Wer hat Erfahrung in Sachen Wand-Dachanschluß?????

28.11.2006



Wie im Lehm- und Ökobau üblich führen wieder mal zwei Meinungen nicht zum gewünschten Ziel.
Mein Problem sieht wie folgt aus.
Der Wandaufbau von aussen nach innen:
1cm Sumpfkalk,12cm Lehmstein,2-3cm Lehmputz,8cm Pavatex-Diffuthermplatte und Wandheizung mit 3cm Lehmputz.

Der Dachaufbau von aussen nach innen:
Lattung,Pavatex-Isolair35,18cm Hanfmatten,und 18mm OSB-Platte bis jetzt.
Wie sollte nun der ideale Wand bzw.Dachanschluß aussehen???
Soll der komplette Wandaufbau an die Isolair35-Platte anstoßen und den restlichen Dachaufbau gegen die 8cm Pavatexplatte,oder
wäre es besser den Dachaufbau bis zu den Fachwerkbalken der Aussenwand zu führen und dann mit dem Lehmputz und der 8cm Pavatexplatte dagegen zu stoßen????
Was sind die Vor bzw. Nachteile??
Wie Ihr seht , ganz einfache Fragen. (kleiner Scherz!)
Vorab schon mal DANKE für Eure Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen aus Osthessen
Willi Muth



Wand- und Deckenaufbau



Der Wandaufbau wird sicher so funktionieren, wichtig ist, das die Fachwerkwand auch nach innen austrocknen kann und die Schlagregenbelastung nicht zu hoch ist. Beim Dachaufbau sehe ich die Problematik in der Funktion der Dampfbremse, die in dem genannten Aufbau von der OSB- Platte übernommen werden muß. Mit starren Platten eine Dampfbremse mit einem sd- Wert von 2 - 5 m im Dachbereich auszuführen ist m.E. technisch sehr schwierig und praktisch unmöglich, was die Dichtheit betrifft. Ob OSB- Platten den erforderlichen sd- Wert erreichen, weiß ich jetzt nicht aus dem Hut.
Ich empfehle, statt einer OSB- Platte éine trocknungsfördernde Dampfbremse (feuchteadaptive Dampfbremsfolie auf Polyamidbasis oder eine Hygrodiode)zu verwenden und für die raumbildende Funktion eine Lehmplatte einzusetzen. Die Ausbildung des Durchstoßpunktes Wand/Dach ist mit Ferndiagnose nicht machbar; ich bin kein Hellseher, das muß vor Ort als Werkplanung gelöst werden.