Denkmalschutz - Auflagen für Neubau EFH auf denkmalgeschützten Grundstück

14.07.2003



Hallo, wir beabsichtigen den Neubau eines Einfamilienhauses (Landhaus, aber kein Fachwerk) auf einem denkmalgeschützten Grundstück (Fachwerkhaus mit Reetdach in unmittelbarer Nähe). Die Baugenehmigung wurde uns nun mit diversen Auflagen erteilt (rote Verblendfassade, rote Tondachpfannen, Fenster und Türen aus Holz, Gestaltung ist mit der Denkmalschutzbehörde zu klären). Da es sich um einen Neubau handelt, stellt sich für uns die Frage, ob solche Auflagen rechtlich zulässig sind. Geht es nicht zu weit, die Gestaltung der Fenster und Türen mitbestimmen zu wollen? Schließlich handelt es sich ja nicht um ein denkmalgeschütztes Objekt. Wir sind dankbar für jeden Hinweis.



Denkmalschutz



Die von der Behörde geforderten Auflagen sind zulässig, da beim Denkmalschutz zwar in erster Linie das einzelne Objekt wichtig und schützenswert ist, es aber auch auf die Umgebung ankommt. Dieser Grundsatz ist auch im Denkmalschutzgesetz und der Charta von Venedig verankert, denn die Bebauung im Umfeld eines Baudenkmals hat einen erheblichen Einfluss auf de Erlebbarkeit des Denkmals. Zum Baudenkmal gehört eben auch sein Umfeld.
Viele Grüße Johann Müller





Unsere Nachbarn mussten ein neues Haus im Stil des 17. Jahrhunderts bauen. Da wurden sogar die Dachziegeln vorgeschrieben. Es musste nun mal in das Viertel der FAchwerkhäuser passen. Grüße Annette



richtig



ein Denkmal lebt in seiner Umgebung..., die Auflagen sind rechtlich zulässig. Wie allerdings eine Verblendfassade aussieht, die Tondachziegel angewendet und welche Fenster und Türformate Verwendung finden, ist Sache Ihrer Planung.