Wärmedämmung verputztes Fachwerkhaus




Hallo zusammen,
bin kurz davor ein EINZELDENKMAL zu erwerben. Die Sanierungsfehler der letzten 50 Jahre (Styropor usw) wurden bereits vom Vorbesitzer mit brachialer Gewalt entfernt, leider damit auch einige Wände, Decken und Treppen,so das nur noch die alte aber gut erhaltene Bausubstanz steht, mit verschiedenen Raumhöhen von 1,70 bis 4,10 m !! Aussenwand: Fachwerk mit Bruchsteinausfachung, beidseitig verputzt ca 18-24 cm stark. Vom Denkmalamt wurde mir eine Aussendämmung (verputzt) max 5 cm genehmigt( wg. Vor- und Rücksprünge, Dachanschluss..) Innendämmung wurde im Bereich der vorh. Holzverkleidungen untersagt. Befreiung von der EnVo ist möglich, möchte aber soweit wie mögl. in diese Richtung.
Dazu die Fragen:
Ist Fassadendämmung außen mit 5 cm überhaupt effektiv,
(Kosten/Nutzen? )kann ich ggf tlw. innen dämmen mit welchen Materialien, bzw. gibt es Alternativen dazu.

Die Beheizung ist auch nicht entschieden, bei einem gut gedämmten Haus würde ich sogar Erdwärme mit Fussbodenheizung bevorzugen evtl. bin ich hier aber mit einer Pelletsheizung besser beraten??



Ich denke, dass sie eine gute



Energieberatung benöten, denn alles hat mit allem zu tun! So ist es je nach Gebäude durchaus möglich mit einer 5 cm Außendämmung EnEV-Werte zu erreichen, z.B. durch gute Dämmungen im Kellerdeckenbereich, im Dachstuhl oder durch die Wahl einer im ökologischen Sinne guten Heizungstechnik. Ob da die Wärmepumpe die gute Wahl ist wage ich zu bezweifeln und eine Fussbodenheizung halte ich auch nicht für sehr sinnvoll.



Denkmalamt legt Dämmstärke fest ...



Hallo Herr Kaufmann,

da würde ich noch etwas weitergehen als Herr Heim: Eine Energieberatung reicht Ihnen hier nicht aus, auch haben die meisten Energieberater kaum Erfahrungen im Altbau und mit den in jedem Haus verschiedenen Bedarfe sowie dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Materialeigenschaften. Da werden Ihnen manchmal sogar Energiesparlampen empfohlen ...

Besorgen Sie sich jemanden, der Sie fachmännisch im Altbau berät, substanz- und anforderungsgerecht. Ein Fachwerkhaus mit Bruchsteinausfachung werden Sie niemals auf einen ENEV-Standard heben können ohne dass dieses sein Gesicht vollkommen verliert. Wirtschaftlich ist so etwas meist ohnehin recht fragwürdig.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer


P.S.: Eine Dämmung muss man berechnen und nicht einfach per Denkmalamt festlegen. Das Amt übernimmt gewiss auch nicht die Verantwortung/Kosten im Schadensfall. Welche Art der Dämmung hat Ihnen denn das Denkmalamt gestattet?



Dämmung



Guten Tag,

So isses, aber wo soll man Frau/Mann finden, die das alles löst. Ich sehe das wie der Kollege Christoph Kornmayer.
Bei der Optimierung der Wärmedämmung würde auch ich da ansetzen, wo die Denkmalpflege nichts gesagt hat: beim Dach, bei der Kellerdecke bzw. beim Fußboden, bei Heizung und Regelung.
5 cm außen ist nicht gerade wirtschaftlich, aber immer noch wirksam, um innen kein Tauwasser zu haben, die Wand trocken zu halten und bei üblichen Temperaturen auch im Winter meistens nicht zu niedrige Wandoberflächentemperaturen zu erreichen.
Innen dämmen ist erst zweite Wahl, aber wenn kein Holz da ist, vielleicht sinnvoll. Dafür muß man das Haus aber kennen, so trau ich mir keine Diagnose zu.
Materialien wären Holzweichfaser (relativ preisgünstig), Schaumglasplatten (teuer aber bis 120 mm möglich bei hohem Diffusionswiderstand), die Wand sollte aber trocken sein und nicht auf trockenheizen angewiesen sein.

Wenn Sie an Erdwärme kommen, wäre das nicht schlecht, für die WP brauchen Sie aber teuren Strom. Wenn Sie Platz haben und Holzhacken als Fitnesstraining ansehen, sollten Sie über einen Scheitholzkessel nachdenken. Der stellt aber auch Ihr Leben um: Leseschein besorgen, Kettensäge-Führerschein machen, nie wieder mit leerem Kofferraum heimfahren.

Grüße



Klar,



als Energieberater kommt hier nur eine altbauerfahrene Person in Frage, das gleiche gilt für den Bauingenieur, den Architekten und den Handwerker. manchmal findet man auch das ein- oder andere in einer Person ;-)))



5 cm gilt ja nur aussen



Die 5 cm sind schon mal nicht schlecht - bei lambda 0.04 lassen sich damit immerhin 0.04/0.05 U-Werte kleiner 1 W/K/m2 erreichen, allein durch die Dämmung.

Wichtig (und gar nicht teuer) ist aber auch die Dämmung nach oben - ich empfehle da aufgrund eigener Erfahrung die Dämmung der obersten Geschossdecke mit - na ja, kommt drauf an, aber bei mir ist's 18 cm Isofloc. Das kostet fast gar nichts (< 1000 €) Und spart etwa so viel wie die gesamte Aussendämmung.

Nach unten ist's ähnlich - auch da kann man klotzen ohne Auflagen. Hab ich aber wenig Erfahrung mit.

Dann noch die üblichen Kleinigkeiten wie Fenster und Türen Abdichten (Zug verhindern), evtl. Glas tauschen, Heizungsvorlauf cool einstellen, optimal Lüften (Hygrometer kaufen) und Schwachstellensuche (Infrarot-thermometer kaufen; Conrad.de)

Wurde schon viel geschrieben hier, mal suchen

Gruss
Stefan





Hallo liebe Beantworter,
danke für Eure schnelle Antworten,
Die Tendenz lässt sich schon erkennen,Die Sparren und Decke der DG-Wohnung nach der ENVo zu dämmem ist kein Problem , darüber bleibt das Kaltdach wie es ist. Zwischen Gewölbe-Keller und EG sind 2,50 METER Erd-Schüttung Ich möchte deshalb den Holzfussboden entfernen, und 30cm tiefer graben Wie könnte hier der Bodenaufbau aussehen , bzw Dämmung notwendig?
Aussenwanddämmung sollte lt. Denkmalamt Dämmputz werden...
...Leider traue ich den Energieberatern die ich kenne das nicht zu.
Aber für Beheizung habe ich noch nicht das Richtige, Scheitholz geht aus Platzgründen nicht Solar ist wird hier nicht genehmigt...
Ich hoffe auf weitere Kommunity, vielen Dank
Gregor