Dachdämmung-Aufsparrendämmung nur mit Holzbohlen ?

01.11.2012 ines



Hallo,
ich bin neu hier,habe aber schon versucht mein Thema zufinden.
leider ergebnislos.
Haus von 1963-dach soll zur Wohnung ausgebaut werden.
Steildach 27 Grad keine Isolierung.
Ich habe Angst vor irgendwelchen Folien und Dämmstoffen aus bekannten Gründen.
Angedacht ist eine reine Massivholz Konstruktion als Aufsparrendämmung.
-eine Lage nut und Federbohle 5cm quer
-dach krepppappe unkaschiert
-dann weitere Lage Nut und Federbohlen 5cm längs
-Lattung
-Konterlattung
-Metalldach oder Leichtziegel.
-innen liegen dann die zu hobelnden Sparren mit sichtbarer
Nut Und feder "Decke".
Ich finde niemanden im Netz,der so einen Aufbau hat und Erfahrungswerte mitteilen könnte....
Gibt es hier jemanden ?
vielen dank



Keine Erfahrungen...



...Warum wohl?
Warum die Angst vor Dämmstoff?

Der gedachte Aufbau ist, sagen wir mal: suboptimal... insbesondere im Verhältnis zum Aufwand...

Natürlich gehts auch ohne Folie...

LG,
sh





Na wegen in den Dämmstoff eindringende feuchtigkeit...
wegen undichtigkeiten in den folien
diese thematik halt



Also Bauphysik...



... und nicht Esoterik ;-)

Solange Feuchtigkeit auch wieder hinaus kann, ist das i.d.R. nicht weiter schlimm.
Bei Einbau des geeigneten Materials sollte das kein Problem darstellen.
Bitte mal oben rechts die Suchfunktion bemühen...

Gruß,
sh



Der von Ihnen angedachte Aufbau ist



nichtgerade alltäglich.
Aber funktioniern tut er nur denke ich rein gefühls mässig, dass man mind. 4 Lagen der 50mm Starken Bohlen benötigt.

Wichtig:

- im Vorfeld erst mal klären ob der Aufbau mit der Statik funktioniert.
- des weiteren müssen die Detaile sorgfältig geplant werden (Wärmebrücken, Anschlüsse etc.)

Einen Ansprechpartner der einen ähnlichen Aufbau schon realisiert hat, kann ich Ihnen evtl. geben.

Grüsse Thomas



guter Aufbau



Hallo

Ihre Vorgehensweise halte ich für sehr gut und ambitioniert und nachhaltig.

Wenn man so was vor hat sollte man das von A - Z durchplanen, damit es bei der Statik und den Details keine Probleme gibt - es gibt immer mehrere Wege, die nach Rom führen.

Als do-it-yourself Projekt eher ungeeignet.

Dafür sind die Baumärkte ausgestattet mit allerlei Zeug …

Diese "Massiv-Dämmung" muss erstens verstanden sein, dann ins System vom Haus, Heizung etc. passen und wie schon oben erwähnt geplant sein und werden.

Wenn Sie da reale Hilfe brauchen melden Sie sich bei mir …

Wenn nicht - trotzdem gutes Gelingen

Florian Kurz
www.slow-house.de



Mal davon abgesehen ...



... dass der geplante Aufbau in keinem Fall den Anforderungen der EnEv genügt, steht m. E. der Aufwand (und damit auch die Investition) in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Um der EnEV genüge zu tun und um bei Holzbaustoffen zu bleiben würde ich folgenden Aufbau (von innen nach außen) vorschlagen:

- 28 mm Rauspund
- Luftdichtungsbahn Pavatex LDB 0,02 (oder Dachschalungsbahn Pavatex DSB 2)
- 160 mm Pavatherm-Plus Dämmelement für das Dach

(160 mm Pavatherm-Plus entspricht 140 mm Pavatherm Holzfaserdämmplatte WLG 040 + 20 mm Isolair L WLG 050)

Darauf käme dann die Konterlattung und die Dachlattung.

Der U-Wert dieser hinterlüfteten Konstruktion beträgt 0,233 W/m²K.
Das Flächengewicht (ohne Lattungen und Dacheindeckung) liegt bei 37,5 kg/m².

Kondensat fällt nicht an, d. h. der Einbau einer Dampsperre oder -bremse ist nicht erforderlich.





was für ein tolles forum!!!
ich dachte schon ich bekäme keine antworten ,und dann aber gleich soviele konstruktive vorschläge.danke !
nö nix mit esoterik oder so,habe nochmals den feiertag zur recherche genutzt und bin auf die "neuen" intelligenten folien gestossen,als dampfbremsen mit sozusagen ein und auslaßfunktion.
funktionieren diese -oder wieder nur ein werbegag ?
als heizung soll eine Heizleiste dienen.
ich las ,dass diese auch im dach funktioniern !?
lG
ines



Ich frage jetzt einfach mal offen in die Runde



warum soll dieser Aufbau nicht der EnEV entsprechen?
Und warum steht dieser nicht im Kosten Nutzen Verhältnis zu dem Aufbau mit Holzweichfaser stehen?



EnEV...



... sieht einen U-Wert von 0,24 vor...
Der angedachte Aufbau mit 2x50mm Massivholz dürfe auf rund 1,00 kommen (ich habs nicht nachgerechnet).
Und jetzt komm mir nicht mit Wirtschaftlichkeit; wenn man das Bauteil dermaßen massiv anfassen will (Neudeckung, Aufdachkonstruktion), dann kann man auch sinnvoll dämmen, ungefähr nach dem Vorschlag von Annelie Meisinger...

LG,
sh



Die EnEV sagt auch



etwas anderes und bei der EnEV geht es nicht nur um den U-wert eines Bauteils.....da steht noch viel mehr zu dem Thema drin....Und ich spreche von 4 lagen nicht von 2



Worte oder Phrasen …



Hallo

diese "allgemeingültige" Worthülse:

sinnvoll dämmen

sollte mal näher betrachtet werden …

Wie heißt es so schön:
Blödsinn wird nicht besser, wenn man ihn ständig wiederholt!
oder
Sch… muss schmecken - Millionen Fliegen KÖNNEN nicht irren!

Ines - lassen Sie sich nicht verenevirren

Aber vergessen Sie die gute und sachliche Planung dabei nicht …

Florian Kurz
www.slow-house.de



Je nun...



...die TE schrieb von 2x50...

sh





nicht streiten ...diskutieren....
wäre halt super jemand hätte so ein dach (nur aus holz,wegen mir auch 4 mal 50mm ) ,ob das gewicht nicht zu gross wird, und könnte berichten wie und ob es funktioniert.
lg
ines



nur keine Angst Ines wir streiten nicht



wir diskutieren nur....
Z.B. 6 cm Holz dämmen soviel wie 35 cm Kalksandstein und nun stellt sich die Frage, warum wird die Wand anders behandelt als das Dach?



Streit...



... liest sich wirklich anders... alles ist gut...
Die "blöde" EnEV gibt es nun mal als Vorschrift, da ist nix zu rütteln...
Bitte nimm den Vorschlag vom Thomas auf und lass' Dir den Kontakt herstellen, es geht nix über Erfahrungswerte.

Ich persönlich halte "vernünftige" Dämm-Maßnahmen für sinnvoll, andere grundsätzlich nicht. Fakt ist, dass ein gedämmtes Haus weniger Heiz-Energie benötigt, als ein ungedämmtes...

LG,
sh





ja denn ...nochmals danke ...werde den kontakt suchen ...
bis bald
ines



Prinzipiell ...



... eine gute Idee. Nur muss man ca. 50cm Holz auftürmen, um die Vorgaben der EnEv einzuhalten (U-Wert 0,24). Die von Ihnen genannten 10cm Holz werden keinesfalls ausreichen - auch nicht annähernd. Abgesehen davon gibt es erprobte Methoden der Dachdämmung, die ganzlich ohne diesen Folienkram auskommen (OSB innen, Holzweichfaser-PLatten aussen) und die die Verwendung von dampfdichten Klebebändern auf ein Minimum reduzieren. Ganz darauf verzichten können Sie auch bei Ihrer Massivholzdämmung nicht. Ihre Vorbehalte gegenüber Folien kann ich nachvollziehen; die Ängste gegenüber Dämmstoffen, zumal biologischen, sind unbegründet, wenn die Dämmkonstruktion bauphysikalisch richtig aufgebaut worden ist.

Ob das der Dachstuhl mitmacht, wie sich diese Masse Holz dauerhaft verhält (Schwinden/Quellen/Verdrehen/Reissen), wie sich die Anschlüsse an die angrenzenden Bauteile gestalten, wie z.B. Dachflächenfenster eingepasst werden können, wie man die ganze Masse auf das Dach bekommt (Autokran, fertige Elemente etc.) usw. sind alles Fragen, die vorab geklärt werden müssen.

Der ganze Aufbau wird mindestens 70%-100% teurer werden als ein konventionell-baubiologischer. Darüber hinaus sind natürlich alle Vorgaben aus dem Baurecht zubedenken, die mit dem Ausbau eines bisher ungenutzten Dachraumes zum Wohnraum verbunden sind (Eignung zum Wohnraum (27° Grad-Dach), statische Eingriffe in die Dachkonstruktion, Belichtung, Brandschutz, eventuell 2. Fluchtweg, Bauantragspflicht etc.)

Wenn Sie Fragen dazu haben, können Sie mich gerne kontaktieren ("Homepage" anklicken)