trittschalldämmung durch fußbodenaufbau

02.09.2008



Hallo!
Es geht um den Dachbodenausbau eines alten Bauernhauses im Süden des Landkreises Hildesheim. Der Ausbau ist nun soweit fortgeschritten, dass in absehbarer Zeit der Fußbodenaufbau erstellt werden soll- d.h. der Ausgleich ist bereits erfolgt mittels Ausgleichsleisten auf den alten Holzbalken; zwischen die Balken (auf die alte Lehmschüttung) haben wir Blähton-Ausgleichsschüttung eingebracht; obenauf dann Rauhspund zur Aussteifung.

Die Luftschalldämmung ist schon ganz ordentlich, aber die Trittschalldämmung natürlich noch katastrophal;>,so daß man die Katzen auf dem Dachboden von unten laufen hört.
Die Meinungen über die Technik einer guten Trittschalldämmung scheinen leider SEHR auseinander zu gehen...Wir dachten (von unten nach oben) z.B. an Holzfasermatte+fermacell-Platte(n)+Kokosfasermatte(oder Kork?)+OSB+Holzdielen.In Küche und Bad soll gefliest werden-dort natürlich anderer Untergrund nötig...
D.h. wir hätten gerne einen Fachmann an unserer Seite, der sich mit Fußbodenaufbau (in Altbauten) gut auskennt und v.a. auch verschiedene Alternativen aufzeigen kann mit jeweiligen Vor- und Nachteilen.
Kann uns jemand Tipps geben oder vielleicht eine Adresse eines geeigneten Betriebes im Raum südlich von Hildesheim bzw, nördlich von Göttingen vermitteln!?



Wenn ich das



richtig verstanden habe, handelt es sich im Dachboden (küche und Bad) um eine separate neue Wohnung. Ist das der Fall, muss der Schallschutz rechnerisch nachgewiesen werden und die Grenzwerte der DIN 4109 müssen eingehalten werden. Wird dieser Nachweis nicht vom Planverfasser erstellt, ist häufig der Statiker gefragt.
Ich empfehle den Planer und den Statiker zuerst nach den Nachweisen zu fragen.



Bislang...



...haben Sie einen guten Aufbau erstellt.

Wieviel Aufbauhöhe haben Sie denn noch zur Verfügung?

Grüße

Thomas



Bislang...



...haben Sie einen guten Aufbau erstellt.

Wieviel Aufbauhöhe haben Sie denn noch zur Verfügung?

Grüße

Thomas





Hallo Thomas!
Inkl. der Massivholzdielen sollten es max.8cm, eher weniger Aufbauhöhe werden.
Es ist wirklich sehr schwierig,Informationen zur Trittschallverbesserung durch einzelne Materialien zu erhalten.Sicher ist immer auch die gesamte Konstruktion inkl. des Unterbaus zu berücksichtigen, aber etwas vergleichen müßte man die Trittschallelemente doch eigentlich schon miteinander...bei Hanffaserplatten von 20mm Dicke wird z.B. eine Trittschallminderung von 30dB
(Quelle:website "Naturbauhof") angegeben...!!das wäre ja eine ganze Menge- ob man das glauben kann?
Wie gut sind z.B.im Vergleich Kokosfaser, Holzfasermatte oder Korkrollware?
Lohnt sich die Kombinationsplatte von Fermacell( 2Platten Fermacell+ 1Holzfaserplatte)? Oder besser das Steico-floor-System? Welche Dämmwerte haben diese Systeme?
Also selbst kombinieren und dabei günstigeren und evtl.sogar hochwertigeren Schallschutz erreichen oder "lohnen" sich die Verbundsysteme doch?
Meinten Sie eigentlich, dass der bisherige Aufbau gut ist oder der noch nicht existierende Beispielaufbau ab Rauhspund?



Ich meinte,



der schon existierende Aufbau sei gut. Die weiteren Aufbauideen sind mir etwas zu materialmixig und zu aufwendig.

Ich schicke morgen eine Aufbauidee zum Thema.

Grüße

Thomas





Dann warte ich gespannt auf den Vorschlag.
Bis morgen und danke!



Einfach gehts am besten:



Ich empfehle die doppelte Verlegung von Holzweichfaserplatten DOSER DHD 25mm überlappend, gedrittelt auf 1200 x 625mm, mit zwischenliegenden Lagerhölzern 45mm hoch zum Befestigen der Dielen. Das Material ist mit einer Rohdichte von 0,25 fest genug, um sich auch bei Belastung nur sehr wenigzusammenzudrücken.

Das Trittschallverbesserungsmaß beträgt 22-25 dB. Sicherlich kann man auch noch ein paar dB mehr herauskitzeln, ich bevorzuge aber gern einstoffliche Aufbauten, da kann viel weniger schiefgehen.

Aufbauhöhe mit einer 24er Diele 74mm.

Grüße

Thomas



Vergleich ?



Mir fehlt bei den meisten Vorschlägen der Vergleich mit einem anderen Aufbau.
Eine Version wäre jetzt noch (von unten angefangen):
22mm Pavapor-Holzfasermatte auf den vorhandenen Rauhspund(s.o.), darauf eine 25mm OSB und abschließend die ca. 22mm Esche-Massivholzdiele.
Unter den Fliesen i.d. Küche statt der OSB das Estrichelement von Fermacell (aus 2 Platten von jeweils 12,5mm bestehend).Baduntergrund wird eh anders wegen Fußbodenheizung und Wasserdichtigkeit.
Die Befestigung der Dielen ist wohl auf OSB einfacher als auf den Leisten des Steico-floor oder Doser.Systems, oder?
Weniger Schwingung der Dielen müßte es auf den OSB-Platten doch auch geben..?

---------Massivholzdielen (bzw.Fliesen)
---------OSB 22mm (bzw. unter Fliesen 2xFermacell 12,5mm)
---------Pavapor 22mm
---------Rauhspund
---------Holzbalken, dazwischen
-- -- --(alte)Lemschüttung und obenauf (neu)Blähton
als Ausgleichsschüttung



Trittschalldämmung



Hallo,

wir können Ihnen einen in Deutschland ganz neuen Trittschallbelag RECANOR anbieten, der sich bereits bestens in Belgien, Holland und Frankreich bewährt hat.
Mit RECANOR erreichen Sie Trittschallwerte von bis zu 45 dB, dieser Belag hat bei einer Aufbauhöhe von 5 mm eine sehr hohe Federkraft und ist leicht zu verlegen.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung (Tel.: 030 - 35137548) oder Sie informieren sich vorab im Internet unter www.duofor.de.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DUOFOR - Team



Recanor ist aus Polypropylen



Sorry, ist nicht böse gemeint, aber wir haben uns nicht während des gesamten Dachausbaus bemüht, Naturmaterialien zu verwenden, um dann unter dem gesamten Fußboden Polypropylen, also Kunststoff liegen zu haben, aus dem Recanor ja besteht...ist, was die Trittschalldämmung betrifft, sicher eine nennenswerte Lösung, käme aber in diesem Fall nicht in Frage.Trotzdem Danke.