Wanddämmung für Boden/-Wandhz.

21.01.2010



Hallo zusammen!
Wir richten uns gerade einen Raum her, der naturgemäß sehr kalt ist (Wände: Außen (Doppelwand mit Hohlschicht), Diele und 2 ungeheizte Innenräume=> alles kalt bis kühl), dann aber beheizt werden soll, und zwar mit Wand und Fußbodenheizung (FBH ist schon drin). Wie dämme ich die Wände am besten, damit es warm genug wird?

Schonmal vorab vielen Dank,
Matthias



Wanddämmung



Hallo,

häufig praktiziert wird das Ausblasen der Hohlschichten mit flockenförmigem Dämmstoff. Davon rate ich ab, weil der zusammenfallen wird. Auch wenn das Gegenteil behauptet wird, es ist nur eine Frage der Zeit.
Haben Sie die Außenwände mit einer Wandheizung schon belegt ?
Dann sollten Sie hier nicht mehr dämmen.
Falls nicht, rate ich zu einer moderaten Innendämmung mit Holzweichfaserplatte: 4-5 cm, anschließend können Sie verputzen.
Das ist kein Energiesparhaus. Aber der Aufwand für eine Außendämmung mit versetzen der fenster, Verlängerung der Dachüberstände etc., kommt auf gut und gerne 130 €/m² Wandfläche.

Grüße vom Niederrhein



In dem Fall



ist eine Dämmung mit Holzweichfaser in Lehm gebettet und Wandheizung wohl die praktikabelste Lösung. Aber bitte keinen Overkill, max. 6 cm Dämmstoff, und darauf achten, dass Decken- und Fussbodenflächen im Verhältnis ebenfalls gedämmt werden sollten.
MfG
dasMaurer



Hier ging es um...



...eine Hohlwand!
Da ist ein Ausblasen mit Fasermaterial generell sehr kritisch zu betrachetn.
Soll heißen, dass es nicht funktioniert.
Hier wäre die Möglichkeit mit rein mineralischen Materialien zu arbeiten.
Vielleicht Liaver u.U.
Doch hier so aus der kalten heraus Ihnen eine Lösung zu offerieren, ist ketzerisch.
Die Lösung muss man sich an Ihrem Objekt erarbeiten und da spielt die gesamtheit Ihrer Lösungsvorgaben eine entscheidende Rolle.
Wanddurchgänge berechnen und die jeweiligen technischen Lösungen erarbeiten.
FBH würde ich eher nicht einsetzen, wenn, dann max. eine Temperierungslösung.
WH muss auch genau geschaut werden, ob und in wie weit möglich.
Also Fachbetrieb (-mann/-frau!) kommen lassen und vor-Ort nach der Lösung suchen.
Nutzen Sie ganz einfach hier die fachkopetenten Gewerblichen.

Viel Erfolg,
Udo MÜhle



Vielen Dank...



...für solch blitzeschnelle Antworten, toll!
Habe soweit alles verstanden. Auf lange Sicht müsste aus Heizkostengründen sicher das ganze Gebäude rundum gedämmt werden (wie würden gern langfristig auch von der konv. zur Boden-Wandhz. wechseln). Lohnt sich das ausblasen der Hohlschicht, oder sollte man von innen mit Holzweichfaserplatte die Außenwände dämmen?

Jedenfalls schonmal vielen Dank für das konstruktive Echo,
Matthias Menz

P.S.: Außenwand hat noch keine Hz.



Das ausblasen



der alten Luftschichten wird sich in der Praxis nicht vollständig durchführen lassen. Es gibt immer Bereiche mit durchbindenden Steinen, Mauerankern und Mörtelnasen. Und ab und an schmeisst der Maurer auch mal seinen leeren Flachmann darein ;-)). Das alles führt zu Wärmebrücken und wird den Dämmwert drastisch reduzieren.
Zum anderen wird dabei eine Kerndämmung hergestellt, bei der durch konstruktive Massnahmen das anfallende Kondenswasser am Fusspunkt nach aussen geführt wird. Beim Neubau wird eine Z-Folie eingebaut, nachträglich ist das nicht mehr durchführbar. Aufgrund der relativ schlechten Verbesserung und den potentiellen Risiken kann ich hier nur abraten.
Eine Innendämmung kombiniert mit Wandheizung bietet da wesentlich bessere Ergebnisse.
MfG
dasMaurer



@dasMaurer



Danke! Dann werde ich mal im Sommer den ersten Raum dämmen und "verwandheizungen" (s.o.) - und warte dann auf den nächsten Winter.

Dank unserm GPO-Ofen ist der Rest vom Haus ja warm, auch mit den ollen konv. Heizkörpern... :-)

LG,
Matthias Menz