FensterZ/Türen und Boden

18.12.2009



Ich habe einen Altbau zu sanieren angefangen. Den Boden habe ich bis auf die Holzbalken entkernt. Darauf hat ein Dachdeckerfirma ein neues Dach (inklusive Gebälk) mit Gaube gesetzt.
Nun sollte ein ebener Austritt auf die Fläche vor der Gaube entstehen - begehbar durch ein 5 Meter großes Schiebe- oder Falttürelement.

Stattdessen haben die Dach-Bauarbeiter einen Querbalken auf den Boden (OSB-Platten auf Geschossdeckenbalken + Laminat) gesetzt, der schon 8 cm höher ist, als die Bodenebene (angeblich nicht anders möglich durch die Geschossdeckenbalken, auf die der Balken aufgelegt wurde). Diese Höhe habe ich hingenommen.
Nun soll aber darauf nochmal ein Holz von 10 cm montiert werden, um die Dichtigkeit (Anschluss von Isolierungsfolie außen) zu garantieren und darauf die Laufschiene für die Tür zur Balkonfläche.

Also Querbalken = 8 cm + Anschlussbalken = 10 cm + Türlaufschiene = 6 cm => 24 cm Aufbau über der Bodenebene.

Das führt das Vorhaben ad absurdum. Hat jemand eine Idee, was man tun könnte?
Ein Fußbodenaufbau von 18 cm - eine andere Lösung für die Türe?
Für jeden Rat dankbar,
Francine



Terrassentür



Hallo Francine,
So wie ich Sie verstanden habe wünschen Sie sich eine bodengleiche Tür und die gleiche Fußbodenhöhe innen und außen.
Wie sollen denn die fertigen Höhen innen und außen einmal werden?
Wie groß ist der Dachüberstand vor der Terrassentür?
Aus was wird der Boden der Terrasse bzw. des Balkons bestehen?

Viele Grüße





Hallo Herr Böttcher,

ursprünglich war es so geplant, wie es jetzt ist.
Ich habe das alte Balkenwerk erhalten und eine Zwischenbalkendämmung eingebracht. Es sollte bei dem Laminat bleiben.

Da nun aber bereits der Balken, der den Rahmen der Türe bildet 8 cm oberhalb des Niveaus des Laminats endet und darauf noch einmal 10 cm für den Abschlussbalken kommen sollen, stehe ich vor einem Rätsel und bin weit entfernt von der bodengleichen Türe.

Die Außenkonstruktion ist wohl das Hauptproblem:
Die Dach-Handwerker haben die Fläche vor dem Fenster an der Oberkante des den Rahmen der Tür bildenden Balken angeschlagen (angeblich weil es nicht anders ging, was ich bezweifele und den Verdacht habe, dass man hier nur wieder einmal nicht mitgedacht hat, dass bei einem alten Haus eben etwas mehr bedacht werden muss, vor allem, wenn möglichst viel Substanz erhalten bleiben soll).

Nun bin ich also mit dem Boden innen 8 cm unter dem Niveau des "rahmenbildenden" Balkens und mit der Fläche außen auf gleichem Niveau.

Das Dach über dem Fenster/der Türe schließt mit einer Regenrinne, direkt vor dem geplanten Fenster ab, ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie weit es übersteht. Sobald es morgen hell ist, schaue ich.

Die Fläche vor dem Fenster ist derzeit mit einer Schutzfolie überzogen, über die ich - auf Empfehlung der Dachdecker - eine Noppenfolie und dann dünne Holzfliesen für den Balkonbereich legen wollte (Gesamt-Höhe ca. 4 cm).

Das war von Anfang der Bauarbeiten an klar. Daher ist es mir auch ein Rätsel, wieso Handwerker nicht zumindest diese 4 cm unter dem Niveau der Balkenkante blieben... Laut Aussagen des Fensterbauers möchte er 10 cm über der Fläche bleiben, die als Abschlussfläche außen zählt. Und das ist wohl diese Schutzfolie.

Viele Grüße,
Francine



Ein



bodengleicher Durchgang von innen nach aussen im Wohnbereich ist ein äusserst schwieriges Unterfangen. Als erstes brauchts dafür eine genaue Detailplanung, bei der selbst erfahrene Architekten und Planer kaum ohne die Unterstützung diverser Hersteller für Detailangaben zurechtkommen. Damit ist ein Handwerksbetrieb absolut überfordert. Der hat schon Mühe, nach exakter Planung solch unkonventionelle Dinge dann in die Praxis umzusetzen. Das funktioniert auch nur in enger Zusammenarbeit mit dem Planer.
Und die meisten Planer werden ein solches Ansinnen kurzerhand als "nicht machbar" abtun ;-)).
MfG
dasMaurer



Terrassentür



Dem kann ich nur zustimmen.
Üblich ist, das die Fläche innen höher liegt und ein genügender Abstand zwischen der Einstiegshöhe zum äußeren Boden besteht. Regen- und Spritzwasser, Treibschnee und Tauwasser vom Konstruktionsholz und vom Innenraum fernzuhalten ist sonst sehr schwierig.
Das hätte man vorher genau planen sollen, gerade wenn Holz im Spiel ist.
Ich kann Ihnen dazu auch keine detaillierten Angaben machen, dazu fehlt mir die Ortskenntnis und das Spezialwissen.

Viele Grüße





die Planung lag ja vor. Und nun ist sie nicht ausgeführt. Bleibt also das Problem.

Die Außenfläche ist schon jetzt 10 cm HÖHER als die Innenfläche.

Wenn ich nun die DIN einhalte und 10 cm Aufbau im Vergleich zur Außenfläche setze, sind 20cm Höhenunterschied/Bodenausgleich vorzunehmen. Nur so komme ich zu einer mindestens gleichen Höhe, wie außen.

Gerade wenn es, wie ich Sie verstanden habe, wichtig ist, dass später Innen höher ist als außen geht es umso mehr darum, wie man in einem Altbau mit Holzdeckenbalken einen solchen Höhenausgleich sinnvoll vornimmt.

Ergänzend: Da wir wegen Kugelkäfern die Zwischendecken ausgeräumt haben, möchte ich keinesfalls Schüttungen oder ähnliches einbringen.

Dass eine konkrete Planung aus der Ferne nichts bringen würde ist mir klar, die lag hier ja vor und hat auch nichts gebracht. Ich hoffe allerdings auf Tipps zur Problemlösung, denn so kann es nicht bleiben.
Und Tipps zur Problemlösung könnte ich mir vorstellen, angefangen von einer Idee für die 20 cm bis hin zur Aussage, dass unter den Bedingungen eine solche Tür keinen Sinn macht....



Fenster Türen und Boden



Hallo,

letzteres trifft leider zu.
Das ist ein Standardproblem bei Altbauten, dem man oft nur mit vorgestellten Balkonanlagen beikommt, die dann entsprechend niedriger sind.
Aber wieso wurde die Planung nicht umgesetzt ?
Konnte sie objektiv nicht umgesetzt werden, weil schlecht geplant oder hat man nicht aufgepasst ?

Grüße vom Niederrhein