Dämmung mit HWF-Platte, Zellulose: Aufbau?

11.09.2008



Hallo liebe Community,
wir stehen bei der Dachdämmung unseres 300 Jahre alten Fachwerkhauses vor folgenden Fragen und hoffen auf Eure Hilfe.
Wir stellen uns den Aufbau wie folgt vor (von außen nach innen):
- Dacheindeckung
- Lattung
- Holzweichfaserplatte 25 mm (Winddichtung) diffusionsoffen und witterungsunempfindlich
- Sparren mit Kanthölzern aufgedoppelt
- Zwischensparrendämmung mit Zellulose 20 cm
- Dampfbremspappe
- Lattung
- Rigips oder OSB-Platte

Welche Holzweichfaserplatte wird empfohlen? Welche Eigenschaften ausser den oben genannten sind wichtig?

Dampfbremspappe oder Dampfbremsfolie? Hatten schonmal Pappe ProClima dB+ ins Auge gefasst, empfohlen wurde uns aber Folie ProClima INTELLO oder Isover Duplex.

Vielen Dank vorab für Antworten und Kritik.



der Aufbau ist ok



Holzweichfaserplatte: z.B. "Steico universal" 24mm oder 35mm
Dampfbremse: "ProClima dB+" ist ok oder "isocell CLima super"
die "Intello" oder die "Duplex" sind bei diesem Aufbau nicht notwendig
Rigips oder OSB ?? -Ich würde Lehmbauplatten nehmen....

Gruß aus dem Vogtland

Mirko Schlosser



Hallo,



die Weichholzfaserplatten aussen sollte regenwasserführend sein (z.B durch eine Naturharzimpregnierung).

Auf die Lattung kann wenn der Raum bewohnt wird, sehr gut wie mein Vorredner sagte aus raumklimatischen Gründen Lehmbauplatten aufgebracht werden auch eien Wandheizung läßt sich sehr einfach in diesen Aufbau integrieren.

Gerne geben wir zu diesen Aufbauten auf Wunsch auch bei eine persönlichen Beratung bei uns im Laden mehr Informationen.

Viele Grüße aus Koblenz Gerd



Vielen Dank...



... für Ihre Antworten.
Empfehlen Sie die Lehmbauplatten "nur" wegen des Raumklimas oder ist der Rigips auch kontraproduktiv zur Dämmung?



Aufbaulösung



Ihre Aufbaulösung ist völlig okay.
Die bereits abgegebenen Beiträge belegen dies hier ja auch.
Innenseitig ist aber unbedingt eine Kreuzlattung notwendig, da die nachfolgende Beplankung keinen Schaden an der Winddichtungsmembran anrichten darf (Schraubspitzen durch Enbeplankung und der entsprechenden Eindrehtiefe der Befestigungsmittel!!).
Außenseitig kann auch eine DHD-Platte DHD 22 W N+F latexvergütet oder gar die DHD 35 W N+F Anwendung finden.
Die Wahl der Unterdeckplatten sollte aber mit den Unterschlagsbrettstärken harmonieren, denn man muß ja dort gegeneinander anbinden.

Innenseitig ist die 25 mm Lehmtrockenbauplatte sehr interessant, denn man bringt eine vernünftige Masse ins Dachgeschoß (Klimaregulierung!), aber gleichzeitig wenig Baufeuchte. Die Flächen selbst werden dann nur noch mit Lehmfeinputz und vollflächigem Spezialgewebe endfertig abgespachtelt.

Grüße Udo Mühle