Innendämmung mit WH oder Wandtemperierung

23.02.2009



Hallo zusammen,

in meinem EG will ich einen Raum mit ca.50cm starken Bruchsteinmauerwerk (Granit-Mauerziegelgemisch) zum Büro ausbauen. West- und Nordfassade.
Meine Frage ist, ob ich eine 50mm Holzfaserplatte als diffusionsoffene Innendämmung und darauf eine Wandheizung einbaue. Damit lasse ich die Wände etwas kälter und der Taupunkt liegt weiter innen.
Oder ich lasse besser die Dämmung sein und mache nur eine Wandtemperierung, dh ein Rohr in 10cm über FB und ein zweites Rohr in Brüstunghöhe. Damit ist die Bruchsteinwand warm und wie man mir sagte hat sie dann einen besseren Dämmwert. Bekomme ich den Raum so überhapt warm und zu welchen Energiekosten verglichen mit der 1. Variante?

Ich freue mich auf Eure Erfahrungen.

beste Grüße

Uwe





Hallo,

erst dämmen dann Heizen ist in diesem Fall richtig.
Die Wanddämmung spart Ihnen pro m² 0,8 W in der Stunde / Grad temperaturdifferenz (innen-außen), das sind bei 20:0 und 1.500 Vollbenutzungsstunden für eine typische 15 m² Wand
360 kWhim Jahr.
Was aber noch wichtiger ist: Sie können vor der Wand wieder leben ohne Verspannungen im Rücken zu bekommen, weil der Körper seine Wärme an die wand abstrahlt.

Grüße vom Niederrhein



Innendämmung



Hallo,
natürlich ist eine zusätzliche Dämmung sinnvoll, auch bei 50cm Mauerwerk. Ich halte es allerdings für empfehlenswert genau zu überprüfen, welche Stärke für den Wandaufbau zulässig ist um Baufehler, die bei Innendämmung häufig entstehen zu vermeiden! Auf jedenfall würde ich eine diffusionsoffene Ausführung empfehlen, da sich Systeme mit Dampfbremse nur selten Fehlerfrei im Altbau ausführen lassen. Eventuell würde ich überlegen, die Wanddämmung mit KOrkplatten in vergleichbarer Stärke in Vebindung mit einem Lehmputz oder Lehmbauplatten auszuführen, wobei Lehmbauplatten im Vergleich sehr teuer sind. Vorteil von diesem System ist die Sorptionsfähigkeit des Korks und des Lehms, die sich, ähnlich wie bei Gipsputz oder Kalkputz positiv auf das Raumklima auswirken, da sie überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen und bei geringer Luftfeuchtigkeit im Raum wieder abgeben. Ich habe allerdings keinerlei Erfahrungen bei Verwendung dieses Systems bei Mauerwerk, in Fachwerkhäusern mit Lehmausfachungen hat es sich allerdings bereits bewährt.
Gruß Wolf



Innendämmung



besten Dank für Eure Beiträge!

Zur Innendämmung noch folgende Nachfrage:

Welches Dämmmaterial ist für diffusionsoffenen Wandaufbau bei erdbrührtem Mauerwerk, das von aussen gesperrt ist, geeignet, dh fängt nicht an in der Wand zu schimmeln. Kann ich dafür Holzfaserplatten (organischer Stoff) nehmen?

Uwe



Innendämmung



Hallo,

für die Innendämmung sehe ich zwei vernünftige Möglichkeiten mit grundsätzlich unterschiedlicher Herangehensweise:
a) man schafft einen Wandaufbau, dessen Innenschale sorptionsfähig und kapillar leitfähig ist, also noch mit dem Bruchsteinmauerwerk funktional verbunden ist. Hier kommen Holzweichfaserplatte, Calziumsilikatplatte oder die multipor-Platte von Xella in Frage. Deutlich teurer werden schon Vormauerungen aus Kieselgur-Steinen. Den Kork mag ich nicht, weil er besonderen Anwendungen vorbehalten bleiben sollte, schließlich wächst er nicht unendlich nach und zur Zeit wird mit Korkeichen vorwiegend Raubbau betrieben.
b) man läßt die Bruchsteinwand Feuchte von außen aufnehmen und wieder abgeben und legt eine dampfsperrende Wärmedämmung davor. Hier kommen nur Schaumglasplatten in Frage. Dafür sind hochwärmedämmende Lösungen möglich.

Alle anderen Konstruktionen mit bahnenförmigen Dampfsperren sind anfällig für Schäden.

Zur Temperierung: Wandheizung von Außenwänden ohne Dämmung ist eine Maßnahme der Bauwerkserhaltung, wenn Holz in diesen Wänden ist, sie kostet aber Energie !
Der Dämmwert eines Materials ist eine Materialkonstante und daneben eine Funktion seiner Feuchte, sonst nichts.

Grüße vom Niederrhein

PS: Für Innendämmung erdberührter Wände würde ich bei Lösungen nach a die Calziumsilikatplatte, nach b die Schaumglasplatten in Bitumenkleber nehmen.



Innendämmung



Erfahrungsgemäß sind Innendämmungen bis 50 mm problemlos - wenn sie richtig gemacht wird (evtl auch drüber- das empfehle ich aber durchrechnen zu lassen)
Wir unterscheiden zwei grundsätzlich verschiedene Aufbauten
#Nassverfahren und Trockenverfahren.
Im Nassverfahren wird eine Lehmschicht aufgebracht in die im feuchten (!) Zustand eine 50 mm Schilfmatte eingedrückt wird. Darauf die Wandheizung mit Rohren und diese wieder mit Lehm eingeputzt.
Ohne lange Trocknungszeiten ist das Trockenverfahren.
Kanthölzer in der gewählten Dämmstärke anbringen, Thermo-Hanf Matten dazwischenklemmen, Dampf-BREMSE (nicht Sperre!) Lehm-Klimaelemente (Lehmplatten mit integrierten Heizrohren) Lehm-Feinputz -Fertig





Hallo Herr Glöckner
Mit dem Thermohanf habe ich das auch genau so vor. Kantholz und 4 oder 6 cm Thermohanf dazwischen und 15 oder 18 mm OSB Platten Stöße verklebt und Rigips. Keine Wandheizung. Hier im Forum wird die OSB aber als Dampfsperre im Thermohanf Prosbekt aber als Dampfbremse bezeichnet. Was denn nu???



Die Lösung mit Holzweichfaserplatten ist nicht die schlechteste,



hat nur den Nachteil, dass man fast nichts an die Wand hängen kann.
Als alternative kann man eine Vorsatzschale setzten, diese mit Ziegelgewebe bespannen und verputzen. Als Dämmung kann man Thermofill Perlite verwenden und erhält je nach Konstruktion eine weitgehend homogene Dämmfläche. Am verputzten Ziegelgewebe kann man Problemlos Bilder etc. aufhängen. Eine Berechnung der Dämmstärke sollte auf jeden Fall durchgeführt werden.

Grüsse Thomas



Innendämmung



Hallo,

ich möchte mal den Heimwerker sehen, der das sperrige Zeug an die Wand bekommt. Dazu gehört mehr als nur einige Übung !
Eine besondere Spezialitär wird
- die Dämmung der Verbinder
- die Dämmung der obersten 30 cm.
Wenn man unbedingt schwere Lasten an der Wand anbringen will, kann man die Befestigungspunkte vorher festlegen und entsprechend disponieren.

Grüße



re[forum 112858]



Hallo Uwe,

das liegt wahrscheinlich daran das die Begriffe nicht eindeutig sind. Am besten den Sd-Wert der gewähltewn Platten betrachten oder durchrechnen lassen. Hauptsache es funktioniert und es passt alles zusammen.
Gunther Glöckner



Innendämmung mit WH



ein grosses Dankeschön für alle Antworten besonders

@dieter beckmann für die praxisnahen Faustwerte.

Ich denke in meinem speziellen Fall geht für die erdberührten Wände tatsächlich nur CaSi-Platte, da ich die Wände horizonal nicht gesperrt bekomme und ich bei der Gebäudetemperierung (Heizrohr in Sockel- und Brüstungshöhe) die thermische Mauerwerkstrockenlegung mit dabei habe.
Schade ist nur dass es das Material nur als Platte gibt weil unsere Wände nicht besonders gerade sind...


Der Lehmputz-Holzfaser-Aufbau ist mir prinzipiell auch sympathisch - aber wenn ich durch aufsteigende Feuchte bei Nichtnutzung des Raumes Probleme bekomme gehts halt nicht.

vielen Dank

Uwe



Kapillaraktive Innendämmung mit hochleistungsfähigen Heizleisten



Hallo Uwe,

unsere hochleistungsfähigen Heizleisten, siehe www.radiasancal.de, in Verbindung mit der neuartigen IQ-Therm Innendämmung (mit kapillaraktiven Calciumsilikatwerkstoffen und der hohen Wärmedämmleistung organischer Schäume), siehe unseren unteren Menüpunkt IQ-Therm, können Ihre Anforderungen erfüllen. MfG RadiaSanCal



Heizleiste ohne Dämmung



Hier würde ich die Dämmung weglassen und lediglich die Wandtemperierung einbauen

Gruss



IQ-Therm Innendämmung?



OB diese Material über das es keine Langzeiterfahrung gibt, das aus PUR-Hartschaum besteht das richtige Material für eine Innendämmung ist darf mehr als bezweifelt werden.

Grüße



Langzeiterfahrung



Wieso darf das bezweifelt werde ?
Das würde ja bedeuten, daß alle Neuentwicklungen nicht verwendet erden sollten, bis diese Produkte Langzeiterfahrung haben.
Aber wie soll das gehen ?
Da müßten alle die so denken heute noch mit Pferd und Wagen fahren !!



Emil,



der Vergleich hinkt sowas von

Das Thema Innendämmung ist mit das schadensbehaftete Thema bei der Fachwerksanierung überhaupt.

Wenn Du Dir mal die Mühe machen würdest in die aktuellle Fachliteratur zu diesem Thema zu schauen oder einfach mal hier das Schwerpunktthema Wärmedämmung durchblättern würdest hättest Du eine andere Meinung.

Es gibt Produkte für die Innendämmung, die deutlich günstiger als das hier empfohlenen Produkt sind und aus Materialien bestehen die für diesen Einsatzbereich geeignet sind.
PUR-Hartschau ist es auf jeden Fall nicht!!





Das vermutest Du ohne etwas über das Produkt IQ-Therm zu wissen oder das Produkt jemals getestet zu haben.
Das ist unseriös unde Kirchturmdenken .
MOTTO :"Was ich nicht kenne kann nichts sein" !!!!



@Emil



warum denkst Du, (es gibt hier einen Unterschied zwischen Denken und Wissen) dass ich das Produkt nicht kenne? Habe ich das heir geschrieben? Ich denke Mutmaßungen gehören hier nicht hin.

Kennst Du das Produkt?

Ich möchte Deine Argumentation mal rumdrehen, muß ich davon ausgehen, dass alles neu ungeprüft funktioniert?

Übrigen kann ich die Sätze auch lesen wenn nur ein Satzzeichen aufgeführt wird.

Und zuletzt, bitte nicht persönlich!!!





... dann bin ich einmal gespannt, was der Herr Gutachter sagt.



Welcher



Gutachter?