aussen, 60cm, Temperierung, Scheune, Nutzung

30.03.2011



Hallo Profis! Ich habe im Sommer eine Scheune aus Bruchstein(60cm Wanddicke) in ein Wohnhaus umzusanieren.Habe mich entschlossen aussen mit Holfaserdämmplatten zu dämmen und einschlisslich zu verputzen. Die Mauern sind relativ gerade, haben aber tiefe Fugenlöcher und viele kleine Bruchsteine sind schon rausgefallen. Ich will die ausgleichschicht auf die Mauern aufbringen und meine Gedanken waren bei Lehmputz mit irgendwelcher dämmender Körnung, Styropor oder Schaumglass. Hat jemand die Erfahrung damit oder kann mir ein Paar Tipps geben in der Richtung? Oder mich vielleicht auf die ähnliche Gespräche im Forum hinweisen! Vielen Dank!!!



60cm Bruchstein



Genial.

Wenn du dein Gebäude energetisch toll aufwerten willst, dann bringe an den Maueren eine Hüllflächen-/Bauteiltemperierung an. Bei durchgehender Nutzung ist das genial und erspart dir dämliche Wanddämmungen. Bei 60cm Wandstärken sind Dämmungen sowieso recht uneffektiv. Ausgleichputze im Außenbereich aus Lehm funktionieren leider nicht,da sie Mineralische Putze in größeren Stärken nicht tragen. Auch Holzweichfaserplatten sind verputzt im Außenbereich ein großes Risiko, da sie bei Rissbildungen im Putz ziehmlich viel Wasser ziehen und weggammeln. Also mein Vorschlag: Temperierung in Lehm oder Kalkputz, Bruchsteinmauerwerk überarbeiten (Lose Steine wieder einsetzen, geschädigte Fugen neu verfugen und ratz fatz hat man für wenig Geld ein warmes, gesundes, trockenes Gebäude das stark in Richtung EnEv geht. Gekoppelt mit einem schönen Kachelofen mittig im Gebäude angeordnet kann man die EneV noch hinter sich lassen, da man die Vorlauftemperaturen der Temperierung noch drosseln kann. Beachte aber im Bad etwas großzügiger zu temperieren.



Scheune sanieren



Hallo Igor,
Ihre Frage macht nur Sinn, wenn Sie sich als Planer/Entwurfsverfasser in den Leistungsphasen 1-3 befinden.
Wenn nicht, wäre die Problemlösung mit Ihrem Planer auszudiskutieren.
Der kennt dann auch das Umfeld, die zukünftigen Nutzungsbedingungen usw. viel besser als wir hier im Forum.
Solche Fragen können nur im Gesamtzusammenhang gelöst werden.
Beispiel: Die Frage, ob überhaupt das Bauteil Außenwand gedämmt wird und wenn dann wie (außen oder innen, mit welchem System) hängt von vielen Faktoren ab, einer wäre z.B. die Größe und Höhe der entstehenden Räume und deren Nutzung. Davon hängt wiederum die Wahl der Heizung und darauf abgestimmt die Wahl des Wärmeübertragungssystems ab.
Dämmung, Heizungsart, Art der Wärmeübertragung sind miteinander mit der geplanten Nutzung und dem vorhandenen Bestand abzustimmen.
So etwas nennt man System- und Integrationsplanung (Leistungsphase 3)
Ehe man das machen kann, sollten die LP 1 (Grundlagenermittlung) und die LP 2 (Projekt- und Planungsvorbereitiung) abgeschlossen sein.



Viele Grüße