Ständer auf schräges Hakenblatt stellen ?




Hallo Gemeinde !

Ich habe zwei Schwellbalken die ich in der Mitte des Hauses mittels schrägem Hakenblatt verbinden möchte ,an der Verbindungsstelle steht ein Ständer.
Jetzt würde ich das ganze gerne so lösen,siehe Zeichnung,den Zapfen würde ich in 4x6x4cm ausbilden.
Was haltet ihr davon?
Wenn ich das schräge Hakenblatt aus der Mitte setzen würde,reichen die Schwellenlängen nicht und ich müßte noch einen dritten Teil einsetzen.

Danke und Grüße Martin



Zeichnung



Ich und Computer :(



Das sieht doch



fast besser aus wie "schulmäßig". Den Zapfen brauchst Du nicht absetzen.
Schulmäßig ist es den Haken rechtwinklig zur Schräge auszuarbeiten. Ich habe allerdings an alten Häusern die Beobachtung gemacht, dass der Haken schräg zu dieser Fläche gemacht wurde. Das gleiche sah ich in einem Buch in dem japanische und Europäische Holzverbindungen verglichen werden.
Ich fragte mich natürlich: Warum? Beim Zusammenbau meines ersten Fachwerkhauses hab' ichs rausgekriegt: Die Haken brechen beim Zusammenbau, bei eventuellem Verkanten nicht so schnell ab, wenn sie flacher als rechtwinklig zur Schräge sind. Frage mich jetzt aber nicht nach der Gradzahl. Ich mache mir für jede Holzstärke eine Schablone und lege die Schräge nach Gefühl fest. Per Auge!!!
Ralph Schneidewind



P.S.:



Bei alten Häusern kam hinter und vor dem Stiel noch ein Holznagel durch, wegen seitlicher Fixierung. Das wird heutigen Qualitätsansprüchen aber nicht mehr gerecht. Deswegen:2X 12er Gewindestangen und die versenken.
Ralph Schneidewind



Flacher Winkel



Danke Ralph ! Du meinst den Winkel nach aussen zu kippen?

Nach innen geht ja auch,aber dann hätte ich das Problem das ich beide Teile seitlich zusammen schieben muß,die nächste Wandhälfte schaffe ich dieses Jahr nicht mehr,würde die Schwelle aber lieber von unten hochdrücken,damit ich auf der Schwelle nicht mit falschen Zapfen arbeiten muß.

Mein Zweifel war das ich das obere Blatt durch den Zapfen schwäche,liegt ja direkt über der Versatzkante.

Danke und Grüße

Ps.Kommentar meiner Frau:das ist bestimmt in Ordnung so....:-)



Und noch ein Ps.



Ich würd ja lieber Holznägel nehmen,meine erste Blattung/Anschuhung habe ich mit Gewindestangen verbunden,danach nur noch Holznägeln,hab also eher denn Qualitätsbezug zu den Alten,bin kein zimmerer und daher immer offen für jede Anregung,die meine Unsicherheit beiseite schieben:-)



Hakenblatt und Holznägel



was soll denn an einem Holznagel heutigen Ansprüchen nicht genügen...wenn er richtig gemacht ist? Eisen hat im Holz meiner meinung nach nur in schwerwiegenden fällen was zu suchen. das hakenblatt wird durch die daraufgestellte stütze schön zusammengehalten, da braucht kein mensch gewindestangen. am eisen kondensiert bloß unnötig wasser und das holz fault eher durch.

nur bitte den zapfen an allen vier seiten absetzen (in der Zeichnung fehlt eine linie), damit das längsholz des oberen blattes nicht auf ganzer breite durchtrennt wird, sondern nur in der mitte ein Loch entsteht.

wie sind denn die dimensionen der schwelle? länge blatt? normalerweise ist der winkel immer um die 12-15° an schrägen.

ansonsten kann man das so machen.
gruß

M.Preller



Martin,



bei Eigenleistungsarbeiten haut Dich auch keiner in die Pfanne, wenn's mal nicht so perfekt ist. Ich gehe bei solchen Arbeiten davon aus, dass das Holz noch arbeitet. Es kann also sein, dass dadurch die Fugen des Hakenblattes aufgehen. Das verhindern Holznägel nicht, Bolzen mit kräftigen Unterlegscheiben eher.
Ansonsten: Wo Holznägel sinnvoll sind, verwende ich sie auch.
In die Schwelle/Stiel-Zapfenverbindung gehören keine Holznägel. Zapfenlänge: 3,5 cm Zapfenlochtiefe: 4-4,5 cm, Nochn Trick: Die Schwelle vom Zapfenlochgrund nach außen Schwellenunterseite mit einem 12er Bohrer durchbohren, dass eventuell vielleicht irgendwann eintretendes Wasser(z.B: in der Bauphase, bevor ausgefacht wurde?) abfließen kann.
Ralph Schneidewind



Danke Euch beiden!



Die Schwelle ist 14/14 ,blattlänge ergo 42 cm,der Zapfen teilt das blatt natürlich nicht ,das Loch liegt mittig im Blatt.
Ich denke auch das dort genug Druck auf dem blatt ist,das Holz ist alt,meine Erfahrung ,da schwindet nix mehr.

Ralf dein Tip mit dem flacheren Winkel ist gut:-)Wenns spak sitzen soll,wärs schad wenn was abbricht.
Sobald ich das Fachwerk wieder drin habe,wird s ausgemauert,die Bude muss vorm Winter wieder dicht.

Ständerfußausbildung haben wir zwei schon mal diskutiert,keine Holznägel ,aber nach aussen angeschrägter ständerfuß,entsprechend an der Stelle die Schwelle angeschrägt ausgeklinkt,schräge Bohrung in den Zapfenlochboden als Ablauf.

Heut vermasselt mir das Wetter das arbeiten,für meine Kartoffeln ist s aber nötig...

Grüße Martin



Holznägel



zum Glück steht ja die Stütze drauf, und das Holz ist abgelagert, also braucht man das Eisen nicht.

Die Holznägel würden zugegeben nicht verhindern, daß das Blatt aufgeht (ich mach grundsätzlich nur Blätter mit Nase und Keil, siehe Bild), sind aber nötig, daß das Blatt nicht seitlich wieder rausrutscht (weil eben keine Nase)...

Gruß
Markus Preller