Aufsparrdämmung mit Zwischensparrendämmung kombinieren

24.02.2017



Hi, wir haben unser kleines Fachwerkhäuschen letztes Jahr neu eindecken lassen (neues Dach) mit einer Aufsparrendämmung und sind jetzt noch fleißig am Innenausbau. Jetzt ist uns aufgefallen das wir eigentlich ein Teil des Daches zwischen den Sparren dämmen müssten um eine schallübertragung ins Dachgeschoss zu verhindern. Aber verträgt sich Steinwolle mit der Pu-platten Dämmung mit Dampfsperrbahn oder kreiere ich hier einen abgeschlossenen Raum in dem die Wolle nicht mehr abtrocknen kann. Würde dann als Verkleidung eine osb Platte und eine regips drunter schrauben.

Wäre echt dankbar für eure Hilfe. Hab jetzt schon so viele Meinungen gehört und weiß jetzt nicht was ich machen soll...

LG Bambi





Also auch wenn man mich bestenfalls als belesenen Laien mit Sanierungserfahrung bezeichnen kann, rollen sich mir die Zehnägel auf, wenn ich Dinge wie PU-Platten, Rigips und Dampfsperrbahn in Kombination mit Fachwerk höre. Aber das ist ein anderes Thema.

Nach meinem dafürhalten darf deine Steinwolle erst gar nicht nass werden. Daher stellt sich auch nicht die Frage ob sie trocknen kann. Du musst da eine Dampfbremse einbauen, die die Bewegungen des Hauses mitmachen kann. Folien und Co würde ich im Fachwerk also nicht verwenden. OSB wäre meine Wahl.

Ich würde dir empfehlen einen Fachmann vor Ort um Rat zu fragen. Ein erfahrener Architekt, der auch die Verantwortung für das übernimmt was er baut. Und auf den hörst du dann und lässt die tausend verschiedenen Meinungen eben Meinungen sein. Alternativ kann ich dir das Buch von Wolfgang Lenze empfehlen. Der bespricht ausführlich verschiedene Aufbaumöglichkeiten.



PU-Aufdachdämmung



Schallschutz ist neben Wärmeschutz die Leistung des Planers/Ausführenden, der für eure Aufdachdämmung verantwortlich ist.
Selber basteln verdeckt nur die Verantwortlichkeiten.

Dass PU-Aufdachdämmungen niemals zu halbwegs akzeptabler Schalldämmung führen kann ist ohnehin klar-
jede Schaumplattendämmung bringt schlechte Schalldämmwerte.

Ich würde ein Sachverständigenbüro mit der Feststellung der Schalldämmwerte, der Luftdichtigkeit etc beauftragen und über Regreßforderungen nachdenken.
Wer solche Dämmungen empfiehlt macht sich aufgrund der bekannten Nachteile per se schon angreifbar.

Andreas Teich