Ausfachung mit Lehmziegeln hat Schwundfuge, keine Dreieckleiste und wackelt - fachgerecht?

27.07.2019 Carsten Jung



Hallo Zusammen,

bei uns hat der Lehmbauer die Fächer mit Lehmziegeln ausgefacht. Die sind nun getrocknet und haben oben, tlw. auch an den Seiten 1-2mm, max. 3mm große Schwundfugen. Zudem wurden keine Dreieckleisten verbaut. Einige der Fächer wackeln nun.

Jetzt die Frage: ist das fachgerecht und was kann man noch dagegen tun? Neu ausmauern lassen oder die Fugen mit Lehm versuchen zumindest von den Seiten bis wenigstens 1-2cm Tiefe zuzustopfen bzw. die zu verputzen?

Besten Dank



Ein Gefach,



daß von Anfang an wackelt, kann ja wohl kaum fachgerecht sein.

Da sollte der Gute nachlesen, wie man das macht. Und dann noch 'mal 'ran. Sonst fällt Ihr Gefach noch Jemand auf's Dach...

So ist das Leben.

Grüße

Thomas



Wackelnde Lehmwände



Habe ich hier aktuell auch.
Altbestand von 1880...leider hat der Nachbar seinen Dachstuhl "saniert" und dabei unter Volllast einfach mal die Kehlbalkenlage höher gesetzt und den Unterzug rausgeworfen. Dadurch hat sich die Fachwerktrennwand und die Wand der Räucherkammer bewegt und den Blick auf Bausünden anno 1880 eröffnet. Keine Dreiecksleisten und auch keine Auskerbung am Balken zur Aufnahme einer Lehmnase, die häufig als Alternative genutzt wurden. Hielt, solange man keine Bewegung reinbrachte. Ich habe jetzt Dreiecksleisten oben und so weit es ging an den Seiten nachgezogen, da mir ein kompletter Rückbau zu aufwändig war und der Nachbar, Anhänger neuer Baumaterialien, eh plant eine Rigicellwand davor zu ziehen. Die Räucherkammerwand hatte offenbar schonmal Bewegung und wurde mit einem schlichten Holzkeil gegen das Kippen bereits anno dunnemals gesichert...Pfusch gab es also schon zu allen Zeiten, unkonventionelle Lösungen auch. Aber hier im Falle des Neubaus, würde ich auch eine mängelfreie Ausführung mit Dreiecksleisten einfordern .
LG anna