These: Glas-, Stein-, Schafwolle, Hanf, Lehm... Zur Dämmung ungeeignet

21.08.2008



Auf meine Frage nach der Außendämmung wurde mir nachfolgender link empfohlen:
http://www.konrad-fischer-info.de/213baust.htm
Kapitel 9
Herr Fischer spricht sich entschieden gegen die oben aufgeführten Dämmmaterialien aus, so verstehe ich, als bauphysikalische Laiin, seine Ausführungen. Entscheidend für die gewünschte Energieeinsparung sei einzig das Wärmespeichervermögen des verwendeten Materials. Deshalb empfiehlt er ausschließlich massive Materialien, wie Holz und Ziegel.
Was ist davon zu halten? Hat sonst noch jemand mal seine Ausführungen gelesen, eines seiner Bücher z.B. "Altbauten kostengünstig sanieren" oder eines seiner Seminare besucht und kann etwas zu seinen Thesen beitragen, sie kommentieren. Vielleicht verstehe ich ihn ja auch nicht richtig.
Ich bin sehr neugierig, was die vielen "dämmschlauen" Menschen hier im Forum dazu wissen. Gelesen habe ich Kapitel 9 der webseite, falls jemand mal schauen will. Achtung es ist eine einzige Bleiwüste und trieft von Sarkasmus bezüglich der Geldmacherei, die Fischer der Dämmindustrie unterstellt. Mich macht gerade diese Art skeptisch, da jedoch nicht jeder Sarkasmus unbegründet ist, würde mich sehr interessieren, was ihr davon haltet.
Petra



Liebe Petra...



...hier im Forum wurde das Thema direkt oder indirekt oftmals diskutiert. Ich gehöre zu der Fraktion, die dämmen mit Vertand für sinnvoll halten. Benutz mal die Forumssuche nach dämmen, Wärmedämmung o. ä.. Dann wirst du viel finden, auch regelrechte Grundsatzdiskussionen.
Als alternative Internetlektüre kann ich mal folgendes anbieten, wenn auch für einen, der es nicht ganz so mit der Physik, etwas zäh. Die Sprache ist halt nicht ganz so "blumig" wie die von Konrad Fischer:
www.ing-buero-ebel.de

Gruß Patrick.



Der Stamm ...



Hallo Petra,

das ist mal eine schöne Frage zu der mir - wegen der oft entgegen liegenden Meinungen hier im Forum - zunächst der schöne Satz von André Kostolany einfällt: "Das wirrrd ein Blutbad geben."

Im Prinzip haben Sie Herrn Fischer richtig verstanden und Sie können davon ausgehen, dass sehr viele aus dem Forum Konrad Fischers Seiten kennen, lieben, empfehlen, verurteilen, verteufeln oder hassen.
Dies liegt teils am von Ihnen zitierten Sarkasmus, an Unverständnis, an Verständnis, an gegengerichteten Verkaufsinteressen, gleichen oder anderen Auffassungen, möglicherweise sogar an philosophisch grundsätzlich anderen Ausgangspunkten.

Ich halte Herrn Fischers Sarkasmus nicht für unbegründet und Ihre Skepsis ist vollkommen berechtigt. Laufen Sie einmal durch die Siedlungen der 80er und 90er Jahre und schauen Sie auf Dächer und Fassaden. Waren Sie schon einmal im hochgelobten Amerika? Im Winter in einem dieser teils hochgedämmten Leichtbauweisen? Auch neueren Datums: Barrackenklima! Feucht und trotz ewig laufender Heizung nicht warm zu bekommen. Es sei denn der Kamin läuft und man sitzt davor. Aber dann, wenn er aus ist ..... ruck zuck, wie in Deutschland vor 150 Jahren. Brrr.
Dann denke ich jetzt mal mit geschlossenen Augen und nicht zu viel an unsere zumindest rechnerisch beweisbar gut gebauten Passiv- und Niedrigenergiehäuser in deren Zwangslüftungsanlagen bereits jetzt schon das große Krabbeln und Sporenverteilen begonnen hat. Das wird ein Fest für die Sanierer, man sollte umsatteln ...
Wie es um die Fertighäuser steht wissen wir aus vielen Forenbeiträgen, wenn die Dinger in die Jahre gekommen sind.

Was alle gemeinsam haben? Schlechte Eigenschaften im Feuchtehaushalt und vor allem und auch durch: Fehlende Speichermasse. Es geht um Stetigkeit. Hohe Speichermassen speichern die während der Heizzeit abgegebene Wärme und geben Sie beispielsweise in der Nacht bei heruntergefahrenem System wieder ab. Wenn ich meine Wände in der Heizperiode auskühlen lasse - z.B. bei einem wenig genutzten Raum - gerät eben auch der Feuchtehaushalt der Wand in ein Ungleichgewicht. Heizung an und Heizung aus ist Energieverschwendung.

Da gab es vor wenigen Tagen in einem Forum einen Beitrag von Herrn Zima über seine Erfahrungen mit den bei Ihm eingesetzten Dämmstoffen. Der ist lesenswert.

Wenn ich nun allerdings in einem Fachwerkhaus mit 15 cm starken Wänden säße, würde auch ich mir Gedanken darüber machen wie man sinnvoll die Masse erhöht und möglichst im Material bleibt. Abseits von Styropor, Wollen usw.. Dämmung/Massenerhöhung ist eine Verstandes- und Verständnisfrage.
Die Zeiten in denen sich die Familie am Winterabend um den Kücherherd versammelt sind vorbei. Zur Zeit jedenfalls noch.

Die Seiten von Herrn Fischer sind - lässt man mal den Sarkassmus bei Seite - schon so etwas wie ein Leuchtturm im Meer derer die an Ihnen verdienen wollen. Bedingt daraus manchmal halt auch der Stamm, an dem sich die Sau reibt.

Ohne den Sarkasmus währe es aber nur halb so schön zu lesen.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Dämmstoffe



Danke für die Antworten.
Lieber Patrick,
ich werde mich mal über die emfpohlene Seite hermachen und mein physikalisches Gehirn auf Höchstleistung bringen, vielleicht verstehe ich ja was. Ich hatte bereits im Forum unter Dämmung u.ä. gesucht, bin jedoch noch nicht auf die Grundsatzdiskussion gestossen, da suche ich noch einmal. Das du für dämmen mit Verstand bist, finde ich gut, nur was bedeutet das? Ich bin da auf jeden Fall auch für.
Es ist jedenfalls nicht in meinem Interesse ein Blutbad zu revitalisieren.
Und dir Christoph, danke für den Hinweis zum Beitrag, da such ich dann auch weiter und für die Bestätigung, dass ich Herrn Fischer richtig verstanden habe.
Wie man sinnvoll die Masse einer 15 cm Wand in einem Fachwerkhaus erhöht (im OG besteht die Wand nur aus Holzbrettern und einer Schicht Putz, da wären 15 cm schon richtig Luxus) und dabei im Material bleibt - wenn das denn Sinn macht - ist exakt die Frage, die sich mir stellt und das bei einem Objekt, das sicherlich in den nächsten 10 Jahren unter der Woche immer wieder auskühlen wird, da wir es nur am Wochenende und im Urlaub bewohnen können.
Ich forsche weiter...
Bis denn
Petra



Mit Verstand...



...meine ich, daß man sich Gedanken macht, was so alles wassertechnisch (ob in Dampfform oder flüssig) in der Hütte passiert. Bei den Materialien bin ich je nach Einsatzzweck toleranter wie viele Forumskollegen hier, was allerdings Grenzen hat. Bei Innendämmungen bin ich bezüglich Materialwahl und Dämmstärke wieder bei unseren Fachmännern bezüglich moderatem Dämmen mit natürlichen Baustoffen. Das kommt nicht von meiner grünen Ader her (die ich nicht habe), sondern eher aus bauphysikalischer Sicht.
Was Christoph mit der Speichermasse (in Anlehnung an Herr Fischer) anspricht, ist auch ein Teil der Argumentation für den "Dämmeffekt" von dicken Mauern. Da wird gerne auf den instationären Zustand hingewiesen (Vorzeichenwechsel der Temperaturdifferenz zwischen innen und außen). Eben diese Argumentation teile ich nicht für den Verzicht auf Dämmung zugunsten dickerer Wände mit viel Speichervermögen. Dennoch hat Christoph recht, daß Speichervermögen von Vorteil ist. Aus meiner Sicht ist also der Idealfall eine speicherfähige Wand und eine Außendämmung. Das vereinbart beide Vorteile.
Wobei da wieder der "Verstand" zum Tragen kommen muß bezüglich der Ausführung.
In deinem Fall (Wochenendbude) macht viel Speichermasse wenig Sinn (zumindest mal ein zusätzliches Einbringen einer solcher). Du kommst Freitag und bis die Wand warm ist, fährst du wieder heim. Solange strahlt dir die kalte Wand in den Nacken (die letzten zwei Sätze nun auch von mir etwas blumig).
Da wäre schon eher eine moderate Innendämmung angebrachter.
@Christoph: meines Wissens nach hält unser lieber Konrad auch die Nachtabsenkung für Blödsinn, mal eine Meinung, die ich mit ihm teile.
Als Leuchtturm würde ich die Seite mal eher nicht bezeichnen und von Herrn Zima bin ich ebenfalls weit entfernt.

Gruß Patrick.



Verstanden



Ich bin jetzt auf eines der Blutbäder gestossen, holla, da habe ich ja ins volle getroffen mit meiner Frage.
Lieber Patrick,
dein Hinweis zur moderaten Innendämmung kam bisher für uns nicht in Frage, da gerade im OG mit der erwähnten Wandstärke von zur Zeit ca. 5- 7cm die originalen Holzwände vorhanden und auch okay sind. (das Objekt ist 350 Jahre alt) Eben dieses würden wir gerne weiterhin sichtbar haben, darüberhinaus fällt der Außenputz eh ab und muß erneuert werden. Von daher scheint eine neue Außenfassade mit Dämmung sinnvoll.
Gruß Petra



mein Kühlschrank



ist gottseidank nicht aus Ziegel, aber drinnen ist es kalt und draußen ist es warm ...



Naja,



bleiben wir doch mal bei den Tatsachen, die durch die Naturgesetze vorgegeben sind.
Massive und schwere Baustoffe haben ein enormes Wärmespeichervermögen, aber auch eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit.
Dämmstoffe können fast keine Wärme speichern, aber sie leiten die Wärme fast garnicht weiter.
Wenn man diese Eigenschaften sinnvoll kombiniert, wird was gescheites draus.
MfG
dasMaurer



"Sarkasmus"/weitere Info



Petra,
Fischers „Sarkasmus“ wirkt auf mich eher erfrischend; schauen Sie mal weiter auf seiner Homepage, da gibt es anschauliche, ausführliche und verständliche Erklärungen zu:
~Heizung, Stichwort Hüllflächentemperierung
~Bodenaufbau
~Wandbildner
~Fachwerk
~Putz und Anstrich
~Fenster
~Dachdeckung
~Dachausbau
~Holzschutz/Rostschutz
....und vieles andre mehr....!

Grüße
Marita Kerr



@ Ulrich



Du hast das Holz vergessen:

Holz hat eine enorme Wärmespeicherfähigkeit, aber nur eine sehr geringe Wärmeleitung. Gleichzeitig ist es Dämm- und Baustoff. Konstruktiv richtig verbaut, ist es dauerhaft wie ein Ziegelbau.

Hölzerne Grüße :-)

Thomas



Holz ist fast ein Alleskönner



Herr Fischer lebt für seine These und er steht voll dahinter.

Es ist und bleibt ein Glaubenskrieg. Und da es ein Glaubenskrieg ist, geht die Runde zu Gunsten auf Herrn Fischer.

Holz kombiniert beides sehr gut. Daher kann man bei Unsicherheit auf dieses Material zugreifen. Damit hätte Herr Fischer allerdings auch schon gewonnen.

Es ist schon verwunderlich, dass es selbst bei der Bauphysik unterschiedliche Meinungen gibt. Anscheinend ist das Thema noch recht unerforscht.

Und zum Thema Kühlschrank, Stefan, dämmt ein Kühlschrank nicht wirklich gut, seine Dichtheit macht es. Im Sommer verbraucht er sogar mehr Strom, wenn die Zimmer-Temperatur steigt. Ein Dämmstoff aus Luft kann "Kälte" nicht dämmen, sondern nur jene positiven Temperaturen, die über der Dämmtemperatur liegen.

Gruß
Alexander Zima



Herr Fischer...



...ist hier gar nicht angetreten, und daß eine (ohne eigene Meinung oder vielleicht gar ohne eigene bauliche Kenntnisse) hier auftauchende Epigonin den Konrad wiederholt durch das Forum zerrt, dürfte ihm vermutlich peinlich sein. Nötig hat er's jedenfalls nicht. Ich zumindest würde keinen Wert auf ahnungslose Anbeter legen.

"Ein Dämmstoff aus Luft kann "Kälte" nicht dämmen, sondern nur jene positiven Temperaturen, die über der Dämmtemperatur liegen."

Das ist Krüppelphysik pur. Wärme und Kälte, positive und negative Temperaturen - das sind doch alles keine physikalischen Kategorien, sondern Umgangssprache. Temperaturdifferenzen können selbstverständlich unter bestimmten Bedingungen durch Luft nach oben wie auch nach unten gedämmt bzw. gepuffert werden.

Bei Ihrem Kühlschrank dürfen Sie gern die Verkleidung entfernen, und die Verbrauchswerte davor und danach messen. Thermoskannen halten Eis kalt, und Heißes heiß (ein Weilchen zumindest). Noch ein leicht fassbares Beispiel? Kaufen Sie demnächst doch einmal 2 gefrorene Fische. Einen schmeißen sie so in den Einkaufskorb, und einen wickeln Sie in eine dicke Zeitung. Dicht ist diese Verpackung ja nicht wirklich, das Ergebnis wird sie aber überraschen.

Grüße

Thomas



Luft hat furchtbare Eigenschaften



>>>>>>>Das ist Krüppelphysik pur. Wärme und Kälte, positive und negative Temperaturen - das sind doch alles keine physikalischen Kategorien, sondern Umgangssprache.>>>>>>>>>>Temperaturdifferenzen können selbstverständlich unter bestimmten Bedingungen durch Luft nach oben wie auch nach unten gedämmt bzw. gepuffert werden.<<<<<<<

Natürlich, aber der Abkühlprozess dominiert. Abhängig von Temperaturdifferenz und Größe der antreffenden/eindringenden Luftmassen. In der Praxis nimmt der Dämmstoff in der Wand immer jene Temperatur ein, die von der Masse (z.B.Außentemperatur) vorgegeben wird.
Es wird demnach nicht möglich sein, die kältere Außentemperatur nach oben zu dämmen, sondern nimmt den einfacheren Weg, die Temperatur selbst anzunehmen. Selbst durch zusätzliche Energiezugabe können wir diesen Abkühlvorgang nicht verhindern, sondern nur weiter nach außen schieben. Dies wäre allerdings von keinem Ottonormal-Privathaushalt finanzierbar. Es ist also immer einfacher und mit weniger Energie verbunden, Luft zum abkühlen zu bringen als diese zu erhitzen. Ein Luftmolekül strebt immer danach, ohne zutun von zusätzlicher Energie, sich zu beruhigen oder besser gesagt, sich abzukühlen. Insofern lasse ich meinen oberen Satz, auch wenn er zu grob formuliert wurde, stehen.

Dämmen bedeutet übrigens auch hemmen, drosseln, abbremsen, abschwächen ....,
(nicht böse sein, ist nur zur Verdeutlichung)

Dann verwundert es auch nicht, dass der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) der Dämmstoffe sooooo genial schwach ist. Ich nenne eine solche Methode der Luftmassenberuhigung auch: "Energievernichtung", aber das ist und bleibt meine persönliche Umgangssprache.

Gruß

Alexander Zima



Na dann...



...weiterhin viel Spaß mit Ihrer ganz persönlichen Form von Physik.

Grüße

Thomas



Schon wieder Erhöhung



>>>>>Die Zeiten in denen sich die Familie am Winterabend um den Kücherherd versammelt sind vorbei. Zur Zeit jedenfalls noch.<<<<<<<

Ich habe das Gefühl, als kämen die Zeiten langsam wieder. Bis zu 30% mehr für Gas. Wird heizen bald Luxus ?

Gruß

Alexander Zima



Herr Zima, ich verstehe ihre Erklärung nicht,...



>>>>>>>>>>Ein Dämmstoff aus Luft kann "Kälte" nicht dämmen, sondern nur jene positiven Temperaturen, die über der Dämmtemperatur liegen.>>>>>>>>>>>Selbst durch zusätzliche Energiezugabe können wir diesen Abkühlvorgang nicht verhindern, sondern nur weiter nach außen schieben. Dies wäre allerdings von keinem Ottonormal-Privathaushalt finanzierbar<<<<<<<<<<
...verstehe ich einfach nicht.

Was ich aber verstehe ist, dass wenn ich mich im Winter auf einen Stein setze, mein Hintern kalt wird und wenn ich eine Styroporplatte darunter lege, die Temperatur für meinen Allerwertesten angenehm wird.
Ich bin deshalb noch kein Styroporbefürworter, was das Dämmen von Häusern angeht, aber dass die Luft in der Platte dafür sorgt, dass ich weniger Wärmeenergie nach unten verliere und verhindert, dass ich mir den Arsch abfriere, ist ohne Frage spürbar.
Jetzt stellen wir uns vor, mein A... wäre die Aussenwand, dann würde ich also weniger Energie nach aussen verlieren, und das wollen wir ja. Also wo ist das Problem?

Das Problem liegt doch nicht im Prinzp Dämmung, das Problem liegt wie immer im Detail: Taupunkt, Diffussionsfähigkeit, kapillare Leitfähigkeit, vorhandene Fenster, Dachüberstände, wirtschaftliche Verhältnismäßigkeit, und, und, und

Wenn einer diese "neue Physik" mal wirklich erklären könnte...
Aber bis ich mich im Winter auf einen wie auch immer dicken Stein setze, müssen noch ein paar gute Argumente kommen.

schöne Grüsse aus dem zum Glück noch warmen Aschaffenburg
Marcus



Die Physik und eine Erklärung



Herr Curtis, ich versuche es mal an ein Beispiel.

Meine persönliche Zima-Physik:
Stellen wir uns einen Heißluftballon vor, den wir durch Zugabe von Energie steigen lassen. An einer bestimmten Höhe drehen wir die Energiezufuhr ab.
Frage 1: Was passiert ? Richtig, der Ballon verliert nach einer kurzen Zeit an Höhe.
Frage 2: Warum verliert der Ballon an Höhe ?
Wenn sie die Antwort wissen, dann verstehen sie auch die neue persönliche Physik, die natürlich keine Neue ist.
Luft hat immer, immer das Bestreben sich abzukühlen, seit jeher. Die warme Luft des Ballons kühlt sich ab zu jener kühleren Luftmasse, die es umgibt. Und nicht umgekehrt.

Ein weiteres Beispiel (meiner persönlichen Physik) zeigt deutlich, wie effizient der Wärmedämmfaktor mittels Energievernichtung von Luftmoleküle zustande kommt.
Zünden sie eine Kerze an. Die Flamme hat eine Temperatur von ca. 1200 Grad. Ganz schön heiß, wenn sie in die Flamme halten, gelle? Ist sie auch so heiß wenn sie die Hand ca. 40cm darüber halten ? Nein, nur ein warmes Lüftchen. Dabei weichen die Moleküle nicht ihrer Hand aus, dies sind jene, die noch vor einer Sekunde 1200 Grad besaßen.

Und was bedeutet dies für einen Dämmstoff ? Ein Dämmstoff besteht aus ca. 90% Luft. Demnach hat ein Dämmstoff die gleichen Eigenschaften. Bei einer Außentemperatur von 0 Grad und einer Innentemperatur von 20 Grad, ist ihr AußenDämmstoff ARBEITSLOS, da die Heizenergie von winzigen 20 Grad erst gar nicht durch eine Poroton- oder Porenbetonwand (ebenfalls nach Luftprinzip) kommt, sondern buchstäblich in Luftmanier zur Abkühlung gezwungen wird. Ihre so gut eingebaute, teure, durchdachte Dämmung und der größte Teil der gesamten Außenwand „Friert“ buchstäblich vor sich hin. Und zusätzlich erhalten sie als gratis Zugabe noch Feuchtigkeitsprobleme.

Und jetzt zu ihrem Popo ;-)
Ausgangspunkt: Wenn beide Materialien (Stein und Styropor) die gleiche Temperatur besitzen. Sie aggieren mit Ihrem Popo jetzt als aktive Heizung.

Der Stein mit seiner hohen Dichte leitet die Wärme Ihres warmen Popos zügig ab. Dies ist der Effekt, der sich auf der Haut recht kühl anfühlt, obwohl der Stein die gleiche Temperatur besitzt wie das Styropor. Wenn sie aufstehen gibt der Stein die zugeführte Energie wieder an den Raum ab. Und je länger sie darauf sitzen bleiben, um so wärmer wird er.

Beim Styropor ist es genau umgekehrt. Die Körper-Wärmestrahlung wird im Dämmstoff zigfach in den ersten Kammern absorbiert und reflektiert, dies fühlt sich auf Ihrer Haut warm an, obwohl der Dämmstoff kühler ist. Der Dämmstoff erwärmt sich Klein-Flächig um ihren Popo herum, da ihre Körperstrahlung den Luftmolekülen Energie zuführt. Wenn Sie jetzt aufstehen, greift danach meine persönliche neue Zimatische Physik im Dämmstoff wieder ;-) Denken Sie an den Ballon weiter oben.

Fazit:
Wo bitte spart ihre Dämmung jetzt Energie ?
Im Gegenteil, sie müßen bei einer komplett Dämmung das gesamte dafür eingebrachte Kapital zu ihrer Heizungsrechnung hinzuaddieren. Machen Sie das, oder legen Sie die Rechnung getrennt in den Aktenschrank ?

Und Sie haben völlig recht, es gibt ja auch andere Möglichkeiten zu sparen: Fenster, Türen, Abdichtungen, Deckenabhängen, moderne Heizung, neue Heiztechnologien, Anbieter wechseln, Rohstoff wechseln, nicht den Raum mit 23 Grad heizen und mit T-Shirts rumlaufen, und vor allem: Keine Dämmung einbauen.

hoffe, ich konnte helfen.
Gruß aus Bad Oeynhausen
Alexander Zima



Was für ein Unsinn:



"wie effizient der Wärmedämmfaktor mittels Energievernichtung von Luftmoleküle zustande kommt"

Energie kann nicht vernichtet werden.

Vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit, hier im Forum eine Art "Buddelkasten" einzurichten, wo Albernheiten hin verschoben werden können?

Schade um die Zeit, ich klinke mich hier aus.

Grüße

Thomas



So richtig verstehe ich immer noch nicht....



..., warum man neue Regeln der Physik braucht und von Energievernichtung sprechen muss, um die Sache zu erklären. Es gibt doch den Energieerhaltungssatz, und ich gehe mal davon aus, dass er in der Grobheit, in der wir ihn hier brauchen auch stimmt. Es wird also keine Energie vernichtet, sondern nur umgewandelt oder wie hier an die umgebenden Materialien abgegeben bis sie die gleiche Temperatur haben. Deshalb kühlt der Heissluftballon ab, erwärmt aber dabei natürlich auch die umgebende Luft. Au0erhalb ist allerdings a bissl mehr Luft als im Ballon und außerdem kann sie sich bewegen. Die Energie fliegt also davon, wie bei der Kerze in ihrem Beispiel, die ja den ganzen Raum wärmer macht, weshalb es dann in gewissem Abstand über der Kerze nur noch lauwarm ist.
Sie sagen der Stein, auf dem ich sitze leitet die Wärme zügig ab, das Styropor mit der Luft drinnen dagegen nicht. Na da sind wir doch zusammen, das wollen wir doch, dass die Wärme langsamer abgeleitet wird, damit der Popo bzw. die beheizte Wand länger warm bleibt.
Warum sie jetzt in Bezug auf die arbeitslose Dämmung in ihrem Kommentar von einer Poroton oder Porenbetonwand sprechen, die davor sitzt, verstehe ich nicht. Hier im Forum geht es um Fachwerkwände, Natursteinwände, oder wie in der Frage von Petra um verputzte Bretter. Auf eine 36er Porenbetonwand würde ich auch keine Dämmung mehr aufbringen.

@Petra
Wenn das Haus nur Wochenends und im Urlaub genutzt wird, ist wirklich zu überlegen, ob Dämmung überhaupt notwendig ist. Das wichtigste ist erstmal Winddichte, das wäre mit neu Verputzen schon gewährleistet. Die Anschlüsse an Fenster, Decke, Dach usw. sollten dicht sein.
Von Innen- oder Außendämmung kann man bei einer Bretterwand ja auch nicht wirklich sprechen, da keine wirklich massive Wand vorhanden ist.
Am sinnvollsten wäre wahrscheinlich, wenn gedämmt werden soll, eine Holzweichfaserplatte, von außen aufgeschraubt. Die Stärke ergibt sich aus den baulichen Gegebenheiten, der gewünschten Dämmwirkung und ihrem Geldbeutel. Die Platte müsste dann allerdings gegen Wetter geschützt werden. Das geht mit einer Hinterlüfteten Vorhangfassade aus Holz, Schindeln, Schiefer o.ä.
Da das Haus wahrscheinlich außerdem schwerere Wände hat, wäre dort eine hinterlüftete Holzverschalung innen auf halber Höhe der Wand zu überlegen. Das vermindert zwar nicht unbedingt den Energieverlust, sorgt aber dafür dass die kalte Wand dahinter nicht so unangenehm strahlt und man sich wohlfühlen kann auch wenn das Haus an sich noch nicht durchgewärmt ist.
Mal abgesehen von dem Aufbau der Außenwände wäre ein Kachel- oder Lehmofen als Heizquelle im Hauptaufenthaltsraum sicher die am meisten Wohnqualität steigernde Maßnahme (wenn nicht schon vorhanden).
Grüsse,
Marcus



In einem anderen...



...Beitrag von Herrn Zima habe ich um den physikalischen Hintergrund einer Theorie gebeten und keinen bekommen. Da war ich etwas entäuscht. Nach diesem Beitrag bin ich mir nicht mehr sicher, ob es eine gute Idee war, die "physikalischen" Erklärungen einzufordern.
An alle Mitleser, es gilt der Energieerhaltungssatz, auch für Luft! Zu dem anderen Thesenwirrwarr schreib ich nix, da bräuchte ich ja drei Stunden, um zu allein das ganze zu entflechten.
Für diejenigen, die in Physik aktiv weggehört haben, sollte es eigentlich selbstverständlich sein, zu diesem Thema nicht hanebüchene Sätze zu schreiben. Ich klink mich doch auch nicht bei Diskussionen von Medizinern ein, ohne einen blassen Schimmer zu haben.

Gruß Patrick.



Energieerhaltungssatz richtig verstehen



Ich bin froh, das der „Energieerhaltungssatz“ hier angestimmt wurde. Ich empfehle allen meinen Skeptikern, die sich für Physik interessieren, diesen noch einmal in Ruhe vorzunehmen und zu studieren.

Ich habe natürlich mit so einem Ansturm gerechnet. Mein Beitrag gilt auch nicht denen, die bereits Dämmung eingebaut haben oder gar verkaufen, sondern jene, die Aufklärung verlangen und kurz vor einer Entscheidung als Privatperson stehen, ihr Geld zu investieren.

Ich denke, das Petra eine solche Diskussion wollte. Und welchen Guru sie nun wählt, einem Dämmkritiker oder einem Dämmbefürworter, spielt keine Rolle, solange sie von Ihrer Entscheidung überzeugt ist.

Herr Curtis, ich finde es sehr gut, das sie sich mit mir darüber so eifrig unterhalten möchten. So entsteht wenigstens eine offene und nette Diskussion. Und es macht auch Spaß. Ich empfehle Ihnen dennoch Ihre Gedanken weiter zu verfolgen. Sie zeigen guten Willen, ich glaube, dass sie es bald verstehen werden.

Gruß

Alexander Zima



Sie zeigen guten Willen, ich glaube, dass sie es bald verstehen werden....



...Der war gut. Sie machen mir auch Spass.
Ich werde nochmal drüber meditieren, bin wohl wirklich noch nicht soweit.

Petra, liest Du eigentlich auch noch mit?

Die Sonne kommt, ich geh' jetzt raus
aus meinem ungedämmten Haus,

sonnige Grüsse,
Marcus



Der Spass schon vorbei?...



...schade eigentlich.
liebe Grüsse andie, die noch mitlesen,
Marcus



Richtige Physik oder doch der rettende Energieerhaltungssatz ?



Ich möchte Ihnen die Freude natürlich nicht nehmen. Aber neben meiner Familie bastel ich auch sehr gern an mein Häuslein. Darum bin ich auch nicht immer der Schnellste.

>>>>>>>Deshalb kühlt der Heissluftballon ab, erwärmt aber dabei natürlich auch die umgebende Luft. Au0erhalb ist allerdings a bissl mehr Luft als im Ballon und außerdem kann sie sich bewegen. Die Energie fliegt also davon, wie bei der Kerze in ihrem Beispiel, die ja den ganzen Raum wärmer macht, weshalb es dann in gewissem Abstand über der Kerze nur noch lauwarm ist.<<<<<<<

Ballon: Wohin fliegt die Energie denn und was tut sie dann ? Bitte benutzen sie nicht das Wort "Abkühlung" oder ein Synonym davon.

Kerze: Wollen Sie mir etwa damit sagen, dass die 1200 Grad an meiner Hand vorbei ziehen ? An den Seiten merke ich Strahlungswärme, wenn ich die Hand etwas verschiebe, wird es eher kühler als wärmer. Aber benutzen sie nie, nie bei ihrer Eigenerklärung beider Experimente das Wort "Abkühlung" oder eine andere gleiche Bedeutung. Wenn Sie mir das plausibel erklären können, schmeiße ich, versprochen, meine gesamte Eigenphysik auf den Haufen. Versprochen.

Bevor Sie mir das gut erklären können, benötigen sie noch ein paar Informationen über den rettenden Energieerhaltungssatzes, worauf sie sich berufen.

Sie haben gemeinsam mit Herrn Neika den Energieerhaltungssatz angesprochen, der Anwendung finden soll. Dieser Satz wäre in der Tat der letzte Ausweg aus der Erklärungsnot. Leider findet der Energieerhaltungssatz hierbei keine Verwendung, da ein Dämmstoff, Heißluftballon oder ein Zimmer, alles andere ist als ein abgeschlossenes oder auch isoliertes System.

Aufgepasst: Auch die Welt, auf der wir leben ist kein abgeschlossenes System. Wenn die Sonne (Energiezufuhr) von heut auf morgen erlischt, können wir uns den Energieerhaltungssatz in den Popo schieben, da die Luftmoleküle ihren Abkühldrang endlich ohne den größten Widerstand weiter vollziehen können, eine absolute Beruhigung, eine klirrende Kälte, alles zuvor an geernteter Energie ist weg, erloschen, vernichtet, aus heiterem Himmel, einfach so, unwiederbringlich. Die Luftmoleküle werden jetzt laut anfangen zu lachen, bevor wir jämmerlich erfrieren. (Energieerhaltungssatz bitte genau studieren, schlagen Sie auch nach offenen, geschlossenen und isolierten Systemen nach)

Im übrigen Herr Curtis, ist der Mensch die Einzige, ich wiederhole, die einzige Lebensform auf dieser Welt, die glaubt, mit einem Gas wie Luft, die im Normalzustand oder auch Nullzustand genannt, eine MINUStemperatur von ca. 275 Grad besitzt, an Wänden und Dachböden angebracht, Heizkosten sparen zu können.

Die Natur war da etwas schlauer und benutzt bei allen Tierarten, in eiskalten Regionen auf Energieerhaltung durch Wärmespeicherung, geschickte Solarausnutzung dank Reflexion und Absorbation. Das sichert das Überleben aller Arten in diesen lebensfeindlichen Regionen. Manche Arten setzen sogar auf erhöhtem und schnellerem Wärmefluss und stellen damit die gesamte menschliche Wichtigkeit von Wärmeleitung in Frage.
Wollen sie deren geschickten Mechanismus in Frage stellen ?

Noch was zu Ihrem Popo ;-), Wir können dem Eisbären ja seinen Wärmespeicher (ihr Stein), seine schwarze Absorbationshaut und sein Reflexionsfell entnehmen und ihn in modernster Glaswollmanier (ihr Styropor) von 150mm warm einpacken. Danach schicken wir ihn wieder mit voller Zuversicht in seine eiskalte Heimat zurück. Dieser arme Bär wird binnen weniger Stunden jämmerlich erfrieren, da die gewaltigen Außentemperaturen den Dämmstoff ausfüllen werden, da kann die poplige Eigentemperatur nichts entgegensetzen. Die Energiezufuhr ist zu gering und die Vernichtung zu schnell. Seine warme eingebrachte Luft kühlt sich einfach so ab, weg, pfutsch, vernichtet von auslösenden hohen Temperaturdifferenzen !!! Und so verlieren wir im Namen der Wissenschaft einen Eisbären.

Wenn sie auf den Stein eine Weile sitzen bleiben, wird er warm, sogar mollig warm, richtig warm. Wir kennen das von Moorpackungen, Lehmwickel......
UND JETZT KOMMT ES: Dabei kommt JETZT ihr "Energieerhaltungssatz" ins Spiel, denn ein Stein ist ein „geschlossenes System“, welches Energie mit der Umwelt aufnehmen und abgeben kann, aber eben keine Materie. In ihm wird KEINE Energie vernichtet. Zugeführte Energie bleibt in ihm konstant erhalten. Dabei strahlt der Stein 1:1 ohne Energieverluste !!!

Jetzt können sie den Stein an ihrem Gesäß binden und ihn mit aller Kraft und bei Minusgraden aus den Fenster hängen lassen. Ihre 30 Grad warme direkte Energiezufuhr und der Energieerhalungsmechanismus reichen diesmal aus, auch kältere Temperaturen stand zu halten. Sie werden feststellen, dass sie einen schönen warmen Popo noch nach Stunden besitzen werden, garantiert. Versuchen sie dies mal bei Ihrem Styroporstückchen.

Fallen Sie mir aber dabei nicht aus dem Fenster.
Sonst können Sie mich bald besuchen:

Gruß aus der Kurstadt Bad Oeynhausen
Alexander Zima



Neue Erkenntnisse, die zu einem Roman ausuferten



Hallo alle zusammen,
jetzt habe ich wieder gelesen und konnte feststellen, dass die Grundsatzdiskussion weiter gegangen ist, was für eine solche ja auch wohl typisch ist, da habt ihr ja wohl auch so euer ganz besonderes Vergnügen dran, hoffe ich zumindestens.
Aber nun zu unserem Haus:
Wir waren am Wochenende wieder dort und ich habe zwei Stellen an der unteren Fassade im Süden aufgebrochen, um zu erruieren, wo sich der Schwellbalken befindet und eine gute Nachricht, er liegt tatsächlich oberhalb des Geländes. Ansonsten musste ich feststellen, dass der hinter dem abbröselnden Zementputz liegende Anzug aus losen Wackersteinen besteht, die mit dem Entfernen des Putzes auch ihre Funktion verlieren werden, da es nur ein loser Steinhaufen ist. Dem nach ergibt sich für uns die Situation, dass nach dem Entfernen des Putzes ein Ständerwerk stehen bleiben wird. Womit genau zur Zeit ausgefacht ist, ist noch nicht ganz klar. Eine Stelle, die wir innen schon mal aufgemacht haben, beinhaltet loses Stroh und Heu. Wahrscheinlich werden wir dieses Wochenende vorsichtig noch an zwei anderen Stellen die Innenverkleidung öffnen und dahinter schauen. Da wir das Haus diesen Winter noch als Bleibe nutzen wollen, können wir nicht einfach alles abreißen. Die Grossbaustelle verschieben wir auf nächstes Jahr, wenn unser Silo ausgebaut ist und wir es dort behaglich haben. Das Haus ist demnach aktuell ein Ständerbau, das im EG im Süden mit losen und verputzen Steinen und im Osten mit Steinen, Latten und Lehm ummantelt ist, die Stärke der Schicht ist unten bei 30-40 cm und verjüngt sich nach oben zum 1. OG auf null.
Für uns stellt sich also die Frage, womit wir ausfachen und was wir dann davor bauen. Was wir wissen ist, dass wir keine gerade nach oben gehende Wand haben wollen, sondern Vorsprünge im Bereich der Fenster. Wir haben uns im Freilichtmuseum in Illerbeuren ein Haus angesehen, dass aus der gleichen Region und Zeit stammt und ebenfalls ein Tennenhaus ist und wollen uns an dieser Optik orientieren. Das heißt, wir suchen eine bauphysikalisch sinnvolle Lösung, mit der es auch möglich ist Vorsprünge umzusetzen, die wir in weiten Teilen selber machen können und die bezahlbar ist. Es geht dabei um eine Süd- und eine Ostfassade, der Rest des Wohnbereichs steht in der Tenne. Die Lage des Hauses bedingt, dass die Südfassade zur Wetterseite wird, da der von Westen kommende oft sehr starke Wind durch die sehr nah stehende hohe Scheune des Nachbarn genau auf die Fassade geleitet wird, insbesondere das obere Eckfenster wird vom Regen getroffen, da reicht der Dachüberstand nicht aus. Was auf jeden Fall sehr wichtig ist, ist die Winddichtigkeit, denn da bläst es ganz gut. Ein erster Schritt sind neue Fenster, da sind Holzkastenfenster geplant. Wir heizen mit zwei Holz- Kohleöfen und daran wird sich auch erst mal nichts änderen, visionär denken wir an einen Kachelofen,der Hinweis kam ja auch schon, die beiden Räume oben werden durch Luftklappen von unten mit geheizt und da ist auch nichts anderes angedacht. Ich hänge mal Fotos an von unserem Haus und der Sölde in Honsolgen aus dem Museum. Bei unserem Haus geht es nur um den kleinen Teil links neben der Tennendurchfahrt, Eg und 1. OG, den Rest langen wir nicht an, die Grundfläche ist 55qm, Fassade je ca 60 qm inkl. Fenster und Türen. Zur Zeit erneuren wir das Fundament im Westen, anschließend geht es dann auf die Südseite und je nach Aufbau der Fassade können und sollten wir die Breite des Fundaments jetzt von unten her anpassen. Auch wenn die tatsächliche Umsetzung noch nicht ansteht, ist die Planung dann doch jetzt aktuell.
Grunsätzlich noch zum Fußboden: Die halbe Küche ist mit einem Erdkeller versehen, die andere Hälfte und die Stube liegen direkt auf dem Erdreich, die Diele steht auf Stützen und schwebt in der Luft, von Ost nach West, da das Gelände nach Westen stark abfällt. So weit aus München. Ob mir hier an der derzeitigen Stelle jemand weiterhelfen kann, weiß ich nicht, aber schauen wir mal
Liebe Grüße und danke für all die konstuktiven Ansätze.
Petra
Das mit den Fotos klappt nicht, geht hier eigentlich grundsätzlich nur ein Foto im Anhang? Ansonsten muss ich sie wohl erst mal kleiner speichern.



Probier doch mal,....



....die Bilder in deinem Profil einzufügen, da gehen endlos viele Bilder rein. Ich glaube zwar nicht, dass ich Dir in Deinem Fall noch eine besonders grosse Hilfe sein kann, interessieren würde mich aber trotzdem, wie euer Haus aussieht, mit den Fenstervorsprüngen und der unten ausgestellten Mauer. Hört sich sehr schön und interessant an.
Zu die Lage verdeutlichenden Bildern fällt vielleicht auch jemand anderem noch was hilfreiches ein.
viele Grüsse,
Marcus



Ich bins nochmal Herr Zima...



...ich war ein paar Tage weg und will's nun nochmal versuchen.
Ich will wirklich verstehen, was sie meinen. Aber auch das nochmalige studieren des Energieerhaltungssatzes hat mich nicht weitergebracht. Auch bei Tante Wiki steht da: Energie kann nicht vernichtet werden.
Ich frage mich jetzt wirklich, was sie dazu bewegt, an dieser These mit der Energievernichtung festzuhalten. Ich meine es ist doch offensichtlich, dass Luft, die sich nicht bewegt gut dämmt. Ob bei einem Wollpulli, einem Eisbärfell, Glaswolle, Styropor, einem ytong- stein oder was auch immer. Es ist immer vor allem die unbewegte Luft, die dafür sorgt, dass weniger Wärme pro Zeit verloren geht.

Wenn sich Luft bewegen kann, führt sie natürlich schnell Energie ab, wie man bei dem Beispiel mit der Kerze gut feststellen kann. Aber die Energie ist doch nicht vernichtet. Sie ist nur verteilt im Raum. Passivhäuser kann man mit Kerzen heizen. Übrigens auch nur, weil sie in eine dicke Dämmschicht eingepackt sind, die vor allem Luft enthält. Dass da andere Probleme auftreten können mit dem Luftaustausch, Feuchtigkeitshaushalt usw. ist klar, aber das ändert doch nichts an der Tatsache, dass stehende Luft dämmt!?

Das sind doch Tatsachen, oder?
Was ist nun ihre Motivation, etwas anderes zu behaupten und sich die Mühe zu machen, das hier so ausführlich darzulegen. Das interessiert mich wirklich, ehrlich!

Ich bin gespannt,
Marcus



Ein Widerspruch ?



Hallo Herr Curtis

Es gibt zwei bewiesene physikalische Eigenschaften der Luft. Zum einen seine bekannten geringen Wärmedurchgangswerte und zum anderen seine sehr bescheidene Speicherfähigkeit.

Ihr Beitrag widerspricht sich mit den bekannten Eigenschaften, denn wenn Luft laut Ihrer Auffassung jene Energie ohne Verluste 1:1 abgibt, dann müsste der Wärmedurchgangswert auf Grund seiner fast fehlenden Fesselung und Verweildauer, logischerweise recht hoch sein.
Sie wissen aber, dass dies nicht der Fall ist.

Also eine einfache Frage: Wie soll die Energie im Dämmstoff hängen bleiben, wenn sie nicht hängen bleiben kann?


Tatsachen und Behauptung
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Sie fragen mich nach meiner Motivation, etwas anderes zu behaupten ? Nicht ich behaupte, sondern die Dämmbefürworter.
Nicht ich muss beweisen, dass Dämmung nichts bringt, sondern der Hersteller und der ausführende Handwerker muss mir plausibel erklären, warum ich 15.000 Euro in eine Dämmsanierung investieren soll.
Aber eine schriftliche Garantie gibt mir dann trotzdem keiner.
Also eine Kapitalanlage im Gutglauben, oder besser gesagt

„ohne jegliche Garantie, nur im Austausch von Vertrauen“

Meine Motivation wird getragen von der Erkenntnis. Ich weiß, dass Dämmung keine Energie spart, weil ich selbst in einem teils gedämmten Haus lebe. Alle mir bekannten Verbrauchsanalysen (auch meine eigenen) können keine Ersparnis durch Dämmung nachweisen. Im Gegenteil, die Investitionskosten machen eine Dämmung unlukrativ.
Bitte lesen Sie hierbei in einem meiner früheren Beiträge.

Glauben Sie mir, ich würde dämmen wenn es was bringen würde, denn auch ich habe kein Geld zu verschenken.


Gruß aus Bad Oeynhausen

Alexander Zima



Seltsam...



...als ich meine Hütte gekauft habe, haben zwei Ölöfen mit betrieben mit um die 4 kW nicht mal ein Geschoß warm bekommen. Und jetzt dreimal soviel Wohnfläche mit einer Pelletszentralheizung (14,9 kW), die bloß die halbe Zeit läuft. Fast hätte ich den Stall vergessen (24 qm), der wird ja auch warm. Vielleicht verhält sich die in meinen Dämmaterialien enthaltene Luft irgendwie anders als Ihre, Herr Zima.
Naja, ich muß ja nicht alles kapieren...

Gruß Patrick.



Herzlichen Glückwunsch



Hallo Herr Neika,

Anscheinend haben Ihre Vorbesitzer Jahrzehntelang gefroren.
Sie haben 8KW (Direktheizung) mit einer fast doppelt so starken Pelletzentralheizung getauscht. Jetzt bekommen Sie Ihre Butze dank mehr Power, besserem Wirkungsgrad und neuer Zentraltechnik alles schön warm.
Herzlichen Glückwunsch, war doch eine gute Investition.

Aber was hat das mit Ihrer Dämmung zu tun ?


Gruß aus Bad Oeynhausen
Alexander Zima



Ich fasse zusammen...



... ihrer Erfahrung nach lohnt sich das Dämmen finanziell nicht. Zumindest nicht in ihrem Fall mit einem teilweise gedämmten Haus.
Das kann schon sein. Da spielen ja schließlich viele Faktoren eine Rolle. Daraus aber zu schliessen, dass Dämmung nicht dämmt, halte ich aber für daneben.
Beim sparen würde es mir auch nicht nur ums Geld, sondern auch um das Energiesparen an sich gehen. Auch Geldmäßig denke ich wird in Zukunft der Nachweis der Rentabilität von Dämmung immer einfacher zu führen sein bei der Preisentwicklung bei Brennstoffen.
Trotzdem würde auch ich nicht eine intakte Fassade dämmen. Aber wenn eh was gemacht werden soll ist eine Dämmung meist nur ein geringer Mehraufwand und spart sicher auf Dauer nicht nur Energie, sondern auch bares Geld.
Noch mal kurz zu ihrer Begründung, warum Dämmung nicht dämmt. Da ist kein Widerspruch: geringer Wärmedurchgang bedeutet gute Dämmung, geringe Speicherfähigkeit heisst lediglich, dass da wenig Masse ist, die Energie speichern kann, also in einem 20 Grad Warmen Backstein steckt mehr Energie als in einem gleichwarmen und gleichgroßen Stück Styropor. Deshalb sinnigerweise innen Masse, Aussen Dämmung.
Aber das ist ja nichts neues.
Schade, dass Petra keine Bilder Schickt.
Grüsse MArcus



Was das mit meiner Dämmung zu tun hat?



Nochmal zum Nachlesen:

Vorher mit 8 kW Dauerbrand ca. 55 qm warm bekommen, jetzt mit 15 kW und halber Einschaltzeit ca. 200 qm warm.
Das hat nix mit der Effizienz der Anlage zu tun, weil die 8 kW die Abgabe waren. Mit welchem Wirkungsgrad das in den alten Öfen ablief, weiß ich nicht. Steht ja auch nicht zur Debatte. Ich hoffe, es leuchtet jetzt ein.
Und da stimme Marcus natürlich zu, ob eine Investition in Dämmaßnahmen und wenn, nach welcher Zeit, sich finanziell lohnt hat nichts mit der Wirksamkeit einer Dämmung zu tun.

Gruß Patrick.



Oh spannend



eine physikalische Grundsatzdiskussion.
(Tschuldigung das ich schon wieder vom eigentlichen Thema "Dämmung" ablenke)
Also Herr Zima: Sie haben eben darauf hingewiesen das Wort "Abkühlung" nicht falsch ztu verwenden. Wie definieren Sie Abkühlung denn?
Und nochmal zum Energieerhaltungssatz: Energie kann nicht verloren gehen. Soweit ich das verstanden habe widersprechen sie dem, da es sich in den hier angesrochenen Fällen nicht um geschlossene Systeme handelt. Wo bitte gibt es denn geschlossene Systeme? Ginge morgen die Sonne aus (Ihr Beispiel) würde die Erde sehr schnell kalt werden (Bewusst nicht abkühlen geschrieben). Da gebe ich Ihnen Recht. Warum würde sie das? Ganz bestimmt nicht weil Atome und/oder Molekühle nach ihrem Nullzustand streben sondern weil Energie abgegeben/abgestrahlt wird (Kein geschlossenes System). Ich sage bewußt Energie und nicht Wärme, da dieser Begriff oft missverstanden wird. Eigentlich ist Wärme nur die Bewegung von Atomen gegeneinander und Bewegung in den Atomen selber. Bewegt sich nichts haben wir die von Ihnen angesprochene Temperatur von 0 Kelvin. Nun können Atome Ihre Energie auch nicht auslöschen sondern nur weitergeben.

Ihr Beispiel des Eisbären fand ich auch sehr schön. Der Eisbär nutzt ein wirklich verblüffendes System aus Absorption und Dämmung. Durch sein strahlungsdurchlässiges Fell kann er mit seiner schwarzen Haut besoders viel Strahlung aufnehmen und sich somit erwärmen (neidisch bin). Dieses Fell hat allerdings auch dämmende Eigenschaften. Es bildet nicht nur zwischen den Haaren Lufteinschlüsse, zusätzlich ist jedes Haar auch noch hohl (Lufteinschluss). Sonst würde das arme Tier in der langen sonnenfreien Zeit oder mit den Jungen in der Schneehöhle erfrieren.
Der Eisbär dämmt sich also durch möglichst viele Übergänge zu unterschiedlichen Materialien(Haar/Luft/Haar...)
So versuchen es dir Menschen ja auch.

Nicht dass Sie mich falsch Verstehen, dass ist kein Angriff auf Ihr persönlich Meinung. Ich stehe den Dämmstoffen aus klimatischen Gründen auch sehr skeptisch gegenüber. Aber die physiklachen Hintergründe finde ich sehr interessant.



Verbrauchsanalysen



Hallo Herr Neika,

Woher will man wissen, ob Ihre neue Heizung auch ohne Außendämmung alles schön warm hätte bekommen können ?
Um die erfolgreiche Wirkung der Dämmung nachzuweisen, hätte man einige Jahre mit der neuen Heizung ohne Dämmung, und dann einige Jahre mit heizen müssen. Und dann kommen immer noch weitere Faktoren hinzu, die über den gesamten Zeitraum eingehalten werden müssten: Keine weiteren wärmetechnische Eingriffe, konstante Heizgewohnheiten.

Alles andere sind in unseren Augen Vermutungen.

Auch ich muss zugeben, natürlich „weiß“ ich es auch nicht 100%tig, sondern vermute es nur, dass meine und andere Verbrauchsanalysen die Dämmung als nutzlos dastehen lassen.

Es müssten also offizielle und neutrale Ergebnisse, Forschungsberichte, Praxiserfahrungen aufgeführt werden. Dazu habe ich bisher drei ausgewertete Projekte kennengelernt. Allesamt zeigen allerdings gegenteilige Ergebnisse auf, die eine Wirkungsweise der Dämmung nicht bestätigen.

Fair ist Fair.

Gruß aus Bad Oeynhausen
Alexander Zima



Ja: Dämmung dämmt, aber keine Heizenergie



Hallo Herr Curtis,

Fall sich in einem meiner Nachrichten „Dämmung dämmt nicht“ geschrieben habe, bitte ich um Entschuldigung. Ich habe stets versucht dies zu vermeiden.
Ich habe immer erwähnt, dass sie in einer Heizperiode keine Heizkosten sparen wird. Ich wollte das noch mal hervorheben, sonst entsteht ein solcher Eindruck.

Gruß aus Bad Oeynhausen
Alexander Zima



Warum spart dämmen nicht ???



Hallo Shorty,

aber nein, persönlich nehme ich das nicht. Keine Sorge. Im Gegenteil. Nur kurz, um zum eigentlichen Thema zu bleiben:

Die Luftkammern dienen dem Bären nicht zum dämmen der Körperwärme sondern zum absorbieren und transmittieren von Sonnenstrahlen. Die eingeschlossene Luft ist in Ihrer Masse so gering, das selbst wenn, keine nennenswerte Isolationsaufgabe in dieser Kälte hätten bewältigt werden können. Ich hatte die Luftkammern im Haar nicht erwähnt, weil auch ein Pinguin gänzlich ohne Fell und Luft bestens zurecht kommt. Ich wollte das Thema „Luft versus Speicherung“ in der Tierwelt verdeutlichen, dass die Natur in kalten Regionen „Speicherung“ BEVORZUGT.

Zum Thema Weltuntergang:

1. Das auf die Erde eintreffenden Wärmestrahlen auch zu 100% wieder durch gesättigte Luft, Erdmaterialien, Wasser oder Wasserstoff wieder abgegeben werden, ist nicht bewiesen. Hier zerstreiten sich hochrangige Physiker und malen ihre Version der Erderwärmung.
2. Tatsache ist, dass nur ein Teil der Energie durch Strahlung via gesättigte Luftmassen, Erdoberfläche oder Wasser unseren Planten verlassen. Ein großer Teil wird durch Energieverlust in der Luftatmosphäre selbst, durch die Schwerkraft, der Dichte und des Luftdrucks „adiabatische Expansion“ verursacht. Dies zeugt von der zunehmenden Temperaturabnahme pro Höhe in der Atmosphäre.

3. Auch ein Atom verliert Energie, durch Eindringung in einen Festkörper wird er gebremst, dies wird in der Physik „Energieverlust“ bezeichnet. Dabei gewinnt das Atom beim Wiederaustritt nicht an Energie.

4. Energievernichtung existiert. Sieht man aus der Sicht des Energieerhaltungssatz, ist die Erde kein geschlossenes System, sondern ein offenes, welches Temperaturen und Materie austauschen kann.

5. Auch im Weltall ist Energie relativ gesehen nur ein kurzer Augenblick. Auch Wärmestrahlen verlieren in der Entfernung an Energie, auch bei uns auf der Erde.

6. Ein System bleibt stabil. Nur die Wärmestrahlung unserer Sonne bestimmt die Energie auf unserer Erde. Unsere in die Luft gepustete Schadstoff-Energien werden in der Erdatmosphäre kompensiert. Tests zeigten, dass eine künstlichen Erhöhung der Temperaturen, also ein zutun, die Energieabgabe und der Energieverlust auf das 4fache anstieg. Also kehrt ein System zum Altzustand automatisch zurück. Laut Forschungsbericht.

7. Luft hat immer das Bedürfnis sich zu beruhigen. Wenn Sie ein Gas durch Energiezufuhr erwärmen, ändert sich auch der Druck-Zustand. Druckerhöhungen werden automatisch ausgeglichen, es sei denn, Sie Isolieren dieses Gas. Hinzukommen die Energieverluste in den Horizontalen durch die Schwerkraft. Sie können kein Luftmolekül in Bewegung versetzen, was für Ewigkeit andauert.


Mich würden allerdings Ihre Aufschreibungen interessieren, warum in Ihren Augen eine Dämmung keinen Sinn macht. Vielleicht ist dies ja besser als meine Vermutung ?

Gruß aus Bad Oeynhausen
Alexander Zima