Aufsteigende Bodenfeuchte in der Wand als Folge der Bodenversiegelung einer ehemals gepflasterten Durchfahrt

17.08.2017 Karl



Guten Tag,
Das Haus, um das es geht, ist ca. 300 Jahre alt. Das Fachwerk ist aus geflößtem Lerchenholz. Die Ausfachung ist Lehm. Holz und Ausfachung sehen sehr gut aus.
Unter dem untersten, liegenden Balken der Wand ist ein ca. 30 cm über dem Bodenniveau heraus sichtbares Fundament aus Kalkstein, Sandstein. Beide Materialien sind auch anderswo im Haus, bei den Nachbarn, in der Stadtmauer verbaut. Das Steinfundament ist nicht verputzt und hat z.T. recht breite und tiefe Fugen.
Nun hat ein Nachbar 2015/2016 seine gepflasterte Hofdurchfahrt in eine Küche umgebaut. Er hat damit ca. 80 % der Fläche des ehemaligen Pflaster durch Folie, Bitumen, Beton mit integrierter Fußbodenheizung ersetz, vorn und hinten Metallrahmen-Glastüren eingebaut. Die Durchfahrt grenzt im Erdgeschoß in voller Länge an unser Haus. Bisher war bei uns alles trocken. Die Luftfeuchte im EG lag so zwischen 50-60 %. Unser Erdgeschoß ist nicht geheizt. Inzwischen ist unser unten liegender Balken und unser Steinfundament feucht. Das erste Stück (ca 1,5 m) wo das Pflaster der Durchfahrt geblieben ist, ist weiter schön trocken. Dahinter wird es feucht ...und feuchter. Des Nachbars Fußbodenniveau ist um 30 cm höher - oder anders ausgedrückt: beide Balken (unserer und seiner) liegen auf gleiche Höhe. Der Abstand der Wände ist ca. 3-4 cm. Der Zwischenraum ist geschlossen, also keine Luftbewegung. Mein EG-Flur ist mit Terazzoplatten (wahrscheinlich 80er Jahre) von einem unserer Vorgänger auch "dicht" gemacht. Das davon das Fachwerk der daran angrenzenden Wände feucht wurde, war nicht zu beobachten. Nun meine Fragen: 1. Ist meine Vermutung, dass die kapillar aufsteigende Bodenfeuchte, die sich ehemals über die Pflasteroberfläche der Hofdurchfahrt "davon machen" konnte die Ursache? 2. Da mein Nachbar von seiner Küche in der ehemaligen Durchfahrt nicht abrückt - lohnt es, wenn ich meinen Flur pflastere, also kapillarbrechenden Kies, diffusionsoffenes Pflaster? Mein Flur hat etwa 2/3 der Fläche des ehemaligen Pflasters der Durchfahrt. Ich hoffe so, die Feuchtigkeit davon abzuhalten, in die Wände zu gehen.
3. Gibt es Literaturhinweise für diese Phänomen, denn meine Vermutung wird vom Nachbarn und seinem Gutachter nicht im geringsten in Betracht gezogen.
Nachsatz: unter beiden Häusern sind über 500 Jahre alte Gewölbekeller (Kalksein). Der Abstand der Kellerdecke (Gewölbescheitel) zum Bodenniveau sind ca. 2 m. Auch dort ist es beim Nachbarn feucht. Eine Sperrschicht zwischen unseren Balken un dem Steinfundament gibt es nicht -aber bisher war das eben alles trocken.



Deine



Beschreibung ist schwer in Bilder umzusetzen. Sikzze Schnitt und ein 2 Fotos von der Außenseite .. Ich vermute eher Kondensat an Deiner kalten Wand ....