Wie am besten eine Fachwerkwand dämmen? Dämmputz, Ytong Multipor?

08.04.2010



Hallo,

Wieder einmal habe ich eine Frage.

In meinem zukünftigen Wohnzimmer sind 2 Fachwerkwände. Vorher waren dort nur 20mm Sauerkrautplatten vorgeschraubt und diese wurden dann verputzt. Ich habe jetzt den Putz runter und auch die Sauerkrautplatten entfernt so das nur noch das Fachwerk sichtbar ist. siehe Fotos.

In der einen Wand ist ein Fenster und dort ist das Fachwerk auch von außen Sichtbar und soll es auch bleiben. Das Mauerwerk füllt aber nicht den ganzen aus so das ca 6 cm Luft ist bis das Mauerwerk bündig mit dem Ständer abschließen würde. Bei der anderen Wand sind es 1 bis 2 cm. Diese Wand ist von außen gedämmt und mit Brettern verschalt. Diese Dämmung muß auch erneuert werden da die Dämmung schon 20 Jahre alt ist. Das ist aber ein anderes Thema.

Meine Frage jetzt wie sollte ich die beiden Wände von innen dämmen ohne möglichst wenig Platz zu verlieren. Ich habe etwas von Dämmputze z.B. Klimasan-I gelesen oder halt auch Dämmung mit Ytong Multipor. Sind Dämmeputze Sinnvoll bzw. bringen sie die gewünschten Ergebnisse? Oder sollte man doch alles so anputzen das man eine ebene Fläche hat und dann mit Ytong Mulitpor arbeiten.?

Ich habe mich hier schon ein wenig umgeschaut und es gibt ja viele verschiedene Meinungen so das ich jetzt gar nicht mehr weiß wie ich es am besten machen soll.

Ich hoffe es hat jemand einen guten Tipp bzw. Rat :-)

mfg
Benjamin



innendämmung



hallo klimasan ist hier die richtige wahl ( nicht nur weil ichs verkaufe ) kapilar aktiv difusions offen bei multipor haben sie ein hydrophobes Material ( wird meist verschwiegen) lassen sie die daten durch einen fachmann berechnen , meisst kommen die bei der Berechnung zu dem schluß das durch die hydrophobe eigenschaft das material nicht zur innen dämmung geeignet ist



Man



kann auch die Wände mit Ziegelgewebe FG mit abtand zur Wand
überspannen, Verputzen und den Hohlraum z.B. mit Perlite wie Thermo-Fill füllen

Grüsse Thomas



Geld sparen



Hallo

Ich würde mir das ganze labile und zusammengerechnete Trallala sparen und mit einem vernünftigen Luftkalkputzaufbau die Wand bearbeiten.

Schaun sie lieber, dass hinter der Aussendämmung kein Fachwerkschaden vorliegt, sonst ist alles Innengeputze um sonst.

Dann Aussen wie innen verfahren.

Langlebig - nachhaltig - gut!

Gespartes Geld evtl in eine Fussleistenheizung (sancal) investieren.

Gutes Gelingen

FK





Hallo,

Hat der Luftkalkputzaufbau auch eine dämmende Wirkung?
Im Wohnzimmer waren ja vorher schon 2 Heizkörper montiert die sollen nach der Sanierung auch wieder montiert werden.

zusätzlich wird der Schornstein der sich auf dem Bild ganz rechts befindet (kaum zu sehen) wieder in Betrieb genommen so das dort dann ein Kaminofen stehen wird.

Ab was für einer Putzstärke (mm?) macht dann ein Dämmputz überhaupt sinn?
Also würden sie Klimasan-I empfehlen? Gibt es noch andere Dämmputze die zu empfehlen wären?

mfg
Benjamin Lange



Dämmputz



hallo im von mir bewohnten Fachwerkhaus ( Siehe profiel ) hab ich 60mm eingeputzt was mir absolut reicht ich würde auch keinen mm mehr einbauen kosten punkt des materials dann ca 30 euro je m2 + MwSt grüße u.d.



Dämmputz dämmt nur wenig



Hallo Benjamin, ich habe schon öfter Hanf-Dämmputz verarbeitet, und der hat einen Lambdawert von 0,08, das ist schon richtig gut. Aber was sind schon 6 cm? Warum dämmst du nicht 6 cm mit einer richtigen Dämmung und machst dann einen dünnen Putz rauf, nur 2-3 Millimeter. Die unterschiedliche Dicke von Ständer, Mauerwerk und sonstigen Sprüngen kann man mit der Hanf-Dämmwolle sehr einfach ausgleichen: 3 - 6 cm oder vielleicht auch 7 - 10. Dann eine 2,2 cm Holzweichfaserplatte und dann einen Millimeter-Lehmputz oder auch einen Kalk-Feinputz zum Innenraum hin. Gruß Susanne



Lehmdämplatten



Schau doch mal nach Lehmdämmung ist einfach duch das Plattensystem und hat tolle Klimaeigenschaften.



Renocell



Gerade hier ist Renocell eine gute Möglichkeit.
Früher haben wir Fachwerkwände von innen mit Lehm und Holzweichfaserdämmplatten gedämmt. Nachteil: Lange Trocknungszeiten. Vorteil: Kann der Bauherr auch selber machen.
Vorteil bei Renocell: das Ausgleichen des unebenen Untergrundes ist schon Dämmung!
Ich empfehl das nicht weil ich es ausführe - Ich führe es aus weil ich davon überzeugt bin.



Dämmputz



hallo wenn ich von dämmputz schreibe dann natürlich mit einem material welcher 0,08 W/(mK ) erfült und rein mineralisch ist die werte können sie natürlich in meinem profil nachlesen der gröste vorteil eines putzen ist die lücken losigkeit und der monolitische Aufbau dessen vorteile zu organichen materialien wohl auf der hand liegen zb keine Schimmel gefahr / keine kunststoffe bzw gift beimischúngen und auf eine Dampfbremse oder änliches kann man verzichten , natürlich sind auch größer putzstärken machbar die frage ist aber ob es notwendig ist. und die frage nach einer "richtigen" dämmung stellt sich mir nicht ich kenne vor und nachteile der anderen materialien genau aber jeder solte selbst für sich entscheiden grüße u.d.





Hallo,

Erst einmal möchte ich mich bedanken so viele Antworten bekommen zu haben.

Wenn man hier ein wenig sucht im Forum bzw. sich ein paar Fragen durchliest weiß man irgendwann gar nicht mehr was man machen soll. ;-)

Also ich hatte sowieso daran gedacht min. 6 cm Putzstärke zu haben wenn ich es mit Klimasan verputze. Da vorher ja sozusagen gar nicht gedämmt wurde ist ja "alles" besser. So war das halt früher, vor ca. 30 Jahren, da haben sie noch nicht so massiv an dämmen gedacht.

Auch werde ich mir die Option wie von Susanne beschrieben einmal anschauen.

Ich werde mir Renocell auch einmal anschauen. Ich werde aber auch noch ein paar Leitungen für Steckdosen legen und auch noch einige Steckdosen einbauen müssen. Gibt es da bei Renocell Probleme? Bei Klimasan gibt es da ja keine Probleme. Leider waren sie früher mit den Steckdosen sehr sparsam. ;-)

Und schon wieder 3 Möglichkeiten wie ich es machen könnte
;-)

mfg
Benjamin



Kein Problem



Installationen sind bei Renocell kein Problem. Einfach auf der vorhandenen Wand anbringen und anschließend drüber dämmen.
LG
SB





Hallo,

Wenn man wie von Susanne beschrieben Hanf-Dämmung und dann Holzweichfaserplatte nimmt. Werden die Platten dann geschraubt oder verklebt?

gruß
Benjamin



Ytong Multipor



Hallo Benjamin,

sollten Sie noch keine Lösung gefunden haben, biete ich Ihnen an, dass unser Bauberater mit Ihnen einen Ortstermin vereinbart, um zu prüfen, ob Ytong Multipor anwendbar ist. Wir haben speziell für Fachwerkbauten einen Systemaufbau, in dem wir Ytong Multipor mit Lehm verkleben und spachteln.

Selbstverständlich führen wir auch bauphysikalische Klimasimulationen (Berechnungen) hinsichtlich der Funktionsfähigkeit des Aufbaus durch.

Ytong Multipor hat in den vergangenen 15 Jahren etwa 3 Mio. qm Innendämmung erfolgreich verlegt.

Matthias Hofmann
VL Ytong Multipor



Danke für den Werbeblock



Herr Hofmann,

ob Ihre Zahlen stimmen, was die 3 Millionen m² in den letzten 15 Jahren angeht, weis ich nicht.
Das alle zur Innendämmung verbauten Ytong Multipor Platten ein Erfolg waren kann sein, nur leider nicht immer für den zahlenden Verbraucher.
Ich selbst habe derartige dauerfeuchte Platten schon des öfteren zurückbauen dürfen.

Das Problem dieser Platten ist die mangelhafte Sorptionsfähigkeit des Materials.
Angaben zu diesen, für Innendämmung wichtigsten physikalischen Eigenschaften, sind dem Merkblatt nicht zu entnehmen.
Warum das so ist weis nur der Hersteller, ich für meinen Teil gehe davon aus, das es mit den Porenbildnern die während der Produktion beigemischt werden zu tun hat.
Diese werden mit < 5 % angegeben aber leider nicht weiter deklariert.

Ihre Geschäftstätigkeit als VL in allen Ehren, was mit einer Fachwerkkonstruktion passiert wenn derartige Innendämmungen auch noch mit Lehm an die Wand geklebt wird müsste grade Ihnen klar sein.

Um zu prüfen ob ein Produkt geeignet ist, ist ein abhängiger firmengebundener Berater mit Sicherheit nicht die erste Wahl.

Grüße aus Schönebeck