alternative Ausfachungen

13.01.2011 Martin



Hallo,
gibt es noch andere Möglichkeiten außer mit Lehm Fachwerkhäuser auszufachen, die aus bauphysikalischer Sicht einwandfrei sind?

Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen

mfg Martin



Ausfachung



Am besten Sie nehmen weichgebrannte Vollsteine.
Es gehen auch moderne, kleinformatige Ziegel mit Lochanteil, aber bitte im mittleren Rhodichtebereich.
Auch wenn es jetzt einen Aufschrei gibt, Porenbeton geht auch.
Es kommt auf die richtige Verarbeitung an.

Viele Grüße



Ausfachung



danke für die Rückinfo,
dachte aber eher an eine organische Verbundplatte als Putzträger,Wärmedämmung,Dampfsperre(-bremse),UK als Installationsebene,GK,o.ä..Könnte dieser Aufbau, nur theoretisch, funktionieren?
Vielleicht ist ja nur die richtige Wahl der Komponenten wichtig





Lehm und Holz…..das geht schon „ewige Zeiten“ ohne Schäden! alles Andere hat nicht funktioniert also warum nicht einfach dabei bleiben…???
Mit freundlichen Grüßen
G. Sparwasser



Gefachausmauerung



So etwas funktioniert weder theoretisch noch praktisch.

Viele Grüße



Ausfachung



grüße,
ich hab nichts gegen Lehm, im Gegenteil! Aber es muß doch Alternativen geben,die leichter umzusetzen sind und genauso effektiv gegen das Arbeiten des Holzes bleiben.



Ausfachungen



Ja, die gibt es.
Ziegel, Poroton, Porenbeton, Liaplan, alles in kleinen Formaten und in weichen Kalkmörtel gesetzt.



Ausfachung



diese Arten der Ausfachung ist mir mehr oder weniger bekannt.
Aber ob die unbedingt leichter umzusetzen sind würde ich bezweifeln.
... möchte ja auch nicht die Charakteristik des Fachwerks zerstören.

Das Problem, ich schreib gerade meine Facharbeit und behandle diese Problematik, aber irgendwie komme ich damit nicht weiter.
Danke trozdem für die infos

Wenn es doch noch was gibt dann danke ich schon im Vorraus für die Infos

mfg Martin



Ausfachung



diese Arten der Ausfachung ist mir mehr oder weniger bekannt.
Aber ob die unbedingt leichter umzusetzen sind würde ich bezweifeln.
... möchte ja auch nicht die Charakteristik des Fachwerks zerstören.

Das Problem, ich schreib gerade meine Facharbeit und behandle diese Problematik, aber irgendwie komme ich damit nicht weiter.
Danke trozdem für die infos

Wenn es doch noch was gibt dann danke ich schon im Vorraus für die Infos

mfg Martin



@Martin



wenn das Ergebnis deiner Facharbeit jenes ist, dass es bauphysikalisch nichts besseres im Fachwerk gibt als Lehm und Kalk, ist das auch ein Ergebnis bzw. eine Aussage.

Oder ist das Ziel deiner Facharbeit genau das Gegenteil zu beweisen?

Will damit nur sagen, dass ein "negatives" Ergebnis (im Sinne von:gibt nicht´s besseres) eben auch ein Ergebnis ist, welches den Wert deiner Facharbeit nicht schmälert.

Grüße vom Namensvetter



Gefachausmauerung



Für Deine Arbeit solltest Du Dich schon etwas mehr mit den bauphysikalischen Vorgängen auseinandersetzen, die in einer Fachwerkaußenwand ablaufen. Einfach ein paar Materialvarianten aufzählen reicht nicht. Es fehlt die Begründung, warum manches geht und anderes nicht.
Dann ist das Material nur die eine Seite.
Es kommt auf den konkreten Fall und vor allem auf die Verarbeitung an.
Schau Dich mal in den WTA- Merkblättern zur Fachwerksanierung um.

Viele Grüße

p.s. Schau mal auf meine Homepage, da findest Du unter kostenlose Downloads etwas über Fachwerkausmauerung.



Ausfachung



Danke für die Infos. Auseinandergesetzt hab ich mich schon, aber eben noch nicht mit der entgültigen Materialbestimmung.Das ist ja mein Problem.
Der Markt gibt viele interessante Baustoffe her,leider auch viel Schrott.
Das Prinzip,es soll keine neue Ausfachung in einem alten Fachwerkhaus, sondern ein neues Fachwerkhaus mit neuer Ausfachung entstehen.
Das größte Problem ist doch unteranderem die Luftdichtheit der Wände, wenn man andere Materialien nehmen würde als Lehm, Poroton o.ä.!????
Keine Ahnung, vielleicht lehn ich mich auch zu weit aus dem Fenster und man kann ein Fachwerk dem 21.Jhd. nicht anpassen.
Am Ende auch gut so!!!



Das Fachwerk des 21. Jahrhunderts...



... ist schon längst erfunden und schon erheblich anders als das des 14.-19. Jahrhunderts:
Man nennt es z.B. Holzrahmenbau oder ähnlich, und es besteht aus einer Holztragkonstruktion wie das "Fachwerk", nur mit dem Unterschied, dass aussen und innen durchgehende Schichten zur Aussteifung und zum Witterungs-, Wärme- und Feuchteschutz vorgesehen sind. Hier passen alle modernen Baustoffe rein, das ist aufeinander abgestimmt.
(Halten tuts trotzdem nicht gar so lange, das ist bei diesen Häusern auch meist gar nicht vorgesehen. Spätestens nach der dritten EnEV-Novelle sind sie auch wieder Schrott von vorgestern und nur noch abzureißen.)

Bei traditionellem Fachwerk hingegen lässt man von allzu modernen Baustoffen besser die Finger. Billiger Lehm ist zwar nicht so "perfekt" im Sinne der Baustoffindustrie, hat aber dennoch seit Jahrhunderten gut gehalten - was alle modernen Ausfachungen bisher nicht beweisen konnten - im Gegenteil.

Beste Grüße aus der Vorderpfalz



Was meinst Du mit "Fachwerk"?



Hallo Martin,

ein Fachwerk könnte man auch a la Eiffelturm ausgestalten, dann kann man da sicher auch anders die Gefache schließen :-)

Wie "modern" ist denn die Fachwerk-Struktur über die Du Deine Facharbeit schreiben sollst? Oder ist das offen?

Was ist denn eine Facharbeit? Für welches Fach schreibst Du? Wir hätten da jedenfalls ein wunderschönes altes Fachwerk, in dem wir die Gefache wieder schließen müssen. Wenn Du also die Faszination eines alten Fachwerkhauses ganz direkt und mit eigenen Händen kennenlernen möchtest - wir freuen uns über Helfer :-)

Viele Grüße

Dirk