Aufbauschicht Außenwand

03.12.2019 Newbi2014


Aufbauschicht Außenwand

Hallo zusammen,
ich bräuchte einmal ein paar Anregungen/ideen:
Wir sind gerade dabei unser Fachwerkhaus von innen zu dämmen. Der Wandaufbau von aussen nach innen wird folgendermaßen aussehen:
Schiefer - vernagelte, besandete Dachpappe (nicht verschweißt) - Schalbretter - Deltafolie (diffusionsoffene Unterspannbahn) - ca. 25 cm eingeblasene Zellulose - mittels Justierschrauben auf ca. 25 cm vorgeschraubte Lattung - Dampfbremse - Konterlattung
Mein Problem liegt jetzt in der letzten (Aufbau)Schicht. Was mache ich da am besten drauf, sodass ich inclusive Konterlattung auf mehr als 48mm komme, damit ich Schalterdosen setzen kann, ohne die Dampfbremse zu verletzen?
Ich dachte an 22 mm STEICO universal Holzfaserdämmplatten, die ich dann eigentlich mit Kalkputz Verputzen wollte. Die sind preislich erschwinglich. Allerdings kam bei einer Nachfrage beim Hersteller heraus, dass die nicht verputzbar sind......
Was habt Ihr als Aufbauschicht genommen?
Da eines der zu dämmenden Räume ein Bad wird, frage ich mich, ob ich da ggf. einfach eine (grüne) Gipskartonplatte als äußeren Belag nehmen könnte.... Oder muss der Aufbau zwingend auch auf der Raum-Innenseite diffusionsoffen in die Wand sein?

Vielen Dank für alle Anregungen
Gruß
Holger



Momentanzustand



wie ist denn der momentane Zustand der Außenwand, ist die Verschieferung schon dran, sind die Gefache noch gefüllt ? Der geplante Aufbau ist sehr schadensträchtig und unsinnig.



Aufbau



Hallo
die Schiefern, die besandete Dachpappe und die Schalbretter sind (seit ca. 100 Jahren) bereits genau so am Haus....
Die Gefache habe ich leer geräumt. Diese waren mit Ziegelsteinen verfüllt.
Es stehen nur noch die Balken mit von außen vernagelten Schalbrettern....
Was genau ist denn an dem geplanten Aufbau schadensträchtig und unsinnig?
Danke und Gruß
Holger



Wandaufbau



ob der aufbau so seit 100 jahren steht- weiß ich nicht. Ob es da schon besandete Dachpappe gab? Der Aufbau ist jetzt durch die Dachpappe nach außen dampfdicht. Da macht z.B. eine diffusionsoffene Unterspannbahn keinen Sinn. Zudem muss man bedenken, dass es früher ein anderes Wohnverhalten gab. In der Regel wurde mit Öfen geheizt, die einen höheren Strahlungsanteil hatten. Durch das geplante Bad wird ein größerer Feuchteeintrag zu erwarten sein. Zudem ist wahrscheinlich, dass die Ziegelfüllung eine andere Feuchtespeicherung und Wärmespeicherung hatte, als durch den geplanten Aufbau zu erwarten ist. Zumindest sollte innen dann eine rücktrocknungsfähige Dampfsperre, z.B. Intello plus gewählt werden.
Ich habe auch mal eine eigentlich nicht verputzfähige HFP von Unger Diffutherm verputzt, die Dachplatte Udi top. Habe mit der Handkreissäge schräge einschnitte von 5mm tiefe hergestellt und mit Klebe- und Armierungsmörtel Gewebe vorgespachtelt, dann mit Kalkglätte nochmal drüber. Ist jetzt 3 Jahre her und ist in einem Treppenhaus, also mit hoher mechanischer Belastung durch z.B. Kleinkinder und Fahrräder. Hält bis jetzt schadensfrei.




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