Bauwagen-Boden-Holzfaser-isofloc

25.10.2012



hallo,

ich möchte meinen Bodenn in meinem Holzbauwagen mit isofloc oder flex.Holzfaserdämmplatten isolieren
6cm stehen mir zur Verfügung

der Isolationsraum im Boden hat ziemlich viele Fächer und ist krumm,
daher habe ich mich für eine Schüttung oder eine flexible Dämmung entschieden

auf dem Boden liegen bisher 18mm OSB Platten (von aussen nochmal mit
bootslack lackiert), alles ecken sind abgedichtet.

die Wände sind mit weichen Holzfaserplatten isoliert.

Ich tendiere mehr zu Isofloc da diese einen besseren Dämmwert besitzen

der Anhänger wird nicht oft seinen Platz wechseln, daher wird sich das isofloc-zeug nicht zusammen rütteln.

benötige ich eine Dampfbsperre ?

vielleicht hat jemand ein paar Tipps ...



das



Thema Wohnwagen war mal vor etwa einem Jahr hier dran - bitte Suche oben rechts benutzen.



nichts passendes



ja, es gab viele Beiträge zum Thema Wohnwagen.
ich finde aber keinen passenden Beitrag

boden ist boden und Decke ist decke macht alles einen Unterschied



Vielleicht....



... werden Sie hier geholfen:

http://www.wagendorf.de/index.php/Hauptseite

Es gibt immerhin an den Rändern der Metropolen noch eine standhafte Bauwagenszene, siehe auch den kultigen LBS-Werbespot "Spießer". ;-)



nein hier wird mir auch nicht geholfen



das Forum ist mir bekannt
dort habe ich auch einen Eintrag gemacht aber die meisten benutzen Styrodur oder styropor
und mit schüttdämmung am Boden hat anscheinend keiner Erfahrung



Bauwagen



Schauen Sie mal bei Wedi nach Bauplatten und bei Knauf nach gebundenen Schüttungen.

Viele Grüße



nach^



Deiner beschreibung könnte es nur passieren, daß die OSB-Platte von der Inneseite aufweichen oder Schimmeln - wegen dem Kondensat (Holzfaserplatten sind wohl siffusionsoffen, an der OSB kondensiert dann alles...).
Also doch Dampfbremse und außen dif-offener !!!



Moin Sim,



Bauwagenboden ist in der Tat speziell weil = Aussenwand (die Staukästen sind nunmal kein Keller im Erdreich), aber es kommt nie Sonne hin. Das bedeutet auch mal -20°C von unten bzw. Dauerfeuchte weil da garantiert alles voller Geraffel liegt...;-)

Die besten Erfahrungen hab ich mit folgendem Schema gemacht (von innen):

-Holzdielen
-dampfdichte Folie
-Dämmstoff zwischen Fussbodenbalken
-dampfdichte Folie
-Unterbeplankung

Hat bei meinen ehemaligen Wagen ca. 50 Jahre schadensfrei überdauert (hab den so gekauft).

Ich würde Perlite o.Ä. als Dämmstoff nehmen: das verteilt sich besser und ist feuerfest.

Gruss, Boris



Perlite



sind diese nicht zu schwer ? ich habe jetzt bei Knauf geschaut...die haben auch verschiedene ....
Nivoperl, Bituperl, Siliperl,
welche sind dafür geeignet


und ich würde nur eine Dampfbremse Verlegen keine Sperre...angenommen mir kippt mal ein Eimer Wasser um würde ich ja eine Pfütze auf der Folie haben die nie weg trocknet.

mit 2 lagen Dampfbremse könnte ich mir auch vorstellen



auch



auf einer Dampfbremse ist die Pfütze ein Problem für den Fußboden .....
2 lagen sind Quatsch - dann lieber besseres Material - denn auch da gibt es Unterschiede !

Wassereimer ? - Dagegen könnte man einen dichten Oberbelag verlegen - Linoleum z.B.



Bauwagen



Ich würde nicht versuchen, Konstruktionsprinzipien einer Holzbalkendecke auf so einen Fußboden in einem Fahrzeug zu übertragen.
Ich weiß nicht wie der jetzige Boden aussieht, aus der Beschreibung werde ich nicht schlau.
Angenommen der Aufbau ist bis auf das Fahrgestell zurückgebaut.
Dann würde ich folgendermaßen vorgehen:

1. Tragfähige, steife Ebene auf dem Chassis
Dazu würde ich eine Lage Sperrholzplatten oder besser OSB auf den Rahmenprofilen eben ausrichten und verschrauben, Stöße verklebt. Falls die Abstände zwischen den Rahmenträgern zu groß sind- Verstärkungen in den Rahmen einziehen.
Dann eine zweite Lage mit versetzten Stößen vollflächig aufkleben und eine weitere Verschraubung durch beide Platten mit dem Rahmen ausführen. Die Außenseite der Ebene sollte einen wetterfesten Anstrich erhalten.

2. Dämmung
Als Dämmung würde ich eine trittfeste, möglichst steife Dämmplatte suchen. Im Fahrzeugbau gibt es bestimmt geeignete Sandwichelemente dafür.
Ich glaube aber das man mit einer Wediplatte auch hinkommt. Die Platte würde ich vollflächig mit Flex- Fliesenkleber auf die OSB- Ebene aufkleben, inklusive Stöße.

3. Tritt- druck- und durchstanzsichere Ebene
Auch dafür gibt es aus dem Fahrzeugbau bestimmt geeignete Materialien. Mit einer aufgeklebten dünnen OSB- Platte und darauf verklebtem Belag (Kautschuk, Linoleum) könnte man das glaube ich auch lösen.
Das ergibt einen mehrschichtigen, dampf- und wasserdichten Aufbau, dessen Elemente schub- und damit biegesteif miteinander verbunden sind. Eine sichere Verbindung zum Rahmen vorausgesetzt, sollte sich der Boden bei einer Umsetzung nicht verwinden.
4. Dämmwirkung, Kondenswassergefahr
Das ist kein Niedrigenergiehaus, sondern ein Bauwagen mit ein paar m³ Rauminhalt. Ob man 0,3 Stück Holzscheite pro Tag spart oder nicht halte ich für unrelevant, Hauptsache der Boden ist einigermaßen fußwarm und es entsteht keine Taupunktebene auf und im Fußbodenaufbau. Natürlich ist der Boden dampf- und wasserdicht, das soll er auch sein.
Hat sich was mit "atmen".
Dazu gehört aber das die einzelnen Ebenen nicht nur kraftschlüssig, sondern auch luftdicht miteinander verklebt werden. Den Kleber also schön flächig mit der Zahnspachtel aufkämmen und nicht bloß mal ein paar Kleckse.

viele Grüße



sim



als tragfähige steife Ebene habe ich eine OSB3 Platte auf dem Chassi verbaut alle Stösse sind verklebt und von aussen ist sie nochmals mit Bootslack lackiert.

darauf möchte ich die Traglattung (6cm hoch) schrauben
3x Latten der länge nach/auflage auf den Haupträgern -
2x kurze latten quer zum Fahrgestell

der Endbelag wird auf jedenfall Holz
je nach geldbeutel schicke Dielen

eine Schüttdämmung wäre nach wie vor die einfachste art zu dämmen da mir der Zuschnitt erspart bleibt.

eigentlich würde ich gerne die Dämmung mit dem höchsten Dämmwert nehmen da 6cm nicht besonders viel ist



Dämmung



Wedi- Bauplatten haben einen Wärmeleitfähigkeitswert von 0,036, Isofloc von 0,040.
Die Schnippelei mit dem Holzrost ist wohl kein Zuschnitt?
Zwischen Dielung und Lattenrost fehlt noch ein wichtiges Bauteil!

Viele Grüße



?



meinst du die Trittschalldämmung ?

und der Isofloc dämmwert ist bestimmt nur bei der Einblasdämmung gegeben, oder ?



Fußboden



Wozu wollen Sie eine rieselfähige Schüttung in einem Fahrzeugboden, die auch noch Wasser aufnehmen und speichern kann?
Haben sie mal darüber nachgedacht was passiert wenn Wasser durch Ihre schönen Dielen dringt?

Viele Grüße





rieselfähig da die Fächer zum dämmen teilweise schief sind, es gibt viele ritzen...

gibt es nicht wassersaugende schhüttdämmung ?
wäre natürlich von vorteil

natürlich habe ich darüber nachgedacht was passiert
aber ich will kein linolum etc



Fußboden



Hallo SIM,
Versuchen Sie mal sich von Ihrer Idee mit der Schüttung zu trennen.
Es ist doch effektiver, erst gar keine krummen und schiefen Fächer als Basis für den Fußboden zu nehmen. Ich kann mir nicht vorstellen das es unmöglich ist, auf einem Bauwagenfahrgestell einen ebenen Unterbau zu montieren. Dann haben Sie eine anständige Plattform auf die es sich lohnt aufzubauen.
Versuchen Sie mal den jetzigen Zustand mit ein paar Fotos zu dokumentieren.

viele Grüße



Diese "Wagenburg"-...



... Leute leben z.T. als bewusste Entscheidung schon seit Jahrzehnten in Bauwagen und sollten eigentlich aus Erfahrung wissen, was sich zum Dämmen bewährt hat. Es gelten wohl andere Kriterien als gesundes Bio-Raumklima oder edle bling-bling-Holzdielen. Irgendwelche Murks-Freaks sind das in den Bauwagen heutzutage schon lange nicht mehr, ich kenne da z.B. einen Hochschulprofessor in Berlin und eine Ärztin in Hamburg, da sind inzwischen Veranda- und Holzdachkonstruktionen um die Bauwagen herum gebaut, die jedem Zimmermann zur Ehre gereicht hätten (und natürlich auch von ebensolchen gebaut wurden, man ist ja schließlich in Deutschland) also sollte man bei der Frage evtl. keine Vorgabe à la "Ich möchte Schüttung, was muss ich beachten?" machen, sondern lieber ganz simpel fragen, womit man am besten den Fußboden im Bauwagen dämmt.



styrodur



ist wahrscheinlich das beste Dämmmaterial für meinen fussboden

die wagenburglern machen bei einem Bau eines Wagens auch aus allem eine Wissenschaft und jeder hat seine eigene Meinung....schwer schwer...aber jeder Wagen der selbst neu Aufbaut wird ist einmalig...da es auch immmer wieder eine Frage des Geldes ist welche Materialien verwendet werden

ich werde nun die Mehrarbeit auf mich nehmen und mit Syrodur dämmen

6 cm sind nicht viel,,,da bekommt man schnell kalte Füsse
gibt es hierbei auch noch unterscheide ?
gerne würde ich auch PU-Dämmung nehmen aber das verkraftet mein Geldbeutel nicht mehr
vielen dank für eure Hilfe



Moin Sim,



wenn du eh neu aufbaust, mach lieber 10cm Bodendämmung rein - hast dein Leben lang mehr von.

Perlite schwer????? Leichter ist glaube ich nur Luftpolsterfolie........

Und ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern in meinem Bauwagen jemals einen vollen Putzeimer gesehen zu haben!

Das realistischere Szenario ist eher, dass einem beim Kochen mal was die Wand runterläuft o.ä.
War bei mir aber nie ein Problem - Holz wird nass, Holz trocknet wieder.

@Georg: Wo bleiben bei deinem Vorschlag die Torsionskräfte?

Beim rangieren tritt schon mal der worst case ein: Du hängst mit dem vorderen linken Rad auf einem Stein und hängst hinten rechts im Schlagloch.

Gruss, Boris



Fußboden



Verwindung des Fahrzeugrahmens ist Torsion. Die erzeugt Schub- und Biegemomente. Deshalb die Platte als Sandwichelement aufbauen damit sie in beiden Richtungen belastet werden kann. Die obere und die untere Lage um den Stützkern aus Dämmung ist sowohl zug- als auch druckfest und über die Verklebung schubfest mit dem Kern verbunden. Das ist die Idee hinter meinem Aufbau.
Wenn dem Fragesteller Wedi zu teuer ist und als Dämmkern stattdessen Styrodur zwischen Sperrholz bzw. OSB geklebt werden soll möge der Fragesteller selbst entscheiden. Mir wäre das zu nachgiebig.

Viele Grüße



Wohnwagen versus Bauwagen



@Georg: Die Sandwichbauweise (Aussenhaut/Dämmung,Aussteifung/Innenhaut verklebt) mag ja bei Wohnwagen mit ihren dünnen Wändchen notwendig sein, um die nötige Aussteifung zu erreichen und ist ja auch für Geschwindigkeiten bis 100 Km/h ausgelegt.

Alle älteren Holzwagen, die ich bisher zu Gesicht gekriegt habe, waren in Fachwerkbauweise mit Schlitz und Zapfen, sowie Schindeln/Paneelen aussen und innen verschraubt/genagelt.
So bleibt jede Holzverbindung beweglich und kann die Kräfte die bei unebener Fahrbahn entstehen in alle Richtungen weiterleiten. Eine dynamische Statik sozusagen.

Die von dir vorgeschlagene Verklebeung macht hier m.E. keinen Sinn, davon mal ab, dass sie Rückbau und Entsorgung später nicht wirklich erleichtert.

@Sim: Styrodur (XPS) hat auch den Vorteil, dass es max. 2% Wasser aufnimmt (falls doch mal ein Putzeimer heimlich in deinen Wagen eindringt....;-)


Gruss, Boris



Fußboden



Ich weiß nicht was daran ein Vorteil sein soll wenn die Fußbodenkonstruktion sich mit Wasser vollsaugen kann. Feuchte reduziert das Dämmvermögen.
Deshalb beinhaltet mein Vorschlag einen dampf- und wasserdichten Aufbau.
Es kommt heute auch niemand auf die Idee, sich ein Wohnmobil mit diffusionsoffenen Wänden und Fußboden zu kaufen.
Das mit den früheren Verbindungen kann auch daran liegen, da man damals nichts Besseres hatte. Autokarosserien wurden auch mal aus Holz gebaut, die Dächer mit Kunstleder bezogen und Räder hatten Holzspeichen.

Viele Grüße