Aufbau Zwischengeschossdecke OG/DG

18.05.2018 Morgens_um_7



Hallo!
Nachdem das Forum schon bei vielen Baustellen hier im Haus sehr hilfreich war, kommt jetzt die nächste.
Ich erwarte Nachwuchs, dementsprechend muss jetzt schnell das Kinderzimmer bzw. die Decke des Zimmers saniert werden.
Daran anschließend müsste in den nächsten 2 Jahren(?)der Dachboden anders gedämmt werden bzw. soll z.T. ausgebaut werden. Aktuell ist eine Zwischensparrendämmung ohne Dampfsperre aus Styroporplatten und Glasfaser vom Vorbesitzer verbaut, die Außenwände des Dachs sind ungedämmte Bruchsteinmauern.

Die Decke des zukünftigen Kinderzimmers ist wie es aussieht wie folgt aufgebaut (von unten nach oben):
Zimmerdecke (Putz in schlechtem Zustand)
Balken von früherem Holzschädlingsbefall geschädigt u. müssen ausgetauscht werden), dazwischen Glasfaserschnetzel und Glaswolle


Gerne hätten wir im Kinderzimmer eine Sichtbalkendecke, möglichst keine abgehängten Decken (sehr niedrige Raumhöhe). Finanziell ist nicht soo viel drin.

Im meiner Vorstellung muss erstmal alles (Alte Dielen, Dämmung, Holzpaneeledecke, Zimmerdecke) raus, um dann zunächst evtl. einzelne Deckenbalken auszutauschen.
Idealerweise gibt es irgendwelche Holzwerkstoffplatten(?), die von unten (Zimmerseite) nur weiß gestrichen werden müssen, damit das Zimmer bald nach dem Abschleifen der Balken genutzt werden kann. Darauf Lattung mit Dämmung(evtl. Jutedämmung, Reste vorhanden - Wärmedämmung bis zum Ausbau wichtig), hierauf Dielen.

Bin ich damit völlig auf dem Holzweg/gibt es geeignete/re Materialvorschläge?

Vielen Dank schonmal!!



Aufbau Decke



Erstmal hallo und Schnellschüsse oder Zeitdruckarbeiten sind nie ein guter Ausgangspunkt für Umbauarbeiten. Leider fehlt im Beitrag die Beschreibung des Ist-Zustandes. Habe ich richtig verstanden? Das DG ist bislang nicht ausgebaut und ungedämmt? Woher wißt Ihr, dass Balken getauscht werden müssen? Ist die Bestandsdecke gegenwärtig offen ? Und warum soll überhaupt alles rausgerissen werden ?



Sanieren ohne Zeitdruck wäre schön....



aber glücklicherweise sprechen wir hier von einem halben Jahr.
Aber wie das wohl bei vielen Hausbesitzern von alten Häusern ist, dauern Sanierungsarbeiten ihre Zeit, wenn man erst Mal eingezogen ist - und ein halbes Jahr wird zu "schnell mal"....

Genau, das Dach ist bisher mehr schlecht als recht gedämmt, eben mit Styropor und Glasfaserzwischensparrendämmung ohne Dampfsperre, die Außenmauern sind nicht gedämmt.
Im Winter wird es auf dem Dachboden jedoch kaum unter 10Grad - was aber wohl auch daran liegt, dass die Geschossdecke nicht besonders effektiv gedämmt ist.

Wieso die Decke neu gemacht werden soll? Weil in dem Zimmer eine ziemlich hässliche und dazu stark durchhängende 70er Jahre Holzpaneeledecke ist, die dringend herunter muss.

Noch ist nicht komplett offen, bislang gehe ich davon aus, dass der Deckenaufbau der selbe wie in angrenzenden Räumen aus der gleichen Bauzeit ist.
Die Dämmung ist gut von oben einsehbar, nachdem bei der Sanierung des Dachstuhls viele Balken aufgrund ehem. Befalls durch Holzschädling ersetzt werden müssen, würde es mich wundern, wenn die Dielung, nicht jedoch die darunter befindlichen Balken in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Falls dem wider Erwarten nicht so ist, bin ich natürlich auch nicht böse ;-)



Branntschutz



Was ist im übrigen Brandschutztechnisch bei einer Sichtbalkendecke zu beachten?



Verwirrung



Noch verstehe ich es nicht ganz: Einerseits müssen Balken getauscht werden, weil sie marode sind, andererseits soll es von unten eine Sichtbalkendecke geben ? Das kann ich mir nicht so richtig vorstellen. Wir haben auch eine Sichtbalkendecke, aber da sind die Balken in einem guten Zustand. Von oben haben wir eine N+F Dielung aufgebracht. Ist nun wieder eine Holzdecke. Wollt Ihr ja nicht. Eine Konstruktion mit Plattenwerkstoffen kann ich mir nicht so recht vorstellen, sieht in meiner Phantasie wie die Decke im DDR-Kinderferienlager aus mit Pressspankassetten an der Decke.
Eine Variante wäre noch wieder einen Einschub auf Hälfte der Balkenstärke ( wieviel überhaupt und welchen Abstand haben die ?) herzustellen, an die Einschubleisten von unten eine Sparschalung und mit Lehmbauplatten verschrauben und mit Lehm spachteln. Dann sind zwar die Balken nicht mehr auf voller Höhe sichtbar, aber noch ein paar Zentimeter. Ich weiß ja nicht, wie Ihr handwerklich drauf seid und eine Billigvariante ist das auch nicht.



Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt



Hallo!
Eine Holzdecke wollen wir sehr gerne - nur die Holzpaneele aus den 70er Jahren nicht!
Ich hatte irgendwie einen Knoten im Hirn, danke fürs Entwirren. Die Optik war ja bei Holzwerkstoffplatten auch mein Problem, dachte da gibt es sicherlich eine bessere Lösung.
Viel einfacher und schöner wären ja Brandschutzschalungsbretter, darauf Lattung mit Jute oä. Dämmung und darauf verschraubt Dielen. Würde das so passen?
Sauber Verputzen ist tatsächlich eine handwerkliche Grenze, einen Keller würden wir hinbekommen, aber die Zimmerdecke....

Wir haben in den anderen Räumen auch immer mal wieder einzelne Balken austauschen müssen, konnten die optisch aber gut an die alten, abgeschliffenen Balken angleichen, deshalb sehe ich da kein Problem.
Die Balkenabstände messe ich morgen mal nach, an evtl. zu große Abstände habe ich noch nicht gedacht - uff, bei Bruchsteinmauern ist es nicht so das Vergnügen nachträglich Balken dazwischenziehen zu müssen, war bisher glücklicherweise nur im EG bei einem Balken nötig....

Einschübe gibt es im ganzen Haus nicht. Die ehemals vorhandene Schüttung sowie Einschübe wurden wohl irgendwann entfernt und statt dessen Glasfaser direkt zwischen die Balken auf die angenagelte Zimmerdecke geschüttet.



Brandschutzschalungsbretter ?



Davon habe ich noch nichts gehört, gibt es da Infos dazu ? Sollten die besonders imprägniert sein ? Ich hatte immer gedacht, Brandschutzvorgaben (F 90 etc.) gelten nur für Mietwohnraum bzw. eben zwischen mehreren Wohneinheiten. Aber da bin ich kein Experte.