Natursteinmauer neu errichten gegen eine normale Sandsteinmauer

31.08.2010



Hallo noch mal,
ich möchte an einer alten Scheune aus Feldsteinmauern eine neue Aussenwand errichten, da die Scheune durch div. Vorbesitzer eine Mauer eingebüssen musste.
Mir liegt es nun am Herzen die Scheune von aussen wieder in den Urzustand zu versetzen, und den Raum zu nutzen. Allerdings würde möchte ich wenigstens eine Wand haben an welche ich Schränke oder Regale hängen kann.
Meine Überlegung war nun eine 1 Stein dicke Mauer (am liebsten Porenbeton) zu mauern und gegen diese dann die Feldsteinmauer zu bauen. Ist das Ratsam oder muss ich damit rechnen dass die Feldsteinmauer die Wand zum einstürzen bringt??



Mischmauerwerk



Hallo Thomas,
zweischalig mit Feldsteinen(nach meinem Verständis polygonale bis runde Steine, vom Feld aufgesammelt, nicht zugerichtet) zu mauern ist unproduktiv, da die Dicke der Feldsteinschale, die sich ja selbst tragen muß, 30 bis 50 cm sein müsste.
Dazu noch min. 24, besser 30 cm Porenbeton ist zuviel des Guten.
Besser ist Mischmauerwerk, also Naturstein auf der Außen- und Ziegel auf der Innenseite kraft- und formschlüssig miteinander vermauert.
Das ergibt insgesamt Dicken von ca. 40- 50 cm.
Der Nachteil: Naturstein und Porenbeton haben unterschiedliche E- Moduln. Das kann zu Rissen und Verformungen der Wand führen.
Besser sind kleinformatige Keramikziegel, die lassen sich auch besser im Verband Verarbeiten und verzahnen.
Mit Porenbeton wird das eine einzige Sägerei.
Wunder in Bezug auf Wärmedämmung sollten Sie bei so einer Wand nicht erwarten.

Viele Grüße



Wie soll die Scheune genutzt werden



Bauphysikalisch richtig wäre es, wenn zwischen Feldsteinen und Hintermauerung (Porenbeton? besser Leichthochlochziegel) eine 6 cm starke Hinterlüftung geplant und ausgführt würde.



Danke für die Antwort



Zurzeit ist das EG eh nur Lagerraum, Wäsche-und Hobbyraum, das Obergeschoss soll aber noch eine Gästewohnung werden. Von daher ist die Dämmung im Unteren teil zweitrangig.





Auf der Inneseite eine Schalung aufstellen, die Mauer auf der Sichtseite mit Naturstein frei mauern, nach jeder Lage mit Beton hinterfüllen.
Steine waschen, damit sie am Beton halten.
Die Mauer auf eine Feuchtigkeitssperre stellen, die Steine sollen salpeterfrei sein.



Natursteinwand



Die Römer nannten so was opus caementitium, sehr gut zu bauen, sehr stabil, sehr gute Wärmeleitung.

Viele Grüße



opus caementitium



nicht zu verwechseln mit dem heutigen Beton, sondern hergestellt mit gebranntem Kalk, später mit Zuschlägen aus Traß und Ziegel. Der heutige Beton erst viel später, ich glaube so 18. Jahrhundert.



Danke für die Antwort



Wenn ich kalk und Sand im verhältniss 1:3 mische, ist dass denn fest genug, oder sollte ich weiteres Zusetzen um den Mörtel im ausgehärtetem Zustand Standfester/Belastbarer zu machen?
Wenn ja, was kann ich nehmen?
Ich kenne mich mit Kalk/Sand Mörtel noch überhaupt nicht aus.
Wenn in diesem Blog von Kalk/Sand-Beton die Rede ist, kann ich dann davon ausgehen dass der Kalk/Sand-Mörtel eine ähnliche Festigkeit erreicht?



Entschuldigung,



dass sollte nur eine Randbemerkung sein. Die Beantwortung der Frage ob das mit dem Beton und dem Bruchstein wie beschrieben funktioniert muss ich anderen überlassen.