Ausfachung

13.03.2007



Nun habe ich angefangen, die Fächer auszufachen. Wir fangen mit dem Aussenmauerwerk an und Verarbeiten Egernsunder Ziegel(Backsteine). Als Mörtel wird ein Kalkmörtel eingesetzt im Mischungverhältnis 3/2/1 (Teile Kalkmörtel/ Teile 0,2er Kies/ Teil Zement). Dies ist die Empfehlung des Zimmermanns und der Mauerer. Die Winddichtigkeit wir durch ein Umlaufendes Kompriband (an Stelle der Dreikantleiste) eingesetzt sowie VA Maueranker und eine Folie als Dampfsperre.

Nun meine Frage in das Forum:
- es soll ein 24er Mauerwerk werden mit folgendem Aufbau (aussen nach innen) 11,5er Backstein, 3cm Styropor,7,1cm Kalksandstein (hochkant vermaueret) und 2cm Kalkputz.
Ist dieser Aufbau für den Feuchtigkeitsausgleich so geeignet, oder gibt es richtigere und bessere Lösungen?

Ich würde mich über viele sachdienliche Kommetare freuen.
Gruss
Frank





Hi,

das Thema wurde hier schon viele Male "durchgekaut" ;o). Einfach Rechts die Suchfunktion nutzen und dann sehen Sie schon, was Sie (dass Sie das) besser nicht machen sollten...

Grüße Annette



Ausfachung



Ich wundere mich immer wieder,
mit welch kreativer Fantasie neue Ausfachungssysteme erfunden werden.
Das beginnt mit einem bombenfesten Mörtel und endet mit zweischaligem Mauerwerk, deren Innenschale wohl auf das Holz getackert wird.
Bitte, fragt vorher jemanden der Ahnung hat oder schaut euch zumindest hier erst einmal um.
Merke: Wenn Du jemandem Geld für eine fachliche Auskunft oder Planung bezahlst, dann muß er auch für die Richtigkeit und demgemäß für die Folgen einstehen (oder seine Berufshaftpflichtversicherung!). Euer Zimmerer macht das bestimmt nicht.
p.s.:
Wer hat eigentlich den Wärmeschutznachweis für diese Wand gerechnet? Wenn es ein Gartenhäuschen sein sollte, nehme ich alles zurück!

Viele Grüße
Georg Böttcher



Ausfachung



Danke für die ersten Stellungnahmen.
Nun habe ich aber leider keine realen Verbesserungsvorschläge erhalten sondern "nur" erzürnte Ablehnungen. Etwas konkreter währe schon schön.
Es handelt sich im Übrigen um ein Ferienhaus.

Danke
Frank





Hallo Herr Schulz,

warum soll man immer und immer wieder die selben Antworten geben? Wie gesagt, oben rechts ist so ein kleines weißes Feld, da kann man Worte wie "Ausfachung" oder "Gefache" oder sogar "Styropor" eingeben und schwupps kommt man zur richtigen "Lösung" oder Lösungsvorschlägen oder gar Diskussionen die man nicht nochmal führen muss. Warum nicht "einfach" mal selbst schauen? Selbst ist der Mann :o)

Grüße Annette



Dein Motto



passt nicht zu diesem Aufbau. Schäden sind vorprogrammiert.
Mörtel ohne Zement, in die Gefache Dreikantleisten (ist etwas schwieriger zu vermauern). Keine Folie, statt Styropor Holzfaserweichplatte 40-60 mm, Kalk oder Lehmputz innen. Kasten Bier und Flasche Korn holen, Zimmermann und Maurer abfüllen und den Rest alleine machen.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Aussenmauerwerk ist nun eingebaut.



Nach Durchsicht der Beiträge auf meine Frage ist der Wandaufbau nun wie folgt geplant.

-11,5er Ziegel mit umlaufendem Kompriband für die Winddichtigkeit, vermauert mit Kalkmörtel und geringem Anteil Zement (reiner Kalkmörtel würde bei Regen ausgewaschen). Das Ziegelwerk ist auf eine Dampfsperre gemauert. Das Aussenmauerwerk sowie das Balkenwerk wird nach Trocknung mit Leinölfirniss gestrichen.
- 4 cm Lehmunterputz
- 6 cm Holzfaserplatte mit umlaufendem Kompriband.
- 2 cm Lehminnenputz.

Wo ich noch unsicher bin ist im Badbereich. Hier wird eine Wand komplett mit Kalkputz verputzt, wobei die Balken mit Pappe gegen Feuchtigkeit geschützt wird. Darauf sollen die Fleisen geklebt werden. Die Aussenwände machen mir Sorgen. Hier möchte ich gerne die Balken sichtbar haben und trotzdem ca 2/3 der Wände verfliesen. Welchen Untergrund soll ich vorsehen ?
Das neue Bild zeigt die gemauerte Innenwand mit dem Anschluss an die Aussenwand.
Sollte hier jemand einen guten Rat abgeben wollen, nur zu.

Gruss
Frank



Balken einpacken!!!!



Probier doch einfach mal folgendes:
Altehrwürdiger Obstbaum aus Großmutters Zeiten mit guten Erträgen ("Deutscher Boskoop"), wickle diesen Baum einfach mit Dachpappe oder Folie ein und erwarte in den nächsten Jahren eine Ertragserhöhung.


Nachdenkliche Grüße

Udo



Mein Wandaufbau



Allen Interessierten hier ein weiteres Foto der geplanten Ausfachung. Die Bauchschmerzen eines Mitgliedes kann ich derzeit nicht verstehen. Die Ausfachung wird diffusionsoffen gestaltet. Das Mauerwerk und das Holz können atmen und die eindringende Feuchtigkeit regulieren. Kompribänder sollen sogar um die geplanten Holzfaserdämmplatten gelegt werden (anstelle eines umlaufenden Flachsbandes).
Gruss
Frank



Fachwerk



Hallo Herr Schulz,
grundsätzlich sollten Sie die Außenwände im Fachwerkhaus von innen komplett verputzen, Sie sparen sich eine Menge Ärger.

Außerdem empfiehlt es sich, möglichst keine Fliesen zu verwenden. Wie hier immer wieder geschrieben wurde: Fliesen sind nicht wasserdicht, die Fugen weisen stets Haarrisse auf.

Weiterhin ist es wichtiger, dass Ihre Wand Feuchtigkeit auch in Tröpfchenform nach aussen transportiert, die Feuchtigkeitsregulierung erfolgt nur zum kleineren Teil über Dampfdiffusion.

Sie dürfen die Balken auf keinen Fall abdichten, einpacken oder versiegeln, die können Sie ohne Probleme überputzen, mit Lehm- oder Kalkputz.

Woher Sie wissen wollen, dass reiner Kalkmörtel vom Regen ausgewaschen wird, frage ich lieber nicht...

Alles Gute



Aufbauschichten



Ohne Dreikantleisten besteht stets eine Gleitwirkung der Ausfachungsebenen, die zu einer Ausdriftung der Gefacheebenen führen kann (Herausdrücken von punktionalen Bereichen).
Eine unten eingebrachte Sperrbahn wird zu späteren Problemen am Holz führen, da es dort zu Kondensatausfall an der holzseitigen Ebene kommen wird.
Zwischenliegende Lehmschicht benötigt kein Armierungsgewebe, da ja die Holzweichfaserplatte drückend dagegen steht.
Kompriband um die Holzfaserplatte wäre hier okay.
Und um welches Plattenerzeugnis wird es sich bei Ihnen handeln?
Nicht jedes ist nachher mit Lehm beputzbar.

Grüße Udo