Innen-u. Aussenisolierung Im Fachwerkhaus

13.09.2010



Innen-u. Aussenisolierung Im Fachwerkhaus

Hallo zusammen,
ich bräuchte mal einen Rat bezüglich Innen u. Außendämmung Im Fachwerkhaus

2004 habe ich bereits mit Isover Trennwandplatten akustic TP1-Glaswolle 60 mm und Rockwoll Sonorock - von Innen ohne Dampfsperre isoliert.
Die Luftfeuchtigkeit ist bei uns nicht sonderlich hoch. Im Sommer max. 60% innen, im Winter selten über 45%.
Mir ist bewusst, dass meine Isolation von damals wohl nicht die idealste war. Bis heute sind jedoch keine Schäden ersichtlich. Vielleicht auch wegen der geringen Luftfeuchtigkeit.

Momentan baue ich nebenan ein weiteres Zimmer aus.
Das Fachwerk ist mit Vollziegelstein ausgemauert. Dicke 140 mm
Auf der Innenseite habe ich einen Ausgleichsputz mi maxit purcalk 380 auf die Wand aufgebracht. Darauf kommen nun Ytong multipor Mineraldämmplatten. Dicke 80 mm.

Da ich die Außenwand im Zuge des Ausbaues sowieso teilweise neu Verputzen muss und um den Taupunkt in die Außenisolierung zu legen, habe ich evtl. daran gedacht von Außen zusätzlich zu isolieren.

Macht das überhaupt Sinn von Innen und von Außen und nur eine Wandseite ? Die Zugänglichkeit wäre auf dieser Seite sehr einfach.
Die Außenwand ist seit Jahrzehnte momentan mit HWL-Platten (20-25mm) verputzt.

Ich könnte eine 100 mm dicke Aussenisolierung aufbringen.
Letzte Woche hat sich ein Fachberater die Angelegenheit vor Ort angeschaut.
Er meinte sei überhaupt kein Problem zusätzlich von außen zu isolieren.
Er hat mir ein mineraisches Wärmedämmverbundsystem von Rockwool Coverrock empfohlen. Hat damit jemand Erfahrung ?
Ich meine Im Forum mal gelesen zu haben, dass Mineralwolle auf Grund der geringeren Kapillaraktivität nicht unbedingt ideal im Fachwerkaus ist. Holzfaserdämmplatten sollen da besser sein.
Wie sind da Eure Erfahrungswerte bzw. Empfehlungen ?
Macht eine Innen –u. Aussenisolierung im fachwersbau überhaupt Sinn ?

Über eine zweite Meinung bin ich sehr offen.

Gruß

Christian



1, 2, 3, ahch nee nur 2.



Hallo

Gut dass Sie nur eine 2. Meinung brauchen.

Was Sich machen wollen, machen und gemacht haben ist bauphysikalischer Eintopf ohne System und ohne Wissen, was alles passieren kann.

Ihr Satz:
Bis heute sind jedoch keine Schäden ersichtlich
mag stimmen, aber das Problem bei Schäden im Fachwerkbau ist, dass diese imm Innenbereich der Balken anfangen und Zeit genug haben ganze Balken innen zu schädigen - und aussen schaut alles "eitel Sonnenschein" aus!

der zweite Satz:
Letzte Woche hat sich ein Fachberater die Angelegenheit vor Ort angeschaut
Bezieht der sich auf einen fachlichen Berater oder auf einen Vertreter einer gewissen Hersteller oder Händlergruppe? Da laufen gar häufig verkleidete Böcke als Gärtner rum: Quadratischst - praktikabeslt - einseitig!

Erst planen, dann nachdenken, dann machen.

Da ist kein System drin nur: ich will schnell und praktisch.

Ich halte von den Aufbauten rein gar nichts, von den Materialien auch nichts.

Vorsicht bei diesen Arbeiten.

FK





Hallo,

also bauphysikalisch ist die 2.Außendämmung kein Problem, ökonomisch ist sie unsinnig, weil sie für das Geld an anderer Stelle, die noch nicht richtig gedämmt ist, etwas sinnvolles tun könnten.
Ihnen fehlt das Gesamtkonzept, glaube ich, auch wenn ich die Dinge nicht so dramatisch sehe wie FK.

Grüße vom Niederrhein



Das ist das "Bauen" von heute.



Früher als es nur Steine und Holz gab hätte es solche Vergewaltigungen von Häusern nicht gegeben.
Der Laie bekommt heute alles, ob er damit umgehen kann und versteht, dass was er tut ist eine andere Frage.
Das Auto muss alle 2 Jahre zum TÜV.
Es muss wirklich erst ein Fachwerkhaus durch weggefaulte Balken zusammenbrechen und den Menschen Beulen zufugen, bis sich was ändert!



also keine zusätzliche Aussenisolierung



Hallo zusammen,
erst mal recht herzlichen dank für Eure Nachrichten.
Bedeutet also, dass eine zusätzliche Außenisolation langfristig das Fachwerkhaus schädigt ?
Hatte vor einigen Wochen auch einen Bausachverständigen im Haus welcher mir den Einsatz von Ytong Multipoor Mineraldämmplatten und reinen Kalkputz für innen empfohlen hatte.
Auch hier im Forum gab es zu den Materialen für die Innendämmung keine negativen Äußerungen.
Genau das ist das Problem, das es als Laie sehr schwierig ist zu entscheiden welche Ratschläge und Tipps den die richtigen sind.
Siehe auch oben bauphysikalisch ist die 2. Außendämmung kein Problem., ökonomisch ist sie unsinnig.

Viele Grüße

Christian