Bruchsteingewölbekeller vom Schimmel befreien, mit Wasser strahlen?

17.03.2010 Umbauer



Hallo ,

ich bin übers I-net schon recht oft auf diesen Forum gestoßen und habe nun ein Problem, bei dem Ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt.

Es geht um die beiden parallelen Bruchsteingewölbekeller unter meinem Elternhaus
(BJ ca. 1905, Wohnraus darüber ca 1975, Trennung: Lava und Betondecke), an dessen eine Ende ein Bruchsteinkeller quer diese verbindet ( ca.. 85% freiliegend mit 3 Fenstern) und der große Kellerneubau 1975 auf der anderen Seite grenzt (Hohlblockstein mit Bodenplatte, kleiner Lüftungsschacht, jetzt mit Lüfter und 2 Fenster).

Beide Gewölbe sind außen nicht komplett vom Erdreich bedeckt und im Sichtbereich verputzt
Keller A (Nutzung zur Weinflaschenlagerung, Betonboden) ist zu 98% trocken,
Keller B (Fasslagerung, 80% Beton) ist recht muffig und an den Wänden hängt der „PELZ“ in Form von Schimmel. Wobei wir vermuten, dass ein großer Teil des Pelzes durch Gase und Co, plus fehlende Lüftung entstanden ist. Der Kellerneubau ist zu 50% NICHT ISOLIERT und dadurch ist die Feuchte im Keller recht hoch.

Die Keller sollten zwecks Kernsanierung renoviert werden, Keller A als Partykeller, Keller B Hobbywerkstatt und Abstellraum. Der Neubau würde freigelegt werden, die Gewölbe ebenfalls.

Bevor wir das Projekt Kernsanierung überhaupt starten, wollen wir kontrollieren, ob, wo und wie im Keller B von aussen das Wasser eindringt, bzw. aufsteigende Feuchte vorhanden ist. Dies ist derzeit kaum möglich, da der PELZ überall verteilt ist.

Eine provisorische Belüftung mit Hilfe eines Schaltschranklüfters(10min /Stunde in Betrieb) und offenen Kellerfenster ist in Probe. Geruch ist fast verschwunden, Kondenswasseransammlung ist fast verschwunden (an Wasserleitung, die quer durch den Raum geht).

Jetzt meine Idee:

Keller mit dem Hochdruckreiniger abstrahlen und Lüfter durchgehend laufen lassen und warten was passiert. Kehrt der Pelz zurück oder war nur die Weinherstellung Schuld. Dies würde ggf. den späteren Sanierungsaufwand etwas genauer deuten, denke ich.
Im Keller befinden sich noch längs die alten, betonierten Ablagen der Fässer (2 je Seite links und rechts), dazwischen und in der Mitte des Raum befindet sich Beton und jeweils ein Abfluss (macht gesamt 3 Stück ).

Problem:

Zwischen den Aussenwänden des Kellers B und der äusseren Ablage ist KEIN BETON, nur Erdreich. Bei einer späteren Sanierung vielleicht hilfreich, jetzt eher störend, da mir das ganze Wasser beim Strahlen wohl unter den Beton im Keller und ggf. unter die Bodenplatte des angrenzenden Kellerneubaus sickert.

Wie kann ich das am einfachsten lösen….? Oder ist die gesamte Idee dämlich?
Mein Vorschlag:

Nur zum Strahlen eine Folie zwischen Außenwand/Ablage legen und diese an der Außenwand mit Hilfe von racofix leicht befestigen? Wasser dann zum nächsten Abfluß leiten.

Bin Euch für jede Hilfe dankbar.

Gruß Stefan





Hallo,

die Schimmelbildung in Keller 2 ist mit Sicherheit der Lagerung von Wein in Fässern geschuldet. Das ist in Weinlagern keine Seltenheit. Flüchtige Stoffe des Herstellungs- bzw. Lagerprozess sind dafür Verantwortlich.
Mit einem Hochdruckreiniger würde ich den Schimmel nicht bekämpfen, eher über eine Trocknung des Keller und folgend durch mechanisches (Spachtel) entfernen.

Grüße aus Schönebeck



Arbeitsverfahren



Hallo,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Gibt es Bedenken bezüglich des Wassers oder eher wegen dem starken Strahl?

Ich habe auch was von Strahlen gelesen. Eine Sandstrahlpistole zum Strahlen von Autoteilen, wollte ich mir eh noch zulegen, wobei eine Firma hier bestimmt grösseres Gerät im Einsatz hat?

Von der Methode mit dem Spachtel wurde mir wegen dem hohen Arbeitsaufwand abgeraten (Keller ist ca. 15m lang und ca. 2,20m in der Mitte hoch), da ich aus meinem alten Hobby (Autoschrauberei) jedoch recht ausdauernd bin, könnte ich mir dieses Verfahren auch vorstellen.

Mfg Stefan Adams





Die Hochdruckreinigung würde ich wegen dem anfallenden Wasser vermeiden, das Sandstrahlen wegen Zerstäubung.

Auch beim Spachteln sollten Sie an einen Atemschutz denken.

Grüße aus Schönebeck



Atemschutz



Auf den Atemschutz werde ich auf keinen Fall verzichten.

Danke für den Hinweis.

Wir haben den ersten groben Schimmel mit einem Besen entfernt, was ohne Schutz nicht möglich ist.

Gruß Stefan



Hallo Stefan,



willst du den Schimmel mit deiner Methode vermehren?..:-)
Ohne das Du ihn abtötest wird es ein totaler sinnloser Aufwand.





Hallo,

nach dem Spachteln, wozu ich auch rate, ist eine Desinfektion und eine Prophylaxe angesagt. Sehen Sie dazu mal hier:
www.alpinkalk.de

Schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.

Grüße vom Niederrhein



Desinfektion



Hallo,

ne Pilzzucht wollte ich eigentlich nicht eröffnen.
Grüne Wandteppiche auf natürlicher Basis könnte ich anbieten:-)

Spaß beiseite.....

Zur Desinfektion und Prophylaxe ist wohl ein Kalkputz am besten geeignet, denke ich

Besonders in den Übergängen zum neuen Keller sind z.T. ca. 10cm große "Einbuchtungen", soll ich diese vorher mit Mörtel schliessen? Kann ich ja schlecht mit dem Putz verschliessen.

Was mich etwas wundert.... heute morgen habe ich mit dem Schruppen begonnen, Samstag geht es richtg los. Bisher ist kein Mauerwerk zu sehen. Nur Mörtel oder ne Art Vorkriegsbeton.
Mein Vater meinte das wäre nur davon, dass der Mörtel beim Herstellen des Gewölbes nach unten auf die Bretter, die dabei auf dem Erdreich lagen, durchgesickert ist. Die Brettstruktur ist komplett erkennbar, ähnlich einer Verschalung.

Ich werde mal versuchen Anfang nächster Woche Bilder einzustellen.

Gruß Stefan