Innendämmung einer Aussenwand mit Lehmbauplatten + Weichfaserholzplatten




Möchte eine Aussenwand(24cm Bimshohlblock) innen dämmen. An dieser Wand befand sich Schimmel. Ich möchte a)eine gute Dämmung b)eine Wand, die nach innen Feuchtigkeit abgeben kann.
Was ist insgesamt(Dämmung u. Feuchtigkeitstransp.) besser:
1) Lehmbauplatten 30mm (mit Isolierdübel befestigt)
2) Lehmputz 20mm
oder
1) Holzweichfaserplatten (m. Isolierdübel)
2) Lehmputz 20mm

Müsste man die Patten mit Lehmmörtel und kleine Abstandshalter (evtl. aus Styrpor) zusätzlich befestigen?





Die Kapillaraktivität von Lehm ist deutlich besser als die von HWF Platten.
Allein als Wärmedämmung bringt Lehm aber nicht sonderlich viel.


Grüße aus Schönebeck





Hallo Siegmar,

das Bauteil ist nicht ganz ohne. Hohlblocksteine sind hinsichtlich einer Innendämmung recht problematisch und es kann leichter zum Tauwasserausfall in der Ebene hinter einer Dämmplatte kommen als bei anderen Steinen.

Die Konstruktion muss auf alle Fälle durchgerechnet werden um vernünftige Materialstärken / Schichtaufbauten zu bekommen. "Viel hilft viel" ist hier falsch. Wichtig ist ein Funktionieren der Kapillarität, was bei den von Dir genannten Werkstoffen aber gegeben ist.

Als erstes muss aber herausgefunden werden, weshalb bei Dir der Schimmel wächst und wie dagegen vorgegangen werden kann.

Was ist das für eine Außenwand? Himmelsrichtung, Nutzung des Raumes, Lüftung-s und Heizungsverhalten,....

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer a/pA



Innendämmung einer Aussenwand (Lehm - Weichfaserholzplatten - Lehm)



Erst mal vielen Dank für den Beitag!
Das Haus ist Bj. '62. Die zu dämmende Aussenwand ist Ri. Norden. Der Raum war bis '07 Schlafzimmer. Wurde evtl. falsch gelüftet. Auch die Badezimmerwand nebenan neigt zum Schimmeln (Habe dort die kritischen Bereiche mit Kalkputz versehen). Wegen dem Tauwasserausfall würde ich darauf achten daß kein Hohlraum entsteht
1) Lehmmörtel ca.50mm (Abstandshalter reinstecken)
2) Holzweichfaserplatte,25mm dick in nassem Zustand drauf
3) Gewebearmierung und Lehmputz darauf
4) Lehmfarbe
So müsste doch Feuchtigkeit nach innen geleitet werden?





Hallo Sigmar,

Ganz so einfach ist das nicht.
Die Feuchtigkeit kommt ja von innen (in Form von Wasserdampf) trifft dann auf eine nicht sonderlich kapillar leitfähige kalte Betonwand. Da ist Kondensat auch ohne Hohlraum vorprogrammiert.
Warum nicht von außen dämmen?

Grüße aus Schönebeck



Die Heizungsform überdenken!



Eine Konvektorheizung und falsches Lüften können durchaus zu dem Schimmel geführt haben.
Die richtige Strahlungsheizungsform kann hier Abhilfe schaffen, ohne Innen- u.Außendämmung.



Innendämmung einer Aussenwand (Lehmmörtel - Weichfaserholzplatten - Lehmputz)



Kann die Aussenwand z.Zt. nicht aussen dämmen.
Die Hohlblocksteine möchte ich auch nicht austauschen.
Gibt es evtl. bessere Dämmsysteme, die
a) rel. gut dämmen
b) Tauwasserausfall verhindern ?





Hallo Siegmar,

das Problem ist eben, dass die Hohlräume einfach im Material des Steines sitzen. Wenn es denn zum Kondensatausfall kommt wird das im Bereich Dämmung/Lehm und den Hohlblocksteinen kommen.

Die Entscheidung für das Lehm-/ Holzweichfaserplatten-System ist erst einmal nicht schlecht. Vielleicht können Sie sich mit der Installation einer in den Lehm eingebetteten Wandheizung anfreunden?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer