Dämmstoffe wie Hanf oder diverse Einblasdämmstoffe an.

Gruß aus Berlin





Von innen Dämmen schliesse ich aus verschiedenen Gründen aus. Der Rest wäre ja wieder eine Kostenfrage. Jetzt sind die Fenster dort wo sie sind... das kostet nichts. Noch eine weitere Baustelle aufmachen wäre nur sinnvoll, wenn ich dabei gleich die Fenster erneuere, oder?
Und Dämmstoff einblasen kann ich nicht selbst. Also kämen ja Kosten einer Firma dazu.
Ob Hanf bei geringerer Dicke eine kostengünstige Alternative mit ähnlichen Eigenschaften wie Holzdämmplatten ist prüfe ich mal.
Danke!



...



Nicht falsch verstehen! Auch bei Hanf wird die Dämmstärke nicht deutlich runter gehen. Die Gestehungskosten sind aber ggf. geringer.

Gruß aus Berlin,





Keineswegs !
Ich bin um jeden Kommentar froh !
Deshalb Suche ich ja Rat in der Community wegen der vielen verschiedenen Erfahrungen.
Es gibt tausende von vergammelten Häusern, und alle hatten einen Architekten, Zimmermann etc..
Die Vielfalt gibt meist eine Lösung.
Evtl. hatte ja jemand das gleiche Problem und liest meine Frage und hat guten Rat.
:-)



Moin Don Pedro,



wir haben 16cm Flockendämmung + 4cm HWP und das ist nach meinen Recherchen deutlich günstiger als Massive HWP.

Da wir Dach und Wände ausgeflockt haben kamen wir auf 49,-€ netto p. m³ fürs anliefern und einblasen lassen.

Guck mal bei isofloc.de oder climacell.de nach einem Fachbetrieb in deiner Nähe und lass dir ein Angebot machen. Dat kost nix.

Gruss, Boris





Danke !
Rechne ich auch mal durch.
Und erst mal schauen, was das heisst.. "ausflocken"





Nach erneuter Suche bin ich nun hoffentlich etwas weiter.

Der Rat mit Hanf und Holzfaserplatte in Kombination scheint wohl am sinnvollsten. Aber besser als einblasen gefällt mir die Stopfvariante.
Das würde heissen, ich verzichte auf Folie, ...direkt auf die Fachwerkwand kommt eine Verlattung mit genug Hohlraum für Stopfhanf, darüber Holzfaserplatte, darüber wieder Lattung mit Luftraum zur Hinterlüftung und darauf dann die Deckelschalung.. ?


Jetzt frage ich mich noch, wie dick der Hanf gestopft wird, wieviel ich pro qm brauche und was für einen Wärmewert das mit den Platten zusammen bringt..

Und darüber hinaus bin ich verunsichert, ob das mit der PUR Dämmung als Aufsparrendämmung ok ist. Der eine sagt prima,solange es die ohne Alufolie ist... der andere sagt hat im Fachwerk generell nix zu suchen..



...



Hallo Don Pedro,

Deine Aufdachdämmung hat erstmal mit Fachwerk nichts zu tun!

Dein Problem ist generell, daß Du bei reiner Aufdachlösung für die heute vorgeschriebenen Dämmwerte Minimum etwa 16cm Dämmung auf die Brettschalung legen müßtest. Darauf dann Lattung und vermutlich Dachziegel (Nehme an, wir reden über Steildach). Die Traglattung für die Ziegel müßtest Du dann durch die 16cm Dämmung schrauben, was nicht sonderlich solide scheint. Bin mir auch nicht sicher, ob das bisher überhaubt einer so macht! Hab da aber auch nicht so den Überblick.

Dazu kommt, daß PUR wie bereits erwähnt mit nichten diffusionsoffen ist ( mit und ohne Alufolie ) heißt also, daß sich evl. zwischen Dämmplatte und Brettschalung bildendes Schwitzwasser nicht weg kan. Nun kann man zwar sicher mit allerhand Folien hier und da einen Aufbau hinbasteln, der sogar funktionieren mag. Die Frage ist aber, wie Fehleranfällig ist so eine Konstruktion. ... Meine erste Wahl wäre es jedenfalls nicht!

Zum Wandaufbau:
"Das würde heissen, ich verzichte auf Folie ..."

Was meinst Du mit Folie? Eine Dampfsperre oder Bremse hätte bei Deiner geplanten Außendämmung ohnehin nichts zu suchen. Dein Aufbau sollte bei Verzicht auf Kunstoffdämmung ( ... die dort dann im Fachwerk wirklich nichts zu suchen hat ... ) hinreichend diffusionsoffen sein. Etwas anders verhält es sich mit der Außenseite deiner Dämmung. Hier gehört entweder eine diffusionsoffene Fassadenbahn oder aber entsprechend Fassaden-geeignete (wachsbeschichtete) Holzfaserdämmplatten hin. Dann darauf die Lattung für Hinterlüftung und Holzverschalung wie geplant.

Gruß aus Berlin,





@Stephan
Zunächst Danke für die umfassende Antwort !
So meinte ich das.. Ich werde also prüfen, was für mich preiswerter erscheint, beschichtete Faserplatten oder unbeschichtet, dafür aber zusätzlich eine dampfoffene Folie.
Ansonsten finde ich den Aufbau mit Stopfhanf sehr sympathisch. Ich kann die Dämmwirkung leider nicht berechnen, das verunsichert mich etwas.

Die PUR Aufsparrendämmung wurde mir vom Dachdecker und vom Händler abgenickt, mit dem Zusatz, ich könne keine WLG 0,24er Dämmung mit Alu nehmen, sondern 0,28er wegen der Diffusion und Fachwerk. Die Dämmung bekomme ich sehr günstig als 140mm mit Nut/Feder für 17,50€ den qm.
Da schien mir alles super.
Gäbe es denn eine vergleichbare Alternative ?
Muss aber Aufdachdämmung sein wegen des Umbaus.
Vielen Dank bis dahin !



...



Hallo DonPedro,

Nochmal! ... Deine Aufdachdämmung mit PUR hat nichts mit Fachwerk zu tun, und diffusionsoffen ist hier auch nichts! Wenn es aber unbedingt PUR sein soll, gebe ich Dir jetzt mal folgendes Dokument mit auf den Weg.

http://www.daemmt-besser.de/uploads/media/Planungshilfe_Steildach_03.pdf

Vielleicht kann Dich aber folgende Seite noch zu einem Umdenken animieren.

http://www.nachhaltiges-bauen.de/baustoffe/W%C3%A4rmed%C3%A4mmstoffe


Was die Berechnug der Stopfhanfdämmung angeht sprichst Du vielleicht am Besten mal mit möglichen Zulieferern. Es gibt im Netz zwar den U-Wert Rechner (http://www.u-wert.net). Die Frage ist aber wie verlässlich die Kennwerte hier hintelegt sind.
Vielleicht findet sich auch Einer mit dem Du bezüglich der Fassadendämmung noch in einen Erfahrungsaustausch treten kanst. Am Besten vielleicht über einen neuen Eintrag hier im Forum.

Gruß aus Berlin,



Moin Don Pedro,



die Flockendämmung kriegst du für 9,80,-/qm (bei 20cm)......

Sorry, das sind Milchmädchenrechnungen.

Entscheidend ist doch was dich z.B. dein Dach fix und fertig kostet und wie fehlertolerant der Aufbau ist, um Folgeschäden möglichst auszuschliessen. Sind deine Dachsparren so gerade, dass man die Platten sauber draufbringt?

Und ob Sichtbalken im Dachbereich tatsächlich das A & O sind, würde ich erst entscheiden, wenn das Dachgebälk gerichtet ist. Die Mischung aus alt und neu kann auch grauselig aussehen.

PUR bietet m.W. keinen brauchbaren Hitzeschutz im Sommer. Kennst du jemand, der das schon so gemacht hat?

Gruss, Boris





Hallo, Stephan..
Ich habe auch noch weiter geschaut und das hier gefunden:

http://www.baumarkt.de/nxs/913///baumarkt/schablone1/Waermeschutz-Berechnung-und-U-Wert-fuer-den-Bauherrn-verstaendlich-gemacht

Ich bin, wie gesagt selbstverständlich auch dafür, am besten alles nachhaltig, sinnvoll und so gesund wie möglich zu fertigen.
Ich muss ( nicht würde gerne) nur sehr knapp kalkulieren.
Ich Suche gerade nach einer günstigen Möglichkeit Hanf und Holzfaserplatten zu kombinieren und auf einen guten WLG Wert zu kommen. Und zwar jetzt sowohl für Dach als auch Wand..
Ich hoffe es geht.
Bis hierhin danke!
Ich melde mich wieder, wenn ich weiter bin.
Gruß, Pedro





@Boris
Alles richtig, was Du sagst..
Aber ich arbeite mich ja grad ein und das hilft mir hier alles.
Auch wenn ich noch Milchmädchenrechnungen mache, aber für mehr reicht es halt noch nicht..
Selber machen ist ja immer ein langer Weg.. Hat doch jeder mal angefangen.
;-)



@Don Pedro:



Ja, Nee is klar, ne? :-))

Ich hab auch erstmal 3 Monate rumgelesen und rumgefragt, bis ich überhaupt 'ne Idee hatte, was bei uns Sinn macht.

Wollt ihr euren Dachboden später ausbauen?

Gruss, Boris





Bei uns war das so, dass im Erdgeschoss eine Deckenhöhe von 2,60m und oben von nur 1,85m war.( Ich bin 1,95m gross 8-) Deshalb habe ich jetzt die Decke darüber (also den Dachboden mit Lehmwickeln und Dielen) herausgenommen. Als nächstes setzen dann die Zimmerleute die Mittelpfette und die Kehlbalken auf denen der Dachboden mal lag höher.
Dann habe ich vor, alle oberen Räume bis in den Giebel offen zu lassen, damit ich direkt in die Balkenanlage sehen kann.
Deshalb die Aufsparrendämmung..



Dann



brauchst du aber nen verdammt langen Staubsauger wegen der Spinnweben....

;-), Boris



Ich bezweifle,



daß mit Stopfhanf ein auch nur halbwegs homogener Aufbau der Dämmebene realisiert werden kann. Ich würde Holzweichfaserplatten andenken. Die DOSER DHD N50 hat einen Stufenfalz, in dem dann die Traglattung außen aufliegt und gleich die Montageebene für die Schalung bietet.

Wichtig ist der umseitige Abschluß der Dämmebene, damit kein Biotop draus wird.

Grüße

Thomas



Überschrift ist Mantra



"Dämmstoffsuche, Irrungen und Wirrungen"

Sie werden - wie alle anderen - KEINEN Faserdämmstoff finden, der das hält was er verspricht.

Alles nur Glauben und Trugbild.

Die Zeit wird es beweisen!

wie Sie schon schreiben:


Dämmstoffsuche, Irrungen und Wirrungen

FK



Lieber Florian Kurz,



was ich an Ihren Beiträgen schätze, ist Ihre immer wieder überraschende Detailverliebtheit bei Ihren ausführlichen Hilfestellungen hier im Forum.

Kann man echt drauf bauen.

Grüße

Thomas



Gebetsmühlenartig,



undifferenziert und pauschal jeden Faserdämmstoff die Berechtigung abzusprechen halte ich für falsch.

Argumente Fotos oder Erfahrungsbereicht sind in diesem Zusammenhang hilfreicher.



Lieber Thomas Böhme



Wenn ich sehe, dass sich jemand mit dem Hammer aufs Knie hauen will, sage ich Ihm: "Lass das, es könnte Schmerzen am Knie verursachen"

Sie werden sagen: Nimm einen rostfreien Stahlhammer und desinfiziere ihn vorher, damit er sich nicht nachträglich infiziert - und das mit biologisch abbaubarem Mittelchen und Öko-Zertifikat.

Das sind halt unterschiedliche Sichtweisen - vielleicht hilft es dem einen oder dem anderen auf lange Sicht.
Denn ich denke, dass vor lauter Werten und anderen Taschenspielertricks den Fragern die Sicht aufs Wesentliche verstellt wird.
Und viele Zuschauer und Beileser können sich gut ein Bild von dem machen, was hier so geschrieben wird und abwägen was die einen und die anderen schreiben.

Hilfe zur Selbsthilfe könnte das sein …
… nicht nachbeten von Prospektinhalten

Jedem das Seine

idS

FK

P.S.

und hierzu:

undifferenziert und pauschal jeden Faserdämmstoff die Berechtigung abzusprechen halte ich für falsch

Antwort:
undifferenziert und pauschal jeden Faserdämmstoff der ein Bio-Touch hat hoch zu loben halte ich auch für falsch.
Ich spreche nicht den Stoffen die Berechtigung ab - sondern warne vor marketing mässigen Werbeversprechen, die sich nie und nimmer nachhaltig und die Substanz bewahrend bewähren werden.

Es will doch nur "gut verkauft werden" - sonst nichts.

Letzten Endes zahlt doch immer der Bauherr die Zeche - und der Handwerker wird zum Industrie-Handlanger (meine Rede schon seit Jahren) und der Planer zum Industrie-Junkie.
Ob nun mit ÖkoFasern oder Kunst-Fasern - das Prinzip ist das Gleiche.

Das gleiche kann man bei Strom sehen: ob der nun per Öko-Verordnung hergestellt wird oder aus dem AKW kommt - die Glühbirne brennt und der Stromschlag kann tödlich sein.



Und wenn Sie nun,



...lieber Florian Kurz, 'mal allgemeinverständlich und konkret die Parallelen zwischen dem Hammer auf dem Knie und der Holzweichfaserplatte an der Wand aufzeigten?

Echt neugierig

Thomas



Auch das ist richtig



"undifferenziert und pauschal jeden Faserdämmstoff der ein Bio-Touch hat hoch zu loben halte ich auch für falsch."

Aber es gibt da noch viel dazwischen, wie z. B ein Bauherr der sich mit unserer Einweisung mit Holzleichtlehm aus Ortlehm und Hackschnitzen aus dem Sägewerk seinen Neubau gedämmt hat.
Natürlich haben wir unsere Leistung verkauft aber....

Grüße aus Koblenz



Oha:



"Ich spreche nicht den Stoffen die Berechtigung ab - sondern warne vor marketing mässigen Werbeversprechen..."

Dann haben Sie aber nicht nur eine nebelhafte und sonderbare Formulierung gewählt, sondern auch noch das Thema verfehlt.

Dem Bauherrn ging's wohl nicht um Marketing und allgemeine Betrachtungen.

Grüße

Thomas



das ist sicher auch "richtig"



wenn Sie schreiben:
wie z. B ein Bauherr der sich mit unserer Einweisung mit Holzleichtlehm aus Ortlehm und Hackschnitzen aus dem Sägewerk seinen Neubau gedämmt hat.

Rein baurechtlich sind das nicht einmal zertifizierte Baustoffe mit dem "U"-Zeichen!

Aber ist es wirklich: nachhaltig und langlebig?
Oder nur ein gut gemeinter Versuch, der gut gehen kann oder auch misslingen kann?
Ich rede nicht von Wahrscheinlichkeiten oder von Normen oder von Stoffkennwerten - sondern von der Realität.

Da ist doch das "Selbstgestrickte" wie das marketing-mäßige ÖkoBio-Zertifizierte genau so ohne "Erfahrung" auf Nachhaltigkeit und auf Langlebigkeit.

Vieles kann ja auch "gut gehen" - aber: Wird es auch gut gehen? Wie stehen die Chancen, dass KEINE Substanzschäden auftreten - und das real mit Hand auf's Herz und nicht mit schön gerechneten "Erwartungen" und Biogefasel.

Die Substanz ist das A und O des Hauses - und wenn die Verschütt geht ist alles "Energie-Eingespare" doch für die Katz - das ist vielleicht für den Moment ganz nett und "en vogue" aber ist es auch auf lange Sicht zuträglich.

Vom Prinzip her: Schauen Sie sich doch die Bauten nach 1950 an - ab da gings doch bergab. Selbst die meisten Magermilchhütten direkt nach dem Krieg sind besser als die Buden, die jetzt aufgestellt werden. Keine dieser Bauten werden den 100sten Geburtstag erleben. Das mag der Industrie und machen anderen Profit und etwas Lohn einbringen - aber der Gemeinschaft Kapital rauben.

Ich sehe halt manches etwas kritischer als andere - aber

die Zeit wird die Wahrheit auf den Tisch bringen

idS

frohes Schaffen und gutes Gelingen

FK



OK,



wenn der Dämmstoff als "Industrie-Handlanger" verkauft wird ist das nichts, Holzleichtlehm selbst hergestellt, und ich habe mit diesem Material wirklich sehr viel Erfahrung ist auch nicht das richtige.

Übrigens wird das Materail als aufwendig in der Verarbeitung aber auch als sehr sichere Variante eingestuft. Passt aber auch nicht.

Natürlich kann der Einsatz unter schlechten Rahmenbedingungen schiefgehen, aber dann liegen andere Probleme an, die nicht durch den Dämmstoffeisatz verursacht werden.

Grüße

Also doch pauschaler Faserdämmstoffgegner?

Grüße



Ja oder und und Nein



Wenn Sie damit Erfahrung haben ists ja gut und schön für Sie und für den Bauherrn.
Allerdings ist ja Holzleichtlehm auch nicht übermässig als "Faserdämmstoff" zu bezeichnen.

Dann kommt noch die Verwendung als "Innen- oder Außenbaumaterial" dazu und wer udn wie das Zeug verarbeitet wird.

Man kann bei ALLEM viel richtig machen - aber auch viel falsch.

Letztendlich ists ein Risiko solche "neuartige" Produkte zu verwenden, da einfach keine Langzeit-Untersuchungen vorliegen.
Und je neuer und komplexer die ganzen Aufbauten und Anschlüsse sind werden auch die Risiken grösser.
Einfach mit offenen Karten spielen!

Ich denke: Sie wissen was ich meine!

Den Beilesern bleiben meist nur die Stichworte im Gedächtnis und nicht die Komplexität der Aufbauten und die Risiken auf lange Sicht.

idS

FK





He, Leute.. Das hilft mir alles gar nicht..
Wie bereits oben eingangs erwähnt: Bitte keine Polemik und Grundsatzfehde.
Ihr könnt Euren Zwist ja mal auf nem Fussballplatz klären.
Bis dahin wäre ich dankbar wenn Ihr Vorschläge oder Erfahrungen an mich richtet und versucht aus eurem jeweiligen Erfahrungsschatz zu berichten. Das denken und entscheiden übernehm
Ich dann gerne zum Teil selbst..
Handwerkliche Grüße,
Pedro



@ F.Kurz



Mal eine Zeitreise für Herrn Kurz.

... Tausende Jahre zurück! Die Entdeckung des Ziegelsteins ...

Glauben Sie wirklich, daß die Alten Meister damals gleich wusten wie etwas gut wird oder wie falsch? Oder ist es nicht so, daß Erfahrungen wachsen und zwar aus Fehlern.
Bin mir sicher, daß damals so einige Ziegelbauten in sich zusammengekracht sind bevor man wußte wie damit umgehen.


Der große Vorteil von heute wäre, daß sich Informationen über Falsch und Richtig schnell verbreiten ließen und somit die Lernkurve steiler verliefe. Sie hätten hier die Chance auf wirkliche Fehler hinzuweisen! ... Tun Sie aber nicht, da Sie mit Ihren Antworten immer im Spekualtiven verbleiben.



@Stephan



Hallo

Sie schreiben:

Glauben Sie wirklich, daß die Alten Meister damals gleich wusten wie etwas gut wird oder wie falsch?

Glaub ich nicht!
Aber das "richtig" und "falsch" hat sich herausgebildet und das "richtig" wurde übernommen und hat sich überliefert.

Heutzutage werden Interessen gebündelt und protegiert, subventioniert und gesetzlich vorgegeben ohne dass das Regulativ des "richtig" und "falsch" eingreifen kann.
Nach aussen wird Offenheit und Wissenschaflichkeit auf's Plakat gemalt und hinten rum gehts nur um Marktinteressen und NICHT um Qualität am Bau für den Bauherrn.

Ihr Glauben an die Informations-Schnelligkeit ist rein "Katholisch". Denn wer die Masse beeinflusst hat immer recht.
Einerseits dies und andererseits werden die "Frager" mit Infomüll aus allen Kanälen vollgemüllt, sodass sich ein richtiges Wissen nicht herausbilden kann.

Die Dirigenten sitzen und zählen die Dollars - das Wahlvieh darf wählen und zahlen.

Das "Gute" im Bauwesen ist schon lange erfunden - seit Jahrhunderten!

FK



So ein Quatsch!



"Das "Gute" im Bauwesen ist schon lange erfunden - seit Jahrhunderten!" Was Besseres kann's also nicht mehr geben?

Wenn die Altvorderen so kleingeistig und fantasielos wie Sie, Herr Kurz, gewesen wären, hätte es das "Gute" nie gegeben - die wären in Ihren Höhlen geblieben und hätten nie was anderes als Nüsse und sandige Wurzeln gemümmelt. Aus und Ende, nix Heine, Einstein, Zappa.

Bislang lebte die Baukunst von der Weiterentwicklung, die Einbeziehung neuer Materialien und die Berücksichtigung veränderter Ansprüche und Erfordernisse. Vieles von dem, was früher gebaut wurde, ist inzwischen eingefallen, verfault. Mit den Baufehlern der Altvorderen und unvollkommenen alten Techniken und Materialien ist jeder restaurierende Baubetrieb vertraut.

Grüße

Thomas





Amen !
Und jetzt vielleicht mal wieder was konstruktives...?



Nun,



konstruktive und verwertbare Hinweise widersprechen offenbar den Grundsätzen des Einen oder Anderen hier im Forum.

Mein Vorschlag: siehe oben.

Grüße

Thomas



Moin Don Pedro,



hoffentlich hast du Verständnis dafür, dass hier etwas interne Beitragspflege angesagt ist, wenn verdiente Mitglieder dauerhaft zu verkalken drohen...;-)

Mein Vorschlag an dich wäre einen neuen, konkreteren Thread zu starten z.B. "Was für Möglichkeiten gibt's für eine Aufsparrendämmung?"

Der Gaul hier ist schon etwas niedergeritten.....

Gruss, Boris





Ja, Danke, Boris.. wird das Beste sein.. :-(


Als Abklang mal noch eines an die anderen Mitglieder:

Überprüft Euch doch mal auf Folgendes....

Der ganze Thread wurde gestartet, weil jemand Hilfe und Verbesserung suchte..

Ein zwei lakonische Kommentare Marke " such dir nen Architekten" kann ich noch verstehen, weil es ja bei genauer Betrachtung tatsächlich meist sinnvoll ist. Wenn auch nicht in jedermanns Budget.. Deshalb wird ja in Foren um Rat gefragt und nicht gleich in die Werkstatt gefahren.
Das ist überall so.
Ausserdem.. das hatte ich bereits geschrieben, haben die meisten vergammelten Fachwerkhäuser auch irgendeinen Bauplaner oder Architekten gahabt, der teuer bezahlt wurde und nach seinem besten Wissen beraten hat. Also...

Ich wollte einen Austausch an Tips um selbst zu entscheiden, weil ich das für sinnvoller hielt.

Desweiteren finde ich es erschreckend, wie hier, ohne auch nur die Bohne auf das Problem einzugehen, polemisiert wurde.

Ihr lieben Forenschreiber.. Guckt Euch mal eine Bundestagsdebatte oder Polit-Talkrunde an an. Da geht es genauso zu:
Keiner versucht wirklich den Menschen zu helfen, sondern jeder schimpft nur auf die Lösungen und Ansätze der anderen Partei, um selbst seine Partei oben zu halten. Ohne Sinn und Verstand oder Reflexion. Der kleine Mann mit den Problemen ist der Doofe.
Ihr seid genauso ! Und sicher sitzt Ihr dann abends vor dem Fernseher und wettert über die Politiker, die Euch euer sauer verdientes Leben kaputt labern...
Nachdenken, Freunde !
Veränderung fängt zuhause an !

Anbei Dank an die wenigen, die sachdienlich versucht haben zu helfen !!

Gruß, Pedro



Hier noch...



...ein link zu DOSER. Das ist nicht ganz Dein Aufbau, aber Du könntest Dich dort beraten lassen.


http://www.doser-dhd.de/fileadmin/user_upload/bilder/dhd/data/verputzsystem/DHD_Altbausanierung_10.pdf

Grüße

Thomas