Ausfachung ersetzen mit Lehmleichtbausteinen Problem vorhandene Holzlattung außen

11.04.2016 Markus Tauber



Guten Tag,
die Ausfachungen in unserem Fachwerkhaus müssen ausgetauscht werden, da der Mörtel nicht mehr zusammenhält und beim abklopfen des Innenputzes die Ausmauerung stark bröckelt.
Der Kalkmörtel ist wohl noch orginal von 1870, und inzwischen sandförmig, Mauersteine sind Backstein. So weit könnte man die Wand wider mit Lehm oder Kalkmörtel ausmauern.
Die Wandstärke beträgt 12 bzw. 15 cm: Aus Kostengründen bzw. aus ästhetischen Gründen soll keine Außendämmung angebracht werden sondern in einem ersten Schritt die Gefache mit Leichtlehmsteinen (wahrscheinlich aus eigener Herstellung - Hackschnitzel und Lehmgemisch) ausgemauert und innen mit Kalkputz verputzt werden.
Soweit auch alles supi - allerdings kommen folgende Fragen auf: Auf einer Hausseite ist die Außenwand mit einer Brettschalung versehen und mit Schieferplatten verkleidet. Ist es zu empfehlen diese Wand mit Leichtlehmsteinen auszumauern und somit die Wärmedämmeigenschaften der Wand zumidest etwas zu verbessern oder handelt man sich da bereits ein Feuchteproblem ein? Die restlichen Wände sind herkömmlich Verputz (nicht diffusionsoffen) und der Verputz könnte vorrübergehend erhalten werden auch als Schalung für das Lehmgemisch. Könnte innen noch zusätzlich 5 bis 10 cm Lehmhackschnitzelgemisch mit Hilfe einer Schilfrohrmattenschalung eingestampft werden, oder handelt man sich da Probleme ein?

Grüße vom Neckar



Fachwerksanierung



Mein Vorschlag:
Ausmauerung drinlassen
Neuer Innenputz PII, zweilagig und bewehrt,
4 bzw. 6 cm überputzbare Dämmplatte aus Holzfaser
Innenputz einlagig Lehmputz



Die Ausfachunng



rauszunehmen und durch selbstgemachte Lehmsteine halte ich für sehr aufwendig.

Eine Reparatur der Ausfachung dürfte um ein mehrfaches einfacher sein!

Ausmauern mit Leichtlehmsteinen ist auch nicht ganz einfach, die Rohdichte der Steine sollte zum Holz passen.

Um die Wärmedämmung einer Fachwerkkonstruktion zu verbessern muss außen oder innengedämmt werden!

Im Gefache lässt sich nur begrenzt was verbessern!

Grüße aus Koblenz



Ausfachung gedämmt bzw. Innendämmung - Feuchteproblem



Hallo zusammen,
Meine Frage bezieht sich mehr darauf in wie weit ein Feuchteproblem entsteht, durch die vorhandene durchgehende Holzverschalung und die Schieferverkleidung außen. Also dadurch, daß Feuchte die im Winter in der Wand durch das Tempereturgefälle entsteht nicht nach außen weg kann. Die Wand ist eben nur nach innen diffusionsoffen und daran läßt sich nichts ändern, da die historische Fassade erhalten werden soll. Ich bin mir nicht sicher aber für diese Überlegung müßte es keinen Unterschied machen, ob mit einer moderaten Innendämmung und/ oder einer moderaten Dämmung der Gefache (Lehm+Holzhackschnitzelsteine) gearbeitet wird?

Grüsse
Markus Tauber



Feuchteproblem bei Außenverkleidung



Feuchteprobleme sind dabei nicht zu erwarten.
Eine Schieferverkleidung ist nicht diffusionsdicht, zudem ist diese auf eine Holzverschalung aufgebracht,
die in aller Regel be- oder hinterlüftet ist.

Innendämmung ist dabei gut möglich, da Schlagregenbelastung dadurch abgehalten wird.

Zur Dämmung lieber Dämmstoffe wie Holzfaserplatten, Zellulose, Mineralschaumplatten oä. verwenden.

Strohlehm bringt primär Masse und Hitzeschutz- die Wärmedämmung ist suboptimal gegenüber reinen Dämmstoffen.

Schilfmatten sind kaum kapillaraktiv und auch die Dämmung ist nicht hervorragend.

Andreas Teich



Fachwerkwand



Verschieferung dranlassen
Ausmauerung drinlassen
Mit Innenputz stabilisieren
Dämmen
Lehmputz
Fertig.