Dachdämmung



Dachdämmung

Hallo,
wir haben ein altes Fachwerkhaus erworben (1930). Da wir nun das Dach neu machen, stellt sich die Frage mit der Dämmung. Das Dachgeschoss ist ausgebaut und soll so bleiben. Von daher würde sich ja eine Aufsparrendämmung anbieten. Auf Grund der Dachform, und der Form des ausgebauten Raumes, entsteht jedoch ein "Hohlraum" (siehe Bild). Eine Dampfbremse ist momentan nicht fachgerecht verbaut. Reicht hier eine Aufsparrendämmung oder bekomme ich in dem Hohlraum Kondensprobleme?



Dachdämmung



Aufdachdämmung führt nicht zu Platzverlust im Innern und reduziert Wärmebrücken.
Es ist aber nur sinnvoll, wenn das Dach ohnehin neu gedeckt werden muß, dabei muß auf die Abdichtung der Traufen und zu den Giebeln geachtet werden- nur mit Aufdachdämmung ist das nicht möglich.

Zudem erhöht Aufdachdämmung die Dachhaut und ändert das Erscheinungsbild des Daches sehr stark- abhängig von der Dämmstärke- vorher genaue Skizzen anfertigen.

Dampfbremsen sind nicht das Problem und müssen bei außen diffusionsoffeneren Konstruktionen gegenüber innen nicht installiert werden- nur Konvektion soll vermieden werden- also auf Randbereiche und Durchdringungen achten.

Alternativ zB Unterdachplatten oben auf die Sparren schrauben/tackern, unter die Sparren ebenfalls Holzfaserdämmplatten befestigen (ggf auf KVH zum Höhenausgleich), die können mit Kalk- oder Lehmputz versehen werden oder mit Gipsfaserplatten belegt werden auf Konterlattung.
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Hohlraum zwischen den Sparren mit Zellulose ausblasen.

Den niedrigen unteren Dachraum würde ich mit Zellulose ausblasen und dann senkrecht abtrennen, soweit er ohnehin nicht nutzbar ist.

Andreas Teich
Ebenso das Firstdreieck ausblasen



...und Einblasdämmung?



Ist eine Einblasdämmung auch möglich?



Einblasdämmung



Welches Material währe hier geeignet? Würden Sie diese zusätzlich zur Aufsparrendämmung oder als alternative hierzu durchführen?



Alternativ...



...statt der Aufsparrendämmung.
Wir blasen seit Jahren Holzfaser ein.
Aber auch Zellulose wäre eine Option.



Holzfaser



klingt sympathisch... Wie wird hier ein vollständiges Füllen garantiert? Dampfsperre etc. würde entfallen? Bzw. wie liefe so etwas generell ab? Also außen z.B. Holzfaserplatten drauf und später dann durch eine Öffnung einblasen?



Man muss die vor Ortsituation kennen.



Eine präzise und korrekte Lösungsfindung würde eh nur am Objekt erarbeitet werden können.
Die Lösungsansätze im Internet sind da eh nur eine Grobdefinition.
Also wenn man sich dafür entscheiden würde, dann halt mittels Einblasverfahren in die entsprechenden Sparrenfelder und bei einer funktionalen Unterdecklösung (Holzweichfaserunterdeckplatte).
Am besten, wir telefonieren einmal miteinander.