Ausgleichsschüttung+Dämmung+ Fussbodenheizung auf Bodenplatte mit begrenzter Deckenhöhe ;o(

20.01.2020 Maniac



Hallo ihr Lieben!

Haben uns schon sehr viel quer durchgelesen und wissen aktuell nicht mehr, was die beste Lösung ist...

Wir sind einen ca. 15 qm grossen Raum am sanieren. Deckenhöhe liegt nur bei insgesamt 206cm.
Der Raum soll jetzt die Küche werden, geplanter Bodenbelag soll sein: Fliesen und Fussbodenheizung.
Bisher gemacht:
Dielenboden mit Holzlatten und loser Schüttung raus, darunter liegt die unebene Bodenplatte und darunter dann Erdboden. Die Unebenheiten der Bodenplatte haben ca.3cm Differenz.
Alter Putz an den Wänden ab, darunter Bruchsteinwände. Diese haben wir jetzt mit Kalkmilch und Kalkputz (Otterbein)verputzt. Darauf soll Kalkfeinputz kommen.
Jetzt die schwierige Frage, wie wir den Bodenaufbau gestalten sollen.
Es soll eine plane Fläche sein, damit wir darauf dann die Fussbodenehizung sowie Fliesen Verlegen können.

Ausgleichsmasse? Dafür ist die Differenz sehr hoch.
Trockene oder gebundene Ausgleichsschüttung? Diese sollte möglichst mineralisch sein mit gutem Dämmfaktor, um Abstrahlen der Wärme nach unten zu vermeiden.

- Ist eine Dampfsperre nötig?
- Welche Ideen der Schüttung? Dachten schon an Blähton mit Zement gebunden.
- Weiterer Aufbau?
- Welche Fussbodenheizung? Erfahrungen zum Selbstverlegen? Mit Trockenestrichplatten?

Schonmal danke!



zweimetersechs



ist die lichte Höhe Rohbaumaß, also jetzt von Decke bis zur Betonschicht ? Was heißt uneben, ein foto würde helfen, die Situation besser zu beurteilen.



guck mal nach cemwood



stabil, resistent, dämmt. ohne zusätzliche dämmplatten wird das aber eher nix vernünftiges mit FBH über Erdreich.

da würde ich auch nicht ohne Abdichtung oder mindestens dicker pefolie arbeiten.



Bilder



Bekomme ich leider übers Handy hier nicht hochgeladen, sorry.

Die aktuelle Rohbauhöhe ist am niedrigste Punkt 206cm.

Der Raum ist ca. 2,7m breit, wenn ich da die 2m Richtlatte mit der wasserwagge anlege, fällt der Boden zu einer Seite um ca 2- 2,5 cm ab, das muss ausgeglichen werden.



wenig aufbauhöhe



206cm und es soll noch ein boden aufgebaut werden MIT FBH.
das wird eh schon sportlich.

der 3cm Ausgleich bringt quasi keine Dämmung rein.
darauf müsste also noch eine möglichst effektive dämmung, um nicht nach unten zu heizen. 2cm hochleistungsdämmung mindestens, wobei das eher zu wenig ist.
bei nassestrich wäre vielleicht 4cm Estrich möglich mit bewährungsmatten ,
dazu noch fliesen.
macht 7-8cm also keine 2m Raumhöhe mehr über und energetisch ungünstig .

FBH im Trockenbau braucht auch ne stabile und gedämmte unterlage und hat durch den schlechteren wärmeübergang nach oben auch noch mehr verluste nach unten.
trockenbau FBH mit fliesen könnte vielleicht das system von lithotherm sein. leider nur 14er Rohr aber gut mit fliesen zu kombinieren und speichermasse.
auch da muss ein stabiler, gedämmter Untergrund her und die elemente sind schon 45mm stark.

die Wände sind schon fertig verputzt? also WH geht nicht mehr?
was für ein wärmeerzeuger hängt daran mit welchen heizwassertemperaturen, welche heizlast?



Bodenaufbau bei geringer Deckenhöhe.



Bei einer derart geringen Raumhöhe und wenn’s eh nur um 15 qm geht würde ich doch den Boden tiefer legen.
Es wird ja kaum ein dicker Betonboden verlegt worden sein.
An einer Stelle ein Loch durch den Beton/Estrich stemmen, dann siehst du was vorhanden ist.
Besser, jetzt etwas Zeit investieren und dafür jahrzehntelang davon profitieren durch bessere Dämmung und einen einwandfreien Bodenaufbau.

Statt Fliesen würde ich eher einen immer fußwarmen und angenehmer zu begehenden Eiche-Dielenboden verlegen.
In Küchen wird ohnehin reichlich Abwärme produziert, sodass die Heizanforderungen durch einen kleineren Heizkörper oder Wandheizungsbereich gedeckt werden können.



Fliesen



Wir hatten uns fliesenbelag ausgesucht, weil die Terasse direkt an den Raum grenzt und somit auch immer ein Durchgangsraum ist. Vor der Renovierung waren hier auch echtholzdielen drin, die massive Laufstraßen hatten :-( deshalb wollten wir etwas haltbareres...

Besser die fussbodenheizung weglassen und vernünftig dämmen?

Wände sind jetzt verputzt.

Wir dachten auch schon an Ausgleich mit mehabit.

Hmmmm.

Noch sind wir offen für Ideen und Entscheidungen.



Dünner gedämmter Fußbodenaufbau



Dünnste, gut gedämmte Möglichkeit wäre

- Feuchtigkeitssperre auf der Betonplatte
- PUR/PIR oder Phenolharzplatten zur Dämmung
- dünne Holzfaserplatte (für Fertigparkett)
- Creaton- Ton- Trockenestrichplatten verlegen

Keine Fußbodenheizung



bleibt Abzuwägen



MiKe und Hr. Teich haben die Möglichkeit schon sehr gut aufgezeigt. Es bleibt abzuwägen:

- FBH ohne Aushub
Alle Heizsysteme mit niedriger Aufbauhöhe erfordern einen planen Untergrund, die 3cm müssen ausgeligchen werden (Mehabit, Cemwood oder gebundene Schüttung). Darauf dann, wie von Mike beschrieben, min. 2cm "hochleistungs" Dämmung. Am niedrigsten Trockenestrichelemente mit integrierten Rohren (bspw. Variotherm, 2cm) alternativ Nassestrich (bspw. Schlüter 4cm).
Das sind ohne Fliesen und nach Ausgleich mind. 4cm Aufbauhöhe und die Systeme, insbesondere Variotherm, sind schweineteuer.

- FBH mit Aushub
Zeitaufwändig aber bringt evtl. Aufbauhöhe bzw. bessere Dämmung.

- ohne FBHz
Entsprechend Aufbau von Hrn. Teich mit Wandheizung oder Heizkörpern. Spart etwas Zeit und Geld und Aufbauhöhe.

- ohne Fliesen
Mit fußwarmen Dielen oder auch einem Linoleum (widerstandsfähiger, keine Laufspuren) auf OSB in Kombi mit Wandheizung/Heizkörpern ist der Aufbau meiner Meinung nach am schnellsten und günstigsten zu realisieren.
Feuchtigkeitssperre, darauf Lagerhölzer mit gedämmten Zwischenräumen, dann als Endbelag Dielen oder Linoleum auf OSB.

Gruß
Manu



Muss es eine FBH sein?



Wenn kein Platz da ist, kann man auch über eine Wand- / Fussbodenleistenheizung nachdenken.
Kosten weniger und die Decke fällt einem nicht auf den Kopf.

Klaus



Lieben Dank!



Vielen Dank für die tollen Tipps hier!
Dickes Lob!

Der Bodenaufbau wird auf die Bodenplatte wahrscheinlich wie folgt sein:
- Dampfsperre mit PE Folie
- Mehabit als gebundene Ausgleichsschüttung ca 3-4cm Höhe
- PIR Dämmplatten
- Holzfaserplatte
- Trockenestrichplatten
- Fliesen.

Primärheizquelle ist der Specksteinkaminofen, der im künftigen esszimmer steht, welches durch offenes Innenfachwerk mit der künftigen Küche verbunden ist.

Bitte nicht steinigen.... aber ich hab zufällig Elektro-Heizmatten gefunden, welche nur max 0,5cm hoch sind und direkt im Fliesenkleber unter den Fliesen angebracht werden.
Wir möchten damit nicht den Raum beheizen, bloss für etwas angenehmere Bodentemperatur in der kalten Winterzeit sorgen, vor allem morgens und abends.
Die Elektrofbh soll also nur punktuell angeschaltet werden. Nicht dauerhaft.
Macht das Sinn?
Vor allem bzgl der Dämmsituation beim Bodenaufbau?



Dämmplatten



warum wollt Ihr 2 verschiedene Dämmplatten einbringen ? Die elektr. FBH geht schon ( auch ins Geld), ein paar Filzlatschen funktionieren auch.