Erneuerung Fußboden EG ohne Keller (weider einmal) :-)

08.03.2009



Hallo zusammen,

ich weiß, dass diese Thema schon oft im Forum diskutiert wurde, ich habe viele Beiträge gelesen. Bin aber auf keinen grünen Zweig gekommen.

Folgender Sachverhalt:

Erneuerung Fußboden EG ohne Keller, keine Belüftung von außen, altes Bauernhaus BJ 1893

Bisheriger Aufbau:

Erdreich (sandiger Lehmboden)
Ca 10cm Betonplatte
8er Lager
30er Fichtendielen

mein geplanter Neuaufbau:

Erdreich (sandiger Lehmboden)
10cm Kies
2cm Splitt
Gehwegplatten als Sauberkeitsschicht (4cm)
Sperrschicht gegen Feuchtigkeit (Bitumen oder ähnliches)
5cm Styrodur
8cm Lagerhölzer (Lärche Kernholz) dazwischen wieder 5cm Styrodur
30mm Dielen NF (keine Versiegelung nur geölt)

nun meine Frage, kann man das so machen oder gibt es einen Systemfehler???

Besten Dank für euer Feedback!

Grüße Elmar



Warum Styrodur wenn's auch anders geht



Warum eine intakte Betonplatte ausbauen? Mann kann die doch integrieren.

Aufbau:
Erdreich (sandiger Lehmboden)
ca. 10cm Betonplatte
Feuchtigkeitssperre
Tehrmoplan B1 verdichtet
8mm Holzweichfaser
Polsterhölzer
Thermofloor oder Themofill
30er Fichtendielen

Bild zeigt den ungefähren Aufbau

Grüsse Thomas



Fußboden



Lassen Sie den Beton drin, wenn er in Ordnung ist und dichten Sie ihn ab.
Zum gedämmten Dielenfußboden werden sicher Kollegen der Holzfraktion antworten.

Viele Grüße



Nachtrag



Hallo,

vielen Dank für die promten Antworten, ich hatte vergessen zu sagen, warum die Betonplatte raus soll.

Da minderwertiger Beton, ungleichmäßig stark, zum Teil unterhöhlt und brüchig und noch dazu krumm und bucklig.

Der Dielenboden der bis jetzt drin war hat ziemlich stark gefedert, was daran lag, daß zum Teil Unterleghölzer unter den Lagern in den Beton "eingebrochen" sind.

Dementsprechend leicht lässt sich die Betonplatte auch entfernen.

Zur Dämmung möchte ich folgendes vorausschicken:
8er Lager 5er Isolierung, das heißt 3cm Hinterlüftung zwischen Dielen und Styrodur.

schöne Grüße
Elmar



Bei Aufbau mit Lagerhölzer,



würde ich von Styrodur abraten. Aus schalltechnischen Gründen ist es besser ohne Hinterlüftung zu arbeiten (Trommelefekt), daher kam der Vorschlag mit der Perlite.
Dieser ist auch für den zweiten von Ihnen beschriebenen Aufbau möglich.

Grüsse Thomas



Kalkboden



Hallo,
ich propagiere Kalkboeden. Die sind diffusionsoffen und kapillaraktiv. Das koennen Hochklinkerzemente oder kunstoff-Daemmmaterialien nicht.
Dies verhindert laengerfristig organischen Befall im FB-Aufbau und ein schnelleres Ansteigen der kapillaren Baufeuchte im Mauerwerk
Was auch Sinn macht ist eine gebundene Kalk-Schuettung, z.B. mit klimasan RK.
Gruss N. Hoepfer



Schweißbahn auf Gehwegplatten?



Das wird nichts.

Erneuern sie die Bodenplatte, diesmal unter Verwendung von Zement:-) Darauf eine Schweißbahn vollflächig verklebt, an der Wand bis UK Dielung hochgeführt.

Jetzt können Sie mit Dämmung und Lagerhölzern aufbauen, statt Styropor aber besser Holzweichfaserplatten nehmen.

@ Norbert

Ohne Sperrschicht? Welchen Vorteil bietet es denn, einen durchgängig diffusionsoffenen Aufbau zu bringen? Die Erdfeuchte lasse ich ganz gern draußen.

Grüße

Thomas



@ Thomas



Hallo, ich glaub wir hatten das Thema schon. Ich plaediere fuer die Segelboot, nicht fuer die U-Boot Technik.
Wie gesagt, ich versuche von vorne herein, mikrobakteriellen Befall insb. versteckt in einer der Schichten zu verhindern. Des weiteren wenn es ein altes Gebauede ist, haben diese meist keine Horizontalsperre und es ist mit kapillar aufsteigender Mauerfeuchte zu rechnen. Wenn die Diffusion durch den FB-Aufbau gebremst oder verhindert wird, muss die Feuchtigkeit in der Wand ansteigen.
Es gibt uebrigens neben einer gebundenen Perlite-Schuettung auch von Quick Mix / Raab eine Bimsschuettung die standfest ist, kennen Sie diese?
Gruss N. Hoepfer



@ Norbert



"Wenn die diffusion durch den FB-Aufbau gebremst oder verhindert wird, muss die Feuchtigkeit in der Wand ansteigen."

Genau das deckt sich weder mit meinen Erfahrungen, noch habe ich bisher hier im Forum noch wo auch immer eine befriedigende Erklärung für ein solch unlogisches Verhalten des Wassers finden können. Welche Kraft sollte hier den Konzentrationsausgleich verhindern, statt dessen sogar eine Anreicherung der Wasserkonzentration bewirken?

Grüße

Thomas



@ Thomas



Hallo, das ist ein Prozess, der geht ueber Jahrzehnte.
Das sieht man nicht sofort.
Leila tov
Norbert



Und was passiert,



wenn auf einem solchem Kalkboden ein dichter Aufbau angebracht wird und z.B. gefliest wird?

Grüsse Thomas



@ Norbert



Meine subjektiven, bruchstückhaften Erfahrungen über offensichtlich zu kurze Zeiträume mal hintangestellt; warum sollte sich das Wasser wider allen Vermutungen gerade unter meiner abgesperrten Bodenplatte und infolgedessen in der Wand zu Konzentrationen aufschaukeln, die über dem Umgebungsniveau liegen?

Grüße

Thomas



Neue Erkenntnisse



Hallo zusammen,

erst mal vielen Dank für die doch sehr hilfreichen Beiträge. Kurz zur Feuchtigkeit, mein Haus hat eine Horizontalsperre und meine Wände sind zum Glück trocken.

Nach ihren Anregungen bin ich zu folgendem Schluß gekommen:

Auskoffern und verdichten
neue Bodenplatte 10cm Beton
Feuchtigkeitssperre

Nun habe ich mich beim Holzfachhandel erkundigt bezgl. Holzfaserplatten, mir wurde folgender Aufbau empfolen:

2cm durchgehende Schicht Holzfaserplatten mit entsprechender Belastbarkeit daß der Boden nicht zu "weich" wird

dann gibt es ein kombiniertes System aus Isolierung(Holzweichfaser) und Lager mit NF

Darauf die Dielen

Nach aussage des Fachhändlers ein bewährtes System

soweit so gut, nun will ich aber Heizungsrohre und zum Teil Leerrohre für Elektroinstallation unter Boden verlegen.

Meine Frage: Reichen 2cm aus um Heizungsrohre in dieser Schicht mit zu Verlegen (bei Leerrohren für die Elektrik ist das kein Problem).

vielen Dank und schöne Grüße
Elmar



Denkfehler Heizungsrohre



Nun ja mit der Einbaustärke der Heizungsrohre ist mir ein ein schwerwiegender Denkfehler unterlaufen mit 2cm kommtman da ja im Leben nicht hin. Einvoll isoliertes Heuzungsrohr hat gut und gern mal 6cm.

Na ja vielleicht fällt euch ja noch was dazu ein.

schöne Grüße
Elmar



Alternative



Hallo,

Sie könnten z.B. mit Thermoplan B1 die Leitungen überschütten, eine 8 mm Holzweichfaserplatte drauflegen und verdichten.
Dann den Bodenaufbau mit dem angebotenen System weitermachen.

Grüsse Thomas



Bei genügend Aufbauhöhe...



...kann insg. 100mm Doser DHD verwendet werden. Die untere Ebene 50mm vollflächig, mit eingelegten Rohren. Oben kann von der Dämmung der Rohre 10mm weggeschnitten werden, da liegt es ja eh im Dämmstoff. Darauf 2x25mm DHD stoßversetzt mit zwischengelegten Kanthölzern 50mm als Lagerhölzer.

Warum Doser DHD? Die Platte ist mit einer Rohdichte von o,25 fester als sonst vergleichbare Produkte von Gutex, Pavatex, Steico, und kann deshalb gut in 100mm Höhe verbaut werden.

Grüße

Thomas