Ausfachung Fachwerk / Giebel

02.03.2017 Harzer

Ausfachung Fachwerk / Giebel

Hallo liebe Gemeinde,
erst einmal vielen Dank für diese Seite und die zahlreichen Hilfreichen Beiträge.

Nun habe ich auch ein/zwei Fragen.

Ich bin besitzer eines Fachwerkhauses von 1914.
Aktuell ist die Fassade mit Eternitplatten verdeckt. Diese Asbestplatten sollen runter und einer Vorhangfassade mit Zierer-Elementen platz machen.

Als ich vor kurzem eine Fassadenplatte entfernte bin ich auf die erste mögliche Frage gestoßen. Um welche Art Stein handelt es sich auf dem Bild bei der Ausmauerung?

2. Der Giebel ist gegenwärtig mit Lehmsteinen und Lehm ausgemauert. Dies würde ich gerne beibehalten und diesen neu ausfachen.

Ist es unbedenklich die Grundlattung (gesamt 16cm Mineralwolldämmung) nur auf den Holzbalken zu verschrauben oder müssen/sollten diese Grundsätzlich in das Mauerwerk verdübelt werden? Wie verhält es sich im Bereich des Giebels wo die Lehmsteine sind? Hat die Grundlattung hier einen festen Halt sollte ich diese an den Lehmsteinen verdübeln?

Dies waren vorerst die einzigen Fragen an euch. :-)

Vielen Dank!

Beste Grüße aus Goslar.

Ali



Ausfachung



Das ist wahrscheinlich ein Reichsformat- Vollziegel, in Kalkmörtel gesetzt.





Danke für die Info, ist ja nicht besonders ansehnlich :-)



Das Foto ist leider ungenau!



Von wann ist die Ausmauerung?

Könnte das ein NF Leitlehmstein mit Lehmmörtel sein?

Grüße



Ausmauerung


nicht bekannt

der zeitpunkt der ausmauerung ist leider nicht bekannt. die fassade ist aktuell mit eternit-elementen verdeckt. ich gehe davon aus, dass die fassade etwa 40 jahre alt ist. die eternitplatten werden in den nächsten monaten entfernt.

ich habe mal ein foto mit einer höheren Auflösung hochgeladen. Ich würde mich freuen wenn es lehmsteine sind.

eine frage an Sie als Lehmexperte: kann man eine Grundlattung, 80/100 + Konterlattung 80/100 in lehmsteinen verankern/Dübeln? Oder ist es erfahrungsgemäß ausreichen diese in die Holzbalken zu verschrauben?



In die Ausfachung



sollte nicht gedübelt werden, besser im Fachwerk.
Grüße

P.S. Ich sehe Leichtlehmsteine mit Lehmmörtel vermauert.



und...



vielen Dank!



Ziegel



Ich korrigiere mich: Das sieht nicht nach gebrannten Ziegeln aus.
Wohnen Sie zufällig in der Nähe von Oker?



ja in der nähe



in vienenburg :-) wie ich sehe kommen Sie aus Aschersleben



Ziegel



Meine Fragezielte auf die industrielle Vergangenheit der Gegend. Es gab Verhüttung von Erzen und daraus resultierend große Mengen von industriellen Abfällen aus denen möglicherweise Ziegel hergestellt wurden. Die Oberflächen sehen jedenfalls danach aus.



Hmmm



Industrielle Abfälle hört sich erstmal nicht so schön an. Ich werde die Steine bei Gelegenheit mal näher untersuchen. Wenn ich mich nicht täusche sollte man ja auch aufgrund des Härtegrades darauf schließen können um was für Material es sich handelt. Lehmsteine sind ja bestimmt weicher.

Danke für Ihre Einschätzung.



Bitte kratzen



Sie mal am Stein wenn Sehr weich ist, und sich die Reste in Wasser auflösen ist eine Lehmstein.


Grüße



genau...



...das hatte ich vor. Wenn der Regen mal etwas nachlässt :-).

Danke für den Tipp.