1. Lösungsansatz zur Komplettsarnierung

25.08.2010



Hiho Community :)

im folgenden möchte ich gerne einmal das grundlegende sarnierungskonzept für unser 3-familienhaus vorstellen und hoffe auf ein wenig resonanz und verbesserungsvorschläge bezüglich unserer lösungsansätze...

wir stehen kurz vor dem erwerb eines mfh baujahr 1910. Keller ist trocken und Dachstuhl zu 90% in ordnung.
3 we: eg 110m², og 133m², dg 98m²

folgende vorhaben sind in der planung:

01. sarnierung Holzbalkendecke als holz-beton-verbunddecke mit einbindung in das Mauerwerk (erhaltung der ausfachung und zusätzliche geschoßdeckendämmung)zwecks minimierung tritt- und luftschall und schimmend verlegtem estrich
02. 2-fl. Holzfenster mit kreuzsprosse und 3-fach verglasung
03. aussendämmung wlg 022 webertherm ultra plus in der stärke 90mm bis 30 cm unter Kellerdecke
04. Innendämmung der straßenseitigen außenwand (wg. denkmalschutz) mittels 100mm rockwool-dämmung wlg 035
05. Wärmepumpe buderus wps 14 mit tiefensonde (5x60m) und lüftungssystem mit wärmerückgewinnung
06. Innenputz der wände bzw. Fliesen im nassbereich
07. abhängen der decken mit Rigips um 15-20 cm im eg und og für Einbau lüftungssystem (raumhöhe dann noch 2,70)
08. einziehen Zwischendecke im dg bzw. Dämmung der vorhanden oberen geschoßdecke und Installation des lüftungssystems auf selbiger
09. lädierte Dachsparren austauschen und zusätzliche lüftungshauben für zirkulation im Kaltdach installieren
10. komplette fbh unter holzfussboden verlegen
11. neue e-installation
12. neue sanitärinstallation
13. pultdach auf Flachdach ändern für eine dachterasse mit entsprechender flachdachabdichtung

für allgemeine anregungen, hinweise und kritik, sowie bemerkungen hinsichtlich zu erwartenden schwierigkeiten zu einzelnen, aber auch gern allen punkten wäre ich euch dankbar! :)

fragen zu den einzelnen punkten werde ich dann sicherlich reichlich an euch haben, wenn die marschrichtung für die jeweiligen vorhaben feststeht. bis dahin lg an alle die dies lesen und was dazu zu sagen haben...

hoffe auf so manchen kreativen denkanstoß - bis dahin...

der 3rz3ng3l



Punkt für Punkt



Hallo
Ist das IHR Konzept oder hat das ein Fachmann erstellt?
Wenn letzteres: ziehen Sies durch und nehmen Sie Ihn in die Regresspflicht, wenns schief geht!
Meine Meinung:
Pkt. 1: Nicht unbedingt schlecht - Planung und Ausführung sehr komplex
Pkt. 2: überzogen
Pkt. 3: Nein - bringt nicht das was Sie sich erhoffen
Pkt. 4: Nein - um Gottes Willen!
Pkt. 5: zu anfälliger Hightech rate ich ab
Pkt. 6: Putz: Luftkalk - wenigst Fliesen
Pkt. 7: Lüftung und Verkeimung mal googeln - würd ich nicht machen: Kosten-Nutzen-Risiko
Pkt. 8: s.o.
Pkt. 9: i.O. Vorsicht bei Ausführung
Pkt. 10: Nein
Pkt. 11: Ja
Pkt. 12: Ja
Pkt. 13: Jain Vorsicht bei Planung und Ausführung!

Alle Punkte noch mal kritisch hinterfragen - dann alles richtig planen lassen - dann ausführen lassen.

Dazu folgendes:

Zitat aus: Max Hartmann: Taschenbuch - Hochbauschäden und -fehler - Stuttgart, 1964 - ©beim Verlag

Die Ursachen, die bei einem Bau zu Mängeln und zu Schäden [ … ] führen können, sind sehr vielseitig.
Sie lassen sich in 3 Hauptgruppen einordnen.
- Planungsfehler
- Gütemängel der verwendeten Baustoffe, fehlerhafte Verarbeitung
- mechanische, chemische oder biologische Einflüsse auf konstruktiv und stofflich einwandfreie Bauteile

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum zu glauben, dass Planungsfehler ausschließlich in den Verantwortungsbereich des Architekten gehören. Es können auch schuldig oder mitschuldig sein:
- der Bauherr
- die Sonderfachleute (Ingenieure für Statik, Sanitär, Elektrik, Lüftung, Akustik, …
- der ausführende Unternehmer
(Baubehörde, unausgereifte Verordnungen und Gesetze)

Ohne genaue Kenntnis der Baustoffe, ihrer Eigenschaften und Eigenheiten kann kein Bau technisch und wirtschaftlich einwandfrei errichtet werden. Mangelhafte Kenntnis kann zu Verlusten an Geld, Baustoffen und Arbeitsaufwand führen. Zu geringe Anforderungen an die Baustoffe, ihre falsche Anwendung ohne Berücksichtigung der Konstruktion und der äußeren Einflüsse sind Ursache von vorzeitigem Verschleiß, Mängeln und Schäden; übertriebene Anforderungen führen zu Vergeudung von Material und Arbeit.

Der Bauherr begeht große Fehler, wenn er
- der Planung und der Bauausführung zu wenig Zeit lässt
- mit der Planung keine geeigneten Fachkräfte beauftragt
- am falschen Platz sparen will
- ohne genügende Planung zu Bauen beginnt
- während des Bauens ändern lässt oder sich in das Baugeschehen unzweckmässig einmischt


FK



richtige Baustoffwahl



zu 3, 4 und 7 Hier sehe ich die Notwendigkeit, eine sehr sorgfältige Baustoffauswahl zu treffen. Aussen- und Innendämmung aus syntetisch hergestelltn Dämmstoffen funktioniert an alter Bausubstanz nicht.
Auf eine künstl.Lüftungsanlage würde ich komplett verzichten, bei vernüftiger Baustoffwahl funktioniert dies auch ohne.

Grüsse Thomas



Punkt für Punkt...



...kann man dem Herrn Kurz nur beipflichten!
Sinnvoll und vor allem wirtschaftlich ist sicher was ganz anderes.
Wie dick sind die Außenwände?
Aus welchem Material bestehen sie?
Bei sorgfältiger Planung mit einer Strahlungsheizung, bleiben die Kosten gering und Sie können auf die Außen- u. Innendämmung verzichten.





Diese Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung setzen eine luftdichte Gebäudehülle voraus. Wohnen im Plastikbeutel, sozusagen.
Das im Altbau zu realisieren ist kaum möglich und kaum sinnvoll. Ausserdem funktioniert es nur im Sinne des Erfinders, wenn man die Fenster dauernd geschlossen hält. Bei Mietwohnungen ist das wohl nur zu erreichen, wenn man die Fenster nicht öffnen kann.

Die Geschichte mit Strahlungsheizung statt Dämmung hatten wir hier schon mal ...



Es geht nicht um Geschichten...



...Herr Paulsen!
Es geht um die sinnvollste Heizungsform!
Und da geht an der Strahlungsheizung kein Weg vorbei.
Vielleicht haben Sie ja eine bessere Heizungsform!



Grundsätzlich:



Ein ganzes Sanierungskonzept gehört nicht hierher. Sie bekommen entweder unverwertbare Rundumschläge und höchst individuelle Meinungen wie z.B. von Herrn Kurz, oder es wird unübersichtlich, weil jeder zu was anderem schreibt.

Ich möchte mich nur zu 2 Punkten äußern: Den Willen Gottes wird man im Baugeschehen kaum antreffen, Punkt 4 ist, entgegen dem "kurzen" Statement, durchaus ausführbar, und in Verbindung mit einer Wandheizung auf Holzweichfaserplatte in Lehmputz auch effektiv.

Wenn Sie Punkt 1 nur machen, um Punkt 10 realisieren können (Heizestrich), hier der Hinweis, daß eine massive Dielung auf einer FBH in Trockenbauweise errichtet werden kann. Wichtig ist hier im Vorfeld Klarheit, damit sie nicht mit den Aufbauhöhen Probleme bekommen. Link hierzu: www.ripal.de

Ein Rat: Sie werden ohne sanierungserfahrenen Planer kentern. Peter Garkisch von Dritte Haut Architekten in Berlin, leicht ergoogelbar und auch Community-Mitglied, wäre ein kompetenter Ansprechpartner.

Viel Erfolg

Thomas



@ Herrn Jaskulski



Auch eine Strahlungsheizung, die in vielen Fällen die beste Lösung darstellen wird, ersetzt nicht die maßvolle Dämmung.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Jens Paulsen schrieb "Strahlungsheizung STATT Dämmung". Das sind tatsächlich Geschichten, die die Glaubensfähigkeit leicht überstrapazieren.

Grüße

Thomas



Sanierungskonzept



Für mich ist das kein Sanierungskonzept, sondern eine mehr oder weniger zufällige, in sich nicht abgestimmte Aneinanderreihung von Einzelmaßnahmen.

Eines haben diese Maßnahmen zumindest gemeinsam:
Sie sind völlig überzogen und ausnehmend teuer.
Das ist ein Geld- und Gebäudevernichtungskonzept.


Nehmen wir Punkt 1.
Natürlich kann man Einschubdecken mit einer Betonplatte als Verbundkonstruktion ertüchtigen, so erhöht sich die Tragfähigkeit.
Das ist in einem Wohnhaus überflüssig; die Tragfähigkeit der klassischen Deckenkonstruktionen reicht völlig aus.
Falls etwas defekt ist, kann man es reparieren; z.B. einen Balkenkopf austauschen.
Für Holzbalkendecken gibt es speziell entwickelte Fußbodenheizungen, ein schwerer Heizestrich ist nicht erforderlich. Im Nassbereich kann man mit Gußasphalt arbeiten, alternativ mit Entkopplungsmatten unter Fliesebelag.

Punkt 2:
Ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung ist aufwändig zu installieren, teuer, bedarf ständig Energie und Wartung, sonst mutiert die Lüftung zur stinkenden Keimschleuder.
Eine Refinanzierung über daraus resultierende Mieteinnahmen ist praktisch unmöglich. Sowas ist nur sinnvoll und notwendig für innenliegende Bäder.
Wärmerückgewinnung bedeutet praktisch ein Hypokaustheizungssystem, sonst blase ich den Leuten im Winter kalte Luft in die Zimmer.
Von den Problemen bei der Heizkostenabrechnung will ich gar nicht erst anfangen.
Wärmerückgewinnung über Abluft ist nur für eine Einheit wie im EFH sinnvoll, hier wenn die Wohnung des Hauseigentümers unterm Dach liegt und er sich praktisch mit der Abwärme seiner Mieter versorgt.

Punkt 4: eine Katastrophe. Innendämmungen werden nicht nach Gefühl geplant und sehen heute anders aus.

Damit will ich es bewenden lassen.
Suchen Sie sich einen Fachmann, der mit Ihnen dieses Konzept überarbeitet, die Einzelmaßnahmen im ganzheitlichen Zusammenhang sieht und Ihnen einen Kostenrahmen dafür nennt. Damit gehen Sie zur Bank.
Wenn die Finanzierung gesichert ist, kommt die Genehmigungsplanung, die Werkplanung und die Ausschreibung/Vergabe.
Dann können Sie anfangen.

Viele Grüße



Wanddämmung



Falls das nicht 104%klar war, den ursprünglich vorgeschlagenen Wanddämmungsaufbau halte ich nicht für empfehlenswert, eine richtig ausgeführte ID schon.

Grüße

Thomas



Herr Böhme...



... was ist maßvolle Dämmung?
Angenommen, der Fragesteller, hat eine massive Außenwand von ca. 40cm.



Klare Antwort,



Herr Jakulski: 42

Bitte arbeiten sie noch etwas an der Frage.

Im übrigen sollten wir nicht so tun, als hätten wir eine Glaskugel. Eine angemessene Dämmung richtet sich nach dem Wandaufbau, unter anderem. Ich werde den Teufel tun, und hier Dutzende Lösungsvarianten einstellen. Der Fragesteller braucht einen Fachplaner, und dessen Arbeit können weder Sie, noch ich übernehmen.

Grüße

Thomas



Da der...



...1.Lösungsansatz zur Komplettsanierung



...ganz und garnicht passt....



...und der Fragesteller, nach Anregungen, Hinweisen und Kritik fragt, bekommt er Antworten!
Und wenn Ihnen, Herr Böhme meine Antworten nicht passen,
dann einfach wegbleiben.



Lieber Herr Jakulski,



auch wenn Sie Ihren Vierzeiler über 4 treads zerren (fleißiger Punktesammler?) bestimme ich meinen Aufenthaltsort im Netz, und nicht Sie.

Weiterhin frohes Punkten wünscht

Thomas



Die oben genannte Sanierungvariante



pardon sieht mir sehr stark nach einer Standardsanierung aus.

Ich seh es nach wie vor so wie Herr Kurz, wenn komplett saniiert werden soll, muss eine vernünftige Planung her.
Es heist noch lange nicht wenn alle die Wände dämmen, dass es hier erforderlich ist. Ansatzpunkte zur VVerbesserung gibt es genug, auch ohne Innen und Aussendämmung. Meist liegt hier gar nicht der Hund begraben.
Eine Lüftungsanlage einzubauen ist in meinen augen keine gute Idee, da diese eine 100%ige Luftdichtheit zwingend erfordert, was bei einem Altbau schiergar unmöglich ist.

Grundsätzlich gilt, dass Masse immer noch besser ist, als eine herrvorragende WLG. Was bringt eine WLG von 028, 032, 035, wenn keine Speichermasse vorhanden ist und das im inneren Bereich.

Punkt 9-12 sind soweit erforderlich OK aber alles andere schein mir etwas zuviel des Guten.

Grüsse Thomas





@ Th. Kehle:
"Grundsätzlich gilt, dass Masse immer noch besser ist, als eine herrvorragende WLG"
Bitte nicht das eine gegen das andere ausspielen. Dämmung ohne thermisch träge Masse gibt Barackenklima, thermisch träge Masse ohne Dämmung ergibt hohen Verbrauch oder Häuser, die man nicht warm bekommt.
Richtig ist hingegen, dass mancher besser beraten wäre, bei Dämmstoffen nicht nur allein auf die magische WLG zu schauen. Einen oder zwei Zentimeter mehr Dämmung einer Dämmung, die viel Wasserdampf speichern und abgeben kann und mehr Masse hat, ist nicht nur beim Altbau allemal die bessere Wahl. Zumal alles mit WLG "besser" 040 sowieso Sondermüll ist.
Es ist kein Zufall, dass praktisch alle natürlichen Dämmstoffe bei 040 oder 050 liegen; hier hat die Natur eben alle wesentlichen Parameter und nicht nur den Wärmeleitwert optimiert. Zellulosefasern, Wolle und Kork gibts schon seit ein paar Dutzend Millionen Jahren, extrudiertes Polystyrol erst seit 1949.



Her Paulsen,



hier wird nicht gegeneinanderausgepielt, sondern lediglich nur aufgezeigt.
Wir sind ja der selben Meinung, aber etwas krasse Formulierungen rütteln auch manchmal wach.
Ich zeige nur auf, dass ein vernüftiger Wärmeschtz ohne dementsprechende Masse nicht funktioniert, siehe sommerlicher Wärmeschutz (Hitzeentwicklung) in vielen alten Dächern, die mit leichten Dämmstoffen gedämmt wurden.
Ausserdem sehe ich keine Notwendigkeit, z.B. auf ein starkes, massives mit Backsteinen gemauertes Mauerwerk einen Vollwärmeschutz anzubringen etc.

Grüsse



Herr Paulsen



Sie schreiben:

Zellulosefasern, Wolle und Kork gibts schon seit ein paar Dutzend Millionen Jahren

Das ist neu! Woher haben Sie diese Neuheiten?

In der Architektur- oder Baugeschichte gab es seit den Anfängen nicht eine Faser, ein Gespinnst die als Dämmung eingesetzt wurde, bloss in der JETZT-Zeit mit den grossen Zauber-Rechnern und den Lobbyisten, bilden sich die Leute ein, das Zeug zu brauchen.

Bitte manchmal bei den Fakten bleiben.

FK





Gut, bleiben wir bei den Fakten.

Architektur und Bauingenieurskunst gibts nicht nur in Europa, und sie wird nicht nur von Menschen ausgeübt.

Säugetiere und damit Wolle gibts seit dem Miozän, wahrscheinlich schon viel früher. Rinde und Zellulose ist schon aus der Steinkohlenzeit bekannt. Die Tiere und Pflanzen haben derartige Materialien nicht, damit wir sie verwenden können (dieses anthropozentrische Weltbild gehört ins Mittelalter), sondern für ihre eigenen Bedürftnisse.

Wann das erste Tier darauf gekommen ist, sich das Nest mit trockenem Gras weicher und wärmer zu machen, weiss keiner, es dürfte aber schon ein Weilchen her sein.
Wespen benutzen, wie jeder weiss, der sich dafür interessiert, selbst hergestelltes Papier in mehreren Lagen zum Bau ihrer Nester. Die Dämmwirkung ist dort nicht nur Nebeneffekt. Erfunden wahrscheinlich schon in der Kreidezeit.

Ötzi, die Gletschermumie aus dem Ötztal, trug vor über 5000 Jahren eine doppelte Jacke, gefüttert mit feinen Pflanzenfasern.
Die Verwendung von Torf im Bauwesen dürfte ebenfalls bis ins Neolithikum zurückgehen, genauso wie die Verwendung von Fellen und Filz als Zeltbaustoff. Darin lassen sich mongolische Winter gut überstehen. Die Erfindung ist alles andere als neu, und ich würde, müsste ich wählen, den Winter lieber in einer Felljurte aus dem 12. Jahrhundert als in einer Ritterburg aus der gleichen Zeit verbringen.

Soviel zum Thema "In der Baugeschichte gab es seit den Anfängen keine Faser". Die europäische Kultur war lange Zeit in der Verwendung natürlicher Hilfsmittel zum Überleben in einer ungünstigen Umwelt alles andere als führend. Sie ist es auch heute noch nicht. Sie ist hingegen im Ignorieren immer noch Spitze.



Fakt ist...



...wenn man die richtige Strahlungsheizungsform einbaut und dann Jahresverbrauchszahlen von unter 10 l/qm hat, dazu ein Wohlfühlklima, braucht man nicht über zusätzliche Dämmung nachdenken, weil unwirtschaftlich!
Das Institut für Umweltanalytik in Alpenrod plant solche
Strahlungsheizungen und hat damit erheblichen Erfolg.
Das "Problem" dabei ist, dass es so einfach geht, wenig kostet, wenig Platz wegnimmt, genau richtig für Menschen, die kein großes Budget haben.
Andere dürfen gern weiter in Dämmung investieren, hat sich ja "bewehrt", vor allem wirtschaftlich!



Fakten



Rinde dient Bäumen, … als Dämmung

Ihren schlagenden Argumenten kann ich nichts mehr entgegnen.

Sie haben gewonnen!

FK





Selbstverständlich ist Kork in der Rinde Wärmedämmung, allerdings gegen Feuer, was uns hier im mitteleuropäisch-dauerfeuchten Klima nicht geläufig ist, weil unsere Wälder natürlicherweise nicht brennen und die einheimischen Baumarten deshalb nicht an Feuer angepasst sind.

Schon mal durch einen abgebrannten Korkeichenwald gefahren? Die Korkeiche überlebt und treibt aus den schwarzgebrannten Ästen wieder aus, die anderen Baumarten sind hin.



Der eine sieht zu kurz,



ihm deucht wohl, die Geschichte dieser Erde begann erst damit, daß der erste Architekt zum ersten Bleistift fand. Der andere schreibt aus dem Internet Heizungstheorien ab, die auf die Spitze getrieben ja wohl bedeuten, daß es selbst in einem Karton kuschlig warm wird bei Verbräuchen von 10 l/qm (pro Stunde? :-)wenn, ja wenn die richtigen Rohre auf die Wand geschraubt werden.

Und ich lach mir einen Ast!

Grüße

Thomas



Herr Böhme...



...Sie schrieben unlängst: "Wer lesen kann ist klar im Vorteil" (25.08.)
-Jahresverbrauchzahlen- hat wohl nichts mit (pro Stunde) zu tun!
Passen Sie auf, dass der Ast nicht bringt!



Richtig...



lieber Herr Jakulski, das habe ich gelesen. Und da mir der direkte Zusammenhang zwischen der Ihrer Meinung einzig richtigen Heizungsform und dem von Ihnen benannten Jahresverbrauch schlicht lächerlich vorkommt (spielen da wirklich gar keine anderen Komponenten mit?), habe ich mir gestattet, kurz in den "Spott-Modus" zu schalten.

Ein bisschen Spaß darf schon sein, wenn man sich hier für lau durch abenteuerliche Theorien ackert.

Besonders herzliche Grüße

Thomas



Für die Anmerkungen...



und zahlreichen Kommentare erst einmal herzlichen Dank!

Um es im Vorfeld noch einmal klar zu sagen - das waren unsere ersten Ideen um überhaupt eine Grundlage zur Kalkulation des Finanzierungsbedarfes zu erhalten! Diese Vorstellungen stellen keine Ausführungsplanung dar. Wenn die Finanzierung steht werden natürlich Fachleute der jeweiligen Gewerke in die Planung und Ausführung mit einbezogen.

Für die in den Augen vieler vielleicht doch ein wenig überzogenen Maßnahmen stand die Absicht im Vordergrund das Objekt als KfW-Effizienzhaus zu modernisieren! Diese Absicht ist mitlerweile verworfen worden. :)
Trotz alledem stehen wir auf dem Standpunkt in Zeiten immer höher steigender Preise für fossile Brennstoffe etwas für die Senkung des Energieverbrauches bzw. für die Nutzung umweltfreundlicher Energiequellen tun zu wollen.

Ergänzende Angaben zum Bauwerk:

Ziegelmauerwerk in unterschiedlichen Stärken mit "Sauerkrautplatten" am Anbau als Dämmung. Prüfung auf 2-schaliges Mauerwerk wird folgen, um die Möglichkeit des Einblasens von Dämmmaterial zu prüfen.

Zu den Maßnahmen:

Da man ja bekanntlich 5 verschiedne Aussagen erhält, wenn man 5 verschiedene Leute fragt wollten wir mit den Angaben die Tendenz unserer Vorstellungen darstellen!

01. über und unter uns sollen Mietwohnungen entstehen! und ich möchte auf gar keinen Fall das Gefühl haben, das die Obermieter Foxtrott tanzen :D ...deshalb der Ansatz Holz-Beton-Verbund (auch Systeme mit Lewis-Schwalbenschwanzplatten stehen noch zur Diskussion), aber auch wegen Brandschutz
02. neuer Ansatz: 2-fach Verglasung mit warmer Kante
03. webertherm 022 aufgrund der geringen aufbaustärke in die engere Auswahl gefasst, um "Schießscharteneffekt" und damit weniger Lichteinfall zu vermeiden und eine zusätzliche Verlängerung des Dachüberstandes zu umgehen bzw. Einblasdämmung bei 2-Schaligkeit
04. wird entfallen bei 2-schaligem Mauerwerk bzw. bei Notwendigkeit fachgerecht ausgeführt
05. Erdwärme halten wir für innovativ! aber auch den Hinweis zur Strahlungsheizung werden wir aufnehmen und prüfen. Zwangslüftung entfällt!
06. wie gehabt
07. wie gehabt aber OHNE Lüftungssystem
08. wie gehabt aber OHNE Lüftungssystem
09. wie gehabt
10. fbh entweder im Estrich oder als trockenverlegung, sofern die Wahl auf ein entsprechendes Heizungssystem fällt (definitiv keine sichtbaren Heizkörper) ...mit Parkett bzw. Dielung als Bodenbelag
11. wie gehabt
12. wie gehabt
13. Vorgespräch mit Architekt zur Planung und Ausführung hat bereits stattgefunden

Soooo...na dann mal allen wieder viel Spaß beim zerreißen und gegenseitigem anflamen... ;)

der 3rz3ng3l :-P



Spiel frei,



sagte Werner. Aber da gab's keine 2. Halbzeit.

Ich mach lieber Wochenende.

Grüße

Thomas



Hmmm ...



3Parteienhaus, Hausbesitzer will in der Mitte wohnen.

Da sind die baulichen Probleme oft die geringsten.
Rechnen Sie bitte mal mit dem spitzen Bleistift durch, ob sich die baulich erforderlichen Massnahmen bezüglich Schallschutz und Haustechnik rechnen.
Zudem muss das Haus schon baulich so sein, dass die Parteien gut aneinander vorbeikommen.
Ich würde in so einem Haus nicht Mieter sein wollen - Hausbesitzer immer da und nur 2 Mietparteien, da krieg ich ja die ganze Ladung ab, wenn der pingelig ist. Je nach Person darf der alles und als Mieter darf ich nichts.
Hausbesitzer wollte ich so auch nicht sein, bei jedem Pups wird geklingelt, und was, wenn Mieter A sich über Mieter B beschwert, Sie aber mit beiden auskommen müssen, weil Sie ja auch da wohnen? Parkplätze, Mülltonnen, Waschküche, Garten, Besucher, Haustiere, Nebenkosten - der Streitmöglichkeiten sind viele.

Wenn schon, dann 3 Mietwohnungen machen und eine professionelle Verwaltung einsetzen. Da rechnen sich dann aber Häuser mit mehr als 3 Wohnungen besser, weil sich der bauliche und administrative Overhead auf mehr Parteien verteilt

Wohlverstanden: Ich unterstelle Ihnen persönlich nichts, da ich Sie ja gar nicht kenne, aber wenn Sie mal das Stichwort "Mieterstreit" oder "WEG-Probleme" googeln, merken Sie bald, dass sowas eben vorkommt. Und das ist, wenn Sie Pech haben, alles andere als lustig.



Zum Glück für Sie...



...sind das ja nachher im Ernstfall unsere Probleme! :) Und wenn man alles immer nur von der negativen Seite betrachtet, dann braucht man in seinem Leben nicht all zu viele Dinge beginnen, denn man könnte ja in sooo viele Gruben fallen...

Aber dennoch möchte ich kurz ein wenig wirtschaftlichen "Erguss" in einem handwerklichen Forum hinterlassen:

In das EG soll unser Büro (und die Option Vermietung dient der Absicherung marktwirtschaftlicher Unwägbarkeiten). JA, im Obergeschoß wollen wir selbst wohnen, da sich hier für unsere Familie der bestmöglich nutzbare Grundriß ergibt und eine private Rückzugsmöglichkeit mittels 50qm großer Dachterasse (mit nettem Blick über den See) entsteht. Somit bleibt eigentlich nur eine "echte" Mietpartei, und das wäre die Wohneinheit im Dachgeschoß.

Und was die von Ihnen angesprochenen (und mit Sicherheit nur nett gemeinten) Beispiele für Probleme und Streitigkeiten angeht kann man das auf jede Situation von nachbarschaftlichen Verhältnissen beziehen. Was wäre wenn...
..mein hund auf den Vorrasen des Nachbarn scheißt
..dem Nachbarn meine Gartenpartys zu laut sind
..die Äste meines Kirschbaums auf sein Grundstück ragen
..ich seiner Meinung nach zu oft den Grill benutze
..oder, oder, oder

und dies war jetzt auf ein EFH mit anstrengenden Nachbarn bezogen. Also einfach nicht immer alles Schwarz sehen! ;)
Denn vielleicht liegt die Vermeidung von Problemen einfach in der Kommunikation miteinander, und nicht am Leben nebeneinader...

Denn es geht auch anders! Wir wohnen derzeit noch in einer 5-Parteien Gemeinschaft, in der es noch NIE Probleme gab! Aber irgendwann kommt eben auch der Zeitpunkt an dem man sich Eigentum zulegen möchte, um nicht immer die anderen mit seiner Miete reich zu machen...

Und was den spitzen Bleistift betrifft, so sehe ich das nicht aus dem Blickwinkel eines Buchhalters! Hier geht es nicht darum den letzten Cent an Kaltmiete rauszuholen, oder die zu vermietdenden Wohneinheiten möglichst billig zu realisieren. Hier geht es darum möglichst qualitativ hochwertigen Wohnraum zu schaffen - und dies nicht nur für uns selbst. Das was mir dabei persönlich sehr am Herzen liegt, und da gebe ich Ihnen recht, ist der Schallschutz.

*schöne Überleitung zum eigentlichen Thema des Forums*

Für mich stellt sich immer noch im Vorfeld des Erwerbs und der nachfolgen Planung für die Modernisierung die Frage nach der Art des möglichen Aufbaus des neuen Fußbodens zur Minimierung der Schallübertragung. Vielleicht kann mir ja doch noch jemand hier die Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten aufzeigen.

Danke im voraus und noch nen schönen abend an alle..

der 3rz3ng3l



Punkt 1 Holz-Beton-Verbunddecke



Hallo 3rz3ng3l,
mein Schwager hat vor einiger Zeit ein älteres Haus renoviert. Hier war ebenfalls eine Sanierung der alten Holzbalkendecke erforderlich. Mein Schwager hat das Problem mit einer Holz-Beton-Verbunddecke gelöst und war damit sehr zufrieden. Behilflich war ihm dabei die Firma Elascon. Die sind wohl auf sowas spezialisiert. Du kannst Dich ja mal auf deren Homepage umsehen. Hier der Link: http://www.elascon.de/leistungen-produkte/holz-beton-verbund/sanierung-holzbalkendecke.html
Ich hoffe das ich Dir damit weiterhelfen konnte.
Mit freundlichen Grüßen
woody9