Auslegung Heizkörper zu klein?

06.12.2020 Schievel


Hi,

Ich habe eine Frage bezüglich der Auslegung eines Heizkörpers. Und zwar geht es um ein Zimmer mit zwei Aussenwänden, welches ich einfach nicht warm bekomme, und das obwohl der Heizkörper heiß ist.
Um auszuschließen, dass es am schlechten hydraulischen Abgleich liegt, habe ich alle anderen Heizkörper im Haus abgedreht, dadurch wurde es aber nicht besser. Der Heizkörper wird ja auch heiß, also kriegt er wohl auch genug heißes Wasser.
Ich habe nun mal versucht grob zu errechnen, welche Leistung benötigt wird und welche Leistung der Heizkörper hat.
Vorgegangen bin ich mit dieser Berechnungsanleitung
https://www.hornbach.de/projekte/raeume-heizen/
Ich weiß, dass das noch wesentlich Detailreicher und genauer geht, aber für eine grobe Übersicht sollte das ja reichen.

Also, der Raum hat 14 m^2 und ist (natürlich) Altbau, daher habe ich die 121W/m^2 genommen.
121 W/m^2 x 14 m^2 = 1694 W.
Der verbaute Heizkörper ist ein Typ22 mit 1000x400 mm.
Im Keller verrichtet eine Gastherme von 2016 ihren Dienst die aktuell einen Vorlauf von 53 Grad hat.
In der Tabelle für 55 grad komme ich mit dem Heizkörper auf gerade mal 616W, also nichtmal der Hälfte der erforderlichen 1700 Watt.

Meine Vermutung ist nun, dass der Heizkörper schon vor dem Heizungsumbau vorhanden war, und diese Heizung wesentlich höhere Vorlauftemperaturen hatte. Aber selbst dann kommt man ja bei dem Heizkörper nicht auf 1700 W. Daher kann es auch sein, dass ich das alles falsch gerechnet habe.

Könnt ihr mir sagen, ob ich richtig gerechnet habe und meine Vermutung, dass der Heizkörper zu klein ist, stimmt? Ein weiteres Indiz ist auch, dass der Raum direkt da drunter, mit identischem Grundriss aber 300mm höherer Decke, zwei 1000x600 Heizkörper hat.



heizlast schätzen



ist natürlich von Deinen Gegebenheiten, Mauerwerk, Fensterzustand, Himmelsrichtung abhängig, aber ich halte 121 Watt pro Quadratmeter für zu wenig. Ich meine mal irgendwo was von 160-180 W gelesen zu haben.



Hallo Pope



Vielen Dank für deine antwort.
Kann natürlich sein, dass man in unseren Altaltbauten eine noch höhere Leistung pro Quadratmeter braucht. Das bedeutet doch aber, dass der derzeitige Heizkörper erst recht zu klein ist.



Vorlauf



Bei den aktuellen Temperaturen tagsüber um unter 5 °C ist meiner Meinung nach der Vorlauf von 53 °C zu niedrig. Diesen würde ich auf etwa 60 ’C setzen. Des Weiteren sollten Sie überprüfen, wie hoch der Durchfluss des Heizkörpers aktuell ist. Drehen Sie dafür das Thermostat ab und kontrollieren Sie die Einstellung des Durchflusses.



Ich habe



Den Durchfluss am Ventil kontrolliert, er stand schon auf der höchsten Stufe 8.

Nachtabsenkung wollte ich normalerweise schon nutzen, aktuell sind meine Frau und ich aber nachts oft auf den Beinen, da der Nachwuchs das verlangt. Da können wir es nicht auch noch gebrauchen zu frieren, wenn wir schon keinen Schlaf bekommen ;-)

Verbrauchs Daten der letzten Jahre habe ich leider keine, das Haus gehört uns noch nicht so lange.

Was bedeutet denn Systemtemperatur 90/70? Die Temperaturen an Vor und Rücklauf sind aktuell 51 bzw. 41 grad.

Die Vorlauftemperatur errechnet die Heizung übrigens selbst über die Außentemperatur, die aktuell 4,9 Grad gemessen wird. Hier kann ich aber die Steigung und den Y-Achsenabschnitt der Funktion die Außentemperatur auf Vorlauftemperatur abbildet verändern. (Die Fachbegriffe sind sicher anders aber ihr wisst denk ich was ich meine)
Hab ich auch mal gemacht, ich habe den Y-Achsenabschnitt um 4 grad nach oben geschoben. Normalerweise wäre der Vorlauf also jetzt nur 47 grad.



Heizlast



....beschreib doch bitte mal die Außenwände (Dicke und genaue Größe, Materialien)...was für Fenster (Größe, 2- oder 3-fach verglast)...wie ist der Fußboden- und Deckenaufbau...dann kann man schnell mal rechnen, wie groß die theoretische Heizlast ist. Ich halte die Abschätzrechner für Quatsch...entweder richtig rechnen oder auf Gut Glück hoffen...
Wo befindet sich denn das Objekt? Postleitzahl...für die Normaußentemperatur



Heizlast berechnen



Berechne doch zuerst U-Werte und den Bedarf mit dem Ubakus-Rechner, also alle Außenwände, -Decken, - Böden mit geringeren Raumtemperaturen eingeben- anschließend mit der Leistung des Heizkörpers vergleichen.
Zuerst Undichtigkeiten und Zugluft beseitigen



Der Raum



Ist ein Eckraum mit einer Tür zum Haus und einer Balkontür und 2,3m Deckenhöhe.
Eine Außenwand ist 3,5m breit, die andere 4m. Diese Wände und 20cm stark. Die Gefache sind aus 14cm leicht gebrannten Ziegelnsteinen mit Lehmmörtel gemauert und von Innen mit Lehmputz verputzt.
Die 3,5m breite Wand hat Sichtfachwerk nach außen, die Gefache sind mit Kalk-Zementputz verputzt. Die 4m Wand ist außen komplett verputzt, außerdem ist die Außenwand des nächsten Hauses nur ca 40cm von dieser Wand entfernt.
An der 3,5m Wand befindet sich ein Fenster und eine Balkontür. Das Fenster ist 1m breit und 1,4m hoch, die Balkontür ist 1m breit und 2m hoch.
Beides ist 2-Fach verglast.

Zu den Decken kann ich nicht so viel sagen, weil ich die noch nicht offen hatte.
Der Fußboden und die Decke sind beides Holzbalkendecken die mit Lehm gefüllt sind. Sie sind von unten geschlossen und von unten vertäfelt mit Holz. Oben drauf befindet sich eine Lattung und dann Dielen.
So weit ich das beurteilen kann sind die Decke ach unten und nach oben identisch.

Die Heizung befindet sich unter dem Fenster. In dem Raum befinden sich sonst nur ein Kleiderschrank, ein Bett und eine Kommode. Alles so gestellt, dass die Heizung freie Bahn hat.

Das Haus ist im Postleitzahlgebiet 34560.



Überschlag



...da ich gerade unterwegs bin, habe ich es mal kurz nur überschlagen...

zwei Außenwände (ohne Fenster angenommen) mit einem U-Wert von etwa 2.65...14m² Fußboden und 14m² Decke mit angenommenem Dämmwert von 1 (der stimmt garantiert nicht)...Normaußentemp. -14°C (bei mir) und den Raum auf 20°C Raumtemperatur...

Theoretische Heizlast ohne jegliche Lüftung - ca. 2.5kW...selbst wenn du mal nur mit einer Außentemperatur von 0°C rechnest, und drin 20°C herrschen sollen, dann brauchst du 1.5kW!!!

Das schafft der eine Heizkörper nicht...



Heizungsgröße



Ich treib mich im Forum Haustechnik herum, da herrscht die Meinung Heizkörper so groß wie möglich, damit ich mit niedrigen Temperaturen des Heizungswassers die Anlage betreibe.Ddamit habe ich am Meisten Erspanis. Also größeren Heizkörper 33 Format. Klotzen nicht kleckern. Früher hat man den Heizkörper bestimmt nach dem Platz der vorhanden war und pi mal Damen berechnet. Wichtig ist gleichmäßiges Heizen in allen Räumen, das spart am Meisten.



Selbst mit



Einem 33er komme ich ja nicht auf die 1,7kW geschweige denn auf 2,5kW.
Zumindest nicht, wenn ich bei 1000x400 bleibe.
Ich habe aber noch etwa 10cm Platz nach oben, da keine Fensterbank übersteht ist das auch konvektionstechnisch kein Problem. Breiter ginge auch noch etwas, wenn ich den Heizkörper auf beiden Seiten etwas überstehen lasse.

Aber dafür müsste ich die Rohre anders verlegen, und daher die Heizung stilllegen, leer machen usw.
ich nehme das also lieber mal nächsten Sommer in Angriff. Den einen Winter müssen wir halt damit leben. Zur Not können wir den Raum mit dem Wärmestrahler vom Wickeltisch heizen. :D



Auslegung Heizkörper zu klein



Guten Abend
Ich kenne zwar nicht die Verlegung Deiner Heizungsrohre,aber wenn der betreffende Heizkörper der letzte in diesem Heizkreis ist,könntest Du auch mit einem Einfrier-Gerät arbeiten.
Es werden einfach Vor-und Rücklauf eingefrohren und dann kanns losgehen.
Dann kannst Du problemlos die Rohre trennen,anders verlegen usw.
Gruß Steffen



Heizkörper



...mit Deinem kleinen Heizkörper wird es nichts werden...

Entweder du verteilst im Raum noch einige Heizkörper...oder du sorgst für eine Dämmung und Flächenheizung. Die Aussage, Heizkörper möglichst groß, kann ich so unterschreiben....je geringer die Vorlauftemperatur, desto effektiver die Wärmeerzeugung, besonders im Hinblick auf alles zukünftige. Auch empfindet man es angenehmer, wenn nicht immer kleine Heizkörper auf 55°C hochballern, wieder abjühlen und wieder hochballern...gleichmäßig und mit möglichst niedrigem Vorlauf....
Für Deinen Raum wäre eine Innendämmung samt Wandheizung denkbar...



Welche Größe hat der jetzige Heizkörper?



Du schreibst in der ersten Frage, der Heizkörper ist 600hoch und jetzt 400. Was ist jetzt richtig?
2016 ist doch mit der neuen Heizung auch ein Hydraulischer Abgleich gemacht worden. Schraub doch das Ventil ab und sieh nach auf welcher Stufe die Voreinstellung steht, ist er auf Maxium 6 oder 8?



400



Ne, in dem ersten Post steht doch auch 400mm?
Ventil steht auf 8.

Ich wollte eigentlich nur eine Bestätigung meiner Vermutung, dass der Heizkörper zu klein ist, weil ich mir nicht sicher war und kein Gefühl dafür hatte.
Vielen Dank für die Antworten, ich werde den Heizkörper nach dem Winter austauschen.
Dämmung werde ich früher oder später auch noch in Angriff nehmen.



Isolierung



Vielleicht machst Du eine vorübergehende Isolierung hinter der Heizug.



Isolierung



...was soll die Isolierung bringen? 0.5°C...hier muss man Nägeln mit Köpfen machen....entweder eine ausreichende Anzahl größerer Heizkörper um die benötigte Wärmeleistung in den Raum zu bekommen...oder den Wärmeverlust durch die Umschließungsflächen drastisch reduzieren (Dämmen)...alles andere ist doch nur Gebastel und bringt wenig bis nichts



Heizkörperauslegung



Was ein Glück das ich im Baumarkt auf den Verkäufer gehört hatte und der 1m2 X 100 meinte.
Die Vorlauftemparatur steht auf 90/70 Grad Celsius und so hatte ich die Heizkörper dann auch ausgewählt.

Die Heizungsrohre hatte ich dann auch neu verlegt. Die ehemals an der Aussen Wand befindlichen Rohre und ohne Isolierung wurden Zentral und Sternförmig verlegt. Es gibt keine Verlustleistung.
Verbaut ist eine Tado Steuerung.
Das Haus hat total 270m2 und die Heizungstherme hat 19 KW und ist aus dem Jahr 1999. Eigentlich wollte ich die ebenfalls austauschen, aber das funktioniert so gut das diese weiterhin bleibt. Auch ist der vielfach umworben Hydraulische Abgleich nie gemacht worden. Dazu sehe ich im Moment auch keinen Grund. Die Tadoregler an den Heizkörpern öffnen stossartig und lernen.

Als Fenster sind Holz 2 Fach verglaste aus den 80gern verbaut. Die Isolierung hat es auch rausgehauen. Innen Isolation 6 cm Kalziumsilikatplatten.
Das Dach war 1999 neu aufgesetzt worden und wurde Zeitgemäß Isoliert.
Wie ich das hier lese kann das gar nicht funktionieren. Funktioniert aber Prima. Im ganzen Haus ist die Anlage auf 21 Grad eingestellt. Mit Reserve.... An Gas ohne Warmwasser laufen jährlich 1300 Euro an. Geheizt wird von Mitte Oktober bis teilweise Mitte April.

Also ich würde an Deiner Stelle mal den Faktor 100 ansetzen und in der Tabelle 55/20 Grad schauen. Auch ist die Frage, ob die Wärme überhaupt ankommt.


Edit. Die Heizkörper wurden anhand der gängigen 70/55er Tabelle ermittelt. Ich betreibe die jedoch mit 90/70. Also mein Fehler unwissentlich der Faktor 120 zu 1m2
Habe ich erst beim verfassen des Artikels gemerkt. Die Gastherme arbeitet aber durch den Tado Extender dynamisch. Je nach Bedarf wird die abgesenkt oder höher geregelt.....
Wie geschrieben sind ja Heizkörper und Rohre neu. Die alte Therme hatte damals ein Vermögen an Gas verbraucht, damit es nicht warm wurde....



Tada



Sam, was möchtest Du dem Forum denn mitteilen. Deinen Wirrungen kann man kaum folgen, aber wenn ich lese, dass du Deine Heizung mit 90°C Vorlauf betriebst, dann weiß ich, dass du von Heizungstechnik scheinbar nicht all zu viel verstehst...
Sei mir nicht böse, aber die Überschlagsrechnung beruht auf einfacher Mathematik/Physik...da würde auch ein Tadadada-Dingsbums nichts dran ändern. Wenn der Heizkörper nicht ansatzweise die Leistung abgeben kann, die der Raum benötigt, dann geht das nun mal nicht. Vorlauftemperatur hoch bringt etwas zusätzliche Leistung, aber eben nicht ausreichend...
Deine tolle Regelung gibt Dir Luft zum Spielen...sinnvoll ist das nicht, das zeigen allein Deine Ausführungen zum Thema...der hydraulische Abgleich hat den charmanten Vorteil, dass die Räume soweit eingeregelt sind, dass man das Auf und zu von Thermostaten oder Deiner Regelung vermeidet und die Heizung kontinuierlich arbeiten kann....und das mit so wenig Vorlauftemperatur wie möglich.

Wenn ich deinen Gasabschlag sehe und die Ausführungen zum 270m² Haus mit alten Fenstern aber gut gedämmtem Dach sehe...da passt irgendwas nicht. Vielleicht sind ja gar nicht alle Bereiche des Hauses auf mindestens 20°C erwärmt?!?

Diese Pauschalannahmen mit 100W/m² sind einfach Murks und haben mit einer sinnvollen Auslegung nichts zu tun...ich habe in meinem relativ aktuellen Haus Räume, die mehr Leistung pro m² benötigen und andere eben weniger...das kommt auf die Umschließungsflächen an...

Je neuer der Wärmeerzeuger, desto effektiver erzeugen diese Wärme...und je geringer die zu erzeugende Vorlauftemperatur, desto effektiver...Brennwerttechnik genauso wie Wärmepumpen...und je kontinuierlicher die Heizung arbeiten kann und je weniger Starts sie aufgezwungen bekommt, desto besser...modulierendem Betrieb und hydraulischem Abgleich sei dank!



Unzureichend eingestellte Heizung


Unzureichend eingestellte Heizung

@joerjen

Klar hast Du mit Deinen Aussagen recht.

Zu der Häusgrösse und 20 Grad.
Das Haus ist effektiv 270m2 gross und der Keller ist nicht beheizt. Also ist hier ein Abzug von 24 m2 zu berechnen.
1 1/2 Stock sind von der Werkstatt auf einer Seite Witterungsgeschützt.

Die Fenster sind zwar alte Holzfenster, jedoch 2 Fach verglast.

Zu der Rechnung von 100 Watt je 1m2 hatte ich schon angemerkt das ich mich da geirrt hatte.

Das Tado System (Heizungsteuerung) arbeitet Dynamisch. Das heisst ich habe keinen Einfluss auf die Vorlauftemparatur. Wenn die Gas gibt, dann steht auf der LCD Anzeige der alten Junkers 86 Grad Celsius. Aber je nach Bedarf auch jede andere Temaratur. Und das in der vollen Bandbreite.
Die Anlage gleicht die Wetterdaten online ab.
Das Gerät von Tado für die Gastherme Steuerung nennt sich Extender.
Die Steuerung ist somit mit dem Internet verbunden und überwacht auch die Telefone der angemeldeten Personen. Ist keiner Anwesen wird es kalt in der Hütte. Die Heizung stellt ab.
Offene Fenster werden anhand der fallenden Temaratur erkannt. Die Heizung stellt die Zimmer ab.
Auch ist die Steuerung ist natürlich auf teiweis 6 Zyklen je Zimmer programmiert. Beispielsweise ist das Schlafzimmer morgens beim Aufstehen und Abends auf 21 Grad eingestellt. Dazwischen auf 16 Grad. Also zu Deiner Frage, ob alle Zimmer permanent auf 20 Grad stehen. Nein... Aber wenn jemand Zuhause ist, zumindest Tagsüber.
Die Rohrleitung ist wie ein Baum mit Ästen gestaltet, da sich die Therme in der Mitte des Hauses unter dem Dach befindet. Fast alle Wege sind zu den Heizkörpern gleich weit. Es gibt da natürlich Ausnahmen.

Und was soll das. Der tredsteller hat eine viel zu kleine Heizung. Ja die sollte schon grösser sein. Aber gleich eine riesige Heizung einbauen, die bei 50 Grad die Leistung plus hat ist auch mal eine Ansage. Die Heizung sollte sich mal eher an der Anlage selbst und den Spielraum des Brenners anpassen. Will der denn in Deutschland für die 0.5 Tage bei aussen - 20Grad gleich noch 40% Reserven haben?

Und ja ich bin Bauleiter für Industrieanlagen. Haustechnik ist notgedrungen. Da werde ich Dir unterlegen sein. Dafür arbeitet meine Heizungsanlage aber perfekt und kostengünstig. Immer beachten das Warmwasser via Strom gehetzt wird. Ich sprach nur von Heitzleistung von den Räumen....

Im Bild mal die aktuelle Einstellung. Der Vorlauf ist jetzt bei 70 Grad.



Sorry



Nun, was soll ich sagen...wenn Deine Heizung aktuell 70°C im Vorlauf hat, kann diese nicht perfekt laufen....auch macht es keinen Spareffekt aus, jedes mal die Zimmer ab zu regeln, wenn die Bewohner nicht da sind...allein dafür benötigt die Heizung eine große Reserve, um das ausgleichen zu können! Behaglichkeit erreicht man damit eher nicht, weil du ja alles dann wieder durchwärmen musst - Lufttemperaturen sind das eine, Behaglichkeit kommt durch die Oberflächentemperaturen der Umgebungswände (deswegen hat man in alten Häusern oft das Gefühl zu frieren, obwohl 25°C Lufttemperatur anliegen).
Die Regelung mag ja schön beworben sein, aber brauchen "tut" man das so nicht...das kann im Grunde jede Heizungssteuerung, die witterungsgeführt ist...Internet, Smart und Wifi klingen toll...funktioniert aber auch perfekt ohne, wenn man die richtige Heizkurve für das Haus gefunden hat...

Sternförmige Leitungen - klingt toll...wofür soll das gut sein? Ein ordentlich verlegtes Ringsystem mit einem kontinuierlichen Durchfluss und alles ist gut...

Und wenn die Auslegung korrekt gemacht wurde, dann hat man bei Normaußentemperatur keine 40% Reserve...diese Reserve hat man eigentlich nur, wenn die alte Heizungsanlage gnadenlos überdimensioniert war (vom Kessel her)...



Ringleitung



Ja nee klar. Eine tolle Ringleitung in einem Fachwerkhaus schön an der Aussen Wand in der Isolierung.
Da war ich schon mal. Muss nicht sein. Am besten so wie der Vorbesitzer es gemacht hatte. Vor und Rücklauf schön dicht zusammen, ohne Isolation der Rohre und dazu noch Undicht. Dafür den Lehm rausgeklopft und dann einen Trockenbau drüber. Alles toll mit Gips verpachtet.
Dann kommt das Wasser auch schön kalt wieder bei der Therme an.
Meine Abwärme der isolierten Rohre bleibt im Haus. Die wenigsten Rohre sind an den Aussen Wänden. Die Rohre kommen aus dem Boden.
Also kurze Wege und nicht benötigte Heizungen haben auch keinen Zulauf. Die Rohre sind so verlegt, dass die Abwärme im Boden des jewaligen Zimmers bleibt.Die Zwischendeckenisolation spiegelt das ganze nach unten ab.

Ja bei einem Bau mit Holzboden ist das so.
Da war die zulauftemparatur auch erheblich geringer, da die Therme es gar nicht hingebracht hatte diese zu versorgen.
Jetzt das beste.... Es waren Fachleute am Werk. Bei der Therme, wie auch bei der Verlegung der Rohre und der Auslegung der Mikroheitzkörper.
Die ersparnis war im ersten Jahr schon mal 1000 Euro weniger Gasverbrauch.

Und das ohne Hydraulischen Abgleich und offensichtlich falschen Heizkörpern.

Die massname der Innen isolation, Abdichtung, Zwischendeckenisolation und Bodenisolation sind da natürlich mit dabei. Ach ja die blödsinnige Steuerung, die weiss, ob ich 4 Stunden weit weg bin oder gerade mal 4 Kilometer zum Einkaufen weit weg bin ist auch dabei.

Jetzt Kauf der arme Tredsteller eine Heizung, die vermutlich gar nicht zu Seiner Heizung passt. Der hat auch andere Zimmer, die vermutlich ähnliche größen haben. Wenn da die Zimmer warm werden passt die doch. Es sind hier im Forum keine Minenergiehäuser. Lach...

Die Frage ist doch die:
Klar Heizung war zu klein.
Kommt genug Wasser an?
Meine kleine Pumpe wuppt das, da die Heizkörper Zyklisch geschaltet sind.
Wenn hingegen Seine winzige Heizung am Ende der Ringleitung ist und die eben nicht abgeglichen sind und dazu noch alle munter Heizen, ja dann ist das alles kein Wunder. Ich brauche keinen Hydraulischen Abgleich. Die Dinger sind in Minuten warm.

Ach ja 18:30 Uhr jetzige Vorlauftemparatur 55 Grad.... Lach...



Ich schrub doch...



Dass ich alle Heizkörper bis auf diesen abgedreht hatte, um den fehlenden hydraulischen Abgleich ausschließen zu können. Der Heizkörper schaffte es aber trotzdem nicht, den Raum ausreichend zu heizen.
Und vielen Dank, dass Sie sich so um den „armen Threadersteller“ sorgen, so sehr, dass Sie garnicht erst seine Posts lesen, sondern gleich zur Glorifizierung ihrer eigenen Heizungsanlage übergehen.
Wann wurde die eigentlich in Betrieb genommen? An dem Datum könnten wir ein nationales Fest feiern, so mit geschmückten Bäumen und Familientreffen, und abends versammelt sich die Familie an Baum und singt oh du fröhliche Tadaheizung, wie wärs?



Scheivel



Hallo Schievel,

Du hast ja gelesen...mit dem kleinen Heizkörper wird das nichts. Hast Du denn Platz für weitere Heizkörper....wenigstens vor der anderen Außenwand, um diese zu erwärmen? Die Heizrohre kannst du in deinem Fall vor der Wand laufen lassen....die Wärme kannst du gut gebrauchen :-)



Wirrungen



Sam, schön, dass Deine Heizung läuft...freu Dich...mit technischem System, Sinn und Verstand hat das, was du da von Dir gibst, nichts zu tun...aber jedem, wie ihm beliebt...

Erfreu Dich daran, dass die Abwärme der isolierten Rohre im Haus bleibt....aber hör bitte auf, Deinen technischen Nonsens anderen Nutzern aufzuschwatzen...



Joerjen



Ja, vor der anderen Wand hätte ich auch Platz. Ich werde diesen Winter mit dem vorhandenen Heizkörper auskommen, wenn’s richtig Arschkalt wird, hole ich mir noch einen Stromradiator hinzu.
Und wenn die Heizperiode vorbei ist, ersetze ich den vorhandenen Heizkörper durch einen Typ33 mit 1400x500 oder 1600x500, den ich dann links und rechts am Fenster 200 bzw 300 überstehen lasse.
Wenn das dann noch nicht reichen sollte, installiere ich den vorhandenen Typ22 1000x400 an der zweiten Außenwand. Und wenn das noch nicht reicht ersetze ich den dann durch einen längeren Typ33 der 400 hoch ist. So lange ich einen nehme der 400 hoch ist, kann ich diesen ja einfach tauschen ohne groß was an den Rohren zu löten.

Also mehrere Eskalationsstufen.



Heizungsauslegung



Es ist doch eigentlich kein sehr kompliziertes Problem.
Ein kleiner Heizkörper benötigt eine hohe Vorlauftemperatur, um dieselber Heizleistung wie ein größerer Heizkörper zu erreichen.
Wenn auch diese hohe Vorlauftemperatur nicht genügt muß ein größerer Heizkörper verwendet werden.
Ich würde lieber Typ 11 Heizkörper statt Typ 33 verwenden, die viel tiefer in den Raum hinein stehen.

Wenn nicht genug Wärme geliefert wird müssen Wärmeverluste durch Rohrdämmung oder Dämmung der Außenwände reduziert werden.

Was einem nun am liebsten ist muß jeder selbst für sich entscheiden.
Prinzipiell würde ich immer mehr dämmen und größere, wärmeabgebende Flächen mit niedrigeren Vorlauftemperaturen vorziehen.
Dies verursacht einmalig Aufwand und Kosten und spart dann jahrzehntelang Heizenergie und bringt ein angenehmeres Wohngefühl und ermöglicht eine umweltfreundlichere Energieerzeugung mit Erdwärmepumpe, Grabenkollektor etc.

Ein größerer Heizkörper kann ohne großen Aufwand selbst montiert werden und kostet ohnehin nicht viel-
Preßzangen bei Rohrumlegungen kann man sich im Baumarkt ggf auch ausleihen.




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