Dachausbau + Dämmung

06.05.2005



Hallo,
wir sind auch seit 3 Monaten stolze Besitzer eines Fachwerkhauses.
Möchten in diesem Jahr daß Dachgeschoß zum Wohnraum ausbauen.Derzeitiger Aufbau : Tonziegel/Lattung/Teerpappe als Wind-Wasserschutz.
Habe viel gestöbert + verschiedene Meinungen gelesen.Auch die Feststellungen des Iso-Wahns on Konrad-Fischer bzw.Speichermasse von Ziegel + Holz.
Um ein einigermaßen gesunden Wohnklima zu schaffen, möchte ich folgenden Aufbau anbringen:
1.Hinterlüftung der Teerpappe von Traufe bis First in kompletter Sparrentiefe
2.Rauspunddielen oder Schalholz quer auf Sparren
3.Dachlatten mit 25mm Styropur
4.Rauspunddielen als sichtbare Innenvertäfelung (event.mit weißer Wasserlasur behandeln)
Keine Dampsperre, da Holz ja atmen soll und normalerweise
den Wasserhaushalt regulieren müßte.
Als Heizung würde ich die dick isolierten Steigrohre (50mm/Stahl) freilegen, die um eine Hälfte der Dachfläche entlanglaufen, gleichzeitig Anschluß eines Kaminofens für frostige Tage.
Was haltet Ihr von diesem Aufbau ?



Difusionsoffenheit



Hallo,
ich deiner Beschreibung fällt mit auf, dass du auf der einen Seite Difusionsoffenheit wünscht aber mit Syropur deine Dämmung erreichen willst. Sytopur ist dicht.
Vieleicht ein anderes Dämmaterial einbringen.

Gruß Frank



Dachbodenisolierung



Guten Tag,

man muß das Rad nicht immer neu erfinden. Ich rate Ihnen zu einer der bewäherten Konstruktionen und zum Verzicht auf Eigenkonstruktion:
entweder:
- Zwischensparrendämmung oder
- Aufsparrendämmung.
Dabei beachten Sie bitte die Anforderungen der EnEv und achten auch auf den sommerlichen Hitzeschutz.

es ist dann sekundär und bleibt persönlichen Vorlieben oder Aversionen überlassen, welches Material Sie wählen.
Weiß gestrichene Rauhspundschalung ist dann immer möglich.

Und wenn der Systemanbieter es für nötig hält, dann ist auch eine Dampfbremse sinnvoll / notwendig.

mit besten Grüßen



Die von ihnen



angegebene Konstruktion funktioniert auf keinen Fall. Die von Konrad Fischer angegebenen Informationen passen bei der Isolierung von Dachflächen aus meiner Sicht auf keinen Fall, da es sich hier um eine leichte Konstruktion handelt und Herr Fischer sich in erster Linie mit massiven Konstruktionen auseinandergesetzt hat (vielleicht habe ich auf der etwas wirren Seite auch was überlesen).

Zum Ausbau eines Dachgeschosses ist ein Bauantrag zu stellen und entsprechende Nachweise zur Statik und zum Wärmeschutz sind erfoderlich. Ohne Hinzuziehung entsprechender Ingenieure ist das nicht durchführbar. Selbst wenn sie die Baumaßnahme ohne Genehmigung durchführen sollten, bleiben sie als Bauherr in der Verantwortung die Vorgaben der Bauordnung, der EnEV und natürlich die Bedingungen der Statik zu erfüllen.

Wo in der Eifel steht denn das Haus?

Gruß
Fred Heim



Stimmt das?



@Fred

Einen Bauantrag braucht, zumindest in Rheinland-Pfalz, nur derjenige einzureichen, der zusätzlichen Wohnraum zur späteren Vermietung schaffen will. Das haben wir zumindest von der Kreisverwaltung Ahrweiler erfahren. Und das mit der EnEV gilt doch auch nur dann, wenn nicht ausschließlich selbst genutzt werden soll, oder??

Gruß, Karin



Na ja Karin, nicht so ganz!



Die Bauordnung von Rheinland-Pfalz sagt im § 62, Abs.2 Pkt 3, das der Ausbau einzelner Aufenthaltsräume in Dachräumen der Gebäudeklassen 1-3 genehmigungsfrei ist. Darüber hinaus der Einbau von Fenster in der Dachebene. Aufgekeilte Dachflächenfenster und Dachgauben sind genehmigungspflichtig. Außerdem liegt ein nicht geringer Teil der Eifel in NRW, wo der Ausbau auf jeden Fall genehmigungspflichtig ist.
Da der Begriff einzelne Räume in Dachgeschossen nicht so ganz eindeutig ist und die Einordnung des Gebäudes in die Gebäudeklasse auf Grund der Beschreibung nicht möglich íst und ich nicht mitbekommen habe in welchem Bundesland das Gebäude steht, halte ich es für sinnvoll die Angelegenheit mit der zuständigen Behörde abzuklären.
Darüber hinaus sind natürlich Statik und Energieeinsparverordnung zu berücksichtigen bzw. einzuhalten. Dies ist nur mit den entsprechenden Berechnungen möglich.



Dachbodenisolierung



Hallo,wir wohnen in einen 6 Familienhaus(alles ETW). Der Dachboden (Speicher) wird als Abstellraum und Trockenspeicher genutzt.Der Dachboden wird nicht bewohnt auch in Zukunft nicht.
Meine Frage:
Muß man nach der Energieeinsparverordnung den Dachfußboden isolieren?
Ist es vorgeschrieben?



Sie müssen nicht.



die Energieeinsparverordnung verlangt im §9 Absatz 3 lediglich das nachträglich dämmen oberster Geschossdecken, wenn der dort vorhandene Dachraum nicht begehbar aber zugänglich ist. Da der von Ihnen beschriebene Dachraum als Trockenspeicher genutzt wird, gehe ich davon aus, dass es begehbar ist. Aus diesem Grunde gibt es aus der EnEV keine Verpflichtung die betroffene Decke bis Ende 2006 zu dämmen.

Ganz anders würde ich die Frage beantworten, wenn sie mich fragen ob ich eine entsprechende Dämmung für sinnvoll halte. Eine solche Frage würde ich ohne Umschweife mit ja beantworten.

Ich hoffe, dass sie mit dieser Antwort in ihren Überlegungen weiter kommen.