Dach- / Gauben- Wandaufbau - Dampfsperre / -Dampfbremse?

29.09.2010



Hallo ich habe auf unserem Wohnhaus Gauben aufgestockt. Der Aufbau wurde in Hoilzständerbauweise ausgeführt. Folgender Wandaufbau ist von außen nach innen vorhanden:
ca. 8mm Putz, 60mm bzw. 120mm Styropor-/Perimeter-Dämmplatte, 15mm OSB3-Platte, 180er Holzständerwand.

Die Holzständerwand ist zur Zeit noch von innen offen.
Folgenden weiteren Wandaufbau habe ich geplant:
Ich habe vor die Ständerwand mit 180mm Steinwolle (Rockwool Klemmrock) auszudämmen darauf eine Dampfsperre (PE-Folie), 15mm OSB-Platte, 12mm Gipskarton, Innenputz / Tapete.

Funktioniert das so oder sollte man lieber eine diffusionsoffene Folie als "Dampfbremse" verwenden? Ist meijne Wand nach außen hin noch offen genu?
Kann ich innen auch eine OSB-Platte anbringen oder ist dies dann zu dicht?
Die mIenungen ob diffusionsoffener oder dichter Wandaufbau gehen scheinbar auseinander.
Wer kann mir hierfür den entscheidenen Tipp geben, damit ich hier grundsätzlich keinen Fehler mache.

Grüße Carsten



Gaubendämmung



Wie dick soll denn nun die Gaubenwand werden?

Viele Grüße



Wandstärke



Hallo,
wie oben beschrieben, 180er Holzständer + dem entsprechenden Aufbau!



Dampfsperre



Hallo Carsten,
Leider ist Ihr Aufbau "falsch rum".
Die OSB-Platte hätte nach innen gehört.
Es gilt der Grundsatz: "Von innen nach aussen immer offener werden!"
Jetzt muss die Dampfsperre sehr sorgfältig ausgeführt werden.
Hoffentlich werden keine Steckdosen oder Schalter in der Wand installiert.

viele Grüße



Gaubendämmung



Damit weiß ich immer noch nicht, wie dick die Wand insgesamt wird, also 18 cm Ständer + " der entsprechende Aufbau".
Wie dick ist denn der Aufbau?

Viele Grüße



Gaubendämmung



ca. 8mm Putz, Schleppgaube 60mm bzw. große Tonnengaube 120mm Styropor-/Perimeter-Dämmplatte, 15mm OSB3-Platte, 180er Holzständerwand.



Gaubendämmung



Irgendwie schreiben Sie in Rätseln.
Ich versuchs mal aufzulösen- von außen nach innen:
- 8 mm (kunststoffmofifizierter Dünnschicht?) Putz,
- 120 mm Perimeterdämmung,
- 15 mm OSB auf Holzständerwand,
- 180 mm Holzständerwand, die Gefache aufgefüllt mit Mineralwolle,
- Dampfsperre,
- 15 mm OSB,
- 12,5 mm GK.
Wenn ich das zusammenzähle, komme ich auf eine Wandstärke von etwa 36 cm. Bei zwei Wänden (rechts und links) sind das etwa 70! cm, die von der Beite abgehen.
Sie sollten sich bei dieser Breite mal überlegen, was da an Raumgewinn durch die Gaube letztlich übrigbleibt und ob Dachflächenfenster da nicht billiger wären.

Dann halte ich die Dämmstärke von 300 mm schlichtweg für überzogen.
Dieser Dämmstoffoverkill bringt gar nichts.
Dazu mal einige Zahlen (Quelle: Energieagentur NRW, Seminarblatt WWAO 14):

Dämmstärke Heizenergieeinsparung
2 cm 35%
4 cm 48%
6 cm 55%
8 cm 59%
10 cm 64%
12 cm 65%.
Die Einsparung bezieht sich auf die nachträgliche Fassadendämmung eines ungedämmten Altbaues.
Was Sie mit Ihrem Vorhaben bei der größeren Gaubenfläche im Vergleich zum Dachausschnitt an Energie einsparen werden, können Sie sich selber an den Fingern abzählen.

Außerdem funktioniert der Aufbau bauphysikalisch nur theoretisch und das auch nur bei sehr vereinfachter stationärer Betrachtungsweise.
Praktisch gesehen besteht die sehr reale Gefahr von eindringender Innenluft (Wohnraum, andere Dachbauteile) und Kondensatbildung. Das Wasser ist in dieser Konstruktion praktisch gefangen.
Ich empfehle Ihnen die Styropordämmung wegzulassen und die Gaube von außen zu verschiefern (diffusionsoffene Winddichtung, Schalung, Schiefer) So bleibt der Aufbau nach außen diffusionsoffen.
Mineralwolle ist zwar machbar und billig, besser wären Dämmaterialien aus Weichholzfaser oder Hanf.
Da Sie keine Montageebene lassen( Lattung innen auf die Dampfsperre ) werden Sie Probleme mit der Montage der OSB- Platten bekommen und jede zu tief eingedrehte Schraube kann die Dampfsperre später perforieren.

Viele Grüße