Dach wie dämmen ?

30.01.2011 Sunny2006



Hallo

Wir haben ein Haus aus den 50iger gerade gekauft das komplett saniert wird. Die Dämmung des Daches ist demnächst geplant.
Könnt Ihr mir ev. paar Tipps dazu geben.

Problem ist das die Balken nur 12 cm tief sind. Da ich aber noch etwas Platz brauche für die Hinterlüftung kommt dann nur eine 100 mm Dämmung (wlg 032) in Frage. Finde das ein bisl wenig.

Jetzt die Frage wie dämme ich effektiv und am kostengünstigsten.

Überlegung 1.
Balken Aufdoppeln auf weitere 6 cm. Damit ich 160 mm (032) reinbekomme.
Zusatzkosten Balken

2. Dach mit 100 mm dämmen dann aber zusätzlich die Decke von OG nochmal mit 100 mm. Decke muss sowieso runter und die Deckenhöhe beträgt 2,60 m also ist Platz vorhanden.
Da stellt sich die Frage wie effektiv ist diese Methode.

3. 100 mm dämmen danach 60 mm Latten quer Verlegen und zusätzlich 60 mm.
Nachteil die teure Dämmung zustzlich.

Geschossdecke dämmen kommt nicht in Frage da ich ev. irgendwann mal ein Hobbyraum daraus machen möchte.

Wie würdet Ihr es machen ?

PS: Zusatzfrage: Wen ich das Dach dämme geht mir nicht die Wärme vom OG komplett hoch da Holzbalkendecke und kein Beton...



Wenn Du "irgendwann" mal einen...



... Hobbyraum da oben einbringen willst, dann würde ich jetzt die Geschossdecke mit Material dämmen, dass du später auch in den Dachschrägen verwenden kannst.

Im Altbau haben sich Holzdämmplatten recht gut bewährt. Diese wären auch belastbar.

Und dann mal sehen, wann das mit dem "irgendwann" soweit ist.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Dach dämmen



Die Decke zwischen oberster Etage und Dachboden muss ebenfalls gedämmt werden. Die günstigste Methode, das Dach zu dämmen wäre Variante 3: unterseitig mit mindestens 60, besser 100mm dämmen zwischen der LAttung. Damit werden auch die BAlken mit überdämmt (Wärmebrücken): Allerdings: dieses Systhem funkioniert nicht schadensfrei, wenn nicht ausreichend nach außen hinterlüftet wird. Eine Lüftungsebene unterhalb der OK der Sparren (zwischen 10-12 cm der Sparrenhöhe)ist tauwassergefährdet, auch, wenn eine sog. diffusionsoffene/kapillaraktive Windbremse oberhalb der Sparren angebracht wird. Auf der Unterseite der Windbremse kann bei Abkühlung des DAches Wasser kondensieren und auf die Dämmung tropfen. Besser: Sparren oberhalb mit Holzfaserdämmplatten belegen und die Pfannendeckung neu + hinterlüftet aufbauen. Alles andere bringt früher oder später den BAuschaden. Auf der Innenseite muss eine Dampfbremse/Dampfsperre mit einem höheren sd-Wert, als die Windbremse aussen. Alle Fugen an angrenzénde Bauteile dampfdicht abkleben.





Vielleicht wäre ja auch Isofloc eine alternative, aber das sollte sich der Fachbetrieb anschauen.

Mfg



vorhandene Sparren aufdoppeln



am einfachsten mit Kanthölzern in der gewünschten Dämmstärke.
Dann kannst du mit einem natürlichen Dämmstoff vollflächig OHNE Hinterlüftung dämmen und den gesamten zur verfügung stehenden Hohlraum nutzen.
Z. B. 1 x in 120 mm und einmalin 60 oder 80 mm.
Wichtig: Dampfbremse verwenden, keine Sperre.
Nimmst du Thermo-Hanf, können die Matten direkt aufs Sparrenmaß zugeschnitten werden. (Das spart ne Menge Zeit und Material)
Helfe gerne weiter



Lösung



Morgen

Danke für die Antworten.

Also wir haben uns nun entschieden.

Das Dach wird mit WLG032 in 100 mm Stärke gedämmt und anschliessen kommen Latten quer über die ganze Fläche. Diese wird dann ebenfalls mit 032er Dämmung in der Stärke 50 mm gedämmt. Im gesammten dann 150 mm. Müsste denke ich reichen da es sich ja um WLG032 handelt.
Dampfbremse oder sperre verwenden ?


Nun hätte ich aber noch zwei wichtige Fragen.


1.

Die Decke vom OG bzw. der Boden vom Dachgeschoss ist ja nur mit Schlacke gefüllt.Die Deckenhöhe vom OG beträgt ca. 2,5-2,6 m. Dieser wird auf 2,4 m gesenkt. Jetzt überlege ich diesen Hohlraum noch zusatzlich mit 50 mm WLG 032 zu dämmen (Stein-Glasswolle). Da ich sonst befürchte das mir die ganze Wärme vom OG ins DG geht.
Wäre diese Lösung ok ?
Sollte ich eine Dampfsperre oder bremse bei dieser Konstruktion anbringen ?



2.

Im OG befinden sich auf jeder Dachseite eine Gaube mit leider nur 120 mm Wandstärke. Die Gauben gehen über je 2 Zimmer.
Da die Wandstärke wie gesagt zu gering ist wollte ich hier noch zusätzlich von innen dämmen. Geplant sind 50 mm WLG 032 Stein/Glasswolle sprich so die Dick zu dämmen wie die Dachlatten.
Wäre diese Lösung ok ?
Auch hier die Frage welche Folie verwenden.
Falls wichtig. In einem dieser Räume soll das neue Bad kommen. Ich schreibs halt mal rein falls es relevant wäre wäre Schimmelgefahr.
Zuerst wollte ich die Gauben mit Klimaplatten verkleiden allerdings sind diese ja kaum bezahlbar.

Grüße H:S

Daten zum Haus:
BJ 49
240 mm Wandstärke Bims
Gauben 120 mm Bims
Dach wurde mitte der 90 saniert und eine Folie (Wind oder Schneeschutz...) angebracht.



Wenn das so ausgeführt wird wie geplant....



... dann gibt es auf Dauer viele Probleme.

Du beschreibst eigentlich ein Eigentor nach dem anderen. Deshalb würde ich Dir dringend raten, dass Du das von einem Fachmann vor Ort anschauen lässt, bevor Du da loslegst.

Ein Haus mit BJ49 ist in der Regel nicht gerade mit den besten Materialien gebaut. Wenn diese dann noch eine Mehrbelastung durch Feuchte und/oder Gewicht erfahren, dann ist schnell Ende im Gelände.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de